AT203014B - Verfahren zur Herstellung von neuen bis-Sulfonylharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen bis-Sulfonylharnstoffen

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AT203014B
AT203014B AT34458A AT34458A AT203014B AT 203014 B AT203014 B AT 203014B AT 34458 A AT34458 A AT 34458A AT 34458 A AT34458 A AT 34458A AT 203014 B AT203014 B AT 203014B
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AT
Austria
Prior art keywords
sulfonylureas
formula
bis
production
tosyl
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AT34458A
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English (en)
Inventor
Ernst Dr Habicht
Original Assignee
Cilag Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen bis-Sulfonylharnstoffen Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von bis-Sulfonylharnstoffen der allgemeinen Formel I 
 EMI1.1 
 in welcher R einen durch S   bzw. -S-S- unterbrochenen   aliphatischen Rest bedeutet. 



   Die neuen bis- Sulfonylharnstoffe bewirken bei peroraler Applikation eine starke und langanhaltend Senkung des Blutzuckers. Sie weisen im besonderen gegenüber dem bekannten N-Sulfanilyl-N'-butylharnstoff den Vorteil einer stärkeren und länger anhaltenden Wirkung und gegenüber   dem N-p-Toluol-     sulfonyl-N'-butylharnstoff   eine bessere Verträglichkeit auf. 



   Die neuen Stoffe können in an sich bekannter Weise hergestellt werden, indem man eine Verbindung der Formel II 
 EMI1.2 
 mit 2 Molen einer Verbindung der Formel III 
 EMI1.3 
 umsetzt, wobei in beiden Formeln X und Y reaktionsfähige, zur Bildung der Harnstoffbrücke befähigte Reste bedeuten und R die bereits definierte Bedeutung besitzt. 



   Verfahrensgemäss kann man beispielsweise so vorgehen, dass man ein Isocyanat der Formel III (X = N-CO) mit einem Diamin der Formel II (Y =   NIL)   umsetzt. Man arbeitet hiebei vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel, beispielsweise in Benzol, Aceton usf. und in Gegenwart von Protonenakzeptoren, wie z. B. Alkalilaugen oder tert. Aminen. 



   Nach diesem Verfahren kann man beispielsweise das   p- Toluolsulfonylisocyanat   mit w, w'-Diaminodiäthyldisulfid, w, w'-Diaminodiäthylsulfid usf., umsetzen. 



   An Stelle des p-Tosyl-isocyanateskann man auch ein entsprechend   gebautes p-Tosyl-caibamlnsäure-   halogenid (III, X = NH-CO-Hal), einen p-Tosyl-carbaminsäureester (III, X   = NH-COOR), den p-Tosyl-   
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 kann man auch Verbindungen bzw. Stoffe, die solche Diisocyanate intermediär zu bilden vermögen bzw. im gleichen Sinne wie Diisocyanat reagieren, verwenden. So kann man beispielsweise entsprechend ge- 

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 baute Harnstoffe bzw. Acylharnstoffe bzw. Nitroharnstoffe oder bis-Carbaminsäureester oder bis-Carbon-   säure-N-halogenamide   mit dem   p-Toluolsulfonamid   der Formel III zur Umsetzung bringen. 



   Es ist z. B. auch möglich, ein   p- Tosylhalogenid   der Formel III (X = Hal) mit bis-Isoharnstoff-alkyl- äthern der Formel II in Gegenwart von Protonenakzeptoren zur ReaKtion zu bringen und anschliessend die erhaltenen bis-p-Tosyl-isoharnstoffäther der hydrolytischen Spaltung zu unterwerfen. 



   Beispiel : 10 g Cystamin werden in 50   crrss Dioxan   gelöst. Zu dieser Lösungwird eine Lösung von 27,6 g p- Tosyl-isocyanat in 200 ems Dioxan zugetropft. Man erwärmt nach dem Abklingen der Reaktion kurze Zeit auf   800C   und versetzt dann mit 600   cms   Wasser. Beim längeren Stehen kristallisiert eine farblose Masse aus. Diese wird abgesaugt und aus Dioxan/Wasser umkristallisiert. Man erhält den Harnstoff der Formel 
 EMI2.1 
 der farblose, bei 193-1940C schmelzende Kristalle bildet. Er löst sich in den meisten organischen Lösungsmitteln, auch in der Hitze, nur wenig. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von neuen bis-Sulfonylharnstoffen der allgemeinen Formel 
 EMI2.2 
 in welcher R1 einen durch S bzw. -S- S- unterbrochenen aliphatischen Rest   bedeutet,   dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel 
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 mit 2 Molen einer Verbindung der Formel 
 EMI2.4 
 umsetzt, wobei in beiden Formeln X und Y reaktionsfähige, zur Bildung der Harnstoffbrücke befähigte   RestebedeutenundR, die   bereits definierte Bedeutung besitzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II, in welcher R einen durch-S-S-unterbrochenen aliphatischen Rest darstellt, umsetzt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man ein w, w'-Diamino- dialkyl-disulfid mit 2 Molen p-Toluolsulfonyl-isocyanat umsetzt.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II, in welcher R einen durch S unterbrochenen aliphatischen Rest darstellt, umsetzt.
AT34458A 1957-01-24 1958-01-16 Verfahren zur Herstellung von neuen bis-Sulfonylharnstoffen AT203014B (de)

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