AT204945B - - Google Patents

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AT204945B
AT204945B AT337158A AT337158A AT204945B AT 204945 B AT204945 B AT 204945B AT 337158 A AT337158 A AT 337158A AT 337158 A AT337158 A AT 337158A AT 204945 B AT204945 B AT 204945B
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  Faltschachtel 
Um den Deckel von Faltschachteln ohne besondere Hilfsmittel, wie Klammern od. dgl., zu verriegeln, ist es bekannt,   amDeckel eine Verschlusszunge   anzubringen, die in einen Schlitz der der Anlenkungsstelle des Deckels gegenüberliegenden Schachtelwand eingeschoben wird, wobei sich an dieser Wand angebrachte seitliche Vorsprünge auf die eingeschobene Zunge niederlegen und in Verschlusslage spreizen, wodurch der Deckel verriegelt wird. 



   Der Stand der Technik kennt auch Faltschachteln mit zwei sich über dem Boden deckenden Deckelteilen, die an gegenüberliegenden Kanten des Bodens über Seitenwände an diesen angelenkt sind und weitere direkt angeschnittene Seitenlappen haben, welche bei geschlossener Schachtel innerhalb der an den übrigen Kanten des Bodens angelenkten Seitenwände liegen, die mit hochgeklappten Eckenlappen versehen   sind ; hiebei   sind beide Deckelteile schmaler als die   Bodenfläche, und ihre rechteckigen Selten-   lappen können daher an den dem betreffenden Deckelteil gegenüberliegenden Eckenlappen nicht zur Anlage gelangen, so dass die beiden, nur auf einem geringen Teil überlappten Deckelteile durch eine Verschlusszunge in der Schliesslage gehalten werden müssen.

   Diese bekannte Faltschachtel hat den weiteren Nachteil, dass die rechteckigen Seitenlappen der beiden Deckelteile nur dann über die aufrechtstehenden Eckenlappen bewegt werden können, wenn die die Deckelteile, mit dem Boden verbindenden Seitenwände senkrecht stehen. Dies erschwert den Schliessvorgang bedeutend und macht eine maschinelle Verpackung vielfach unmöglich, bei der der Deckel bereits bei schrägstehenden Seitenwänden in die Schliesslage geschwenkt werden muss. 



   Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten Faltschachtel zu vermeiden und mit ein-   fachenMitteln   den Deckel so zu   verriegeln, dass   auch bei maschineller Verpackung ein sicherer Verschluss erhalten wird, der unter bestimmten Voraussetzungen ein   Wiederöffnen   ohne Zerstörung der Schachtel ermöglicht, um diese mehrmals verwenden zu können. 



   Die Erfindung geht von einer Faltschachtel aus, deren beide Deckelteile an gegenüberliegenden Kanten des Bodens über Seitenwände an diesen angelenkt sind und weitere direkt angeschnittene Seitenlappen haben, die innerhalb der an den übrigen Kanten des Bodens angelenkten, mit Eckenlappen ver-   'sehenen Seitenwände   liegen. 



   Der Erfindungsgedanke besteht im wesentlichen darin, dass die Seitenlappen mindestens einer der beiden Deckelteile grössenmässig mit den ihnen zugeordneten Seitenwänden übereinstimmen und mit ihren senkrechten Kanten unter Klemmwirkung an den hochgeklappten Eckenlappen zur Verriegelung der Deckelteile in Schliesslage anliegen. 



   Eine derartige Ausgestaltung der Faltschachtel hat den Vorteil, dass nicht nur die Spreizwirkung der zwischen die Seitenwände und die Seitenlappen des bereits   eingeklapptendeckelunterteils   eingeschobenen Seitenlappen des obersten Deckels zur Selbstverriegelung ausgenutzt wird, sondern darüber hinaus wird wegen der weitgehenden Anpassung der Grösse eines oder beider Deckeloberteil an die des Bodens erreicht, dass die Vorder- und Hinterkanten seiner Seitenlappen an den hochgeklappten Eckenlappen des Schachtelunterteils anliegen und diese somit fest gegen die   Schaclitekückwand   und-vorderwand anpressen und die Deckelteile verriegeln. 



