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Fleischschneidevorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Fleischschneidevorrichtung mit zwei Reihen von Scheiben- bzw. Kreismesser auf gegenläufig angetriebenen Messerwellen, wobei die jeweils zusammen- arbeitenden Messerpaare sich im Schneidbereich unter Pressung berühren und besteht darin, dass die Kreismesser der einen Messerreihe einen über die ganze Breite des Scheibenrandes ge- führten einseitigen Schliff (einfache Facette), die Kreismesser der anderen Messerreihe hin- gegen einen Doppelschliff (Doppelfacette) auf- weisen.
Weitere Kennzeichen der Erfindung liegen in der besonderen Ausbildung der beiden zu- sammenarbeitenden Messerpaare zur Erzielung eines störungsfreien und trennscharfen Schneid- vorganges.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1, die Schneidvorrichtung in Vorder- ansicht, Fig. 2 im Horizontalschnitt und Fig. 3 und 4 die Schneiden zweier zusammenarbeiten- der Messerpaare in vergrössertem Massstab, u. zw. Fig. 3 in der gleichen Gestaltung beider
Schneiden und Fig. 4 in der Schneidgestaltung nach der Erfindung.
Auf den beiden Messerwellen 1 und 2 sind, durch Beilagscheiben 3 voneinander distanziert,
Kreismesser 4 bzw. 5 so aufgekeilt, dass ihre
Schneiden im Überlappungsabschnitt sich über- greifen und so das von oben im Sinne des
Pfeiles P eingeführte Fleisch in kleine Stücke zerschneiden. Die beiden Wellen rotieren im
Sinne der Pfeile P (Fig. 1) etwa mit gleicher Tourenzahl gegenläufig, um die Reibung zwi- schen den beiderseitigen Messeroaaren auf ein
Minimum zu reduzieren. Zur Erzielung eines exakten Trennschnittes werden die zwei Kreis- messer 4 und 5 jeder Messerreihe hiebei im Schneidbereich fest gegeneinander gepresst.
Tra- gen nun die Kreismesser, wie in Fig. 3 darge- stellt, einen über die ganze Breite des Scheiben- randes geführten einseitigen Schliff (einfache
Facette) an den gegeneinander gepressten Flä- chen, dann besteht die Gefahr, dass im Einzugs- punkt a des Schneidbereiches, an welchem die
Schneiden beider Messerpaare bei der Rotation zusammentreffen, etwa durch im Laufe der Zeit entstehende Scharten die Schneiden übereinander geraten, wodurch sich die Messer nicht in der Einstellage weiterdrehen, sondern mit ihren beiden Schneiden gegeneinander aufreiten und in eine verkehrte Oberlappungs-Stellung geraten, wodurch einerseits der exakte Schnitt für das Schneidgut verlorengeht und anderseits die Messer sich gegenseitig zertrümmern.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles werden die Kreismesser 4 der Messerwelle 1 in ihrer Schneide anders gestaltet als die Kreismesser 5 der Messerwelle 2. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind zunächst die Messer 4 aus dickerem Blech wie die Messer 5 und durch einen Doppelschliff (Doppelfacette) mit einer wirksamen Schneide ausserhalb der Berührungsebene der beiden Scheiben 4 und 5 versehen. Tritt bei dieser so gestalteten Schneidenausbildung der beiden Kreismesserreihen nunmehr die Tendenz einer verkehrten Überlappung der Messer ein, so wird an der Facette 4 f die Schneide 5 s auf der schiefen Ebene der Facette in ihre richtige Lage zurückgeführt, wodurch keine Gefahr mehr besteht, dass sich die Messer gegenseitig zerstören.
Ausserdem wird durch die Schneide 4 s das Fleischgut durch die Kreismesser der Welle 1 so vorgeschnitten, dass an der eigentlichen Trennstelle nur mehr kleine keilförmige Stücke zur eigentlichen Schnittstelle gelangen und durch den gegenseitigen Pressdruck der beiden Kreismesser 4 und 5 gegeneinander verlässlich und exakt zerschnitten werden. Ein noch schärferer Trennvorgang kann etwa dadurch erzielt werden, dass in der Messerscheibe 5 an der von der Facette abgekehrten Seitenfläche, u. zw. im Bereich der mit dem Gegenmesser in Berührung kommenden Randzone, eine parallel zur Schneide verlaufende Rille 5 r ausgedreht ist, die den spezifischen Pressdruck zwischen Messer 5 und Messer 4 erhöht, um die Trennung des Fleisches total und exakt durchzuführen.
Die Schneidvorrichtung eignet sich insbesondere für Walfleisch-Schneidmaschinen, bei welchen grosse Fleischmengen in kurzer Zeit in kleine
Stücke zu zerschneiden sind, kann aber auch für jede Fleischmaschine in Konservenfabriken, zur
Zerlegung von Schlachtviehfleisch verwendet werden. In allen Anwendungsfällen dieser
Schneidvorrichtung wird ein sicherer und glatter
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Schnitt der eingebrachten Fleischmengen bewirkt, ohne dass an sich zerschnittene Teile noch durch einzelne Fasern kettenartig aneinander haften, wodurch der weitere Verarbeitungsvorgang gestört werden würde. Ausserdem wird eine Beschädigung der Messerschneiden gegeneinander, ein rasches Zerstören derselben oder gar Metallteile im zerschnittenen Fleisch dadurch mit Sicherheit ausgeschlossen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fleischschneidevorrichtung mit zwei Reihen von Scheiben bzw. Kreismesser auf gegenläufig angetriebenen Messerwellen, wobei die jeweils zusammenarbeitenden Messerpaare sich im Schneidbereich unter Pressung berühren, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreismesser () der einen Messerreihe einen über die ganze Breite des Scheibenrandes geführten einseitigen Schliff (einfache Facette fis), die Kreismesser (4) der anderen Messerreihe hingegen einen Doppelschliff (Doppelfacette) 4 aufweisen.