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Gerät zur Insektenvertilgung
Die Erfindung bezieht sich auf Geräte zur Inr sektenvertilgung mit einer sich nach oben verjün- genden Kammer aus strahlemundurcblässigem Ma- terial, die eine ringschlitzförmige Einflugöffnung aufweist und in der ein Ultraviolettstrahler vorge- sehen ist., Bei. den bekannten Einrichtungen die- ser Art dient der Ultraviolettstrahler ausschliesslich als Locklicht, so dass zur Vernichtung der Insekten besondere Mittel vorgesehen werden müssen, wie z.
B. elektrisch geladene Gitter, Leimrollen u. dgl., oder. es werden Meine trichterförmige Öffnungen oder schmale Schlitze mit nach innen gezogenen Rändern in der aus Glas bestehenden, gegebenenfalls mehrteiligen Fangglocke angeordnet, durch die die Tiere in das Innere gelangen und nicht mehr. zurück können. Der Nachteil der bekannten Bauart liegt einerseits in der Gefährlichkeit elektrisch geladener Gitter, die naturgemäss freiliegend angeordnet sein müssen, sowie in der Umständlichkeit bei der Handhabung von Leimrollen und anderseits in der geringen Wirksamkeit bei der Anwendung kleiner, schmaler Kriechöff- nungen, da die fliegenden Insekten zum grossen Teil den Weg in das Innere der Vorrichtung nicht finden und ausserhalb der Fangglocke um diese herum schwirren.
Es ist ferner bekannt, die entkeimende Wirkung von Ultraviolettstrahlern auszunützen, indem ein Luftstrom an solchen Strahlern vorbeigeführt wird. Zur Erzeugung'dieses Luftstromes können Ventilatoren oder gewöhnliche Glühbirnen dienen, welche die Luft erwärmen und ihr Aufsteigen entlang des Strahlers bewirken.
Die Erfindung bezweckt, die Nachteile der eingangs erwähnten Insektenvertilgungsgeräte zu'beseitigen und das Gerät gleichzeitig zur Luftentkei- mung, wie sie an sich bekannt ist, heranzuziehen und neben der bakteriziden Wirkung ultravioletten Lichtes auch die insektiziden Eigenschaften von ultraviolettem und infrarotem Licht bei einfacher Bauart des Gerätes auszunutzen.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Kammerboden konkav nach oben gewölbt und gut lichtreflektierend ausgebildet, vorzugsweise von einer leicht abnehmbaren ringförmigen Insektenauffang- schale umgeben und vom unteren Rand des Kam- mermantels im Abstand angeordnet ist, der den. Austritt des vom Kammerboden reflektierten Lichtes zum Anlocken der Insekten und den Eintritt der zu entkeimenden Luft in die Kammer gewährlei- stet, die ferner noch, wie an sich bekannt, sowohl einen Infrarotstrahler enthält, als auch in ihrem oberen Teil Luftaustrittsöffnungen aufweist.
Die Geräte gemäss der Erfindung haben eine überaus günstige Wirkung, was darauf zurückzu- führen ist, dass die zwischen dem Kammerboden und dem unteren Rande des Kammermantels vor- gesehene Einflugöffnung verhältnismässig gross ausgebildet ist und das anlockende Licht ausschliesslich oder nahezu ausschliesslich durch diese öff- nung ausgestrahlt wird, wodurch die Insekten, wenn sie den Lichtstrahlen folgen, zwangsläufig, zu den Einflugöffnungen hingeführt werden, wobei durch die Lichtundurehlässigkeit des Kammermantels ein Irreleiten der Insekten vermieden ist.
Die Insekten gelangen also im Gegensatz zu den bekannten Geräten, bei welchen die Einflugöffnungen schmal und klein gehalten sind, weil die darin langsam zu tötenden Insekten an einem Verlassen des Gerätes gehindert werden sollen, sehr rasch in die Strahlungsfelder des Ultraviolettstrahlers. und Infrarotstrahlers und werden unter der Einwirkung derselben rasch getötet. Die grosse Ein- flugöffnung ermöglicht es aber auch rasch grössere Luftmengen durch das Gerät zu leiten und damit eine rasche Entkeimung der Luft zu bewirken.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Er- findung in einer'beispielsweisen Ausführungsform im Schnitt dargestellt.
Eine Kammer 1 weist einen glockenförmigen Mantel 2 auf, der oben und unten offen ist und mittels Stehbolzen 3 von einem mit einer Aufhän-
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getragenwird, welcher den Hals 6 des Mantels 2 mit Abstand übergreift. Der auf diese Weise entstehende Ringschlitz 7 dient zur Entlüftung der Kammer 1.
Am Deckel 5 ist ferner eine Brücke 8 befestigt, die mittels zweier Rohre 9 Strahler 10, 11 und einen Boden 12 trägt. Dieser ist mit Abstand vom unteren Rand 13 des Mantels 2 angeordnet, so , dass eine Ringöffnung 14 entsteht. Der Boden ist nach oben gewölbt und gut renektierend ausgebil- det, wodurch das von den Strahlern 10, 11 kommende Licht an der Fläche 15 nach aussen als Locklicht für die Insekten gespiegelt wird, denen daher eine grosse ringförmige Einflugöffnung darge-
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boten wird. Im, Boden ist ferner ein Sockel 16 für den stabförmigen. und in der Achse der Kammer 1 liegenden Ultraviolettstrahler 10 eingelassen. Der Infrarotstrahler 11 weist Ringform auf und ist mittels Klammem 17 unmittelbar an den Rohren 9 befestigt.
Die elektrischen Leitungen sind nicht dargestellt. Der Boden 12 hat ferner Füsschen 18, um das Gerät sicher aufstellen zu können.
Insekten, die von dem durch die Einflugöffnung 14 austretenden Licht angelockt werden, geraten in der Kammer 1 in die ultravioletten und infraroten Strahlenfelder und werden in kurzer Zeit getötet. Die toten Insekten fallen auf den Boden 12 und gleiten auf der Fläche 15 nach aussen.
Zugleich wird die Luft in der Kammer 1 erwärmt und tritt beim Schlitz 7 keimfrei aus, da auch alle Bakterien während des Durchströmens der Luft durch die Kammer der Bestrahlung ausgesetzt sind und abgetötet werden.
Wie Versuche ergeben haben, ist die-Wirkung
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Gerätes vorzüglich.natorien, Krankenheime, Erzeugungsstätten von Lebens-, Nahrungs- und Genussmitrel, wie Molkereien, Schlachthöfe u. dgl., Heilmittelfabriken u. s. w. Der Stromverbrauch ist gering und das Gerät leicht zu reinigen.
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beschränkt.Ringschale versehen oder der Boden in der Mitte vertieft ausgebildet sein. Ebenso kann die Form der Kammer, die der Strahler und deren Anordnung innerhalb der Kammer verschieden ausgebildet sein. Zur Verstärkung der Luftentkeimung durch Steigerung der Luftdurchsatzmenge kann ein Gebläse, z. B. im Boden ein Ventilator vorgesehen sein.