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Schwimmgürtel.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Schwimmglirte1 ist schlauchartig, entweder ringförmig in sich geschlossen, oder mit zwei geschlossenen Enden versehen, oder \on sonstiger, durch die Verwendungsart bedingter Form. Er wird für gewöhnlich mit ausgeatmeter Luft gefüllt und besteht aus einem beliebigen, genügend dichten Gewebe, das in trockenem Zustande die Luft hindurchlässt. Nass wird der Gürtel, indem das Wasser seine Poren schliesst, hinreichend luftdicht.
Damit letzteres augenblicklich geschehe, sobald er mit Wasser in Berührung kommt, muss das Gewebe, um dessen Adhäsion zum Wasser möglichst gross zu machen, vorher von aller Appretur, Fett u. dgl. gründlich befreit werden, wenn es nicht schon mit dieser Eigenschaft erzeugt wurde ; denn sonst benötigt der Gürtel längere Zeit, um genügend luftdicht zu werden.
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gestalteten, ringförmigen Schwimmgürtels dar. Wenn der Gürtel grössere Höhe besitzt, werden dessen beide Seitenwände, damit er aufgeblasen im Wasser die nötige Stabihtät behaitf. an hinreichend vielen Punkten, wie bei g, aneinander gplfftet.
Der Kanal für das Einblasen der Luft mündet durch die Öffnung e unten in den Gurte) ; er kann entweder durchwegs aus einem an seinem freien Ende mit Mundstück verschenen, flexiblen Röhrchen r
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einen Streifen Stoff an die Gürtelwand flach al1fnäht, wobei man die Mündung e in diesen Kanal einbezieht, der dann mittelst eines Röhrchens soweit fortgesetzt wird, dass man sein
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aber auch den durch Aufnähen eines Stoffstreifens gebildeten Luftkanal nach oben über den Gürtel hinaus hinreichend verlängern und dann unmittelbar mit einem Mundstück versehen, oder man hält diese Verlängerung nur so gross, um sie an ein rohrartiges
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Röhrchen trägt, wie aus Fig. 2 a ersichtlich ist.
Durch die Poren des Gewebes dringt von aussen etwas Wasser (h 11) in den Gürtel, das die Mündung des Luftkanales deckt und in diesem bis zur eigenen Druckhöhe emporsteigt, wodurch es einen Wasserverschluss bildet, um das Entweichen der Luft durch den Kanal zu verhindern, selbst wenn das Mundstück desselben ausser Wasser freiliegt. Die Wände des mittelst des aufgenähten Streifens hergestellten Luftkanales werden durch den Druck der Luft im Inneren des Gürtels und den äusseren Wasserdruck gegeneinander gt'presst und bewirken infolgedessen einen Luftabschluss, noch bevor die Öffnung e von Wasser bedeckt ist.
Um das Entleeren der Luft, wenn man den Gürtel nicht mehr benötigt, rascher bewirken zu können, ist im Boden des Luftraumes, bei c (Fig. 1), eine zweite Öffnung angebracht ; dieselbe wird mit einem schlauchartigen
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Damit letzteres jedoch während der Benutzung des Gürtels nicht von selbst geschehe, wird der Kanal 1 f mittelst einer beliebigen in der Zeichnung nicht dargestellten Quetschvorrichtung geschlossen gehalten.
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so genügt es auch, demselben au entsprechender Stelle innen oder aussen einen Streifen von geeignetem Stoffe und passender Höhe futterartig horizontal aufzunähen, sowie die übrige Einrichtung des Schwimmgürtels zu geben, dessen zweite Wand von dem Kleid selbst gebildet wird. Als selbständiger Gürtel hängt er an Achselträgern oder ist nebstdem oder ohne solche Aufhängung an den Körper geschnürt, etwa mittels eines Riemens, der durch Schlingen geführt ist, wie bei t, t, t in Fig. 1 angedeutet ist.
