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Schaltungsanordnumg für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb und selbsttätiger Gebührenerfassung
In Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb und selbsttätiger Gebührenerfassung ist es bekannt, die zu erfassenden Werte bis zum Eintritt des Zeitpunktes der Übergabe an eine Druckeinrichtung, beispielsweise bis zum Ende eines Gespräches, zwischenzuspeichern. Als Speicher dienen bei den bekannten Anordnungen Markierrelais, Zählmagneten, die einem dauernden Verschleiss unterliegen.
Einen Speicher, Impulswiederholer od. dgl. aus multistabilen magnetischen Speicherelementen aufzubauen, ist an sich bekannt. Die Anwendung derartiger Speicherelemente für Zwischenspeicher in Fernsprechanlagen mit selbsttätiger Gebührenerfassung bedingt jedoch einen sehr grossen Bedarf an Magnetsierungsschaltmitteln. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Anordnung zu schaffen, bei der der zur Speicherung erforderliche Aufwand an Magnetisierungsschaltmitteln auf ein Mindestmass herabgesetzt ist. Erreicht wird dies dadurch, dass mehreren der Zwischenspeicherung von zu erfassenden Werten dienenden aus magnetischen Speicherelementen bestehenden Speichern eine zentrale Magnetisierungseinrichtung zugeordnet ist.
Da der Abstand der für Gespräche einlaufenden Zählimpulse im ungünstigsten Fall 8 Sekunden beträgt und die Magnetisierung der Speicherelemente nur eine kurze Zeit in Anspruch nimmt, so dass die Belegungsdauer der zentralen Einrichtung beispielsweise nur 20 Millisekunden beträgt, können innerhalb der zwischen dem Einlaufen zweier Zählimpulse zur Verfügung stehenden Zeit bis zu 400 Zwischenspeicher durch die zentrale Einrichtung bedient werden.
Bei Anwendung einer erfindungsgemässen Anordnung in Nebenstellenanlagen würde das bedeuten, dass durch eine einzige zentrale Einrichtung bis zu 400 Amtsleitungen auf das Einlaufen von Zählimpulsen überwacht werden können.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Eine erfindungsgemässe Anordnung findet hier in Nebenstellenanlagen Verwendung. Fig. l zeigt eine-schematische Darstellung einer Amtsübertragung AUe, einer Nebenstellenanlage und des dieser Amtsübertragung zugeordneten Zwischenspeichers Sp, an den über ein Koppelglied K die zentrale Magnetisierungseinrichtung ZM anschaltbar ist.
In Fig. 2 sind Schaltungseinzelheiten der zentralen Magnetisieru'. 1gseinrichtung des Speichers und der Amtsübertragung näher ausgeführt.
Die Erfindung ist auf das gezeigte Ausführungsbeispiel nicht beschränkt. Es ist vielmehr auch denkbar, dass der in den Figuren dargestellte Speicher Sp an Stelle einer Amtsübertragung, einer Teilnehmerleitung oder Teilnehmerschaltung in Nebenstellenanlagen oder in öffentlichen Ämtern zugeordnet ist.
Nachstehend wird an Hand der Fig. 2 die Wirkungsweise einer erfindungsgemässen Anordnung im einzelnen beschrieben.
Die multistabilen magnetischen Speicherelemente E, Z, H werden zu Beginn oder am Ende jedes Gespräches über Kontakte c des Belegungsrelais C der Amtsübertragung gereinigt bzw. magnetisch zurückgestellt.
Beim Einlaufen eines Zählimpulses während eines Gesprächs wird über einen Kontakt zr eines die Zählimpulse aufnehmendenRelaisZRder Amtsübertragung ein im Ruhezustand geladener Kondensator Kl entladen. Der Gleichrichter G parallel zu der Wicklung eines Hilfsrelais Zh verhindert ein Durchziehen dieses Relais während der Entladung des Kondensators Kl. Am Ende des ersten Zählimpulses fällt das Re-
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lais ZR ab. Der Kondensator Kl wird nunmehr über die Wicklung des Relais Zh geladen, so dass letzteres anspricht und an einem eigenen Kontakt einen über seine Wicklung verlaufenden Haltestromkreis schliesst.
Über einen weiteren Kontakt des Relais Zh wird Erde an die Anlassader an zum Koppler K angelegt.
Der Koppler K kann entweder aus Drehwählern oder als Relaiswähier aufgebaut sein. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Anschaltung der zentralen Einrichtung an die Speicher über einen elektronischen Wähler oder ein Prüfvielfach vorgenommen wird. In dem Ausführungsbeispiel ist der Einfachheit halber ein Wähler als Koppelschaltmittel dargestellt. Auf den Anlassanreiz von der Amtsübertragung hin läuft der Wähler, dessen Schaltarme w in der Fig. 2 dargestellt sind, an und sucht über seinen Schaltarm w5 das über einen Kontakt des Hilfsrelais Zh an seine Kontaktbank angeschaltete Erdpotential.