   Das Schliessen und Öffnen der Faltschachtel wird im Sinne der Erfindung durch eine Verlagerung der an der Oberkante der Schachtelrückwand bzw. -vorderwand befindlichen Schwenkachse der Deckel- 

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 oberteile nach hinten bzw. nach vorn bewirkt, wobei sich die Rückwand bzw. Vorderwand der Schachtel aus der senkrechten Lage in   Schrägstellung   nach aussen abwinkelt.

   Bei dieser Abwinklung bilden die senkrecht auf dem Schachtelboden stehenbleibenden Bodenecklappen für die Bewegung der Deckelseitenlappen   einHindemis ; ein Umstand,   den sich die Erfindung zur Erzielung einer Verriegelung des Schachtelverschlusses dadurch zunutze macht, dass diese Behinderung der Verlagerung dbr Schwenkachse des Deckeloberteils und seiner Seitenlappen durch die Bodenecklappen beim Schliessen und Öffnen der Faltschachtel aufgehoben und alsdann nach vollzogener Deckelbewegung wieder hergestellt wird.

   Diese Sperrwirkung der Bodenecklappen kann im Sinne der Erfindung dadurch erreicht werden, dass in dem nach Abspreizen der   Schachtelseitenwände   seitlich aus der Schachtel heraustretenden dreieckigen Teil der Bodenecklappen durch Schlitzen, Falzen,   Rillungen   usw. eine Zone geschaffen wird, die beim Schachtelschliessen und-öffnen den sich bewegenden Seitenlappen des Deckeloberteils den zur Rückverlagerung seiner Schwenkachse notwendigen Bewegungsraum freigibt.

   Diese Zone der Bodenecklappen ist gegen die Aussenkanten der Schachtel nach innen versetzt, kann also nur bei abgespreizten Schachtelseitenwänden wirksam werden, da sie alsdann im Bereich der Seitenlappenkanten des Deckeloberteils liegt, wohingegen sie nach erfolgter Deckelbewegung und alsdann erfolgender Rückfederung der Seitenteile und Ecklappen des Bodens zur Innenseite der Schachtel zu verlagert wird und damit ausserhalb des Bereichs der Seitenlappen des   Deckeloberteil   gelangt und somit die endgültige Verriegelung des Deckels sicherstellt. 



   Die Ausgestaltung der Bodenecklappen kann im Sinne der Erfindung z. B. derart vorgenommen werden, dass die an der Rückseite des Schachtelunterteils umgelegten Ecklappen an ihrer Oberkante mit einer Ausnehmung versehen werden, die so weit gegen die Aussenkanten der Schachtel nach innen versetzt ist, dass die Seitenlappen des Deckeloberteils bei Auseinanderspreizen der anliegenden Seitenwände durch diese Ausnehmung hindurchtreten können und beim Zurückgehen der beiden Seitenwände in ihre Ausgang-lage den Deckelteil in der Schliesslage verriegeln. Diese Ausnehmung besteht zweckmässig aus einem Schlitz, durch den der Seitenlappen des Deckeloberteils hindurchgeführt werden kann. 



   Bei Herstellung der Schachtel aus dünnerem Material kann statt des Schlitzes eine Falzung, Rillung usw. Verwendung finden, die im gleichen dreieckigen Bereich des Bodenecklappens eine Bewegung der Deckelseitenlappen ermöglicht. 



   Die Erfindung ermöglicht somit die gleiche oder annähernd gleiche   Grösse.   des Deckeloberteils und des Schachtelboden und hat neben der hiedurch in Verbindung mit den Ecklappen des Bodenteils erreichten Verriegelung an der Vorder-und Hinterkante der Seitenlappen des Deckeloberteils noch den weiteren Vorteil, dass die Schachtel durch die beiden übereinanderliegenden Deckelteile sowie die an den Ecken anliegenden Vorder-und Hinterkanten der Seitenlappen eine grosse Festigkeit und Steifigkeit erhält. 



