AT20469B - Einrichtung zur Regelung von Wechselstrommotoren. - Google Patents

Einrichtung zur Regelung von Wechselstrommotoren.

Info

Publication number
AT20469B
AT20469B AT20469DA AT20469B AT 20469 B AT20469 B AT 20469B AT 20469D A AT20469D A AT 20469DA AT 20469 B AT20469 B AT 20469B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
phase
field
winding
windings
motors
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Max Deri
Original Assignee
Max Deri
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Max Deri filed Critical Max Deri
Application granted granted Critical
Publication of AT20469B publication Critical patent/AT20469B/de

Links

Landscapes

  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zur Regelung von Wechselstrommotoren. 



   Gegenstand der Erfindung sind Regelungseinrichtungen für Kollektormotoren der
Klasse der Repulsionsmotoren, deren Anker einen   sekundären,   vom Verteilungsnetze ge- trennten, in sich geschlossenen Stromkreis bildet. Statt, wie es gewöhnlich bei Repulsion- motoren geschieht, das Feld mit Hilfe einer einzigen Magnetisierungswicklung bezw. eines einzigen Feldmagneten zu erzeugen, dessen magnetische Achse unter einem bestimmten
Winkel (450) gegen die Bürstenachse geneigt ist, werden beim Erfindungsgegenstand hiezu zwei Felder benützt, welche ein resultierendes Feld der gewünschten Richtung ergeben.
Durch Veränderung des einen der beiden Felder wird die räumliche Lage des resultierenden
Feldes rücksichtlich der Bürstenachse verschoben.

   Dies kann geschehen, indem man die
Windungszahl der betreffenden Wicklung ändert, oder die Windungen teilweise oder ganz umschaltet, oder in Reihe oder im Nebenschluss zur Wicklung Selbstinduktion oder Kapazität oder Widerstände schaltet, oder auch die an die Wicklung angelegte Spannung ändert. 



   Die   beiden Ständerwicklungen,   deren magnetische Achsen einen beliebigen Winkel, am   besten-,/2 einschliessen,   sind voneinander räumlich getrennt und wenn sie auch wegen
Anschluss an die gemeinsame Stromquelle miteinander verbunden werden, so werden sie dennoch derart angeordnet, dass die Stärke und Phase des Stromes in einer von ihnen unabhängig von der anderen geregelt werden kann.

   Insbesondere wird die Erregerwicklung des Kraftfeldes umschaltbar und veränderlich eingerichtet, damit man die Richtung und
Stärke dieses Feldes unabhängig von den Veränderungen des Ankerstromes regeln kann.
Damit sich jedoch die gute Übereinstimmung der Phasen der Ankerströme und der   Erregrrströme   des eigentlichen Kraftfeldes, nämlich des quer zu der Bürstenachse liegenden
Feldes, unter dem Einfluss der Ankerrückwirkung nicht gestört werde, wird auf die Phase des   Magnetisierungsstromes   in entsprechender Weise eingewirkt. 



   Der Ankerstrom hat beim Anlassen des Motors gleiche Phase mit dem Erregerstrom, welcher ihn induziert. Mit zunehmender Tourenzahl stellt sich jedoch unter dem Einflusse der Ankerrückwirkung ein Phasenunterschied zwischen beiden Strömen ein. Soll daher die
Phasengleichheit des Ankerstromes und des Querfeldes bei jeder Tourenzahl aufrecht er- halten werden, so müssen die Phasen der beiden Erregerfelder ebenfalls beim Anlassen des Motors gleich und mit zunehmender Tourenzahl immer mehr verschieden gemacht werden. Diese Phasenverschiedenheit hat jedoch nicht den Zweck, ein Drehfeld herzustellen, daher ist es nicht notwendig, dass die zwei Felder gleiche Stärke haben, noch dass sie zueinander rechtwinklig liegen. 



