AT201025B - Verfahren und Pasten zur Erzeugung von Oxydationsfärbungen bzw. -drucken - Google Patents

Verfahren und Pasten zur Erzeugung von Oxydationsfärbungen bzw. -drucken

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AT201025B
AT201025B AT201025DA AT201025B AT 201025 B AT201025 B AT 201025B AT 201025D A AT201025D A AT 201025DA AT 201025 B AT201025 B AT 201025B
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Erich Dr Lehmann
Helmut Dr Kleiner
Hans-Joachim Dr Manderla
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Bayer Ag
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  Verfahren und Pasten zur Erzeugung von Oxydationsfärbungen bzw. -drucken 
Es wurde gefunden, dass sich Oxydationsfärbungen bzw. - drucke auf Materialien pflanzlichen, tie- rischen oder synthetischen Ursprungs in vorteilhafter Weise herstellen lassen, wenn man neben den in der Oxydationsfärbung üblichen Zusätzen Azomethine aromatischer   Amine - für sich allein   oder im Gemisch mit aromatischenOxyverbindungen - in Gegenwart sauer reagierender bzw. säureabspaltender Mittel verwendet. 



   Die erfindungsgemäss zu verwendenden Azomethine aromatischer Amine zeichnen sich durch ausgezeichnete Haltbarkeit in neutralen oder schwach alkalischem Medium aus. Bei Anwendung aromatischer Amine ohne löslichmachende Gruppen ist die Kombination mit Aldehydkomponenten, die löslichmachende Gruppen, wie Sulfonsäure bzw. Carbonsäuregruppen aufweisen, unter Ausbildung wasserlöslicher Schiffscher Basen von besonderem technischen Vorteil. 



   Die Azomethine werden, gegebenenfalls im Gemisch mit aromatischen Oxyverbindungen, nach den für   die Oxydationsfärbung   bekannten Methoden unter Zusatz säureabspaltender Agentien, wie Salzen oder Estern organischer. oder anorganischer Säuren auf Materialien pflanzlichen, tierischen oder synthetischen Ursprungs durch Färben, Klotzen oder Drucken aufgebracht. Die   Färbe- bzw.   Druckansätze enthalten die   üblichen Hilfsstoffe, wie   Oxydationsmittel, Oxydationskatalysatoren, Lösungs-, Netz- und Dispergiermittel. Die Farbstoffbildung erfolgt unter der Einwirkung erhöhter Temperaturen, wobei die Azomethine sauer gespalten und die rückgebildeten aromatischen Amine durch die im Ansatz vorhandenen   Oxydationsmitte1 ;     z. B.

   Chromate, Bichromate,   Peroxyde   oder Chlorate, bei Gegenwart geringer Katalysatormengen,   wie Eisen-, Kupfer- oder Vanadinsalzen, zu Farbstoffen oxydiert werden. Auf den Zusatz saureabspaltender Mittel zu den   Färbe-bzw. Druckansätzen   kann verzichtet werden, wenn das geklotzte oder bedruckte Material einer sauren Nachbehandlung,   z. B.   einem sauren Dämpfprozess unterworfen wird. Ebenso können Verfahren der Nachoxydation,   z. B.   die Nachbehandlung mit   Chromessigsäurebädern.   Anwendung finden. Auch lassen sich neben der Färbung in gleichfarbenen Tönen Mehrfarbendrucke unter Mitverwendung anderer Farbstoffe, z. B.

   Küpenfarben, herstellen oder durch Aufdrucken basischer Mittel, wie Zinkoxyd, Weiss- und Buntreserven erhalten. 
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 oder p-sulfonsaurem Natrium werden in 250 Vol. -Teilen Wasser gelöst, mit 70 Gew.-Teilen Thiodiglykol und 10 Gew.-Teilen 20   tigers   Ammoniakwasser versetzt und in 500   Gew.-TeileWeizenstärke-Traganth-   Verdickung   eingerührt.   Dann werden der Paste 40   Gew. -Teile Ammoniumoxalat, 40 Gew. -Teile Natrium -   chlorat und 20   Vol.-Teile   einer 1 eigen Ammoniumvanadatlösung zugefügt und die Mischung mit Wasser auf 1000   Gew.-Teile   eingestellt. 



   Nach dem Aufdrucken auf Baumwolle, Zellwolle, Reyon oder Acetatseide wird   5 - 10   Minuten gedämpft, gespült und geseift. Man erhält schwarze Drucke mit sehr guten Echtheitseigenschaften. 



   Die Druckpaste ist über mehrere Wochen unverändert haltbar. 



     Beispiel 2 :   80 Gew.-Teile des Azomethins aus   1, 4-Diaminobenzolund benzaldehyd-3-sulfon-   saurem Natrium werden, wie in Beispiel 1 angegeben, in eine Druckpaste eingearbeitet. Auf Baumwolle, 

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   Zellwolle und Acetatseide werden tiefbraune Drucke mit guten Echtheitseigenschaften erhalten. Die Druckpaste ist iíbermehrere Wochen haltbar. 