   Zum Öffnen der Schachtel brauchen nur die beiden Seitenwände so weit auseinandergespreizt zu werden, dass die Schlitze der Ecklappen bzw. deren elastische Zonen in die Ebene der Seitenlappen des Deckeloberteils zu liegen kommen, worauf dieser ohne Schwierigkeit hochgeklappt werden kann. Dieses Auseinanderspreizen der beiden Seitenwände erfordert also einen besonderen Vorgang, der nicht von selbst eintreten kann, so dass die verschlossene Schachtel völlig transportsicher ist. Anderseits ermöglicht sie eine häufige Wiederverwendung. 



   Um den Schliessvorgang zu vereinfachen, erhalten in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die beiden Seitenlappen an ihrer in der Nähe der Verbindung des Deckelteils mit der Vorder-und Rückwand des Bodens liegenden Innenkante eine gegen diese Verbindungsstelle versetzte Ausnehmung zur Verlagerung der Schwenkachse des Deckels nach aussen bei dessen Einklappen in die Schliessstellung. Diese Ausnehmung besteht aus dem Einschnitt, der die Seitenlappen von den auf die Vorder-und Rückwand des Schachtelunterteils umlegbaren Ecklappen trennt und ist gegen die Verbindungsstelle des Deckelteils um mehr als die Wandstärke des Materials nach aussen versetzt.

   Dadurch wird eine genügende Verlagerungsmöglichkeit der Schwenkachse nach aussen und damit ein Einklappen des Schachtelunterteils bei schrägstehender   Vorder- und Rückseite ermöglicht.   da die der Anlenkungsstelle des Deckelteils zugeordnete Kante der Seitenlappen unbehindert über die senkrecht auf dem Schachtelboden stehenden Ecklappen geführt werden kann. 



   Es empfiehlt sich, diesen Einschnitt nur auf dem dem Deckel zugewendeten Teil des Seitenlappens nach aussen zu versetzen, damit die Unterkante des Seitenlappens die gleiche Länge wie sein Deckelteil behält. Die Unterkante weist dann die ursprüngliche rechtwinklige Ecke auf, deren senkrechte Kante unter Klemmwirkung an dem hochgeklappten Ecklappen anliegt und dadurch den Deckel in der Schliessstellung festhält.

   Auf diese Weise wird auch dann, wenn der Deckelteil schmaler ist als der Bodenteil der 

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 Schachtel, bereits eine den Verschluss sichernde ausreichende Klemmwirkung erzielt, die   noch   verbessert werden kann, wenn der Deckeloberteil die gleiche Breite wie der Schachtelboden hat, da dann auch die Vorderkante des Seitenlappens unter gleicher   Klemmwirkung   an dem hochgeklappten Ecklappen der Vorderkante anliegt und die Klemmwirkung der Vorder-und Hinterkante der Seitenlappen sich auf diese Weise addieren.

   Eine derartige Vergrösserung des Deckeloberteils ist ohne weiteres möglich, weil dieser wegen der Ausnehmung der Hinterkanten der Seitenlappen und der hiedurch ermöglichten Verlagerung seiner Schwenkachse nach aussen unbehindert in den Schachtelunterteil eingeklappt werden kann, obwohl die Diagonale des Seitenlappens länger ist als dessen Längsseite. 



   Das Einklappen des Deckelteils kann erleichtert werden, wenn in weiterer Ausgestaltung der diesem zugewendete   Teg   des Einschnitts des Seitenlappens etwa S-förmig gekrümmt ist, da dann die Hinterkante des Seitenlappens die Form eines Kreisbogens erhält, dessen Mittelpunkt von der Schwenkachse des Deckels gebildet ist. 



   Diese Ausnehmung der der Anlenkungsstelle des Deckelteils zugeordneten senkrechten Kante des Seitenlappens kann sowohl beim Deckeloberteil als auch beim Deckelunterteil Anwendung finden, die beide entweder die gleiche Breite wie der Bodenteil erhalten oder auch schmaler als dieser sein können. Im ersteren Falle wird neben der doppelten Klemmwirkung noch der Vorteil erzielt, dass die Schachtel durch die beiden übereinanderliegenden Deckelteile eine besonders grosse Festigkeit erhält, die durch die Klemmwirkung der an den Ecken anliegenden Vorder- und Hinterkanten der Seitenlappen erhöht wird. 