   Will man die zwei Wicklungen unabhängig voneinander mit bestimmten Spannungen speisen, so muss zwischen den zwei Spannungen jedesmal die der Geschwindigkeit angemessene Phasenverschiedenheit eingestellt werden. Dann ist es möglich, den Motor mit ähnlicher Wirkung arbeiten zu lassen, wie die im Nebenschluss oder von aussen erregten
Gleichstrommotoren. 



   In Fig. 1 ist die Anordnung eines regelbaren Motors durch das Wicklungs-und
Schaltungsschema dargestellt. R ist der Anker mit Kollektor C und Bürsten B, B. Der Ständer S, welcher die für Induktionsmotoren gebräuchliche geschlossene Form hat, ist mit zwei Wicklungsgruppen versehen, deren Achsen rechtwinklig zueinander liegen. Die mit 1 bezeichnete Wicklung mit den Enden p und p und der magnetischen Achse P-P 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   stell t dM Primärwicklung eines Transformators   vor, dessen sekundäre die Ankerwicklung bildet. Die Bürstenachse, welche die magnetische Achse des Ankerfeldes bestimmt, fällt 
 EMI2.1 
 sind, dient zur Erregung eines   Querfeldes mit'der magnetischen   Achse   M-M. Letzteres   Feld ist das eigentliche Kraftfeld, weil seine Kraftlinien die Ankerströme senkrecht schneiden.

   Der Anker ist zwischen den   Borsten   kurzgeschlossen. Die zwei Wicklungen sind hier zwar in Reihe geschaltet, jedoch so angeordnet, dass durch den Umschalter L die Stromrichtung in m-m gewechselt worden und durch den veränderlichen SelbstinduktionsWiderstand   JV,   der im Nebenschluss zu m-m liegt, der Erregerstrom des Kraftfeldes in der Wicklung 2 von dem Strom in der Wicklung 1 verschieden gemacht werden- kann. 



   Für die Darstellung wurde die zweipolige Anordnung und die Ringwicklung gewählt, die Anwendung auf mehr Pole und andere Wicklungsarten ergibt sich von selbst. 



     . Wie   man durch verkettet Schaltung jede der zwei Ständerwicklungen an eine besondere Leitung mit gleicher oder verschiedener Spannung und Phase anschliessen kann, zeigt in einem Beispiele die Fig. 2. Der Anker ist auch hier zwischen den Bürsten kurzgeschlossen. 



  (Die Ständerwicklungen sind hier der besseren Übersicht wegen als einseitig angeordnete   Spulen, jedoch mit gleicher Bezeichnung wie in Fig. 1 dargestellt. ) Die im Punkte o ver-     l {etteten Wicklungen 1 und 2   sind mit den äusseren Enden p und m an die Polklemmen a und beines zweiphasigen, bei c verketteten Transformators angeschlossen. Die Verbindung zwischen den Verkettungspunkten c und o wird durch den Widerstandsschalter K hergestellt. Mit zunehmender Tourenzahl werden die Widerstände stufenweise ausgeschaltet. 



  Auf diese Art sind die Wicklungen 1 und 2 beim Anlassen des Motors in Reihe geschaltet, d.   h.   das Kraftfeld   A I   wird durch den Hauptstrom erregt. Je mehr die Tonren zunehmen, desto mehr verschiebt sich die Phase der Erregerspannung von der Phase der den Ankerstrom induzierenden Spannung, so dass schliesslich das Kraftfeld durch eine   unabhängige   Spannung mit stark verschobener Phase erregt wird. Anstatt durch Zweiphasenströme kann man die erwünschte Phasenverschiedenheit auch durch Kunstphase herstellen. 



   Fig. 3 zeigt ein Beispiel, wonach der regelbare Phasenunterschied durch Benützung von Querbürsten am Kollektor hergestellt wird. Es sind zwei Bürstensätze rechtwinklig zueinander angebracht. Das eine Bürstenpaar B und B ist über veränderliche Widerstände W und das andere      und   BI   über die Erregerwicklung 2 geschlossen. Zwischen letzteren Bürsten entsteht infolge der Drehung des Ankers eine mit der Tourenzahl wechselnde Spannung, deren Phase gegen die Phase der in B-B entstehenden elektromotorischen Kraft verschoben ist.

