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Gekühlter Sinterrost, insbesondere für das Hartbrennen von Pellets aus Eisenerzen
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dern hart zu brennen. Für das Hartbrennen werden bisher Sinterbänder der gleichen Konstruktion verwendet, wie sie auch zum Sintern unpelletisierter feinkörniger Rohstoffe bekannt sind.
Bei der Verwendung solcher Sintermaschinen für das Sintern unpelletisierter feinkörniger Stoffe wird trotz der im Innern des Bettes örtlich auftretenden sehr hohen Temperaturen, die oft Werte von 16000 C und darüber erreichen, der Rost nicht über 400 - 5000 C erwärmt, weil sich unmittelbar an die Brennzone eine Kühlzone anschliesst, so dass die heissesten Gase, die das Bett verlassen, den grössten Teil ihrer Wärme an den Rostbelag abgeben, bevor sie auf den Rost selbst auftreffen.
Beim Einsatz der bekannten Sinterbänder für das Hartbrennen von Pellets, insbesondere von Pellets oxydischer Eisenerze, wurde gefunden, dass der Rost erheblich höheren Temperaturbeanspruchungen ausgesetzt werden muss, wenn Pellets von ausreichender Qualität, insbesondere ausreichender Grösse, Härte und genügend hohen Oxydationsgrades erhalten werden sollen. Da die Abnehmer im allgemeiner Wert auf einen Durchmesser von mindestens 12 mm, vorzugsweise 24 mm, der Pellets legen, ist die Beschickung des Sinterbandes wesentlich gasdurchlässiger und die Wärme wird daher aus dem Bett rascher auf den Rost übertragen. Ausserdem sind zum Durchbrennen so grosser Pellets längere Verweilzeiten notwendig, so dass der Rost der hohen Temperatur auch längere Zeit ausgesetzt ist.
Schliesslich ist es beim Brennen von Pellets auch vorteilhaft, ausschliesslich oder überwiegend eine Gasheizung anzuwenden, wodurch ebenfalls die unerwünschte Wärmeübertragung auf den Rost verstärkt wird.
Es zeigt sich daher bei der Verwendung von Sinterrosten für das Hartbrennen solcher Pellets, dass der Rost Temperaturen von weit über 400 - 5000 C ausgesetzt werden muss, bei denen normale metallische Werkstoffe den grössten Teil ihrer Festigkeit bereits einbüssen, so dass Durchbiegungen des Rostes und die damit verbundenen bekannten Betriebsstörungen auftreten können. Die Temperatur, auf die der Rost im Dauerbetrieb wenigstens zeitweise erhitzt werden muss, um ein befriedigendes Hartbrennen zu ermöglichen, beträgt im allgemeinen etwa 8000 C und darüber.
Ferner ist es bekannt, Sinterrostwagen, insbesondere zum Saugzugsintern, mit hohlen, wassergekühlten Roststäben auszurüsten und dabei diese über die ganze Rostfläche mit einem feinmaschigen Metalldrahtgeflecht zu bedecken.
Um einen brauchbaren Anschluss für die durch die hohlen Roststäbe hindurchzuleitende Kühlluft zu finden, müssten diese selbst mit dem Rostwagen starr verbunden sein. Bekanntlich werden aber die Roststäbe von Sintergeräten mit gutem Grund nur lose auf eine Unterlage aufgelegt, um eine Reinigung des Rostes von verklemmtem und anhaftendem Material sowie ein rasches Auswechseln derselben zu ermöglichen. A usserdem sollen die Roststäbe von Sintergeräten einen gewissen Höchstquerschnitt zweckmässig nicht überschreiten und es ist technisch schwierig, in so einem kleinen Querschnitt einen Luftkanal mit genügender Kühlwirkung unterzubringen. Die Erfindung verlegt deshalb die Kühlung der Roststäbe in die die Roststäbe tragende Konstruktion.
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Nach der Erfindung wird der Sinterrost aus gekühlten schmalen Roststäben aufgebaut, welche zweckmässig aus hoch wärmebeständigem Material bestehen, ihrerseits auf Querstege eines Rostwagenrahmens aufgelegt und hohl und innen luftgekühlt sind. Zweckmässig wird auch der Rahmen des Rostwagens selbst hohl und innen luftgekühlt ausgeführt. Es ist nicht notwendig, die erfindungsgemäss vorgesehene zwangsweise Hindurchführung von Kühlluft bei allen Rostwagen vorzunehmen ; es genügt vielmehr, nur die Rostwagen zu kühlen, die sich gerade in der Gegend des Sinterbandes befinden, wo sie besonders hohen Temperaturen ausgesetzt sind.
