AT20427B - Verfahren der Flächenmusterung von Blechen durch Bedrucken mit Farben und galvanisches Niederschlagen von Metallen. - Google Patents

Verfahren der Flächenmusterung von Blechen durch Bedrucken mit Farben und galvanisches Niederschlagen von Metallen.

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AT20427B
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Karl Richard Keil
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Karl Richard Keil
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  Osterreichische 
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 Verfahren der Flächenmusterung von Blechen durch Bedrucken mit Farben und galvanisches Niederschlagen von Metallen. 
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 und so durch   Ausschluss   der Handarbeit das Verfahren zu vereinfachen und zu   verbilligen.   Zu diesem Ende muss der   Deckgründ   aus Stoffen bestehen, dio einmal im Wege des Blech- 
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 Bäder genügend gut und genügend lange widerstehen, zum dritten natürlich die bedruckten Stellen gut decken und den Strom (im praktischen Sinne) nicht leiten. 



   Der Erfinder erreicht seinen Zweck durch Verwendung der gewöhnlichen, käuflichen, 
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 aus Kolophonium oder Schellack. 



   Es ist zwar bereits bekannt, Bleche mit gewöhnlichen Blechdruckfarben zu bedrucken. 
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 aber die   gewöhnlichen Farb n   ohne die vom Erfinder   gemachten Zusätze hatten besonders   alkalisch reagierenden   galvanischen   Bädern gegenüber nicht stand. Der Grund dafür ist der, dass sich die Fettstoffe der gewöhnlichen Blechdruckfarben mit Alkalien verseifen und folglich in den alkalisch reagierenden galvanischen Bädern eine   lösliche   Seife bilden. Dadurch wird der   Deckgrund erweicht   und aufgelöst, so dass der Metallniederschlag auch auf die gedeckten Stellen übergreift und die Zeichnung keine scharfen Umrisse erhält.

   Durch die vom Erfinder gemachten Zusätze werden die   käuflichen   Blechdruckfarben befähigt, alkalischen Bädern standzuhalten, vorausgesetzt, dass es sich   um #kalte" Bäder handelt, die auch für   den hier vorliegenden Zweck allein in Betracht kommen. Paraffin, zumal hartes, widersteht der Verseifung und   überhaupt   den Angriffen der alkalischen Bäder und macht im Verein mit dem durch den Zusatz vergrösserten Harzgehalt den aufgedruckten   Deckgrund so ständhaft, dass   er nicht allein den Einwirkungen der Bäder widersteht,

   sondern auch ein Polieren der   bedruckten Bleche   mit gelinde wirkenden Schleifmitteln und deren Behandlung mit weinsaurem Kalinatron oder anderen chemischen Mitteln zur Erzeugung der für die Galvanoplattierung erforderlichen rein metallischen Oberfläche an den nicht bedruckten Stellen verträgt.   Der lIarzzuschlag bewirkt   auch ein schnelleres Auftrocknen der Farbe. 



   Einen gedruckten Ätzgrund auf Zinkplatten hat man auch schon mit Hilfe wachsund harzhaltiger   Umdruckfarbe hervorgebracht (vgl.   Schuberth :"Das Ätzen der Metalle für kunstgewerbliche   Zwecke",   1888, S. 74). Diese Farbe ist aber auf der Blechdruckpresse schon deshalb nicht druckfähig, weil sie in warmem Zustande verarbeitet. werden muss. Andererseits mag der Wachsgehalt die Farbe wohl gegen sauer reagierende Bäder (um die 
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 Bäder.

   Gegenüber einer dritten Art der Hervorbringung eines Deckgrundes-u. zw., wie vorliegend, für den Zweck der   Galvanoplattierung--wie siePfanhauser   sen.   in Elektro-   plattierung, Galvanoplastik, Metallpolierung", Wien 1900, S. 281 beschreibt, hat die 

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 vorliegende Erfindung den Vorteil, dass der Deckgrund durch blosses Aufdrucken statt durch Aufdrucken eines Bindemittels und Aufschmelzen des eigentlichen, in Pulverform aufgestreuten   Grundierungsstoffes   erfolgt, also auf rein mechanischem, die Handarbeit ausschliessendem Wege. 



   Zur Ausführung des Verfahrens ist noch folgendes zu bemerken : Es ist selbstverständlich, dass die Bleche vor dem Aufdrucken des Deckgrundes gut gereinigt und namentlich gut entfettet sein müssen, was durch Waschen in Lauge geschehen kann. Es ist aber auch zweckmässig, die Bleche nach dem Aufdrucken des Deckgrundes an den nicht gedeckten Stellen noch einmal metallisch rein zu machen, was in der bereits oben angedeuteten Weise durch Polieren mit einem sanft wirkenden Schleifmittel (Wiener Kalk) oder auf chemischem Wege geschehen kann, ohne dass der aufgedruckte Deckgrund leidet. 



  Das Aufdrucken selbst geschieht in der durchaus bekannten Weise. Der galvanische Niederschlag sei so dünn, dass er nicht als plastische Auflage, sondern wie ein Farbenaufdruck erscheint. Die fertigen Bleche können poliert eventuell auch mit Lack überzogen werden. 



   Man kann   natürlich   auch durch mehrmaliges Bedrucken mit Deckgrund und mehrmaliges Behandeln im galvanoplastischen Bade mehrfarbig Muster erzeugen. Das Verfahren kann auch in Verbindung mit dem gewöhnlichen lithographischen Blechdruck angewendet werden, indem man gewisse Stellen, welche sonst mit den lichtunechten Lasurfarben gedruckt werden, galvanoplastisch und die übrigen Stellen mit Farbe bedruckt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren der Flächenmusterung von Blechen durch Bedrucken mit Farben und galvanisches Niederschlagen von Metallen, dadurch gekennzeichnet, dass mit Paraffin und mit Harzen versetzte Blechdruckfarben angewendet werden, um einen auf dem Wege des Blechdruckes druckfähigen und namentlich auch für alkalisch reagierende, kalte, galvanoplastische Bäder widerstandsfähigen Deckgrund durch blosses Aufdrucken erzeugen zu können.
AT20427D 1904-04-23 1904-04-23 Verfahren der Flächenmusterung von Blechen durch Bedrucken mit Farben und galvanisches Niederschlagen von Metallen. AT20427B (de)

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