   Bei Beginn des Anlaufs werden die Bürsten soweit verdreht, dass die Bürsten Bu und      in der Achse P liegen und zwischen ihnen durch das Feld P eine elektromotorische Kraft induziert wird. welche das Kraftfeld erregen kann. während die Bürsten   Rund     und-ss, zwischen   denen der grösste Widerstand eingestellt wurde, sich in der Querlage M-M befinden. Mit wachsender Tourenzahl dreht man die Bürsten allmählich in die gezeichnete Lage zurück und vermindert allmählich den Widerstand   W :   Bei Vollgeschwindigkeit liegen die kurzgeschlossenen Bürsten B und B in der Achse P und die Bürsten   BI   und      in der Achse   Jtf, wie   die Figur zeigt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Einrichtung zur Regelung von Wechselstrommotoren mit nach Art der Repulsionsmotoren geschlossenem Kollektoranker, deren Ständer zwei Wicklungen trägt, um zwei räumlich verschobene Felder, eines in der Richtung der Bürstenachse, das andere quer zu dieser Richtung hervorzubringen, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Wicklungen mittels Schaltvorrichtungen an Stromquellen mit veränderbarer Selbstinduktion oder Kapazität bezw. elektromotorischer Kraft derart gelegt werden können, dass durch Umschaltung der einen Wicklung resp. Änderung der auf diese wirkenden Spannung der Grösse und Phase nach die Stärke und Phase des Kraftfeldes und somit auch die räumliche Lage und Phase des resultierenden Feldes verändert werden kann.
AT20469D 1902-11-14 1902-11-14 Einrichtung zur Regelung von Wechselstrommotoren. AT20469B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT20469T 1902-11-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT20469B true AT20469B (de) 1905-06-26

Family

ID=3526606

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT20469D AT20469B (de) 1902-11-14 1902-11-14 Einrichtung zur Regelung von Wechselstrommotoren.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT20469B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69114424T2 (de) Vorrichtung zum antrieb eines variablen reluktanzmotors.
AT20469B (de) Einrichtung zur Regelung von Wechselstrommotoren.
DE220551C (de)
DE90556C (de)
DE581736C (de) Wendepolerregung fuer Mehrphasenstromerzeuger
DE260648C (de)
DE380707C (de) Maschine zur Umformung oder zur gleichzeitigen Erzeugung von Wechselstroemen verschiedener Frequenz
DE194466C (de)
AT48930B (de) Einrichtung zur Erregung der Wendepole von mehrphasigen Kollektormaschinen.
DE590251C (de) Einankerumformer mit zwei getrennten Rotorwicklungen und Kommutatoren in Parallelschaltung
DE145437C (de)
DE665056C (de) Anordnung zur Regelung der Spannung oder Drehzahl elektrischer Maschinen
DE191481C (de)
DE179460C (de)
DE608790C (de) Schaltung zum Betrieb von Wechselstromkommutatorgeneratoren
DE319146C (de) Geber- und Empfaengerapparate fuer Fernzeigersysteme
DE301601C (de)
AT104937B (de) Asynchron-Induktionsmotor.
AT100409B (de) Verfahren und Einrichtung zur willkürlichen Leistungsübertragung zwischen zwei nicht starr miteinander verbundenen Wechselstromnetzen mittels zweier gekuppelter Synchronmaschinen.
DE233970C (de)
DE636314C (de) Gleichstromgenerator fuer konstanten Strom
DE683969C (de) Kurzschlusssicherer Gleichstromspaltpolgenerator mit Gegenverbunderregung
DE216601C (de)
DE210278C (de)
DE254022C (de)