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Verfahren und Vorrichtung zur Schnellherstellung von darmlosen Würsten
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herausgenommen, was naturgemäss viel komplizierter ist.
Für manche Fälle kann es zweckmässig sein, die. fertig gekochte Wurst im selben Arbeitsgang oberflächlich anzurösten.
Die Erfindung betrifft weiters eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, u. zw. ist diese dadurch gekennzeichnet, dass sie einen gleichzeitig als Vorratsbehälter dienenden, mit einer Pressvorrichtung versehenen Behälter für die Wurstmasse und mindestens eine an diesen axial anschiebbare, rohrförmige, mit einer Heizeinrichtung versehene wärmeleitende Form mit axialer Austritts- öffnung aufweist. Durch diese Ausgestaltung unterscheidet sich die Vorrichtung nach der Erfindung von bekannten Vorrichtungen, bei denen die Form in einem Revolverkopf senkrecht auf die Ausstossrichtung bewegt wird und zweiteilig ist, so dass die Wurst nach Fertigstellung durch öffnen der zweiteiligen Form senkrecht aus deren Achse herausfällt.
Eine solche Vorrichtung ist nicht nur äusserst kompliziert, sondern sie bedarf auch einer eigenen Energiequelle zum Fortbewegen der Form und zum Ausstossen der Wurst aus dieser.
Die Erfindung betrifft weiters Einzelheiten dieser Vorrichtung.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer erfindungsgemäss ausgebildeten Vorrichtung schematisch dargestellt, u. zw. ist Fig. 1 ein Mittelschnitt, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 eine Seitenansicht in Richtung des Pfeiles III in Fig. 1.
Bei der dargestellten Ausführungsform gleitet ein Kolben 1, der in irgendeiner geeigneten Weise, beispielsweise mittels eines Schraubenoder Zahnstangentriebes, durch Druckluft oder hydraulisch bewegt wird, in einem Zylinder 2 mit lotrechter Achse, dessen Boden eine Stopfbüchse 3 für den Durchtritt der Kolbenstange 4 aufweist. Am oberen Ende trägt der Zylinder 2 einen Flansch 5, auf den ein Deckel 6 aufgesetzt werden kann. Der Zylinder 2 ist von einer Rohrschlange 7 umgeben, durch die Kühlmittel, wie beispielsweise Kühlwasser, strömen kann.
Am Deckel 6 sind bei der dargestellten Ausführungsform drei Rohrkrümmer 8 angeordnet,
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angesetzt, in das ein Einsatz 12 eingesetzt ist. Dieser Einsatz hat die Form eines Rohres, das von einem elektrisch isolierenden Mantel 13 umgeben ist. Dieser Mäntel enthält in seinem Inneren eine elektrische Heizwendel. Ein Thermostat 14 dient zur automatischen Regelung der Temperatur des als Rohr ausgebildeten Einsatzes 12. Das äussere Ende jedes Einsatzes 12 ist mittels eines Schiebers Iss 00. dgl. verschliessbar, ausserhalb dieses Schiebers ist eine aus zwei oder drei Windungen bestehende Röstwendel 16 angeordnet, die nach Bedarf einschaltbar ist. Das Zwischenstück 11 besteht aus einem die Wärme schlecht leitenden Material.
Es ist so ausgeführt, dass die Einsätze 12 leicht entfernt bzw. wieder eingesetzt werden können. Der Deckel 6 ist mittels eines Scharniers 17 an dem Flansch 5 angelenkt und gegenüber diesem Scharnier mittels einer Schraube mit Flügelmutter 18 am Flansch festgeschraubt.
Zur Herstellung von Würsten mittels der oben beschriebenen Vorrichtung wird das Innere des Zylinders 2 mit der Wurstmasse gefüllt, wobei sich der Kolben 1 in der untersten Stellung befindet. Hierauf wird durch Zuklappen des Deckels und Festschrauben mittels der Schraube mit Flügelmutter 18 der Zylinder geschlossen und durch Aufwärtsbewegen des Kolbens 1 Wurstmasse in die Einsätze 12 gepresst. Sodann werden die Schieber 15 in den einzelnen Ein- sätzen 15 geschlossen und es werden die Mäntel 13 durch Einschalten des elektrischen Stromes erhitzt. Je nach der Art der Wurstmasse sind die Würste in mehr oder minder kurzer Zeit fertig gekocht. Es werden nun die Schieber 15 geöffnet und durch Nachdrücken des Kolbens 1 die fertiggekochten hautlosen Würste ausgestossen.