Beim Aufprüfen auf dieses Erdpotential spricht in der zentralen Einrichtung das Prüfrelais P an, das an seinen Kontakten in den Stromkreisen der Wicklungen I der Sättigungsübertrager SE, SZ, SH eine Reinigung letzterer bewirkt und an einem weiteren Kontakt ein Relais AE einschaltet. Das Relais AE spricht in dem Ladestromkreis des Kondensators K2 an und hält sich bis zur Aufladung des genannten Kondensators in diesem Stromkreis.
An einem Ruhekontakt des Relais AE wird der über die Wicklung I des Sättigungs- übertragers SE verlaufende Rückstellungsstromkreis unterbrochen und an einem weiteren Kontakt des Relais AE ein Stromkreis über die Wicklung II des Sättigungsübertragers geschlossen, durch den die Abgabe eines Magnetisierungsimpulses über die Wicklung III, den Gleichrichter GE, das Relais JE an das Speicherelement E bewirkt wird. An einem andern Kontakt des Relais AE wird ein Relais B eingeschaltet, das seinen in einem über den Wählerarm w4 verlaufenden Stromkreis liegenden Kontakt schliesst.
Nach Abfall des Relais AE ist der in dem genannten Stromkreis liegende Ruhekontakt ae ebenfalls geschlossen, so dass während der Abfallzeit des durch das Relais AE ausgeschalteten Relais Bein Abwerfstromkreis über die Wicklung des Relais Zh verläuft. Durch das Relais Zh ausgeschaltet fällt das Relais P der zentralen Magnetisierungseinrichtung ab, so dass diese für die Magnetisierung von Speicherelementen eines andern Speichers bereitsteht.
DieSpeicherkapazität der Speicherelemente E, Z und H ist so bemessen, dass mit neun Impulsen die irreversiblen Feldänderungen abgeschlossen werden ; der folgende zehnte Magnetisierungsimpuls l sst daher das Relais JE ansprechen. Über einen Kontakt dieses Relais JE wird ein Relais AZ eingeschaltet, das durch Schliessen seines in Reihe mit der Wicklung 11 des SättigungsübertragersSZ liegenden Arbcitskontaktes die Abgabe eines Magnetisierungsimpulses an das Speicherelement Z des Speichers bewirkt. Dementsprechend wird also bei Eintreffen jedes zehnten Z ahlimpulses ein Magnetisierungsimpuls an das Speicherelement Z bzw. bei Eintreffen jedes hundertsten Zählimpulses ein Magnetisierungsimpuls an das Speicherelement H des Speichers abgegeben. Über einen Kontakt des dabei erregten Relais AZ bzw.
AH werden jeweils die in der Speicherkette E, Z, H vorgeordneten Speicherelemente E bzw. H magnetisch zurückgestellt, so dass nach Einlaufen, beispielsweise des zehnten Zählimpulses in dem Speicherelement Z ein Impuls und in dem Speicherelement E kein Impuls gespeichert ist.
AnStelle der für die einzelnen Speicherelemente E, Z, H in der zentralen Einrichtung vorgesehenen Sättigungsübertrager SE, SZ, SH kann auch ein einziger Sättigungsübertrager Verwendung finden, der jeweils bei Übergabe eines Magnetisierungsimpulses an das zur Aufnahme dieses Magnetisierungsimpulses bestimmte Speicherelement E, Z oder H angeschaltet wird.
Die in die Stromkreise der Wicklungen III und der Sättigungsübertrager SE, SZ und SH geschalteten Gleichrichter GE, GZ und GH vermeiden eine Beeinflussung von Speicherelementen bei Rückstellung der Sättigungsübertrager während der Ansprechzeit der Relais AE, AZ und AH und gleichzeitigeinAnsprechen der Relais JE und JZ bei Rückstellung der Speicherelemente E und Z über die Kontakte az und ah an den Adern zur Impulsübertragung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mitWählerbetrieb und selbsttätiger Gebührenerfassung, bei denen die zu erfassenden Gebührenwerte in einem Speicher zwischengespeichert werden, dadurch gekennzeichnet, dass mehreren der Zwischenspeicherung von zu erfassenden Gebührenwerten (z. B. Zählimpulsen) dienenden, aus multistabilen magnetischen Speicherelementen (E, Z, H) bestehenden Speichern (Sp) eine zentrale Magnetisierungseinrichtung (ZM) zugeordnet ist.