AT204154B - Verfahren zur Trennung der Glycerinwasser- und Fettsäurephasen der bei der hydrolytischen Spaltung von Fettstoffen erhaltenen Emulsionen - Google Patents

Verfahren zur Trennung der Glycerinwasser- und Fettsäurephasen der bei der hydrolytischen Spaltung von Fettstoffen erhaltenen Emulsionen

Info

Publication number
AT204154B
AT204154B AT311757A AT311757A AT204154B AT 204154 B AT204154 B AT 204154B AT 311757 A AT311757 A AT 311757A AT 311757 A AT311757 A AT 311757A AT 204154 B AT204154 B AT 204154B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
water
emulsion
fatty
fatty acid
separation
Prior art date
Application number
AT311757A
Other languages
English (en)
Inventor
Joachim Dipl Chem Schulz
Erich Dr Lischka
Original Assignee
Unilever Nv
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Unilever Nv filed Critical Unilever Nv
Application granted granted Critical
Publication of AT204154B publication Critical patent/AT204154B/de

Links

Landscapes

  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Trennung der   Glycerinwasser-und Fettsäurephasen   der bei der hydrolytischen Spaltung von Fettstoffen erhaltenen Emulsionen 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Trennung der Wasser- und Fettphasen der bei der hydrolytischen Spaltung von Fettstoffen erhaltenen Emulsion von Glycerinwasser und Fettsäuren, die noch eine gewisse Menge an nicht gespaltenem Fett enthalten kann. Als hydrolytisch zu spaltende Fettstoffe sind vornehmlich die vegetabilischen oder tierischen Fette und Öle, Rückstände, welche bei der Destillation von Fettsäuren anfallen, und die nach dem Ansäuern von Seifenstock erhaltenen technischen Raffinationsfettsäuren zu nennen. Das bei der hydrolytischen Spaltung erhaltene Reaktionsgemisch ist bekanntlich eine Emulsion, deren Phasen sich schwer trennen lassen.

   Man hat auf die verschiedenste Weise versucht, diese Emulsion durch Kochen, Zugabe von starken Säuren oder Elektrolyten zu brechen, jedoch ohne dadurch eine schnelle und glatte Trennung der Phasen dieser Emulsion zu erreichen. Ausserdem schädigen diese Massnahmen das Material der Behandlungsapparate oder geben zu einer Verunreinigung der getrennten Phasen Anlass. Die bekannten Verfahren zur Trennung der Phasen der Spaltungsemulsion erfordern überdies viel Arbeit und Zeit. 



   Gemäss der brit. Patentschrift Nr. 195, 876 war es schon bekannt, dass man durch Zusatz eines hydrophilen, kein Metall enthaltenden Kolloid, wie z. B. Albumin, Kasein, Gummi Arabicum oder Traganth, vorzugsweise Gelatine oder Leim, zu einer Wasser-in-Öl-Emulsion, die beim Waschen von Öl mit Wasser zur Entfernung der bei der Behandlung des Öls mit Schwefelsäure zurtickgeblieberen Säure anfällt, diese Emulsion brechen   kans.   



   Es wurde nun gefunden, dass man eine glatte und schnelle Trennung der Wasser- und Fettphasen der bei der hydrolytischen Spaltung von Fettstoffen erhaltenen Emulsion von vorwiegend Öl-in-Wasser-Typus bewirken kann, wenn man dieser Emulsion einen in neutralem Wasser quellfähigen bis löslichen Proteinstoff oder Phosphatide zusetzt. 



   Als Proteinstoff kann wasserlösliches Caseinnatrium oder vorzugsweise Blutplasma bzw. daraus gewonnenes Protein benutzt werden. Jedoch geben auch Phosphatide, wie z. B. Lecithin, gute Resultate. 



