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Gleiskreuzung.
Bei bekannten Gleiskreuzungen sind an den Kreuzungspunkten der Fahrschienen in den letzteren Unterbrechungen vorgesehen, die durch Einstellen von Fahrschienenahschnitte
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die Füllstücke, welche die Fahrschienenabschnitte darstellen, auf Tragschienen angebracht, welche im Krouzungsviereck selbst Diagonalen bilden und passende seitliche Führung auf einer Grundplatte haben ;
hiebei hat nur eine der beiden Tragschienen ein Anschlussstück zur Verbindung mit dem Stellhehel und ist mit der anderen Tragschiene durch eine zweiarmige Schwinge verbunden, die zwei Längsschlitze hat, in deren innerem sich der feststehende Drehzapfen befindet, während der andere Schlitz den Zapfen der anderen Tragschiene umfasst, derart, dass bei dem durch Verschieben der einen Tragschiene stattfindenden Ausschwingen der Schwinge zugleich eine Längsverschiebung der anderen Tragschiene erzielt wird.
Fig. 1 zeigt schaubildlich eine derartige Kreuzung, Fig. 2 zwei der Fahrschienen-
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kreuzenden Tragschiene angebracht, Fig. 3 zeigt einen der Anschläge, Fig. 4 eine \hart der die Kreuzungsschienen aufnehmenden Grundplatte und Fig. 5 die Verbindung der Tragschienen mittels der Schwinge.
Mit den Fahrschienen 1 und 2 des einen Gleises kreuzen sich die Fahrschienen ? und 4 des anderen. Die Kreuzung ist auf einer Grundplatte 7 festgelegt. Zur weiteren Befestigung der Fahrschienen 1 und 2 dienen Schwellen 5 und zur Befestigung der Schienen 3 und 4 Schwellen 6. In Fig. 1 ist zur Befestigung der Kreuzung eine Grundplatte aus Metall angenommen. In dieser Platte befinden sich Schlitze 8 für den Durchlass von Wasser. Auf dieser Grundplatte 7 sind die Fahrschienen 1, 2 sowie 3,4 auf passende Weise befestigt und ihre Enden sind parallel zu durch die Kreuzungspunkte gelegt gedachten Diagonalen schräg abgeschnitten.
Zwischen den Schienen und den Schienen 2 und zwischen den Schienen 3 und den Schienen 4 sind auf der Grundplatte 7 Schienenabschnitte. 9, 10 bezw. 11, 12 befestigt, die ebenfalls parallel zu den Diagonalen abgeschnitten sind und Unterbrechungen freilassen, die durch kurze Fahrschienenabschnitte ausgefüllt werden, wenn ein Zug das betreffende Gleis zu befahren hat.
Durch die an den Kreuzungspunkten gelassenen Unterbrechungen 14, 15 der Fahr-
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sie ist auf ihrem mittleren Teil nach aufwärts gesogen und wird durch Führungen 21, 22 geführt, die auf den Führungen 16 und 17 befestigt sind. Es liegen also von dieser Tragschiene 19 nur die Endteile auf der Grundplatte 7 auf und diese führen durch die an den beiden anderen. Kreuzungspunkten vorgesehenen Unterbrechungen 23, 24 der Fahrschienen. Auf der Tragschiene 18 sind der Länge der Fahrschienenunterbrechungen ent- sprechend lange Fahrschienenabschnitte 26 und 28 angebracht. Auf der Tragschiene 19 sind Fahrschienenabschnitte 25 und 27 angebracht.
Diese Abschnitte 25,26 und 27, 28 liegen zu den Tragschicnen 18 bezw. 19 unter einem solchen Winkel, dass, wenn die
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Tragschienen durch Diagonalverschiebnng entsprechend eingestellt werden, die erwähnten Fabrschienenabschnitte die vier Unterbrechungen in den Fahrschienen 3 und 4 ausfüllen (Fig. 1). Alsdann kann ein Zug über die Fahrschienen die Kreuzung passieren, ohne dass mohr Stoss verspürt würde als auf gewöhnlichen Schienenstösse. An den Enden der ver- schiebbaren Tragschienen JS und 19 sind weiters Fahrschienenabschnitte 29, 30 und 31, 32 angebracht.
