<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zur Messung der Längung (Dehnung) bewegten bandförmigen Gutes
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Messung der Längung (Dehnung) bewegten bandförmigen Gutes, insbesondere kaltgewalzter Bänder, zwischen zwei ortsfesten Messpunkten.
Es wurde bereits vorgeschlagen, die Geschwindigkeiten des Bandes an den beiden Messpunkten abzunehmen und aus deren Verhältnis die Längung zu bestimmen. Eine bekannte derartige Einrichtung bedient sich zweier Generatoren, die vom laufenden Band in den Messpunkten angetrieben werden und deren Spannung mit Hilfe eines Potentiometers untereinander verglichen wird. Ferner wurden auch Anreissgeräte zur Längungsmessung vorgeschlagen.
Die bisher bekannten Einrichtungen haben sich nicht zufriedenstellend bewährt, da sie erst bei höheren Bandgeschwindigkeiten brauchbare Ergebnisse lieferten, verhältnismässig träg im Ansprechen oder unhandlich und zeitraubend waren. Beim Kaltwalzen von Bändern kommt es jedoch auf eine genaue und rasche Ermittlung der Längungswerte an, da sonst häufig grössere Längen, insbesondere an den Bandanfängen, nicht den erwünschten Dressiergrad aufweisen und Produktionsverluste darstellen.
Erfindungsgemäss wird zur Abhilfe der bestehenden Schwierigkeiten eine Messeinrichtung vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Band im ersten Messpunkt mit einem Lichtimpulsgeber und im zweiten Messpunkt mit einem stroboskopischen Anzeigesystem, welches eine Anzahl von rotierenden Strichmarkenrastern aufweist, verbunden ist, wobei einerseits die Lichtimpulsfrequenz der Geschwindigkeit des Bandes im ersten Messpunkt, anderseits die Rotationsgeschwindigkeit jedes einzelnen Strichmarkenrasters der Geschwindigkeit des Bandes im zweiten Messpunkt proportional ist und die einzelnen Strichmarkenraster geeichten Längungs- (Dehnungs-) werten entsprechen.
Die Verbindung des Bandes mit dem Licht- impulsgeber und dem stroboskopischen Anzeigesystem kann durch Reibräder, Anpressrollen od. dgl. erfolgen. Beispielsweise betätigt das Reibrad an dem ersten Messpunkt eine Kontaktscheibe, die mit einer trägheitslosen Lichtquelle, insbesondere einer Glimmlampe, verbunden ist. Die Stromimpulse der Lichtquelle werden dann in dem stroboskopischen Anzeigesystem, das mit dem zweiten, hinter der Dressiereinrichtung angeordneten, direkt angetriebenen Reibrad zusammenarbeitet, aufgenommen. Das stroboskopische Messprinzip ist an sich bekannt. Es beruht darauf, dass bei übereinstimmung der Frequenz der Lichtimpulse auf die Vergleichsfrequenz der Strichrotierenden Strichmarken ein scheinbarer Stillstand der Strichmarkenbewegung eintritt.
Die Übertragung der Bezugsfrequenz der Lichtimpulse auf die Vergleichsfrequenz des Strichmarkenraster kann auch auf elektrischem Wege, z. B. mittels Photozellen, erfolgen.
Das Anzeigesystem kann eine oder mehrere konische Wellen besitzen, die eine Anzahl von mit Strichmarken gleicher Teilung versehenen Ringen tragen und ihnen verschiedene Umdrehungsgeschwindigkeiten erteilen, wobei jeder Ring einem bestimmten Längungswert derart entspricht, dass bei der Messung die Strichmarken jenes Ringes scheinbar stillstehen, der dem vorhandenen Längungs- (Dehnungs-) wert zugeordnet ist.
In der Zeichnung ist ein Schema der erfindungsgemässen Einrichtung dargestellt. Fig 1 erläutert die Erzeugung der Lichtimpulse, Fig. 2 das Anzeigesystem ; in Fig. 3 ist ein Schnitt entlang der Linie A-B der Fig. 2 gezeigt.
Das Band läuft in Richtung des Pfeiles über die Rolle 1 in das Dressiergerüst ein. Mit der Rolle 1 ist das Reibrad 2 gekuppelt, welches eine mit einer Gleichstromquelle verbundene Kontaktscheibe 3 betätigt. Im Zusammenwirken mit feststehenden Kohlebürsten werden kurz aufeinanderfolgende Spannungsimpulse erzeugt, die die Glimmlampe 4
<Desc/Clms Page number 2>
zum Aufleuchten bringen. Nach Fig. 2 ist die Auslaufrolle 5 mit dem zweiten Reibrad 6 gekuppelt, welches über ein Zwischenvorgelege 7 die Bewegung an das Anzeigesystem weiterleitet. Das Anzeigesystem besteht aus zwei vom Vorgelege angetriebenen konischen Wellen 8, 9 und einer Anzahl von zylindrischen Ringen 10, 10', 10"..., die aus Dynamoblech angefertigt sein können und am Umfange Strichmarken 11 gleicher Teilung tragen.
Zur Erhöhung des Anpressdruckes der Ringe an den konischen Wellen ist ein Dauermagnet 12 vorgesehen, der die beiden Wellen über einen Luftspalt magnetisiert. Die Ringe werden kräftig an die Wellen angedrückt, da über sie der magnetische Kreis geschlossen wird. Infolge der Konizität der Wellen haben die Ringe verschiedene Umfangsgeschwindigkeiten, d. h. die Strichmarken der einzelnen Ringe rotieren mit verschiedener Geschwindigkeit derart, dass die Strichmarken des Ringes am Ende der Welle mit kleinstem Durchmesser am langsamsten und die Strichmarken des Ringes an dem Ende der Welle mit grösstem Durchmesser am schnellsten rotieren. Die Rotationsgeschwindigkeiten sind auf bestimmte Längungs- (Dehnungs-) werte in Prozenten geeicht, wobei die Dicke der Ringe zweckmässig so gewählt wird, dass eine Ablesung von 0, 1 % möglich ist.
Bei der Messung stehen die Strichmarken jenes Ringes scheinbar still, welcher, der Eichskala entsprechend, dem gerade vorhandenen Wert zugeordnet ist.
Statt des Anzeigesystems mit konischen Wellen und daran befestigten Ringen können auch andere Anordnungen mit bewegten Strichmarkenrastern verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Messung der Längung (Dehnung) bewegten bandförmigen Gutes, insbesondere kaltgewalzter Bänder, zwischen zwei ortsfesten Messpunkten, bei welcher die Geschwindigkeiten des Bandes an den beiden Messpunkten abgenommen werden und aus deren Verhältnis die Längung bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Band im ersten Messpunkt mit einem Lichtimpulsgeber und im zweiten Messpunkt mit einem stroboskopischen Anzeigesystem, welches eine Anzahl von rotierenden Strichmarkenrastern aufweist, verbunden ist, wobei einerseits die Lichtimpulsfrequenz der Geschwindigkeit des Bandes im ersten Messpunkt, andererseits die Rotationsgeschwindigkeit jedes einzelnen Strichmarkenrasters der Geschwindigkeit des Bandes im zweiten Messpunkt proportional ist und die einzelnen Strichmarkenraster geeichten Län-
EMI2.1