AT20364B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von karburierter Luft. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von karburierter Luft.

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AT20364B
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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von karburierter Luft. 



   Das vorliegende Verfahren zur Herstellung von karburierter Luft ist in erster Linie dazu bestimmt, ein ganz gleichmässiges Gas herzustellen und bei dieser Herstellung eine vollständige Verdunstung der   Karburierflüssigkeit   zu sichern ; dieses Verfahren unterscheidet sich gegenüber den bisher bekannten Verfahren zu dem gleichen Zweck dadurch, dass nicht mehr die Luft mit Benzindämpfen bis zu einem bestimmten Grade gesättigt wird, sondern dass zunächst ein luftverdünnter Raum geschaffen und die Karburierflüssigkeit, beispielsweise ein flüssiger Kohlenwasserstoff, wie Benzin, in abgemessener Menge in diesen Raum eingebracht und verdampft wird und dass hierauf den gebildeten Dämpfen atmosphärische Luft zugemischt wird. Das erzeugte Nutzgas wird zuletzt nach einem Gasspeicher übergeleitet. 



   Die zur   Ausführung   des Verfahrens dienende Anlage besteht aus der Zusammensetzung eines Vakuum-Kompressors beliebiger Bauart, auf welchem ein zur Verteilung des Benzins dienendes Ventil geeigneter Einrichtung sich befindet, mit einem gleichzeitig als Druckregler dienenden   Gasspeicher.   Die zur Ausführung des Verfahrens zur Erzeugung von karburierter Luft dienende Anlage ist in einer beispielsweisen   Ausführungsform   in Fig. 1 dargestellt, während Fig. 2 das Benzinverteilungsventil im Längsschnitt veranschaulich. 



   In dem Deckel des Vakuum-Kompressors a, dessen Kolben b durch eine Kolbenstange von einer geeigneten Kraftmaschine aus hin und her bewegt wird, befindet sich ein Druckventil c und ein Saugventil   d,   dessen durch Feder oder Gewicht bewirkte Be-   lastung   so gewählt wird, dass sich das Saugventil d nur bei Überdruck öffnen kann. Auf dem Zylinder des Kompressors a sitzt ein Ventil e von der weiter unten besonders beschriebenen eigentümlichen Anordnung, das bei jedem Kolbenhub des Kompressors eine bestimmte, abgemessene Menge Benzin in den   Zylinder einfliessen   lässt. Auf letzterem sitzt ferner noch ein Luftventil f, um Luft in den Zylinderinnenraum eintreten zu lassen, nachdem der Kolben b über die Öffnung für das   Luftventil f hinweggegangen   ist.

   Durch ein Rohr g steht der Kompressor a mit dem gleichzeitig als Druckregler dienenden Gasspeicher h in Verbindung. 



   Die Erzeugung karburierter Luft in dem Kompressor a geht während eines einmaligen Hin und Herganges des Kolbens b in folgender Weise vor sich : im ersten Teile des Kolbenhinganges wird im Zylinder Luftverdünnung erzeugt, infolgedessen sich das Benzinverteilungsventil e öffnet und eine genau abgemessene Menge Benzin in den Zylinderinnenraum einströmt. Das in den luftverdünnten Raum des Zylinders gelangte Benzin verdunstet zu Benzindämpfen, da bekanntlich im   luftverdünnten Raum   jede Flüssigkeit sehr rasch verdunstet, solange der Sättigungsgrad des Dampfes nicht erreicht ist. Durch die weitere Verschiebung des Kolbens b im Zylinder a wird der luftverdünnte Raum vergrössert und das in den Zylinder gelangte Benzin verdampft vollständig.

   Bei Weiterverschiebung des Kolbens b nach rechts (zweite Periode) öffnet sich das Luftventil f und Luft wird eingesaugt, welche den gesamten Zylinderinnenraum ausfüllt und sich mit den   Benzindämpfen   innig vermischt. Die eingesogene Luftmenge bleibt immer dieselbe, weil sie genau gleich ist dem Volumen des   Zy1inderinnenraumes.   Beim Hergang des   Kolbens/)   wird das fertige Gemisch von Benzindämpfen und Luft aus dem Zylinder a herausgestossen und gelangt durch Leitung   9 in   den gleichzeitig als Druckregler dienenden Gasspeicher h, dessen   G) ocke k allmählich   angehoben wird. Aus dem Gasbehälter h gelangt das Nutzgas unter konstantem Druck, der z. B. durch Aufsetzen von Gewichten auf die Glocke k hergestellt wird, in die Leitungen des Verbrauchsnetzes. 



   Das auf dem Zylinder des einfach oder doppelt wirkenden Kompressors a sitzende Benzineinlaufventil e ist von der aus Fig. 2 ersichtlichen Anordnung, durch welche dieses
Ventil sich lediglich durch den Druckunterschied selbsttätig öffnet und schliesst, wobei bei jedem Öffnen des Ventils immer nur eine abgemessene Menge Benzin hindurchströmen kann. 