   Mit Blutplasma werden bessere Resultate erzielt als mit Casein. Blutplasma geeigneter Qualität erhält man z. B. aus Schlachthofblut, aus dem nach Zugabe gerinnungshemmender oder gerinnungsverhindemder Mittel die Blutkörperchen durch Schleudern ausgeschieden werden, worauf das Blutplasma getrocknet wird. Das in dieser Weise erhaltene Blutplasma ist ein leichtkrümeliges, gelblichweisses Pulver, das in Wasser quillt und sich etwas darin löst. 



   Die gemäss der Erfindung zu behandelnden Emulsionen sind meistens neutral oder enthalten nur geringe Mengen an Säure, alkalischen Stoffen oder Elektrolyten. 



   Zweckmässig setzt man den Proteinstoff in Mengen von 0, 01 bis 1% der Emulsion zu, wobei die zugesetzte Menge sich nach dem Wassergehalt der Emulsion richtet. 



   Bei dem Brechen der Emulsion nach der vorliegenden Erfindung kann sich in besonders hartnäckigen Fällen, z. B. bei der Spaltung von angehärteten Ölen und Fetten, oder von technischen Raffinationsfettsäuren aus dem Seifenstock dieser Öle, noch eine dünne Emulsionsschicht zwischen den beiden getrennten Phasen bilden, welche nur verhältnismässig langsam bricht. Diese Schicht ist meistens zu vernach- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 lässigen. Sie kann auch gesondert aufgefangen und entweder dem nächsten Ansatz zugegeben oder in einer Zentrifuge getrennt werden. 



     Beispiel l :   Eine bei   derhydrolytischenSpaltung von Walölraffinationsfettsäuren   (aus Seifenstock) ohne Zusatz von Spalthilfsmitteln nach dem Hochdruckspaltungsverfahren entstandene Emulsion, deren Phasen sich nach vierstündigem Stehenlassen nicht trennten, wurde mit 0, 02 % eines Blutplasmas aus Fibrin nach   dem Verrühren   mit der 15 fachen Menge Wasser versetzt. Nach der Zugabe dieses Blutplasmas zur Emulsion trennten sich die Phasen innerhalb 20 Minuten völlig, so dass das Glycerinwasser abgelassen werden konnte. 



   Beispiel2 :EinenachderTwitchell-SpaltungvongehärtetemtechnischenTalgerhalteneEmulsion war nach   sechsstündigem   Warmhalten bei 90-95 C unter zeitweiligem Aufkochen noch nicht in Glycerinwasser und Fettsäuren getrennt. Durch Zugabe von 0,   05%   Caseinnatrium, in der 20 fachen Menge Wasser gelöst, trat nach 30 Minuten eine Scheidung der Phasen ein, worauf das Glycerinwasser bis auf eine dünne Grenzschicht von der Spaltfettsäure abgezogen werden konnte. 



     Beispiel 3 : DerDestillationsrückstand   aus der   ersten Destillation einer Erdnussraffinationsfettsäure   (aus Seifenstock durch Ansäuern erhalten) in einer Vakuumapparatur zur Fettsäuredestillation wurde der Hochdruckspaltung unter 26 atü unterworfen. Die Emulsion aus Spaltfettsäure und Glycerinwasser gab nach sechsstUndigem Stehenlassen nur wenig wässerige Phase und Fettsäure frei. 



   Nach dem Zusatz von   0,   1 % aus Sojaöl erhaltenem Lecithin, welches in der 20 fachen Menge Wasser gequollen war, begann die Trennung sofort und war nach 45 Minuten beendet. Das Glycerinwasser liess sich danach bis auf eine schmale Zwischenschicht abfüllen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Trennen der Glycerinwasser- und Fettsäurephasen der bei der hydrolytischen Spaltung von Fettstoffen erhaltenen Emulsionen von vorwiegend   Öl-in-Wasser-Typus,   gekennzeichnet durch den Zusatz eines in neutralem Wasser löslichen oder   quellfähigen   Proteinstoffes oder Phosphatides zu dieser Emulsion.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, gekennzeichnet durch den Zusatz von Blutplasma oder aus Blutplasma gewonnenem Protein.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch den Zusatz von 0, 01-1, 0% Proteinstoff oder Phosphatide, berechnet auf die Emulsion.
AT311757A 1956-05-12 1957-05-11 Verfahren zur Trennung der Glycerinwasser- und Fettsäurephasen der bei der hydrolytischen Spaltung von Fettstoffen erhaltenen Emulsionen AT204154B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE204154T 1956-05-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT204154B true AT204154B (de) 1959-07-10

