AT204380B - Verfahren zum Präparieren von Papier oder Pappenmaterial - Google Patents
Verfahren zum Präparieren von Papier oder PappenmaterialInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Präparieren von Papier oder Pappenmaterial Die Erfindung betrifft Massnahmen, die das An- laufen von Bronze-oder Messinlgdruck auf be- schichtetem oder nicht beschichtetem Papier- und Pappenmaterial verhindern, z. B. beim Bronzedruck au. f Faltkarton und ein Verfahren zum Be- drucken von Papier- oder Pappenmaterial. Bei einem derartigen Druckverfahren werden verschie- dene Bronze-oder Gold'effekte mit Hilfe von me- tallischen Pigmenten erzeugt. Das Bedrucken kann durchgeführt werden, indem man das Papier oder die Pappe zuerst mit einer Grundfarbe, einem Lack oder einem anderen farbmaterial behandelt oder vorbedruckt und anschliessend feines, metallisches Pulver-aus Bronze oder Messing hergestellt-über das vorgegebene Muster zerstäubt. Man kann das Bedrucken auch mit'Hilfe von Drucktinten durohfühcen, die direkt das feine me- tallische Pulver als Pigment enthalten. Die Anwesenheit von Schwefel und SchwefelVerbindungen in der Atmosphäre oder als Bestandteil des Papiers oder der Pappe verursacht ein deutliches Anlaufen bzw. Mattwerden mit Bronze oder Messing bedrucktem Material. Im allgemeinen verursacht jedoch die Acidität des Papiers oder der Pappe in grösserem Ausmass das Anlaufen, vor allem Dingen dann, wenn das Material nach dem Bedrucken in Stapeln oder Bon- de ! n gelagert wird. Das Anlaufen wird noch gefördert, wenn derartiges bedrucktes Material unter BedingungenvonhoherrelativerFeuchtigkeitund Temperatur aufbewahrt wird, wobei der Einfluss der relativen Feuchtigkeit besonders bemerkenswert ist. Es sind aber auch andere Faktoren von Wichtigkeit. So erhöht z. B. der grosse Kupfergehalt und die feine Teilchengrösse die Tendenz des Bronze- oder Messingpulvers zum Anlaufen. Auf der'anderen Seite beeinflusst der Kupferge- halt und die Teilchengrösse auch die Farbe und Brillanz von. Bronze- oder Messingdruck, so dass man in der Praxis im Hinblick auf diese zwei Faktoren häufig ein gewisses Kompromiss auf sich nehmen musste, obwohl sehr feine Pulver mit hohem Kupfergehalt zweckmässig vermieden werden sollen. Gemäss der Erfindung soll das Anlaufen derar- tiger Drucke verhindert oder gehemmt werden, insbesondere dann, wenn das bedruckte Material in Form von gestapelten Bahnen, zusammengelegten Faltbehältern oder zusammengesetzten Be- haltern, vor allem in einer Atmosphäre hoher relativer Feuchtigkeit und Temperatur gelagert wird. Man hat zwar schon vorgeschlagen, dass zur Verhinderung. der Oxydation von MetaUpartikeln in Aufzeichnungsträgem aus elektrisch leitendem Papier für (Bildfunkzwecke od. dgl. in das Papiermaterial eine Mischung eingelagert wird, die aus dem Metallpulver, z. B. Aluminiumpulver, und diesem gegenüber sich reduzierend oder neutral verhaltenden Mitteln, vorzugsweise organischen Stoffen, wie Alkoholen, besteht. Es wurden jedoch bisher keine bestimmten Vorsichtsmassnahmen getroffen, um ein Anlaufen von 'Bronze- oder Messi'ngdruck, das entweder während der Lagerung oder nach der Herstellung auftritt, zu verhindem. Durch das Zerstäubungsverfahren erhaltene Drucke, insbesondere aus Messing-oder Bronzepulver nach üblichen Methoden hergestellte Gold'effekte, sind gegen Anlaufen in Atmosphären hoher relativer Feuchtigkeit und Temperatur besonders anfällig. Sogar für den Fall, dass Drucke unter Verwendung eines Druckmediums hergestellt werden, wie z. B. eines Kunstharzes, dem das Metallpulver zugesetzt wurde, treten nichtsdestoweniger Anlauferscheinungen unter den obengeschilderten ungünstigen Bedin- EMI1.1 gen. auf,wasserfreien Borates zwischen 2 und 6 Gew.