Man kann dem Gürtel auch an seinem oberen oder unteren Rande oder an beiden eine Schnürvorrichtung geben. Zur oberen Verbindung des Gürtels mit einem Kleide dient ein Streifen a b l m (Fig. 1), der am Kleide angeknöpft oder angenäht wird. Wenn der Gürtel nicht bloss an den Körper zu schnüren ist, wird er nach unten an einer Hose befestigt, und zwar in gleicher Weise wie nach oben an einem Kleide oder durch mehrere symmetrisch verteilte zum Knöpfen eingerichtete Ansätze/',/* ; hiezu wird, wie erwähnt, auch der Ansatz f selbst benützt. Schliesslich kann der Gürtel unmittelbar als erweiterter Gürtel einer Hose, namentlich der Schwimmhose angeordnet werden, wobei ihm nach oben irgendein Halt zu geben ist.
Der Schwimmgürtel ist für Personen, die des Schwimmens unkundig sind, zur Erzeugung eines Gases für die erste Füllung eingerichtet. Später wird entwichenes Gas durch ausgeatmete Luft ersetzt. Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Patrone für das zur Gasentwicklung bestimmte Material, z. B. Kalziumkarbid. Dieselbe besteht aus drei konzentrisch angeordneten Hülsen, am besten aus Weissblech, von denen die beiden inneren und kürzeren, zwischen welchen das Kalziumkarbid liegt, an ihren Mantelflächen, ebenso wie die Oberseite des den Karbidraum begrenzenden Deckels, mit Löchern versehen sind.
Der Boden der Patrone sowie der Deckel der äusseren Hülse haben je eine mittlere Öffnung, die beide für ge- wöhnlich dicht verschlossen sind, im Bedarfsfalle aber geöffnet werden können, wie in Fig. 3 veranschaulicht ; unten strömt dann Wasser hinein, oben das sich entwickelnde Gas hinaus und in den Hohlraum des Gürtels, wie die Pfeile in Fig. 3 andeuten. Die Patrone befindet sich in einem im Gürtel von unten nach aufwärts versenkten und vertikal befestigten Täschchen (Fig. 5), das unten und oben je eine Öffnung besitzt. Die untere wird teilweise zugeschnürt, nachdem die Patrone hineingesteckt worden, damit diese nicht herausfallen kann ; die obere ist so gross gehalten, dass die Patrone nicht hindurchgeht, das Gas jedoch frei entweichen kann.
Die rückwärtige Hälfte des Täschchens kann gegebenenfalls von aussen mit Flanell verkleidet werden, um die bei der Gasbildung entstehende Hitze vom Körper abzuhalten. Für Gürtel von grösserer Tragkraft werden zwei Patronen angewendet.
Um die Verschlüsse der Patrone dicht zu machen, dienen die Papierscheiben n 11 und o o ; die erstere ist an dem äusseren Deckel sowie an der Unterseite der Metallplatte p angeklebt, dann zum Schutze gegen Nässe und damit sie luftdicht sei, mit Paraffin oder Firnis überzogen, die letztere mit Paraffin getränkt und durch die Flansche des Pfropfens i an den Boden der Patrone gedrückt. Die Platte p ist etwas kleiner als die Deckelöffnung, über der sie sitzt ; sie ist mit dem Pfropfen i durch eine unten in eine Schraube endende
Stange q verbunden. Dreht man den Pfropfen i in jenem Sinne, in welchem er die Stange q nach abwärts schraubt, so drückt p die Papierscheibe n ? durch und kommt hierauf mittels eines Zuges an i in die Stellung der Fig. 3.
Hiedurch ist die Patrone beiderseits geöffnet.
Der Pfropfen s sitzt in der oberen Öffnung der innersten Hülse und führt die Stange q mit hinreichender Reibung, damit die geöffnete Patrone sich nicht von selbst schliesst.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ein schlauchförmiger, selbständig oder in Verbindung mit einem Kleide beständig tragbarer, mit Luft oder Gas zu füllende Schwimmgürtel aus einem entsprechend dicht gewebten, von Appretur, Fett usw. gründlich befreiten Stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal für das Einblasen der Luft, damit er durch eingedrungenes Wasser einen Luft- abschluss erhalte, unten am Boden des Luftraums in den Gürtel mündet, worauf er sich an der Aussenseite des Gürtels nach oben fortsetzt und an seinem freien Ende ein Mund-
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Bedarfsfalle aufzublasen.