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Lichtbogenschweissautomat mit gemeinsamem Antrieb für das Fahrwerk und den Elektrodenvorschub
Lichtbogenschweissautomaten mit gemeinsamem Antrieb für das Fahrwerk und den Elektrodenvorschub haben gegenüber jenen mit getrennten Antrieben die Vorteile grösserer Einfachheit und des geringeren Ge- wichtes, weisen aber in ihren bisher bekannten Ausführungen durch das Fehlen einer selbsttätigen Rege- lung der Lichtbogenlänge der Elektrode auch einen grossen Nachteil auf, wodurch letztere Ausführungen meistens bevorzugt werden.
Es wurde zwar vorgeschlagen, die gekuppelten Antriebe in Abhängigkeit von der Lichtbogenspannung, z. B. durch eine Röhrensteuerung, selbsttätig zu regeln, doch erreicht eine derartige Anordnung keines- wegs denselben Effekt wie ein Schweissautomat mit getrenntem Antrieb, welcher dieselbe Steuereinrichtung aufweist. Dadurch, dass die beiden Antriebe miteinander mechanisch verbunden sind, wird nämlich im Verhältnis zu ihren voneinander unabhängig einstellbaren Übersetzungen die Elektroden-und Schweiss- geschwindigkeit im Sinne der Regelung gleichzeitig und fortwährend geändert.
Ein wesentliches Merkmal und zugleich ein bemerkenswerter Nachteil dieser bekannten Anordnung ist daher das völlige Fehlen einer Geschwindigkeitskontrolle für die Schweissgeschwindigkeit, da sowohl der Elektrodenvorschub, als auch die Schweissbewegung durch eine gemeinsame Steuereinrichtung gesteuert werden und eine vorgewählte Schweissgeschwindigkeit aus diesem Grunde nicht mehr konstanterläuft. Die Praxis hat aber gezeigt, dass das Aussehen einer Schweissnaht weniger stark von einer schwankenden Lichtbogenspannung, als von einer ungleichmässigen Schweissgeschwindigkeit nachteilig beeinflusst wird.
Der Gegenstand der Erfindung ist ein Lichtbogenschweissautomat mit gemeinsamem Antrieb für das Fahrwerk und den Elektrodenvorschub, der die Vorzüge der beiden prinzipiellen Ausführungen ohne deren Nachteile vereinigt und ist dadurch gekennzeichnet, dass bei gleichbleibender Geschwindigkeit des Fahrwerkes der vom gemeinsamen Antrieb abgeleitete Elektrodenvorschub im Sinne einer automatischen Regelung der Lichtbogenlänge, vorzugsweise durchElektromagnetkupplungen, verlangsambar, stillsetzbar oder umkehrbar ist.
Dadurch wird es nunmehr möglich, bei Lichtbogenschweissautomaten mit einem einzigen Antriebsmotor für das Fahrwerk und den Elektrodenvorschub, die Länge des Lichtbogens bei vorwählbarer, konstant verlaufender Schweissgeschwindigkeit selbsttätig zu regeln.
Im folgenden sind nun beispielsweise einige, an sich schon bekannte Steuereinrichtungen angeführt, welche sich für die erfindungsgemässe Anordnung eignen.
Eine elektromechanische, selbsttätige Lichtbogensteuerung ermöglicht beispielsweise die Verwendung von Elektromagnetkupplungen, welche den von dem gemeinsamen Antriebsmotor abgeleiteten Elektro denvorschub mit. Hilfe lichtbogenspannungsabhängiger Relais noch vor Kurzschluss mit dem Werkstück ver- langsamen, stillsetzen oder umkehren. In bekannter Wirkungsweise muss dabei der Elektrodenvorschub etwas grösser als die Abschmelzgeschwindigkeit der Elektrode eingestellt sein.
Auch andere elektromechanische Regeleinrichtungen - z. B. Verstellung von mechanischen Regelorganen bei mechanisch stufenlos regelbaren Getrieben, welche gegebenenfalls zur Veränderung der Vor- schubpeschwindigkeit der Elektrode eingebaut sein können-geben die Möglichkeit, die Elektrode bei gleichbleibender Geschwindigkeit des Fahrwerkes in Abhängigkeit von der Lichtbogenspannung zu regeln.
Die erfindungsgemässe Anordnung der Steuerung ergibt ausserdem-im Gegensatz zu der erwähnten, bekannten Anordnung - noch die besonders vorteilhafte Möglichkeit, mit einem einzigen Antriebsmotor ausser das Fahrwerk, auch eine beliebige Anzahl von Elektroden mit voneinander unabhängiger Einzel-
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steuerung anzutreiben.
Eine selbsttätige Einzelsteuerung beim automatischen Uchtbogenschweibeen mit mehr als einer Elektrode ist bekanntlich eine Voraussetzung zur einwandfreien Durchführung der modernen Hochleistungsschweissverfahren, wie z. B. das"Tandem-"oder das"Doppelkopfschweissen", da bei diesen Verfahren bekanntlich die einzelnen Elektroden mit verschiedenen Lichtbogenlängen abgeschmolzen werden. Aber auch für die Drehstromlichtbogenschweissung ist eine voneinander unabhängige, selbsttätige Steuerung der einzelnen Elektroden günstiger.
Die Vorteile eines einfacheren Aufbaues und einer Verringerung der Abmessungen und des Gewichtes ist daher bei der Mehrfachelektrodenschweissung gegenüber den üblichen Schweissautomaten mit einem getrennten Antrieb für das Fahrwerk und den Elektrodenvorschub besonders bemerkenswert und ermöglicht zweifellos unter anderem auch eine grössere Verbreitung dieser Hochleistungsschweissverfah- ren.
Der erfindungsgemässe Schweissautomat ist für beliebige Schweissverfahren mittels elektrischem Lichtbogen geeignet..
PATENTANSPRÜCHE !
1. Lichtbogenschweissautomat mit gemeinsamem Antrieb für das Fahrwerk und den Elektrodenvorschub, dadurch gekennzeichnet, dass bei gleichbleibender Geschwindigkeit des Fahrwerkes der vom gemeinsamen Antrieb abgeleitete Elektrodenvorschub im Sinne einer automatischen Regelung der Lichtbogenlänge, vorzugsweise durch Elektromagnetkupplungen, verlangsambar, stillsetzbar oder umkehrbar ist.