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Schneeräummaschine, die an einem Triebfahrzeug beweglich befestigt ist
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schneeräummaschine, die an einem Triebfahrzeug beweglich befestigt ist, mit angetriebenen Fräsund/oder Schleuderrädern oder-walzen. Bei bekannten Schneeräummaschinen erfolgt der Antrieb dieser Räder oder Walzen durch Getriebemittel meist von dem Motor des Triebfahrzeuges aus. Nachdem die eigentliche Schneeräummaschine jedoch gegenüber dem Triebfahrzeug beweglich sein muss, einerseits um Bodenunebenheiten bei der Arbeit auszugleichen, anderseits um die Schneeräumung wunschgemäss durchführen zu können, bereitet die Kraftübertragung vom Antriebsmotor zu den angetriebenen Teilen erhebliche Schwierigkeiten.
Bei den grossen Beanspruchungen, welchen eine Schneeräummaschine bei der Arbeit ausgesetzt ist, besteht eine erhebliche Gefahr von Beschädigungen der zur Kraftübertragung vorgesehenen Getriebeteile. Solche Beschädigungen treten bei den bekannten Schneeräummaschinen mit einer mechanischen Kraftübertragung infolge von Überbeanspruchungen der Fräs- oder Schleuderräder durch Einschlüsse in dem zu räumenden Schnee, z. B. Baumstämme, grössere Steine in Lawinengängen u. dgl., durch Anfahren gegen Randsteine u. dgl. auf und bestehen in dem Bruch von Kreuzgelenken, Antriebswellen und ähnlichen Bestandteilen der mechanischen Kraftübertragung.
Diese Beschädigungen sind, wie bereits einleitend bemerkt, von schwerwiegenden Folgen, da sie einen Ausfall der Schneefräse auf längere Zeit bedingen : Ein solcher Ausfall ist gerade bei einer Schneeräummaschine deswegen so folgenschwer, da in der Regel von der Räumung eines Verkehrsweges die Versorgung ganzer Gebiete abhängt.
Die Erfindung bezweckt, die Nachteile der bekannten Schneeräummaschinen zu beseitigen, und besteht im wesentlichen darin, dass für den Antrieb der Räder oder Walzen ein, gegebenenfalls je ein Elektromotor unmittelbar an der Schneeräummaschine und zusammen mit dieser relativ zum Triebfahrzeug beweglich angebracht ist, dessen Stromversorgung durch ein auf dem Triebfahrzeug angeordnetes Stromerzeugungsaggregat erfolgt. Bei der Erfindung ist zwischen dem Triebfahrzeug und der eigentlichen Schneeräummaschine keine mechanische Verbindung, sondern lediglich eine elektrische Verbindung notwendig. Diese Verbindung ist nicht nur rasch und einfach herstellbar, wodurch der Anbau bzw. das Abnehmen einer Schneeräummaschine von einem Triebfahrzeug wesentlich vereinfacht werden kann.
Sie ist auch unempfindlich gegen die bei der Arbeit der Schneefräse auftretenden Lageveränderungen zwischen Schneefräse und Triebfahrzeug und sie ist daher keiner Gefahr von Beschädigungen während des Betriebes ausgesetzt.
Abgesehen davon hat die Verwendung eines Elektromotors wesentliche Vorteile hinsichtlich der Veränderung der Umlaufgeschwindigkeit der Räummittel der Schneeräummaschine. Die Umlaufgeschwindigkeit kann in einfachster Weise entsprechend den gegebenen Verhältnissen gewählt werden, ohne dass eine Bedienung von Zwischengetrieben notwendig ist.
Nach einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung ist der Läufer des Elektromotors auf der Welle der Räder oder Walzen angeordnet. Es kann auch die Welle des Elektromotors direkt mit der Welle der Räder oder Walzen gekuppelt sein. Zur Erhöhung des Durchzugsmomentes der Räder oder Walzen kann im Rahmen der Erfindung zwischen der Welle des Motors und der Welle der Räder oder Walzen ein Untersetzungsgetriebe angeordnet werden.
Für Schneefräsen, welche auf einer quer zur Fahrtrichtung liegenden Welle Fräs- und Schleuderwalzen tragen, die mit Flügeln besetzt sind, sieht die Erfindung vor, dass die Flügel mit Ausnehmungen zur Aufnahme eines gleichachsig zu den Fräs- und Schleuderwalzen liegenden Elektromotors versehen sind.