   In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Die Zeichnung zeigt in Fig. l eine Ansicht des Schachtelzuschnitts, Fig. 2 eine Ansicht der Schachtel vor dem Verschliessen, Fig. 3 eine Ansicht des Zuschnitts einer andern Ausführungsform der Schachtel, Fig. 4 die Seitenansicht dieser Faltschachtel vor dem Verschliessen mit teilweise eingeklapptem Deckel, Fig. 5 die Ansicht der Faltschachtel vor dem Einklappen der beiden Deckelteile. 



   Mit Bezug auf Fig. l und 2 besteht die Schachtel gemäss der Erfindung aus einem rechteckigen Zuschnitt 1 aus Pappe, Karton u. dgl. Dieser Zuschnitt ist durch die gestrichelt gezeichneten, in der Querrichtung verlaufenden Faltsicken 2,3, 4,5 und die beiden in der Längsrichtung verlaufenden Faltsicken 6,7 in mehrere rechteckige Felder unterteilt, von denen das Feld 8 den Boden und die Felder 9 und 10 die beiden Deckelteile bilden, die entweder beide oder von denen einer,   z. B. Teil   10, die gleiche Grösse wie der Bodenteil 8 aufweisen. 



   Die beiden Deckelteile 9, 10 sind durch die die Vorder- und Rückseite der Schachtel bildenden Felder 11 und 12 mit dem Bodenteil 8 verbunden. Die beiden Seitenwände des Schachtelunterteils sind von den Feldern 13, 14 gebildet, an die sich die Ecklappen 15,16, 17, 18 anschliessen. Letztere sind von der Vorder- und Rückwand 11, 12 durch je einen in Richtung der beiden Langssicken 6,7 verlaufenden Einschnitt 19 getrennt und von einem hiezu senkrecht verlaufenden Einschnitt 20 begrenzt, der auch aus einem schrägen Einschnitt 20a bestehen kann. Der Einschnitt 20 trennt die Ecklappen 15,16, 17, 18 von den Seitenlappen 21,22, 23,24 der beiden Deckelteile 9, 10.

   Die Ecklappen 17, 18, gegebenenfalls auch 15,16, sind mit je einem   V-förmigen   Schlitz 25 versehen, der von der Aussenkante bis etwa zur halben Breite der Ecklappen 17,18 (bzw. 15,16) verläuft und an der der Faltsicke 3 (bzw. 4) zugewendeten Seite von einer Schnittkante 26 und an der der Faltsicke 2 (bzw. 5) zugewendeten Seite von der Schnittkante 27 begrenzt ist. Der zwischen der Faltsicke 3 (bzw. 4) und der Schnittkante 26 befindliche Teil der Aussenkante der beiden Ecklappen 17,18 (bzw. 15, 16) ist mit einer Abschrägung oder Abrundung 28 versehen. 



   Zur Schachtelbildung werden die beiden Seitenwände   13, 14 des   Bodens 8 senkrecht nach oben geklappt und anschliessend die Ecklappen 15,16 auf die Falzkante 4 umgelegt, worauf die Vorderwand 11 um die Falzkante 4 hochgeklappt und der Deckelteil 9 um die Falzkante 5 unter Einschlagen seiner beiden Seitenlappen 21, 22 nach innen umgeklappt wird, die sich gegen die Innenseite der beiden Seitenwände 13, 14 legen und die innere Begrenzung der Schachtel bilden. Vorher ist die Schachtel mit der Ware gefüllt worden. Hierauf werden die beiden Ecklappen 17,18 auf die Ebene der Falzkante 3 umgelegt und die Rückwand 12 um die Falzkante 3 hochgeschlagen.