  Der   Kanal 1   dieses Verteilungsventiles steht mit einem geeigneten Benzinbehälter in Verbindung, aus dem das Benzin durch das geöffnete Tellerventil m in den Zwischenraum n gelangt, an den sich eine hinsichtlich ihres Rauminhaltes durch Schraube o p veränderliche Kammer anschliesst. Der Raum n wird durch ein Kolbenventil q abgeschlossen, welches durch die
Spindel r Führung erhält und einerseits mit dem Tellerventil m, andererseits mit der 

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 Gummimembran 8 verbunden ist. Durch den Kanal t mit eingesetztem Ventil u kann das Benzin aus dem Raum n in den Zylinder der Pumpe a übergeleitet werden. Gegen die eine Fläche der Membran 8 wirkt der Luftdruck, gegen die andere Fläche derselben der 
 EMI2.1 
 Kanal v anschliesst.

   Erzeugt die Pumpe a Luftverdünnung, so entsteht im Raum    'hinter   der Membran   s eine Luftverdünnung   und der Druck der Aussenluft drückt die Membran 8 gegen den Deckel   x   an, wobei das Ventil m geschlossen und das Kolbenventil q geöffnet wird. Da aber die Luftverdünnung auch auf das Ventil   tf   und durch den Kanal t hindurchwirkt, so wird ersteres geöffnet und das im Raum   11   zwischen den Ventilen   m und q   be-   findliche'Benzin   in die Pumpe hinllbergesaugt. Sowie durch das Luftventil f auf dem Pumpenzylinder a Luft in letzteren eingelassen wird, schliessen sich die Ventile u und q, dagegen öffnet sich das Tellerventil m.

   Durch das Ventil u im Kanal t ist jedwede Möglichkeit des Durchsaugens von Benzin aus dem Kanal   t   und an dem Tellerventil   m   vorbei, falls letzteres noch nicht ganz geschlossen, das Ventil u aber schon geöffnet ist, vollständig unmöglich, weil die Wirkung der Luftleere auf die Membran s grösser ist als diejenige auf das Ventil   u   und demnach das Ventil m sich eher schliessen muss als das Ventil   it   sich öffnen kann. 



   Das beschriebene Verfahren der Herstellung karburierter Luft durch Mischung von im   luftverdünnten   Raum hergestellten Dämpfen einer   Karburierflüssigkeit   mit einer vorher bestimmten Menge von Luft unterscheidet sich ganz wesentlich von dem für andere Gas-   erzougungsvorrichtungen   zur Verwendung gelangenden Verfahren, nach welchem eine Sättigung der Luft mit den Dämpfen einer Karburierflüssigkeit durch Verdunsten bewirkt wird, und auch von dem für Kraftmaschine zur Verwendung gelangenden Ver- 
 EMI2.2 
 Raum eingelassen werden.

   Bei letzterem Verfahren wird die Karburierflüssigkeit nicht durch die Luftverdünnung verdampft, sondern durch Einspritzung mit einem Luftstrom nur in   Nebelform   gemischt ; es können also keine Dämpfe von Karburierflüssigkeit entstehen ; die zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens zur Verwendung gelangende Anlage ist dadurch ausgezeichnet, dass sämtliche Teile nach dem Prinzip des Druck-   untcrschieds   arbeiten und keine mechanisch betriebenen Regelungsteile vorhanden sind und Störungen sowie Abnutzung der Teile vollständig ausgeschlossen sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von karburierter Luft, dadurch gekennzeichnet, dass behufs Erzielung einer konstanten Zusammensetzung des erzeugten Gases zunächst ein luftverdünnter Raum geschaffen, dann die Karburierflüssigkeit (z. B. Benzin) in abgemessener Menge in diesen Raum eingebracht und dort verdampft wird, hierauf die atmosphärische Luft zugemischt und schliesslich das erzeugte Nutzgas nach einem Gasspeicher befördert wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung eines zur Luftverdüunung und zur Kompression dienenden Zylinders (a), dessen durch Verschieben seines Kolbens hervorgerufener luftverdünnter Raum mit der Zuleitung für die abgemessenen, rasch verdunstenden Mengen Karburierflüssigkeit versehen ist, wobei der Luftzutritt derart angeordnet ist, dass bei weiterem Verschieben des Kolbens die hiebei gehildeten Benzindämpfe mit Luft vermischt werden und bei Umkehr des Kolben- hubes das gebildete Luftgas in einen Gasbehälter (h) ausgestossen wird.
    3. Hei dem Luftgaserzeuger nach Anspruch 2 eine Einrichtung zur Zuführung der Karhuhf'rflüssigkeit in abgemessenen Mengen, gekennzeichnet durch ein auf dem Kom- pressionszylinder sitzendes, selbsttätig sich öffnendes und schliessendes Ventil, welches aus einem Tellerventil (m), einem mit diesem auf emeinsamssr Führungsstange sitzenden Kolhcnventile (q) und einer an dieser Stange befestigten Membran (s) besteht, deren eine Fläche von der Aussenluft berührt wird und deren andere Fläche mit dem in der Benzin- leitung zum Zylinder herrschenden Druck belastet ist, derart, dass beim Eintritt von Luft in den Pumpenzylinder die Benzinleitung sofort selbsttätig abgesperrt wird.
AT20364D 1904-02-01 1904-02-01 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von karburierter Luft. AT20364B (de)

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