Bei dieser Ausführungsform kann zwischen dem Elektromotor und den Fräs- und Schleuderwalzen ein Planetengetriebe angeordnet sein.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert, welche einige beispielsweise Ausführungsformen einer Schneeräummaschine schematisch veranschaulichen, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Grundrissdarstellung einer Ausführungsform mit zwei um in Fahrtrichtung liegende Achsen umlaufenden Schleuderrädern, Fig. 2 eine gleiche Ausführungsform einer Schneeschleuder mit geänderter Antriebsart im Grundriss und Fig. 3 in Rückansicht, Fig. 4 eine Schneefräse mit um eine quer zur Fahrtrichtung liegende Achse umlaufenden Fräsund Schleuderwalzen, Fig. 5 eine gleiche Schneefräse mit geänderter Antriebsart und Fig.
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wieder die gleiche Schneefräse mit einer dritten
Antriebsvariante.
Gemäss Fig. 1 ist die Schneeschleuder mit
Schleuderrädern 1 ausgestattet, die um Wellen 2, welche in Fahrtrichtung parallel nebeneinander liegen, umlaufen. Für den Antrieb der Schleuder- räder 1 ist ein Elektromotor 3 vorgesehen, der z. B. über einen Kettentrieb 4 den Antrieb der
Schleuderräder 1 bewirkt.
Die Versorgung des Elektromotors 3 mit Strom kann durch ein Stromerzeugungsaggregat erfolgen, welches auf dem Triebfahrzeug angeordnet ist und selbst entweder einen besonderen Antriebs- motor besitzt oder von dem Antriebsmotor des
Triebfahrzeuges betrieben wird. Rein antriebs- mässig besteht daher zwischen der Schneeschleuder und dem Triebfahrzeug nur eine Verbindung durch ein Stromzuführungskabel.
Im Falle irgendwelcher Überbeanspruchungen kann der Antrieb durch einen Schützschalter automatisch stillgesetzt werden. Auf diese Weise ist es in einfacher Weise möglich, die Schneeräummaschine vor Beschädigungen zu schützen.
In den Fig. 2 und 3 ist veranschaulicht, dass jeder Welle 2 der Schleuderräder 1 ein eigener Elektromotor 3'zugeordnet ist, wobei der Antrieb über ein Zahnradgetriebe 5 erfolgt.
Die Befestigung der Elektromotoren erfolgt an Rahmenteilen der Schneeschleuder.
In den Fig. 4-6 sind Antriebsarten einer grundsätzlich andern Schneeräummaschine, nämlich einer Schneefräse veranschaulicht. Die Schneefräse besitzt eine quer zur Fahrtrichtung liegende Welle 6, auf der durch Flügel 7 Fräs- und, Schleuderwalzen gebildet sind.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist unmittelbar auf der Welle 6 der Läufer 8 eines Elektromotors angebracht, während der Ständer 9 des Elektromotors an einem Rahmenteil der Schneefräse befestigt ist. Es ist möglich, die Wicklung des Läufers unmittelbar auf der Welle 6 anzuordnen. Zwecks Unterbringung des Motors 8, 9 ohne Beeinflussung der Arbeitsbreite der Fräs- und Schleuderwalze sind die Flügel 7 mit Ausnehmungen 10 versehen, die sich der Form des Motors anpassen.
Die in Fig. 5 dargestellte Antriebsart verwendet wieder einen Elektromotor 8, 9, wobei der Läufer 8 auf einer Welle 11 angeordnet ist, die mit der Welle 6 der Raum- un Schleuderwalze nicht in Verbindung steht. Es ist auch möglich, die Räum-und Schleuderwalze drehbar auf einer einstückig ausgebildeten und durchlaufenden
Welle anzuordnen. Mit der Welle 11 sind Zahn- räder 12 eines Planetengetriebes verbunden, wobei die Planetenräder 13 in Zahnkränze 14 eingreifen, die mit den Flügeln 7 der Fräs- und Schleuder- walze verbunden sind. Auch bei dieser Aus- führungsform sind die Flügel 7 mit entsprechenden
Ausnehmungen 10 versehen, um Platz für die
Unterbringung des Elektromotors 8, 9 zu schaffen.
Fig. 6 schliesslich veranschaulicht eine Antriebs- möglichkeit einer Fräs- und Schleuderwalze, welche aus zwei Rädern besteht, durch je einen
Elektromotor 15 über entsprechende Riemen- oder
Kettentriebe 16.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schneeräummaschine, die an einem Trieb- fahrzeug beweglich befestigt ist, mit Fräs-und ;' oder Schleuderrädern oder-walzen, dadurch gekennzeichnet, dass für den Antrieb der Räder oder Walzen ein, gegebenenfalls je ein, Elektromotor unmittelbar an der Schneeräummaschine und zusammen mit dieser relativ zum Triebfahrzeug beweglich angebracht ist, dessen Stromversorgung durch ein auf dem Triebfahrzeug angeordnetes Stromerzeugungsaggregat erfolgt.