   Der endgültige Verschluss der Schachtel erfolgt durch seitliches Auseinanderspreizen der beiden Seitenwände 13,14, so dass die Schlitze 25 der beiden Ecklappen 17,18 etwa in die Ebene der Seitenlappen 21, 22 des Deckelteils 9 zu liegen kommen. Es können jetzt die beiden Seitenlappen 23, 24 mit ihren von den Schnittkanten 20 begrenzten hinteren Seiten durch die beiden Schlitze 25 zwischen die Seitenlappen 21,22 und die Seitenwände 13,14 eingeführt. werden, wobei gleichzeitig der Deckeloberteil 10 zunächst durch Hochschwenken der Rückwand 12 und weiteres Umschlagen um die Falzkante 2 auf den Deckelunterteil 9 geklappt wird, wobei seine von der Falzkante 2 gebildete Schwenkachse anfangs nach hinten verlagert ist und im Zuge des 

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 Schachtel auf die Hinterkante der Schachtel zu liegen kommt.

   Da der Deckeloberteil 10 die gleiche Abmessung wie der Bodenteil 8 hat, legt sich die vordere und hintere Kante der beiden Seitenlappen 23, 24 gegen die Eckkanten des Schachtelunterteils. Durch leichtes Zusammendrücken der beiden Seitenwände 13,14 sind die zwischen diesen und den innen liegenden Seitenlappen 21,22 in den Schachtelunterteil eingeführten Seitenlappen 23,24 des Deckeloberteils verriegelt, so dass der Deckeloberteil 10 
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 so weit auseinandergespreizt zu werden, dass die Schlitze 25 der Ecklappen 17, 18 (bzw. 15,16) in die Ebene der zwischen den inneren Seitenlappen 21, 22 und den   Seitenwänden   13,14 befindlichen Seitenlappen   23,   24 des Deckeloberteils 10 gelangen, worauf dieser unbehindert hochgezogen werden kann, da seine.

   Seitenlappen 23,24 mit ihren durch die Schnittkante 20 begrenzten Seiten durch die Schlitze 25 hindurchtreten können. 



   Die Einführung der hinteren Ecken der beiden Seitenlappen 23,24 in die Schlitze 25 wird durch deren gebogene Begrenzungskante 27 sowie durch die Abschrägung bzw. Abrundung 28 erleichtert, so dass die gefüllte Schachtel sowohl von Hand als auch maschinell ohne Schwierigkeiten durch Einklappen des Deckeloberteils 10 in seine Verschlusslage verschlossen und in dieser verriegelt werden kann. 



   Da die beiden Deckelteile 9, 10 bzw. der Deckelteil 10 die gleiche Abmessung wie der Bodenteil 8 haben, wird die Klemmwirkung der Seitenlappen eines oder beider Deckelteile sowohl an der Vorderseite als auch an der Hinterseite der Schachtel zu deren Verriegelung ausgenutzt, die sich durch den Innendruck des Füllgutes nicht lösen kann, sondern durch diesen noch verbessert wird. Ausserdem hat die verschlossene Schachtel wegen ihrer dreifachen Seitenwände und ihres doppelten Deckels auch eine hohe Steifigkeit und Festigkeit. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig.   3-5   ist der rechteckige Zuschnitt 101 durch die in Querrichtung verlaufenden Faltsicken 102,103, 104. 105 und die beiden in Längsrichtung verlaufenden Faltsicken 106, 107 in die rechteckigen Felder 108,109, 110 unterteilt, von denen Feld 108 den Boden und Felder 109, 110 die beiden Deckelteile bilden. Diese haben die gleiche Breite wie der Bodenteil 108, sie können auch schmaler als dieser sein. Die beiden   Deckeltelle   109,110 sind mit dem Bodenteil 108 durch die Felder 111,112 verbunden, die die Vorder-und Rückseite der Schachtel bilden. Die beiden Seitenwände des Schachtelunterteils bestehen aus den Feldern 113,114, an die sich die Ecklappen 115,116, 117, 118 anschliessen. Diese Ecklappen sind von der Vorder- bzw.

   Rückwand 111,112 durch je einen Schnitt 119 getrennt, der in Richtung der beiden Längssicken 106,107 verläuft. Ein in Richtung der Quersicken 102, 105 verlaufender gerader Einschnitt 121 und ein hieran anschliessender S-förmiger Schnitt 120 trennt die Ecklappen 115, 116, 117,118 von den Seitenlappen 122, 123,124, 125 der beiden Deckelteile 109, 110. 



