AT205084B - Bremsschaltung für Motorwähler - Google Patents

Bremsschaltung für Motorwähler

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AT205084B
AT205084B AT310057A AT310057A AT205084B AT 205084 B AT205084 B AT 205084B AT 310057 A AT310057 A AT 310057A AT 310057 A AT310057 A AT 310057A AT 205084 B AT205084 B AT 205084B
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AT
Austria
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coils
braking
windings
drive
circuit
Prior art date
Application number
AT310057A
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English (en)
Inventor
Josef Ing Altmann
Original Assignee
Kapsch Telephon Telegraph
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Description


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  Bremsschaltung für Motorwähler 
Es ist bereits eine Bremsschaltung für Motorwähler mit zwei antreibenden Magnetspulen und einem Anker vorgeschlagen worden, bei welcher der Anker einen Umschalter für die wechselzeitige Erregung der beiden Magnetspulen und einen im Bremsstromkreis liegenden zusätzlichen Schalter steuert. Dabei liegt der zusätzliche ankergesteuerte Schalter in einem   vomA. ntriebsstromkreisunabhängigenBremsstromkreis,   und er ist als ein Umschalter ausgebildet, der im wesentlichen in Gegenphase zu dem Umschalter für die wechselzeitige Erregung der Magnetspulen arbeitet,   d. h.   jeweils dann, wenn dieser Umschalter die eine Magnetspule als Antriebsspule einschaltet, die andere Magnetspule vorbereitend in den Bremsstromkreis einbezieht.

   Bei dieser Bremsschaltung wird durch die voneinander getrennten Antriebs- und Bremsstromkreise die Möglichkeit geschaffen, die Schaltzeiten der   Umschalter Schliessen,   Öffnen, Umschlagen) voneinander unabhängig einzustellen und so den verschiedenartigen Bedürfnissen des Antriebes bzw. der Bremsung anzupassen. 



   Die vorliegende Erfindung fusst auf der Erkenntnis, dass die völlige Unabhängigkeit der Antriebs- und Bremsstromkreise bei der geschilderten Bremsschaltung auch noch eine weitere günstige Möglichkeit zur Erzielung einer rascheren Bremsung bietet ; erfindungsgemäss wird in Ausnutzung dieser Möglichkeit vorgeschlagen, die Schaltung so zu treffen, dass im Bremszeitpunkt beide Magnetspulen gleichzeitig, aber mit verschiedener Amperewindungszahl erregt sind, wobei die Amperewindungszahl im Bremsstromkreis grösser als im Antriebsstromkreis bemessen ist. 



     Bei Motorwählern   mit wechselzeitig erregten Magnetspulen wird üblicherweise ein Z-förmiger Anker verwendet. Bei der Stillsetzung des Wählers befindet sich ein Hauptpol des Ankers vor dem einen Magneten (Bremsmagnet) und ein Hilfspol vor dem   ändern   Magneten (Antriebsmagnet). Die Z-Form des Ankers ergibt bei der Bremsung für die jeweils bremsende Magnetspule infolge des geringeren Luftspaltes und des grösseren Eisenquerschnittes beim Hauptpol ein grösseres Bremsmoment, dagegen für die jeweils antrei-   bende Magnetspule infolge   des grösseren Luftspaltes und des kleineren Eisenquerschnittes des Hilfspoles ein kleineres Antriebsmoment.

   Die eigentliche Bremswirkung ist daher die Resultierende aus der Bremskraft der einen und der Antriebskraft der andern Spule, und die Differenzkraft hält den Anker in der jeweils gewünschten Stellung fest. 



   Bei den meisten vorbekannten Bremsschaltungen sind der Bremsstromkreis und der Antriebsstromkreis miteinander verkoppelt. Die Dimensionierung der Magnetspulen erfolgt dabei auf Grund der geforderten Schrittgeschwindigkeit des Wählers, wodurch zwangsläufig die Grösse des erzielten Bremsmomentes vorgegeben ist und daher das bei einemMotorwähler mit sehr hoher Schrittgeschwindigkeit erforderliche hohe Bremsmoment nicht ohne weiteres erzielt werden kann. 



   Die erfindungsgemässe Ausnutzung der bei dem erwähnten älteren Vorschlag vorliegenden getrennten Antriebs- und Bremsstromkreise zur Erzeugung unterschiedlicher Amperewindungszahlen für Antrieb und Bremsung ermöglicht es, diese beiden Betriebsfunktionen voneinander unabhängig und optimal auszuführen. Insbesondere wird durch die Erhöhung der Amperewindungszahl im Bremsstromkreis eine wesentlich verbesserte Bremsung erzielt, so dass auch bei Motorwählern mit sehr hoher Schrittgeschwindigkeit eine sichere Stillsetzung in einer gewünschten Lage gewährleistet werden kann. 



   Die Beeinflussung der Amperewindungszahlen in den beiden Stromkreisen kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Beispielsweise können beide Magnetspulen getrennte Wicklungen für Antrieb und Brem- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 sung aufweisen, wobei einerseits die Enden der Antriebswicklungen und anderseits die Enden der Bremswicklungen zu je einem der beiden Umschalter geführt werden. Es ist auch möglich, Magnetspulen mit je einer Anzapfung bzw. seriengeschaltete Spulen mit Abzweigung an der Verbindungsstelle zu verwenden und die beiden Anzapfungen bzw. Abzweigungen der Magnetspulen mit dem einen Umschalter, die beiden Enden der Magnetspulen mit dem andern Umschalter zu verbinden. Ferner können auch die Enden der Magnetspulen unmittelbar zu dem einen und über Vorwiderstände zu dem andern Umschalter geführt werden.