Will man die Würste anrösten, dann schaltet man die Röstwendel 16 ein, wodurch die Würste während des Ausstossens oberflächlich leicht angeröstet werden und ein appetitliches Aussehen erhalten. Bei Wurstsorten, bei denen dieses Anrösten aus geschmacklichen Gründen nicht erwünscht ist, kann das Anrösten unterbleiben, in diesem Fall wird die Röstwendel 16 eben nicht eingeschaltet. In solchen Fällen kann es aber zweckmässig sein, die fertiggekochte Wurst in ein zweiteiliges Gebäckstück zu legen, dessen beide Hälften mit entsprechenden Ausnehmungen zur Aufnahme der Wurst versehen sind.
Man kann dadurch ein hygienisch absolut einwandfreies, mit Wurst gefülltes Gebäck erhalten, das beispielsweise beim Verkauf in Strassenständen oder Bahnhofständen grossen Anklang finden würde.
Für das Ausführungsbeispiel wurde angenommen, dass bei einer Wurstlänge von 15 cm und einer Länge der Einsätze 12 von 45 cm mit- tels je eines Einsatzes alle zwei Minuten eine fertiggekochte Wurst abgegeben werden kann.
Da diese Zeitspanne für einen gut gehenden Betrieb als zu lang anzusprechen ist, sind bei dem Ausführungsbeispiel drei Einsätze angeordnet. Es kann aber deren Anzahl ohne Schwierigkeiten soweit gesteigert werden, dass die Vorrichtung in der Lage ist, so viele Würste je Zeiteinheit zu erzeugen, als die Bedienungsperson in der Lage ist je Vorrichtung abzunehmen. Je nach dem Bedarf können mehr oder weniger Einsätze in Betrieb gehalten werden. Zu letzterem Zweck können in den Zwischenstücken 11 Absperrvorrichtungen angeordnet werden. Auch kann ein Mechanismus angeordnet werden, der es gestattet, die Schieber 15 der einzelnen Einsätze nur wechselweise zu öffnen. Dieser Mechanismus kann auch mit einer Vorrichtung zur Einhaltung der gewünschten Kochzeit gekuppelt sein.
Eine Verlängerung der Kochzeit schadet zwar im allgemeinen nicht, doch kann man eine
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bei längerer Geschäftspause verhindern.
Zum Erhitzen wird aus Sicherheitsgründen zweckmässigerweise Kleinspannung verwendet. Insbesondere ist eine solche für die freiliegenden Röstwendeln 16 erforderlich. Aber auch die Heizwendeln in den Mänteln 13 können mit Kleinspannung betrieben werden, für diese ist aber auch die Verwendung höherer Spannungen zulässig.
Bei Geschäftsschluss können die Einsätze 12 abgenommen und die darin bereits gekocht vorhandenen Würste abgesetzt werden, während der übrige Teil der Vorrichtung ohne Entleerung über Nacht stehen bleiben kann. Zu diesem Zweck wird durch die Rohrschlange 7 Kühlmittel geleitet, so dass die Frischhaltung der im Zy-
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Zeit gesichert ist.
Es lassen sich noch die verschiedensten Ab- änderungen denken, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen. So könnte man die mit der Wurstmasse gefüllten Einsätze auch auf andere Weise erhitzen, beispielsweise mittels Dampf oder durch hochfrequente Schwingungen, auch könnte man sie abnehmen und in kochendes Wasser legen, um die hautlosen Würste zu erhalten, allerdings würde dadurch die Kapazität der Vorrichtung sinken. Auch müsste der Ausstoss der Würste nicht in waagrechter Richtung erfolgen, sondern er wäre auch in anderer Richtung möglich, weiters müsste der Zylinder nicht lotrecht stehen.
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