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Dreidrucksteuerventil für Druckluftbremsen, insbesondere von Schienenfahrzeugen
Bei bisher üblichen Dreidrucksteuerventi1en war die Möglichkeit gegeben, gewisse Baueinheiten, wie Ventilträger, Hauptsteuerventile für die verschiedenen Zugarten, Nebensteuerventile und Auslöseventile gegeneinander so auszutauschen, dass je nach Belieben Triebwagenventile, Ventile für reinen Güterzugbetrieb, für schnelle Züge und auch für sehr schnelle Züge zusammengestellt werden konnten. Die Hauptsteuerventile waren dabei aber immer unterschiedlich und mussten jeweils ausgewechselt werden. Daraus erwachsen weitere Nachteile, wie die einer besonderen Wartung, Bereitstellung und sachgemässen Lagerung der auszutauschenden Hauptsteuerventile.
Hier eine Abhilfe zu sohaffen, ist Aufgabe der Erfindung, welche eine neuartige und konsequente Anwendung des an sich bekannten Baukastenprinzips bei Steuerventilen von Druckluftbremsen in der Weise betrifft, dass unter Beibehaltung des
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nach Bedarf zu einem Triebwagenventil, einem bei verschiedenen Zugarten verwendbaren Steuerventil, wobei die Anpassung an die jeweilige Zugart allerdings noch vom Auswechseln von Düsen abhängig ist, einem Steuerventil, welches ohne Düsenwechsel für alle Zugarten und Bremszylindergrössen Verwendung finden kann, und schliesslich zu einem Steuerventil, mit welchem die Abbremsung selbsttätig an Fahrzeugbelastung oder Fahrgeschwindigkeit angepasst wird, gestaltet werden kann.
Diese universellen Verwandlungen eines Grundventils werden erzielt durch wahlweises Zusammensetzen des letzteren mit folgenden Gebilden, die ihrerseits in sich geschlossene Baueinheiten darstellen, deren jede für sich montier-und prüfbar ist : a) Düsen zur Erzielung beliebig langer Brems- und Lösezeiten, sowie Füllzeiten für den
Bremsluftbehälter, b) Düsen zur Erzielung der für verschiedene
Zugarten vorgeschriebenen Brems- und Löse- zeiten, sowie eine Überwachungseinrichtung für die Füllung des Bremsluftbehälters, c)
umschaltbarer Düsenansatz zur Erzielung der für verschiedene Zugarten vorgeschriebenen Brems- und Lösezeiten innerhalb eines auch das Grundventil sowie die Überwachungsein- richtung für die Füllung des Bremsluftbehäl- ters einbeziehenden Vorsteuerkreises sowie ein durch diesen Vorsteuerkreis beein- Husstes Relaisventil zur unmittelbaren Zu- messung der Bremszylinderdrücke. d) Zusammenstellung gemäss c) unter Ersatz des
Relaisventil durch einen in Abhängig- keit von der Fahrzeugbelastung und/oder - Geschwindigkeit gesteuerten Drucküher- setzers.
Dabei ist es im Rahmen der weiteren Erfindung vorteilhaft, im Rahmen des Baukastenprinzips auch die Kammer konstanten Druckes des Dreidrucksteuerventils als Baueinheit auszubilden, die wahlweise an das Grundventil angesetzt oder von ihm räumlich getrennt angeordnet werden kann.
In der Zeichnung ist der Verwandlungsgang des Dreidrucksteuerventils an Hand von Schaubilder dargestellt.
In Fig. l ist das Grundventil 1 gezeigt, welches als Dreidrucksteuerventil in üblicher Weise Steuerund Rückführkolben enthält. Dieses Grundventil ist als Triebwagen-Steuerventil verwendbar, wenn zur Erzielung der jeweils gewünschten Zeiten der Be-und Entlüftung des Bremszylinders die Baueinheit 3 eingesetzt wird, welche die Brems- und Lösedüse entsprechender Grösse aufnimmt. Ausserdem wird die Baueinheit 5 angesetzt, die ausser dem Absperrhahn eine in ihrer Grösse dem gewählten Düsensatz in der Einheit 3 entsprechende Fülldüse für den Bremsluftbehälter trägt.
Das Grundventil 1 ist in Fig. l ohne Steuerkammer konstanten Druckes dargestellt, dieselbe kann, ebenfalls als Baueinheit ausgebildet, wahlweise an einer räumlich getrennten Stelle angeordnet und mit dem Grundventil über Leitungen verbunden oder aber auch an das letztere unmittelbar angesetzt werden.