-%, bezogen auf das genannte Material, beträgt, und auf das so behandelte Material hierauf das Bronzeoder MessÍil1lgpuwer aufgebracht. Je nach dem Material kann die Boratbehandlung durch Imprägnierung mit Hilfe einer wässerigen, borathaltigen Lösung oder durch Abscheidung des Borates'aus einer solchen Lösung oder durch Beschichten mit einem Überzugsgemisch erfolgen. <Desc/Clms Page number 2> Für den Fall, dass unbeschichtetes Papier- oder Pappenmaterial vorliegt, ist es notwendig, beide Seiten des Materials zu behandeln. Ist das Papierund Pappenmaterial jedoch beschichtet, so kann ein ausreichender Schutz durch Behandeln der unbeschichteten Seite allein erreicht werden. Die äquivalente Anwendungsmenge des Borates in Gramm pro Quadratmeter Oberfläche des Materials für eine bestimmte Anwendungsmenge auf Gewichtsprozentbasis hängt davon ab, ob das Material auf einer oder auf beiden Seiten behandelt wird und vom Substanzgewicht des so behandelten Materials. Beispielsweise kann ein Papier mit einem Sub- stanzgewicht von etwa 81,5 kg/l 000 Blatt mit einer Blattgrösse von etwa 75X100 cm, durch Imprägnierung mit einer Menge von 3% wasserfreiem Borat, das sind etwa 2, 45 kg wasserfreies Borat pro 81, 5 kg des genannten Papiers behandelt werden. Weiters kann z. B. Faltkarton mit einem Substan2lgewicht von etwa 231 kg/1000 Blatt mit einer Grösse von etwa 74XlOOcm, die auf einer Seite beschichtet sind, durch Abscheidung aus einer wässerigen Lösung mit einem Gehalt von 2 Gew.-% wasserfreiem Borat, das sind etwa 4, 6 kg wasserfreies Borat auf etwa 231 kg des ge- nannten Kartons, behandelt werden, indem man beide Seiten jedes einzelnen der 1000 Blätter oder nur die unbeschichtete Seite allein oder einen Teil der unbeschichteten Seite allein behandelt und den Rest wieder der Überzugsmischung zu- gibt. Bei Verwendung von unbeschichtetem Papier- EMI2.1 tem Papier- und Pappenmaterial kann jedoch ein ausreichender Schutz durch Behandeln der unbe- schichteten Seite allein erzielt werden. Nichts- destoweniger kann, falls erwünscht, die beschich- tete Seite entweder durch Abscheidung oder durch Einverleibung von Borat in das überzugsmaterial selbst behandelt werden. Die Boratlösung kann auf verschiedene Art und Weise zur Anwendung kommen. Beispielsweise kann man das Papier oder die Pappe zwischen' Gummirollen durchführen, wobei die Lösung aus einem oder einer Wanne übertragen wird oder die Lösung auf das Papier oder die Pappe vor dem Trocknen und Kalandern sprühen. Man kann auch das Papier- oder Pappenmaterial, während es durch einen die Lösung enthaltenden Trog gefühlt wird, imprägnieren und anschliessend trocknen oder man kann das Borat bei einer Ober- Hächenüberzugsbehandlung zusetzen, der das Papier- oder Pappenmaterial während seiner Herstellung unterworfen wird, z. B. vor der Lackierungsoder Schichtgussbehandlung. Das Bedrucken selbst kann nach jeder bekann- ten Art ausgeführt werden, insbesondere auf EMI2.2 PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Präparieren von Papier- oder Pappenmaterial, um das Anlaufen von Bronzeoder Messingdruck zu verhindern, dadurch gekennzeichnet, dass das Material während oder nach der Herstellung mit einem Natrium- oder Kaliumborat behandelt wird, wobei die Menge EMI2.3 bezogengebracht wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Borat Metaborat oder Pyroborat ist.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Boratbehant & ung ganz oder zum Teil durch Imprägnierung mit Hilfe einer wässerigen, borathaltigen Lösung oder durch Abscheidung des Borates aus einer solchen Lösung erfolgt.4. Verfahren nach Anspruch I, 2 oder 3, dadurch'gekennzeichnet, dass die Boratbehandlung EMI2.4
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