Diese Abschnitte liegen unter einem solchen Winkel, dass sie die Unterbrechungen in den Fahrschienen 1 und 2 bei entsprechender Diagonalverschiebung der Tragschienen ausfüllen können. Werden die Fahrschienenabschnitte 29, 30, 31 und 32 in die Unterbrechungen der Fahrschienen 1 und 3 eingerückt, so gelangen die Fahrschienenabschnitte 25, 26, 27, 28 aus den Unterbrechungen der Fahrschienen 3 und 4 heraus und die über die Fahrschienen 1 und 2 der Kreuzung laufenden Räder können mit ihren Spurkränzen die freigelegten Unterbrechungen ungehindert passieren.
Zur gleichzeitigen Verschiebung der beiden Tragschienen 18 und 19 ist eine passende Verbindung zwischen beiden hergestellt. Wenn z. B. die Tragschiene 18, die durch ein an das Anschlussstück 37 anzuschliessendes Gestänge mit dem Stellhebel Verbindung hat, in der Richtung des Pfeiles (Fig. 1) verschoben wird, um ihre Füllstücke 32 und 30 in die Unterbrechungen der Fahrschienen 1 bezw. 2 einzuführen, so muss die zweite Tragschiene 19 eine Verschiebung nach der Richtung ausführen, bei welcher ihre Füllstücke 29 bezw. 31 die beiden anderen diagonal einander gegenüberliegenden Unterbrechungen 23 und 24 der Fahrschienen 1 bezw. 2 ausfüllen können. Die Tragschiene 18 hat mit der Tragschiene 19 Verbindung durch eine zweiarmige Schwinge 33 (Fig. 5), die einen Längsschlitz 34 am einen Ende und einen Längsschlitz 36 in ihrer Mitte hat.
In den letzteren tritt der feste Drehzapfen 35 der Grundplatte ein, während. in den Schlitz 34 ein Zapfen der Tragschiene 19 eingreift, derart, dass beim Ausschwingen zugleich eine Längsverschiebung der Schwinge mit Bezug auf die beiden Zapfen möglich ist, um Klemmungen zu vermeiden und eine gangbare Verbindung zu haben. Wird die Tragschiene 18 z. B. in Richtung des eingezeichneten Pfeiles angezogen, so verschiebt sich die Tragschiene 19 in der Richtung des in Fig. 5 eingezeichneten Pfeiles. Die Schwinge macht dabei eine Drehung um den Zapfen 35 in Richtung des beigesetzten Pfeiles und gelangt unter gleichzeitiger Verschiebung am Zapfen quer zu dessen Längsrichtung in die punktierte Stellung (Fig. 5).
Angenommen, das Übertragungsgestänge sei richtig eingestellt, so dass die Füllstücke der Unterbrechungen der betreffenden Fahrschienen bei der Einstellung der Teile der Kreuzung rechtzeitig an ihre Stelle gelangen. Wird dann durch Verlegen des Stellhebels, der nicht dargestellt ist, die Tragschiene 18 in Richtung des Pfeiles (Fig. 1) verschoben, so werden die Unterbrechungen der Fahrschienen 1 und 2 von den Fahrschienenabschnitten bezw. Füllstücken ausgefüllt und bei entgegengesetzter Verschiebung werden die Unterbrechungen der Fahr- schienen 3 und 4 ausgefüllt.
Zur Sicherung der genauen Einstellung der Füllstücke auf die Fahrschienen dienen die Anschläge 38, 39,40 und 41. Letztere sind auf der Grundplatte 7 befestigt (Fig. 3), übergreifen die Schienenfuss und sind nach vorn zugespitzt, so dass die schräg liegenden
Kanten 42 und 43 den betreffenden Füllstücken passenden Anschlag gewähren. Die An- schläge dienen zugleich-auch für die Befestigung der Fahrschienen der Kreuzung sowie zur Führung der die Füllstücke tragenden Tragschienen. In Fig. 4 ist eine Grundplatte aus Zement angenommen. In dieser Grundplatte 7 liegt eine Führungsrinne 44 für die eine Tragschiene 18 und diese Rinne ist etwas breiter als die Unterbrechungen in den
Fahrschienen, damit die Kanten der Tragschiene von den Fahrschienen noch etwas über- lappt werden.
Die beschriebene Kreuzung ermöglicht das Hinüberfahren eines Zuges auf dem einen oder anderen Gleis ohne jedes Hämmern und Schlagen der Räder. Die Kreuzung kann in der Werkstatt fertig zusammengebaut und bevor sie an Platz gebracht wird, ausgeprobt werden. Natürlich dürfen die Füllstücke nicht zu scharf in die Unterbrechungen der Fahr- schienen passen, weil sonst bei Temperaturwechsel Klemmungen eintreten können und die
Einstellung unmöglich gemacht wird.