AT20384B - Schwimmgürtel. - Google Patents

Schwimmgürtel.

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AT20384B
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AT
Austria
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belt
cartridge
water
air
opening
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Application number
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English (en)
Inventor
Anton Gareis
Emily Gareis
Original Assignee
Anton Gareis
Emily Gareis
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schwimmgürtel. 



   Der den Gegenstand der Erfindung bildende   Schwimmglirte1   ist schlauchartig, entweder ringförmig in sich geschlossen, oder mit zwei geschlossenen Enden versehen, oder   \on   sonstiger, durch die Verwendungsart bedingter Form. Er wird für gewöhnlich mit ausgeatmeter Luft gefüllt und besteht aus einem beliebigen, genügend dichten Gewebe, das in trockenem Zustande die Luft hindurchlässt. Nass wird der   Gürtel,   indem das Wasser seine Poren schliesst, hinreichend luftdicht.

   Damit letzteres augenblicklich geschehe, sobald er mit Wasser in Berührung kommt, muss das Gewebe, um dessen Adhäsion zum Wasser möglichst gross zu machen, vorher von aller Appretur, Fett u. dgl. gründlich befreit werden, wenn es nicht schon mit dieser Eigenschaft erzeugt wurde ; denn sonst benötigt der Gürtel längere Zeit, um genügend luftdicht zu werden. 
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 gestalteten, ringförmigen   Schwimmgürtels   dar. Wenn der Gürtel grössere Höhe besitzt, werden dessen beide Seitenwände, damit er aufgeblasen im Wasser die nötige   Stabihtät     behaitf.   an hinreichend vielen Punkten, wie bei g, aneinander   gplfftet.

   Der Kanal   für das Einblasen der   Luft mündet   durch die Öffnung e unten in   den Gurte)   ; er kann entweder durchwegs aus einem an seinem freien Ende mit Mundstück verschenen, flexiblen Röhrchen r 
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 einen Streifen Stoff an die   Gürtelwand   flach   al1fnäht,   wobei man die Mündung e in diesen Kanal einbezieht, der dann mittelst eines   Röhrchens soweit   fortgesetzt wird, dass man sein 
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 aber auch den durch Aufnähen eines Stoffstreifens gebildeten Luftkanal nach oben über den Gürtel hinaus hinreichend   verlängern   und dann unmittelbar mit einem Mundstück versehen, oder man hält diese Verlängerung nur so gross, um sie an ein rohrartiges 
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   Röhrchen trägt,   wie aus Fig. 2 a ersichtlich ist.

   Durch die Poren des Gewebes dringt von aussen etwas   Wasser (h 11) in   den Gürtel, das die Mündung des Luftkanales deckt und in diesem bis zur eigenen   Druckhöhe   emporsteigt, wodurch es einen Wasserverschluss bildet, um das Entweichen der Luft durch den Kanal zu verhindern, selbst wenn   das Mundstück   desselben ausser Wasser freiliegt.   Die Wände   des mittelst des aufgenähten Streifens hergestellten Luftkanales werden durch den Druck der Luft im Inneren des Gürtels und den äusseren   Wasserdruck gegeneinander gt'presst   und bewirken infolgedessen einen   Luftabschluss,   noch bevor die Öffnung e von Wasser bedeckt ist.

   Um das Entleeren der Luft, wenn man den Gürtel nicht mehr benötigt, rascher bewirken zu können, ist im Boden des Luftraumes, bei c (Fig. 1), eine zweite Öffnung angebracht ; dieselbe wird mit einem schlauchartigen 
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  Damit letzteres jedoch während der Benutzung des Gürtels nicht von selbst geschehe, wird der Kanal 1 f mittelst einer beliebigen in der Zeichnung nicht dargestellten   Quetschvorrichtung   geschlossen gehalten. 
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 so genügt es auch, demselben au entsprechender Stelle innen oder aussen einen Streifen von geeignetem Stoffe und passender Höhe futterartig horizontal aufzunähen, sowie die übrige Einrichtung des Schwimmgürtels zu geben, dessen zweite Wand von dem Kleid selbst gebildet wird. Als selbständiger Gürtel hängt er an Achselträgern oder ist nebstdem oder ohne solche Aufhängung an den Körper geschnürt, etwa mittels eines Riemens, der durch Schlingen geführt ist, wie bei t, t, t in Fig. 1 angedeutet ist.