In Fig. 2 ist das Grundventil 1 zu einem für verschiedene Zugarten, wie z. B. Personen- und Güterzug, passenden Steuerventil gestaltet und' zwar ist dies unter Ausnützung des Baukastenprin- zips in einfacher Weise dadurch möglich, dass an
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wird, der je nach Bremszylindergrösse Sätze 9 bzw. 11 bzw. 13 von Brems- und Lösedüsen für die verschiedenen Zuggattungen aufnimmt, die mittels des Hebels 15 je nach der in Frage kommenden Zugart geschaltet werden können. Ausserdem wird an das Grundventil 1 eine weitere Einheit 17 angesetzt, die wiederum den Absperrhahn trägt, darüberhinaus aber eine überwachungseinrichtung 19 aufweist, welche die Füllzeit des Bremsluftbehälters der durch die jeweilige Lösedüse bestimmten Lösezeit der Bremse selbsttätig anpasst.
Diese überwachungseinrichtung ist im Aufbau wiederum bekannter Art und braucht daher nicht im einzelnen beschrieben werden. Schliesslich ist bei der in Fig. 2 gezeigten Gestaltung des Steuerventils die Kammer konstanten Druckes 21 diesmal unmittelbar an das Grundventil 1 angesetzt.
Fig. 3 zeigt eine weitere Verwandlung des Grundventils 1 zu einem Steuerventil, mit welchem sämtliche Bremszylinder- und Behältervolumina ohne Auswechseln von Düsen beherrscht werden können. Zu diesem Zweck wird an das Grundven- til 1 ein sogenanntes, als Druckübersetzer mit dem Übersetzungsverhältnis 1 :
1 wirkendes Relaisventil 23 angesetzt" womit das Grundventil 1, das
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Düsenkomplex 25 für die Berücksichtigung der verschiedenen Zugarten sowie die Überwachungseinrichtung 19 für die Füllung des Bremsluftbehälters Teile eines Vorsteuerkreises werden, derwiederum in bekannter Weise-das Relaisventil 23 so beeinflusst, dass es unabhängig vom Volumen des Bremszylinders immer die richtigen, der Zugart entsprechenden Brems- und Lösezeiten einsteuert, wobei der Löseverlauf auch die Ober-
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der vorgeschriebenen Füllzeit für den Bremsluftbehälter beeinflusst.
Schliesslich ist in Fig. 4 der baukastenmässio Aufbau eines Dreidrucksteuerventils aus dem Grundventil 1 dargestellt, bei welchem an die Stelle des Relaisventils 23 der Fig. 3 ein Druck- übersetzer 27 getreten ist, der, ebenfalls als selbständige Baueinheit gestaltet, mit vom Verhältnis
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an den jeweiligen Beladungszustand und/oder an die jeweilige Fahrgeschwindighssit durchführt.
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selbständigen Baueinheiten möglich ist, ein Dreidrucksteuerventil in einfacher Weise jeder in der Praxis vorkommenden Verwendungsart eines solchen anzupassen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dreidrucksteuerventil für Druckluftbremsen, insbesondere von Schienenfahrzeugen, gekenn- zeichnet durch eine derartige Ausbildung seiner Einzelteile, dass diese nach dem an sich bekannten Baukastenprinzip zu jeweils einer, den auftretenden Betriebsforderungen entsprechenden Steuerventilart wahlweise zusammensetzbar sind, wobei die Einzelteile aus einem einen Steuer- und Rückführkolben enthaltenden Grundventil (I) und die nachstehend angeführten an sich bekannten Einrichtungen umfassenden Baueinheiten bestehen :
a) Düsen (3,5) zur Erzielung beliebig langer
Brems- und Lösezeiten, sowie Füllzeiten für den Bremsluftbehälter, b) umschaltbaren Düsensatz (7,9, 15) zur Er- zielung der für verschiedene Zugarten vorge- schriebenen Brems-und Lösezeiten, sowie eine Überwachungseinrichtung (19) für die
Füllung des Bremsluftbehälters, c) umschaltbarer Düsensatz (7, 25, 15) zur Er- zielung der für verschiedene Zugarten vor- geschriebenen Brems- und Lösezeiten inner- halb eines auch als Grundventil (1) sowie die Überwachungseinrichtung (19) für die Fül-
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Vorsteuerkreises sowie ein durch diesen Vor- steuerkreis beeinflusstes Relaisventil (23) zur unmittelbaren Zumessung der Bremszylinder- drücke, d) Zusammenstellung gemäss c) unter Ersatz des
Relaisventils (23)
durch einen in Abhängig- keit von der Fahrzeugbelastung und/oder - Geschwindigkeit gesteuerten Drucküber- setzer (27).