Family

ID=29556833

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT311757A AT204154B (de) 1956-05-12 1957-05-11 Verfahren zur Trennung der Glycerinwasser- und Fettsäurephasen der bei der hydrolytischen Spaltung von Fettstoffen erhaltenen Emulsionen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT204154B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0473985B1 (de) Entschleimungsverfahren
DE2609705C3 (de) Verfahren zum Entschleimen von Triglyceridölen
DE2740752C3 (de) Verfahren zur Entfernung von Verunreinigungen aus rohem oder vorbehandelten Triglyceridöl
DE602004002866T2 (de) Verfahren zum Rückgewinnen von Öl
DE883605C (de) Verfahren zur Fraktionierung von Mischungen organischer Verbindungen durch Behandlung mit Harnstoff
DE1900959A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Pflanzenphosphatiden mit universeller Emulgierkraft
DE69200004T2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen entschleimung eines glyceridoeles.
AT204154B (de) Verfahren zur Trennung der Glycerinwasser- und Fettsäurephasen der bei der hydrolytischen Spaltung von Fettstoffen erhaltenen Emulsionen
DE2637267A1 (de) Verbessertes verfahren zur raffination von rohen oelen, fetten oder wachsen
CH361351A (de) Verfahren zur Trennung der Wasser- und Fettphase der bei der hydrolytischen Spaltung von Fetten oder Ölen erhaltenen Emulsionen
DE1617023C3 (de) Verfahren zum Abtrennen von Fettkristallen aus Fett- bzw. Fettsäuregemischen
DE1011554B (de) Verfahren zur Trennung der Wasser- und Fettphasen der bei der hydrolytischen Spaltung von Fettstoffen erhaltenen Emulsionen
DE722108C (de) Verfahren zum Raffinieren von Fetten und OElen unter gleichzeitiger Gewinnung der darin enthaltenen ernaehrungswichtigen Begleitstoffe
DE407180C (de) Verfahren zur Herstellung von gemischten Glyceriden
DE2133107B2 (de) Verfahren zur Gewinnung der unverseifbaren Fraktion aus natürlichen Fettstoffen
DE864590C (de) Verfahren zur Reinigung von pflanzlichen oder tierischen OElen oder Fetten
DE614702C (de) Verfahren zur Absonderung von Fettschwefelsaeureestern aus Sulfonierungsgemischen
DE102024118022A1 (de) Verfahren zur Reduzierung des Chloridgehalts von Ölen und/oder Fetten und ein Verfahren zu deren Hydrolyse
DE854800C (de) Verfahren zur Gewinnung von Mannit, Phosphatiden und Sterinen aus verfetteten mycelbildenden Mikroorganismen
DE929169C (de) Verfahren zum Abtrennen des Fettes aus wasserloesliches und bzw. oder gelierfaehigesEiweiss und Fett enthaltendem pflanzlichem oder tierischem Material
DE721379C (de) Verfahren zur Gewinnung von Polyglykolverbindungen
DE670297C (de) Verfahren zur Gewinnung von an anorganischen Salzen armen oder hiervon freien Sulfonierungsprodukten hoehermolekularer Alkohole
AT145837B (de) Verfahren zum Abscheiden des Neutralfettes von den Fettsäureseifen.
DE1767814C3 (de) Verfahren zur Gewinnung reiner Glyceridole und Fettsauren bei der Raffination genießbarer Fettsaureglyceridole
DE961282C (de) Verfahren zum Aufarbeiten von Phosphatide und OEl enthaltenden Rueckstaenden