Der Luftanschluss für die erfindungsgemässen luftgekühlten Rostwagen kann in besonders einfacher Weise, beispielsweise durch eine Schleifleiste mit Schleifdichtung, bewerkstelligt werden.
Gemäss einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung wird eine besonders gleichmässige Wärmeaus- dehnung nach beiden Seiten dadurch erzielt, dass die Kühlluft die einzelnen Querstege abwechselnd in entgegengesetzterRichtungdurch1äuft. Ebenso ist es selbstverständlich möglich, zur Kühlung der tragenden Elemente d & s Rostwagens an Stelle von Luft auch andere Gase, beispielsweise Heizgase, mit denen die Beschickung des Sinterbandes gebrannt werden soll, oder Flüssigkeiten heranzuziehen.
In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemässen Vorschlages wurde gefunden, dass es zweckmässig ist, die hohlen Tragelemente durch einen oder mehrere in diese eingebrachte Tragbalken zu verstärken. Da dieser Tragbalken allseitig von Kühlgas umspült wird, wird er bedeutend niedrigeren Temperaturen ausgesetzt als der Aussenteil des Tragelementes und behält daher im Betrieb einen wesentlich höheren Teil seiner Kaltfestigkeit bei. Dadurch ist es möglich, das hohle Tragelement selbst entweder schwächer auszuführen und/oder stärker zu belasten.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen schematisch und beispielsweise näher beschrieben.
Fig. l zeigt einen bekannten Rostwagen im Querschnitt und Fig. 2 in Ansicht. Fig. 3 ist ein Schnitt durch Fig. 2 entsprechend der Linie AA'und Fig. 4 ein vergrösserter Ausschnitt aus Fig. 3. Die Fig. 1-4 ge- hen aiso den Stand der Technik wieder, von dem die Erfindung ausgeht. Die Fig. 5-8 stellen die gleichen Ansichten bzw. Schnitte durch den erfindungsgemässen Rost dar. Fig. 9 stellt einen Querschnitt durch einen erfindungsgemässen Rostwagen dar, Fig. l0 einen Schnitt entsprechend der Linie AA'der Fig. 9 und Fig. 11 eine besondere Ausführungsform der Erfindung entsprechend Fig. 10.
1 sind die Laufrollen, die auf den Schienen 2 rollen und den ganzen Postwagen auf den Achsen 3 tragen. 4 ist die Beschickung, 5 der Rostbelag, 6 sind die Roststäbe, die auf den Längsholme, 1 7 mit den Querstegen 8 und den Halteleisten 9 aufruhen. 10 ist der Saugkasten und 11 die Schleifdichtung.
In den Fig. 5-8 sind die Querleisten 7 durch Hohlleisten 7a ersetzt, durch welche Kühlluft innen hindurchgeleitet wird. Eine Kühlung der Querstege 8 auf die gleiche Weise ist zwar möglich, jedoch im allgemeinen nicht erforderlich. Die Kühlluft kann zweckmässig durch die gleichen Gebläse gefördert werden, welche auch den Saugzug im Windkasten 10 aufrechterhalten und ihr Wärmeinhalt kann dadurch nutzbar gemacht werden, dass die anfallende erwärmte Kühlluft als Verbrennungsluft für den Brennprozess verwendet wird.
Der gemäss einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung in das Innere des hohlen Tragelementes 7a eingebrachte Tragbalken 12 hat an beiden Enden Lagerbuchsen 13, die in entsprechende Aussparungen der starken Seitenwände 14 des Rostwagens eingeschoben werden. In diesen Buchsen 13 wird zweckmässig der Luftschlitz 15 für die eintretende Luft unten und der Luftschlitz 16 für die austretende Kühlluft oben angebracht. Diese Massnahme verstärkt den Zug der Kühlluft durch das Tragelement 7a durch den natür- lichen Auftrieb.
Die Auflage der Rostwagen auf die Tragbalken 12 kann gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung angenähert punktförmig aber in die Hohlrippen 7a eingegossene Nocken 17 erfolgen. Dadurch wird der direkte Wärmeübergang durch Berührung besonders gering gehalten.
Die Nocken können aber auch auf dem Tragbalken 12 befestigt werden. Der direkte Wärmefluss zwi- schen Nocken und Tragbalken kann noch durch eine Isolierschicht 18 weiter unterbunden w erden.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, auch den innen angebrachten Tragbalken 12 hohl und innen luftgekühlt entsprechend 12a in Fig. 11 auszuführen.
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