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Österreichische
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OLIVER DAVID HUNT IN COLUMBUS (OHIO, V. ST. A.).
Selbsttätige Weichenstellvorrichtung.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stellen von Weichen von einem sich bewegenden Wagen aus, welche unter dem Bahnplanum angeordnet ist, so dass sie durch Fahrzeuge in keinerlei Weise Schaden leiden kann. Zu diesem Behufe ist im Geleise eine Führungsrille für eine am Wagen befindliche, einstellbare Stange angeordnet und ist unterhalb der Rille eine Längswelle vorgesehen, welche mit nach aufwärts ge-
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flächen) besitzen. Sobald die Stange an diesen Schrägen angreift, wird die Welle gedreht und betätigt die mit ihr in geeigneter Weise verbundene Weichenzunge.
In der Zeichnung veranschaulicht Fig. 1 eine Oberansicht der Bahnstrecke und zeigt die Schienen, die Weichenzunge, die Rille und in punktierten Linien die Stellvorrichtung für die Zunge ; Fig. 2 ist ein Längsschnitt hievon nach 2-2 in Fig. 1 ; Fig. 3 ein Querschnitt durch eines der Gehäuse der Wellen arme und Fig. 4 ein Schnitt längs der Linie 4-4 in Fig. 1.
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dazu dient, einen geeigneten, an jedem Wagen angebrachten Arm (oder eine Stange) auf- zunehmen und zu führen ; unterhalt dieser Rille, der Länge nach, ist die Welle E angeordnet, deren Lager in den an der Unterseite der Platte D befestigten Gehäusen F liegen.
Diese Gehäuse bestehen aus zwei verbolzten Hälften ; in jedem Gehäuse befindet
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Anschlagarm, wenn er in die Rille gestossen wird, die Anschlagfläche trifft, den Dreharm verrückt und dadurch die Welle bewegt. Die Anordnung ist derartig, dass das sich seitwärts erstreckende Ende C, 1 eines der Arme von einer Seite der Rille, das Ende Gl des anderen Armes hingegen von der entgegengesetzten Seite der Rille aus gestossen resp. betätigt werden kann ; die Arme sind in bezug auf ihre gegenseitige Stellung derart an der Welle befestigt, dass, wenn der eine derselben schräge gegen die Rille gestellt ist, der andere längs der einen Seite derselben anliegt und nicht in der wirksamen Stellung ist :
die Betätigung des einen schräge gestellten Armes bringt dann den anderen in die wirksame Stellung. Die Bewegung der Dreharme ist durch die erwähnten Gehäuse begrenzt.
Die Wolle erstreckt sich längs der Bahnstrecke auf eine beliebige Anzahl von Lagern A'' bis zu einer Stelle gegenüber der Weichenzunge, an welcher Stelle ein mit einem Lager für die Welle versehenes Gehäuse H vorgesehen ist ; am Ende der Welle innerhalb des Gehäuses ist ein Dreharm 1 und am oberen Ende des letzteren die Verbindungsstange J mittels des Bolzens. 11 befestigt, welcher Bolzen durch den in der Seitenwand des Gehäuses angebrachten Schlitz H1 vorragt und mit seinem Kopf die andere Fläche des Gehäuses umfasst, so dass er das obere Ende des Armes 1 führt und versteift.
Das entgegengesetzte Ende der Verbindungsstange J ist drehbar an der Weichenzunge befestigt ; die Stange ist in der Mitte unterbrochen ; die beiden angrenzenden Enden der Stange sind mittelst eines an dem einen Ende befestigten Zylinders K und einem am anderen Ende
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innerhalb dieses Zylinders angebrachten Kolben Xl miteinander. verbunden. Federn K2 sind zwischen den Zylinderenden und den Kolbenendflächen angebracht, um zu verhindern, dass der Kolben in der Normalstellung, sich in dem Zylinder bewegt. Der Ausschlag des Armes 1 ist weiter als der der Weichenzunge, so dass beim durch die Welle bewirkten Ausschlagen dieses Armes die auf der einen Seite des Kolbens befindliche Feder zusammengedrückt wird und die Weichenzunge zwingt, sich an die Schiene anzulegen.
Diese Federn werden auch nachgeben, falls d. ie Stellvorrichtung irgendwie in ihrer Tätigkeit gehindert sein sollte oder die Weiche aufgefahren wird.
Wenn nun die Teile sich in der durch die Zeichnung veranschaulichten Stellung beenden und der Anschlagarm eines sich am Geleise gegen die Weiche zu bewegenden Wagens gesenkt wird, dann dringt er in die Rille ein, geht an dem ersten Dreharm vorbei, trifft die schräge Anschlagfläche des zweiten Armes und dreht die Welle, wodurch die Weichenzunge von der Schiene B zur Schiene A verschoben vird, so dass der Wagen auf das Geleise B geleitet wird. Diese Bewegung der Welle bewirkt auch, dass der erste Dreharm in die wirksame Stellung gelangt, so dass nun der Anschlagarm eines nächsten in gleicher Richtung kommenden Wagens, wenn herabgesenkt, den ersten Dreharm trifft,
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PATENT-ANSPRUCHE :
1. Selbsttätige Weichenstellvorrichtung für Strassenbahnen, bei der die Weiche mit einer unterhalb des Schienenstranges parallel zu diesem verlaufenden Achse verbunden ist,
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gekennzeichnet, dass auf der schwingenden Achse nach oben gerichtete Arme (0) sitzen, deren Enden schräg zur Fahrtrichtung gebogen sind und unter dem Schlitz einer in der Fahrbahn liegenden Platte, in welchen der Stellar eingreift, liegen.