   Man kann dem Gürtel auch an seinem oberen oder unteren Rande oder an beiden eine   Schnürvorrichtung   geben. Zur oberen Verbindung des Gürtels mit einem Kleide dient ein Streifen   a   b   l   m (Fig. 1), der am Kleide   angeknöpft   oder angenäht wird. Wenn der Gürtel nicht bloss an den Körper zu schnüren ist, wird er nach unten an einer Hose befestigt, und zwar in gleicher Weise wie nach oben an einem Kleide oder durch mehrere symmetrisch verteilte zum Knöpfen eingerichtete   Ansätze/',/* ; hiezu wird,   wie erwähnt, auch der Ansatz f selbst benützt. Schliesslich kann der Gürtel unmittelbar als erweiterter Gürtel einer Hose, namentlich der Schwimmhose angeordnet werden, wobei ihm nach oben irgendein Halt zu geben ist. 



   Der Schwimmgürtel ist für Personen, die des Schwimmens unkundig sind, zur Erzeugung eines Gases für die erste Füllung eingerichtet. Später wird entwichenes Gas durch ausgeatmete Luft ersetzt. Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Patrone für das zur Gasentwicklung bestimmte Material, z. B. Kalziumkarbid. Dieselbe besteht aus drei konzentrisch angeordneten Hülsen, am besten aus Weissblech, von denen die beiden inneren und kürzeren, zwischen welchen das Kalziumkarbid liegt, an ihren Mantelflächen, ebenso wie die Oberseite des den Karbidraum begrenzenden Deckels, mit Löchern versehen sind.

   Der Boden der Patrone sowie der Deckel der äusseren Hülse haben je eine mittlere Öffnung, die beide für ge-   wöhnlich   dicht verschlossen sind, im Bedarfsfalle aber geöffnet werden können, wie in Fig. 3 veranschaulicht ; unten strömt dann Wasser hinein, oben das sich entwickelnde Gas hinaus und in den Hohlraum des Gürtels, wie die Pfeile in Fig. 3 andeuten. Die Patrone befindet sich in einem im Gürtel von unten nach aufwärts versenkten und vertikal befestigten Täschchen (Fig.   5),   das unten und oben je eine Öffnung besitzt. Die untere wird teilweise zugeschnürt, nachdem die Patrone hineingesteckt worden, damit diese nicht herausfallen kann ; die obere ist so gross gehalten, dass die Patrone nicht hindurchgeht, das Gas jedoch frei entweichen kann.

   Die rückwärtige Hälfte des Täschchens kann gegebenenfalls von aussen mit Flanell verkleidet werden, um die bei der Gasbildung entstehende Hitze vom Körper abzuhalten. Für Gürtel von grösserer Tragkraft werden zwei Patronen angewendet. 



   Um die   Verschlüsse   der Patrone dicht zu machen, dienen die Papierscheiben n   11   und o   o ;   die erstere ist an dem äusseren Deckel sowie an der Unterseite der Metallplatte p angeklebt, dann zum Schutze gegen Nässe und damit sie luftdicht sei, mit Paraffin oder Firnis überzogen, die letztere mit Paraffin getränkt und durch die Flansche des Pfropfens i an den Boden der Patrone gedrückt. Die Platte p ist etwas kleiner als die Deckelöffnung, über der sie sitzt ; sie ist mit dem Pfropfen i durch eine unten in eine Schraube endende
Stange q verbunden. Dreht man den Pfropfen i in jenem Sinne, in welchem er die Stange q nach abwärts schraubt, so drückt p die Papierscheibe n   ?   durch und kommt hierauf mittels eines Zuges an i in die Stellung der Fig. 3.

