AT203436B - Bohrturbine - Google Patents

Bohrturbine

Info

Publication number
AT203436B
AT203436B AT430758A AT430758A AT203436B AT 203436 B AT203436 B AT 203436B AT 430758 A AT430758 A AT 430758A AT 430758 A AT430758 A AT 430758A AT 203436 B AT203436 B AT 203436B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
turbine
drilling
channel
shaft
insert
Prior art date
Application number
AT430758A
Other languages
English (en)
Inventor
Herwig Dipl Ing Rietsch
Original Assignee
Mannesmann Trauzl Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mannesmann Trauzl Ag filed Critical Mannesmann Trauzl Ag
Priority to AT430758A priority Critical patent/AT203436B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT203436B publication Critical patent/AT203436B/de

Links

Landscapes

  • Drilling And Boring (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Bohrturbine 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bohrturbine, bei welcher der durch einen zentralen Kanal eingeführte Spülflüssigkeitsstrom über eLlen an diesen Kanal anschliessenden Ringkanal dem Schaufelsatz der Turbine zugeleitet wird. In solchen Bohrturbinen erfährt die Turbinenwelle einen Axialschub, der sich aus dem durch die Umleitung des   Spillflüssigkeitsstromes   in d   jn   Ringkanal entstehenden Staudruck auf das freie (obere) Wellenende, der Ablenkung des Spülflüssigkeitsstromes in den Laufschaufeln der Turbine und dem Gewicht des von der Turbinenwelle getragenen Bohrwerkzeuges zusammensetzt. Dieser Axialschub muss von dem Axialdrucklager der Turbine aufgenommen werden ; ihm wirkt der jeweilige Bohrdruck entgegen.

   In harten Formationen wird mit hohen Bohrdrücken gearbeitet ; es kann dann vorkommen, dass der ganze Axialschub'der Turbine aufgehoben wird, so dass keine Belastung des Axiallagers der Turbine eintritt. Beim Bohren in weichen Formationen ist hingegen der Bohrdruck erheblich geringer und das Axiallager muss nur die Differenz zwischen dem hydraulischen Schub und dem Bohrdruck tragen. Beim Leerlauf der Turbine ist das Axiallager am höchsten belastet ; es muss den ganzen auf die Turbinenwelle wirkenden Axialschub der Turbine aufnehmen. 



   Da nach den praktischen Erfahrungen die Abnutzung des Axialdrucklagers der Turbine für den Zeitpunkt des Auswechselns der Turbine bestimmend ist und dieses Auswechseln zufolge des Zeitverluste beim Ausbauen und Wiedereinbauen des Bohrgestänges hohe Kosten verursacht, wäre gerade beim Turbinenbohren in weichen Formationen eine Herabsetzung des auf die Turbinenwelle wirkenden Axialschubes besonders wertvoll. 



   Die Erfindung schafft auf sehr einfache Weise eine Möglichkeit zur Herabsetzung des Axialschubes,   u. zw.   dadurch, dass gemäss ihrem Hauptkennzeichen ein mit dem Gehäuse fest verbundener, vorzugsweise stromlinienförmiger Umlenkkörper dem freien Ende der Turbinenwelle vorgelagert ist. Dadurch entsteht ein spaltförmiger Raum, in welchem der Flüssigkeitsdruck nach dem Venturi-Prinzip durch   Geschwin-   digkeitsvergrösserung der vorbeiströmenden Flüssigkeit herabgesetzt werden kann. Der   stromlinienförmige,   Einsatz wird daher nicht nur durch den Staudruck belastet, der zufolge der Umlenkung aus dem zentralen Kanal in den Ringkanal entsteht, sondern vor allem durch den Druckunterschied an seiner Vorder- und   Rückseite.   



   Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Einsatz (Umlenkkörper) im   Turbi-   nengehäuse auswechselbar angeordnet, so dass sich die Möglichkeit ergibt, bei Verwendung der Turbine für hohe Bohrdrücke den Entlastungseinsatz zu entfernen. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Dabei zeigen in der Zeichnung Fig. 1 den oberen Teil und Fig. 2 den dazugehörigen unteren Teil einer Bohrturbine, während Fig. 3 
 EMI1.1 
 wiedergibt..In dem in üblicher Weise aus mehreren Teilen 1, 2,3 und 4 zusammengesetzten Gehäuse ist die Turbinenwelle 5 gelagert, die an ihrem unteren Ende 5a zur Aufnahme des Bohrwerkzeuges ausgebildet ist. Die Lagerung der Turbinenwelle erfolgt einerseits durch die Radiallager 6,7, 8 und anderseits durch das den Axialschub aufnehmende Axiallager 9. Letzteres setzt sich im wesentlichen aus den auf der Turbinenwelle 5 sitzenden Scheiben 9a und den im Gehäuseteil 3 fest angeordneten Ringen 9b zusammen. 