   Zur Schachtelbildung werden die beiden Felder 113,114 um die Längssicken 106,107 senkrecht nach oben geklappt und bilden dann die Seitenwände des Schachtelunterteils. Anschliessend werden die Ecklappen 115,116 auf die Falzkante 103 und die Ecklappen 117,118 auf die Falzkante 104 umgelegt, wie in Fig. 5 dargestellt ist. Hierauf wird die Vorderwand 112 um die Falzkante 104 umgeklappt und gleichzeitig der'Deckelteil 110 unter Umbiegen seiner Seitenlappen 124,125 in den Schachtelunterteil eingeschlagen, wobei die beiden Seitenlappen an die Innenseite der Seitenwände 113,114 zu liegen kommen.

   Dieser Vorgang wird durch den S-förmig gekrümmten Einschnitt 120 erleichtert, da die von diesem Einschnitt begrenzte Hinterkante der beiden Seitenlappen 124,125 über die beiden hochgestellten Ecklappen 117,118 bewegt werden kann, solange sich die Vorderwand 112 noch in Schrägstellung befindet. In gleicher Weise wird die Rückwand 111 mit dem Deckeloberteil 109 umgeklappt, wie dies In Fig. 4 dargestellt Ist. Hiebei gelangen die Seitenlappen 122,123 zwischen die Seitenwände 113,114 und die Seitenlappen 124, 125 des Deckelunterteils 110. 



   Wegen der S-förmigen Ausbildung der jeweils hinteren Kante der Seitenlappen der beiden Deckelteile 109, 110 können die Seitenlappen leicht und ohne Stauchung über die Oberkante der senkrecht stehenden Ecklappen 115, 116 bzw. 117, 118 gleiten, ohne dass die   Vorder- bzw. Rückwand 111.   112 schon In die senkrechte Endstellung gebracht werden muss. In der Schliessstellung liegt sowohl die rechtwinklige Ecke der jeweiligen Hinterkante als auch die Vorderkante der Seitenlappen glatt an der Innenseite der Ecklappen 115. 116 bzw.   117,   118 an, und durch die hiedurch entstehende Klemmwirkung wird der betreffende Deckelteil in seiner Schliesslage festgehalten.

   Dieser Verschluss wird noch durch den seitlichen Druck unterstützt, den die vor dem Umlegen der beiden Deckelteile in die Schachtel eingefüllte Ware auf die Seitenlappen ausübt. 

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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 6> HinterkanteRückwand (111, 112) des Bodens (108) liegenden Innenkante eine gegen diese Verbindungsstelle (102, 105) versetzte Ausnehmung (120) zur Verlagerung der Schwenkachse (102, 105) des Deckelteils (109,110) na aussen bei dessen Einklappen in die Schliessstellung aufweisen.
    10. Faltschachtel nach Anspruch 9, bei der die Ausnehmung aus dem Einschnitt besteht, der die Seitenlappen von den auf die Vorder-und Rückwand des Schachtelunterteils umlegbaren Ecklappen trennt dadurch gekennzeichnet, dass der Einschnitt (121) gegen die Verbindungsstelle (102, 105) des Deckelteils (109,110) um mehr als die Wandstärke des Werkstoffs nach aussen versetzt ist.
    11. Faltschachtel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (120) mit der Unterkante des Seitenlappens (122-125) einen rechten Winkel einschliesst, dessen eine senkrechte Kante hildender Schenkel unter Klemmwirkung an den hochgeklappten Ecklappen (115 - 118) anliegt.
    12. Faltschachtel nacn Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Deckel (109,110) zugewendete Seite der Ausnenmung (120) etwa S-förmig gekrümmt ist.
    13. Faltschachtel nach den Ansprüche 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitzen der von einer schrägen Schnittkante (20a) begrenzten dreieckigen Ansätze der in die Ebene der hochgeklappten Seitenwände (13,14) umgelegten Ecklappen (17, 18) aneinanderstossen oder überlappt sind und mit ihren in einer Fbene liegenden Oberkanten eine die Falzlinie (2) des Deckelteiles (10) versteifende Auflage bilden.
AT337158A 1957-05-10 1958-05-09 AT204945B (de)

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