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Anordnung zur Übertragung des Drehmomentes von einem Traktionsmotor auf die Radwelle eines Schienenfahrzeuges
Schwere elektrische Traktionsmotore von Schienenfahrzeugen werden in der Regel am Rahmen des Fahrgestelles gelagert, welcher gegenüber der Radwelle abgefedert ist. Das Drehmoment wird vom abgefederten Motor auf die nicht abgefederte Welle über eine elastische Kupplung und ein Zahnradgetriebe übertragen.
Bekannte Übertragungsanordnungen dieser Art haben wesentliche Nachteile, da die Lager, mittels welcher der Getriebekasten an der Radwelle bzw. der Nabe des Laufrades gelagert ist, schwer zugänglich sind, so dass ihre Überholung und Instandhaltung sehr umständlich sind. Wenn an den Lagern irgendwelche zusätzliche Arbeiten unternommen werden müssen, muss das Laufrad von der Radwelle abgezogen werden, was an sich keine leichte Aufgabe ist, da die Radnabe in der Regel schwer zugänglich ist und besondere Vorkehrungen getroffen werden müssen.
Bei der erfindungsgemässen Übertragungsanordnung ist an der Nabe des auf der Radwelle befestigten Laufrades ein die Radwelle umfassender, im wesentlichen zylinderförmiger Ansatz vorgesehen, welcher aussen die innerhalb einer in Längsrichtung geteilten Büchse enthaltenen Lager trägt, an welcher Büchse der gleichfalls in Längsrichtung geteilte Getriebekasten befestigt ist.
Es sind zwar schon Lösungen bekannt, wo an dem Triebrad eine zylinderförmige Erweiterung vorgesehen ist, deren innerer Hohlraum für die Abstützung des Getriebekastens benützt wird ; in diesem Falle ist jedoch die Verwendung von Gleitlagern mangels eines verfügbaren Platzes ausgeschlossen, während Rollenlager vollständig unzugänglich bleiben.
In der beiliegenden Zeichnung sind in Fig. 1 und 2 im Längsschnitt zwei Beispiele bestehender Anordnungen und in Fig. 3 und 4 Längsschnitte von zwei Ausführungsbeispielen der erfindungsgemässen Anordnung dargestellt.
Gemäss Fig. l ist der Getriebekasten 10, in welchem das Zahnradgetriebe gelagert ist, das das Drehmoment von dem nicht dargestellten Traktionsmotor der Radwelle 11 überträgt, mittels Rollenlager 6,7 auf der Nabe des Zahnrades 2 gelagert. Dieses Zahnrad 2 ist auf der Welle 11 neben dem Laufrad 4 aufgepresst. Es ist ersichtlich, dass insbesondere das Lager 7 schwer zugänglich ist und seine Überholung und Instandhaltung äusserst schwierig sind. Falls das Rollenlager 7 ausgewechselt werden sollte, muss das Laufrad 4 von der Welle 11 entfernt werden, was eine schwierige Aufgabe ist, da besondere Werkzeuge dazu erforderlich sind.
Eine andere bekannte Ausführung ist in Fig. 2 dargestellt. Hier sind die Lager 6,7, welche den Getriebekasten 10 tragen, direkt auf der Welle 11 und in einer längsgeteilten Lagerbüchse 9 gelagert, an welche der ähnlich geteilte Getriebekasten 10 befestigt ist. Der Zugang zu den Lagern 6, 7 ist hier verhältnismässig gut, das Laufrad 4 kann gleichfalls besser von der Welle 11 entfernt werden als bei der An-
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die unabhängig voneinander bearbeitet werden und somit auf allfällige Ungenauigkeiten bei der Herstellung sehr empfindlich sind. Die Lager 6 und 7 sind ferner direkt an der Welle 11 gelagert, was an sich nicht vorteilhaft ist.
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Erfindungsgemäss wird gemäss Fig. 3 das Laufrad 4 mit einem im wesertlichen zylindrischen Ansatz 5 versehen, welcher die durch einen Distanzring 8 auseinandergehaltenen und in einer Lagerbüchse 9 gela- gerten Rollenlager 6, 7 trägt. Diese Lagerbüchse 9 ist in der Längsrichtung aufgeteilt und an dem ähnlich geteilten Getriebekasten 10 befestigt. Das Laufrad 4 besitzt ferner einen konischen Ansatz 3, an welchem ein Radkranz 2 befestigt ist, der mit einem Ritzel-l zusammenwirkt, das das Drehmoment vom Trak- tionsmotor überträgt.
Fig. 4 zeigt eine ähnliche Anordnung wie in Fig. 3, anstatt der Rollenlager 6, 7 ist hier jedoch ein
Gleitlager vorgesehen.
. Durch diese Anordnung werden alle mit Bezug auf Fig. 1 und 2 erwähnten Nachteile behoben. Die Lager sind leicht zugänglich, das Laufrad 4 kann verhältnismässig leicht von der Welle 11 abgezogen wer- den und das Zahnrad 2 bzw. die Lagerflächen dieses Zahnrades, welches das Drehmoment auf das Lauf- rad 4 überträgt, und die Tragflächen der Lager 6 und 7, welche die Lage des Getriebekastens lObestim- men, können unter einer Einspannung des Werkstückes bearbeitet werden, so dass die nötige Genauigkeit ohne Schwierigkeiten eingehalten werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Übertragung des Drehmomentes von einem Traktionsmotor auf die Radwelle eines Schienenfahrzeuges, dadurch gekennzeichnet, dass an der Nabe des auf der Radwelle (U) befestigten Lauf- rades (4) ein die Radwelle (11) umfassender, im wesentlichen zylinderförmiger Ansatz (5) vorgesehen ist, welcher aussen die innerhalb einer in Längsrichtung geteilten Büchse (9) enthaltenen Lager (6, 7) trägt, an welcher Büchse der gleichfalls in Längsrichtung geteilte Getriebekasten (10) befestigt ist.