   Schliesslich ist es bei Verwendung von Magnetspulen mit zwei Wicklungen auch möglich, die Wicklungen der beiden Spulen überkreuzt und gegensinnig in Serie zu schalten und dabei die Verbindungspunkte der Wicklungen an den einen Umschalter, die Enden der Wicklungen an den andern Umschalter zu legen, so dass die jeweils im Bremsstromkreis wirksame Wicklung der jeweils stromführenden Antriebswicklung entgegenwirkt. 



   Die Erfindung soll nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Magnetspulen getrennte Antriebs- und Bremswicklungen haben. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 werden angezapfte Magnetspulen verwen-   det, beim Ausführungsbeispiel   nach Fig. 3 sind Magnetspulen mit Vorwiderständen im Antriebsstromkreis, beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 sind Magnetspulen mit überkreuzt gegengeschalteten Wicklungen vorgesehen. 



   Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist jede Magnetspule mit zwei Wicklungen ausgestattet. Die Wicklungen   Mt,Mt   sind die Antriebswicklungen und werden von den Motorkontakten m1, m2 beeinflusst (Antriebsstromkreis). Die Wicklungen   Mb, Mb sind   die Bremswicklungen und werden vom Bremssteuerschalter bst über einen   inReihe   liegenden Prüfkontakt p   eingeschaltet (Bremsstromkreis).   
 EMI2.1 
 zapfte Wicklung hat. Die Wicklungen   M,M   sind die Antriebswicklungen und werden von den Motorkontakter. m1, m2 beeinflusst (Antriebskreis). Beim Einsetzen dei Bremsung wird in der jeweiligen Stellung 
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 Bremsspule verwendete Magnetspule   M1      bzw.

   M2 erhöhten   Strom, wodurch die Magnetisierung der Bremsspule gegenüber der jeweiligen Antriebsspule   M2   bzw.    M1   grösser ist. 



   Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem jede Magnetspule zwei Wicklungen hat und   z. B.   zu 
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 gnetspulen und Widerstände M1, Wi1 bzw. M2, Wi2 sind entsprechend der gewünschten Schrittgeschwindigkeit bemessen. Beim Einsetzen der Bremsung wird die jeweilige Bremswicklung   M1      bzw. M2   über eine der jeweiligen Antriebswicklung entgegenwirkende Wicklung    Mg1   bzw. Mg2 und den Bremssteuerschalter bst in Reihe mit dem Stillsetzkontakt p eingeschalter. Durch die in den Bremsstromkreis jeweils eingeschaltete Gegenwicklung der Antriebsspule ist das der Bremsung entgegenwirkende Magnetfeld der Antriebsspule teilweise gelöscht und dadurch die Bremswirkung erhöht. 



   Es sei noch erwähnt, dass durch entsprechende Kombination der vorstehend angeführten Beispiele weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung geschaffen werden können. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Bremsschaltung für Motorwähler, bei welcher zwei ankergesteuerte Umschalter vorgesehen sind, von denen der eine die wechselzeitige Erregung der antreibenden Magnetspulen und der andere, im wesentlichen in Gegenphase zum ersten arbeitend, den vom Antriebsstromkreis getrennten Bremsstromkreis steuert, dadurch gekennzeichnet, dass im Bremszeitpunkt beide Magnetspulen gleichzeitig, aber mit verschiedener Amperewindungszahl erregt sind, wobei die Amperewindungszahl im Bremsstromkreis <Desc/Clms Page number 3> grösser als im Antriebsstromkreis bemessen ist.
    2. Bremsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Magnetspulen getrennt Wicklungen (Mt1, Mt2 bzw. Mb1, Mb2) für Antrieb und Bremsung aufweisen, deren Enden zu je einem Umschalter (m, m bzw. bst) geführt sind (Fig. 1).
    3. Bremsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Magnetspulen (M, Mz bzw. M, Mz) je eine Anzapfung aufweisen, wobei die Anzapfungen der beidenSpulen zu dem einen (m,, m.) und die Spulenenden zum andem Umschalter (bst) geführt sind (Fig. 2).
    4. Bremsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Enden der Magnetspulen (Mio M,) unmittelbar zu dem einen (bst) und über Vorwiderstände (Wi, Wi) zum andern Umschalter (-ml, m,) geführt sind (Fig. 3).
    5. Bremsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Magnetspulen mit zwei Wicklungen (M, Mg bzw. M, Mg) vorgesehen sind, dass die Wicklungen der beiden Spulen überkreuzt und gegensinnig in Serie geschaltet sind und dass die Verbindungspunkte der Wicklungen zu dem einen (ml, m2) und die Enden der Magnetspulen zu dem andern Umschalter (bst) geführt sind, so dass die jeweils im Bremsstromkreis wirksame Wicklung (Mg1 oder Mg2) der jeweils stromführendenAntriebswicklung (MI bzw.
    M2) entgegenwirkt (Fig. 4).
AT310057A 1957-05-10 1957-05-10 Bremsschaltung für Motorwähler AT205084B (de)

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