  Die Turbinenwelle trägt ausserdem die Laufschaufeln   1Åa,   denen die zum Antrieb herangezogene   Spülflüs-   sigkeit aus einem zentralen Eintrittskanal 11 über den sich durch das Axiallager 9 bzw. dessen Ringe 9b 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   erstreckenden*'Ringkanal   12 und über den Laufschaufeln vorgeschaltete Leitschaufeln 14 zugeführt wird. 



   Erfindungsgemäss ist nun zur Umlenkung des   Spulflussigkeitsstromes   aus dem zentralen Kanal 11 in den Ringkanal 12 ein vorzugsweise stromlinienförmiger Einsatz 15 vorgesehen, der als Umlenkkörper dem freien oberen Wellenende 5b vorgelagert ist, der unter Vermittlung von Rippen 16   (Fig. 3)   von einem Ring 17 getragen ist, welch letzterer im Gehäuse auswechselbar fixiert ist. 



   Durch den Einsatz 15 wird ein spaltförmiger Raum S gebildet, in dessen Bereich der Ringkanal durch eine entsprechende Ausbildung des Gehäuseteiles 2 so verengt wird, dass die eintretende Geschwindigkeitsvergrösserung den auf das Wellenende wirkenden Druck herabsetzt und damit das Axiallager der Turbine entlastet. 



   PATENTANSPRÜCHE :   1.   Bohrturbine, bei welcher der durch einen zentralen Kanal eingeführte   Spiilflüssigkeitsstrom   Über einen an diesen Kanal anschliessenden Ringkanal dem Schaufelsatz der Turbine zugeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem Gehäuse fest verbundener, vorzugsweise   stromliníenförmiger   Einsatz als Umlenkkörper dem freien Ende der Turbinenwelle vorgelagert ist.

Claims (1)

  1. 2. Bohrturbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stelle des Spaltes zwischen Umlenkkörper und dem Wellenende eine Verengung des Strömungsquerschnittes vorgesehen ist, die nach dem Venturi-Prinzip durch Geschwindigkeitsvergrösserung den auf das Wellenende wirkenden Druck herabsetzt.
    3. Bohrturbine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (Umlenkkörper) im Turbinengehäuse auswechselbar angeordnet ist.
AT430758A 1958-06-19 1958-06-19 Bohrturbine AT203436B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT430758A AT203436B (de) 1958-06-19 1958-06-19 Bohrturbine

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT430758A AT203436B (de) 1958-06-19 1958-06-19 Bohrturbine

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT203436B true AT203436B (de) 1959-05-11

Family

ID=3562291

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT430758A AT203436B (de) 1958-06-19 1958-06-19 Bohrturbine

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT203436B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0953099B1 (de) Dampfturbine
AT203436B (de) Bohrturbine
DE971042C (de) Reaktionswasserturbine
DE1628261A1 (de) Luftentnahmeeinrichtung an Axialverdichtern
DE3233857C2 (de)
CH502511A (de) Verfahren zur Herstellung eines beschaufelten Rotors für Turbomaschinen und danach hergestellter Rotor für ein Gasturbinentriebwerk
DE684207C (de) Umlaufpumpe, insbesondere fuer hohe Druecke
AT213804B (de) Turbinenbohrer zum Abteufen von Bohrungen unter Verwendung einer hydraulischen Vielstufenturbine
DE1152850B (de) Gasturbine, insbesondere Kleingasturbine
DE2012245C (de) Einrichtung zur Axialschubentlastung eines Laufers einer axial beaufschlagten einstufigen Anlasser Gasturbine
DE519060C (de) Anordnung zum Schubausgleich bei Dampfturbinen
AT204508B (de) Durch Spülflüssigkeit betriebene Bohrturbine für Tiefbohrgeräte
DE2953762C1 (de) Turbinenbohrer
AT220901B (de) Rückschlagventil mit automatischer Überströmung
DE580985C (de) Radialbeaufschlagte Doppelfluss-UEberdruckturbine mit feststehender Leitvorrichtung
AT207389B (de) Beschauflung für axial durchströmte Überdruckturbinen
DE2528793A1 (de) Turbobohrer
AT216991B (de) Turbinenbohrer zum Abteufen von Bohrungen
DE864176C (de) Anordnung an Schaufelkraenzen fuer Gas- und Dampfturbinen zur Ausnutzung von Leckflussenergie
DE1092857B (de) Hydraulischer Viel-Stufen-Turbinenbohrer zum Abteufen von Bohrungen
CH310936A (de) Mehrstufige Strömungsmaschine.
DE672788C (de) Zwischenlaeufer fuer axial beaufschlagte Dampfturbinen
DE812080C (de) Vereinfachte Entnahmeturbine kleiner Leistung
DE696872C (de) Kreiselmaschine, insbesondere Dampf- oder Gasturbine, mit einem fliegend angeordneten mehrstufigen, vorzugsweise radial beaufschlagten Vorschaltteil und einem nachgeschalteten Niederdruckteil am gleichen Wellenstrang
DE663250C (de) Eingehaeusige radial beaufschlagte UEberdruckturbine