   Hiedurch ist die Patrone beiderseits geöffnet. 



   Der Pfropfen s sitzt in der oberen Öffnung der innersten Hülse und führt die Stange   q   mit hinreichender Reibung, damit die geöffnete Patrone sich nicht von selbst schliesst. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ein schlauchförmiger, selbständig oder in Verbindung mit einem Kleide beständig tragbarer, mit Luft oder Gas zu füllende Schwimmgürtel aus einem entsprechend dicht gewebten, von Appretur, Fett usw. gründlich befreiten Stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal für das Einblasen der Luft, damit er durch eingedrungenes Wasser einen Luft- abschluss erhalte, unten am Boden des Luftraums in den Gürtel mündet, worauf er sich an der Aussenseite des Gürtels nach oben fortsetzt und an seinem freien Ende ein Mund- 
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 Bedarfsfalle aufzublasen.

Claims (1)

  1. 2. Eine Ausführungsform des Luftzuführungskanales nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe in seinem unteren Teile durch einen auf die Aussenwand des Gürtels flach aufgenähten Stoffstreifen gebildet wird, so dass durch den inneren Luft-und den äusseren Wasserdruck die Wände des Kanales gegeneinander gepresst werden und ein selbsttätiges Verschliessen des Kanales herbeiführen.
    3. Schwimmgürtel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung eines am Boden des Gürtels angebrachten, kurzen, schlauchförmigen Ansatzes, der mit einer Quetschvorrichtung verschlossen werden kann und zum Entleeren des Luftinhaltes dient, wenn man den GSrie ! nicht mehr benötigt. <Desc/Clms Page number 3>
    4. Schwtmmgurtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seitenwände des Gürtels an mehreren Stellen aneinander geheftet sind, damit der aufgeblasene Gürtel und die denselben tragende Person im Wasser die nötige Stabilität behalte.
    5. Schwimmgartel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Boden des Luft- raumes'zwei oder mehrere beiderseits mit Öffnungen versehene Täschchen vertikal angeordnet sind, welche zur Aufnahme von Patronen für die selbsttätige Gasentwicklung dienen.
    6. Patrone für den Schwimmgürtel nach Anspruch 1, welche hermetisch verschliessbar ist und ein unter Zutritt von Wasser Gas entwickelndes Material enthält, gekennzeichnet durch drei konzentrische Blechhülse mit gemeinsamen Boden, von denen die beiden inneren und kürzeren, zwischen welchen das die Gasbildung bewirkende Material liegt, an ihren Mantelflächen, ebenso wie der Decket ihrcci Zwischenraumes, mit Löchern versehen sind, so dass das Wasser, welches unten bei einer Öffnung im Boden in die innerste Hülse eintritt, durch jenes Material fliesst, während das hiebei entwickelte Gas zwischen den beiden äusseren Hülsen und dann durch eine Öffnung im äusseren Deckel der Patrone in den Gürtel einströmt.
    7. Verschlussvorrichtung der Patrone nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Deckelöffnung durch eine darüber geklebte luftdicht gemachte Papierscheibe (n H, die untere durch einen Pfropfen (i) mit gedichteter Flansche, der in die innerste Hülse passt, verschlossen ist, während eine Platte (p) von etwas geringerem Durchmesser als die obere Deckelöffnung der Patrone auf jene Papierscheibe geklebt ist und mittels einer oben durch eine Führung gehenden, unten in eine Schraube endenden Stange (q) mit dem Pfropfen verbunden ist, wobei dieser letztere der Schraube als Mutter dient, so dass, wenn man ihn im entsprechenden Sinne dreht, die Platte zuerst die Papierscheibe (n) eindrückt, worauf man durch einen Zug am Pfropfen (s)
    diesen samt der Platte herabziehen und dadurch die Patrone gleichzeitig beiderseits öffnen kann.
AT20384D 1903-12-05 1903-12-05 Schwimmgürtel. AT20384B (de)

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AT20384B true AT20384B (de) 1905-06-10

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