  Beispiel 3: 100 Gew.-Teile des Natriumsalzes des Azomethins aus 4-Diäthylamino-1-aminobenzol undo-, m-oder p-benzaldehydsulfonsaurem Natrium werden in 600 Vol. -Teilen Wasser gelöst, mit 70 Gew.-Teilen Thiodiglykol, 10 Gew.-Teilen 20 loigem Ammoniakwasser, 40 Gew.-Teilen Traganth, 40 Gew.-Teilen Ammoniumoxalat, 40 Gew.-Teilen Natriumchlorat und 20 Gew.-Teilen einer 1 zuigen Ammoniumvanadatlösung versetzt. Der Ansatz wird mit Wasser auf 1000 Gew.-Teile eingestellt. 



  Die Ware, z. B. Baumwolle, wird geklotzt, getrocknet und 5 - 10 Minuten gedämpft. Nach dem Spülen, Seifen und Trocknen erhält man graubraune Färbungen mit guten Echtheitseigenschaften. 



  Der Klotzansatz ist über mehrere Wochen haltbar. 



  Beispiel 4 : 60 Gew.-Teile des Azomethins aus 2, 4-Diaminotoluol und benzaldehyd-4-sulfonsaurem Natrium werden in 250 Vol. -Teilen Wasser gelöst, mit 50 Gew.-Teilen Thiodiglykol und 10 Gew. - Teilen 20 %igem Ammoniakwasser versetzt und in 500 Gew.-Teile Weizenstärke-Traganth-Verdickung eingetragen. 



  Hiezu werden40 Gew. -Teile Ammoniumchlorid oder Natriumoxalat, 40 Gew.-Teile Natriumchlorat oder Natriumpersulfat oder an Stelle des Ammonchlorids und Natriumchlorats 100 Gew.-Teile einer Am-   
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Die Mischung wird auf 1000 Gew.-Teile eingestellt. 



   Auf Baumwolle oder regenerierte Cellulose aufgedruckt und entwickelte werden echte gelbbraune Drucke erhalten. Die Druckpaste ist längere Zeit haltbar. 



     Beispiel 5 :   80 Gew.-Teile des Azomethins aus 3-Aminophenol und   benzalehyd -2-sulfonsaurem   Natrium werden in 250 Vol. -Teilen Wasser gelöst und mit 70 Gew.-Teilen Thiodiglykol und 20 Gew. - 
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 einer 2 %igen Kaliumferricyanidlösung zugesetzt. 



   Die Mischung wird auf 1000 Gew.-Teile eingestellt. 



   Auf Baumwolle, Zellwolle und andern Textilien werden rotbraune Töne mit guten Echtheitseigenschaften erhalten. 



   Die Druckpaste ist mehrere Wochen lagerfähig. 



   Verwendet man in diesem Beispiel an Stelle des Azomethins aus 3-Aminophenol und benzaldehyd-2- 
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 beitet. Man erhält beim Drucken auf Baumwolle, Zellwolle und Acetatseide echte, schwarze Drucke. 



   Die Druckpaste ist über mehrere Wochen gebrauchsfähig. 



     Beispiel 7 70 Gew. -Teile   des Azomethins aus   4,     4' -Di minodiphenylamin   und benzaldehyd-3sulfonsaurem Natrium werden in 250 Vol. -Teilen Wasser gelöst und mit 60 Gew.-Teilen Thiodiglykol und 10 Gew.-Teilen 20 %igem Ammoniakwasser versetzt. Nach Einrühren in 500 Gew.-Teile Weizen-   stärke-Traganth-Verdickung   werden noch 40   Gew.-Teile Ammoniumaxalat,   40 Gew.-Teile Natriumchlorat und 20 Vol.-Teile einer 1%igen Ammoniumvanadatlösung zugesetzt und die Paste auf 1000 Gew. Teile mit Wasser aufgefüllt. 



   Beim Drucken auf Baumwolle und andere Textilien werden tiefschwarze Drucke mit guten Echtheitseigenschaften erhalten. 



   Beispiel 8 : 80 Gew.-Teile des Azomethins aus   2, 4, 4' -Triaminodiphenyl   und benzaldehyd-2, 4iisulfonsaurem Natrium werden, wie in Beispiel 4 angegeben, zu einer Druckpaste verarbeitet. Auf Baumwolle, Zellwolle und Acetatseide werden tiefbraune Drucke mit guten allgemeinen Echtheiten erhalten. Die Druckpaste ist über mehrere Wochen haltbar. 
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    : 24Gew.-Teile desAzomethins ausFurfurolundl, 3-Diaminobenzolwerdenin96Gew.-Teile     einerWeizenstärke-Traganth-Verdickung   eingearbeitet und weiterhin mit 30 Gew.-Teilen Ammonchlorid, 20 Gew.-Teilen Natriumchlorat und 15 Vol. -Teilen einer   l % igen   Ammoniumvanadat-Lösung versetzt. 



   Die Mischung wird auf 1000 Gew.-Teile gestellt. Auf Baumwolle, Zellwolle oder Acetatseide aufgedruckte werden nach Dämpfung echte braune Töne erhalten. Die Druckpasten sind längere Zeit ohne 

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 Zersetzung lagerfähig. 



   In analoger Weise erhält man unter Verwendung des Azomethins aus   Furfurol und 1, 5-Diamino-   naphthalin dunkelblaugraue Färbungen, mit dem Azomethin aus Terephthalaldehydund4-Aminodiphenylamin echte Graufärbungen und mit dem Azomethin aus Terephthalaldehyd und   2,     4-Diamino-1-methyl-   benzol echte braune Töne. Die Druckpasten sind in allen Fällen längere Zeit ohne Zersetzung haltbar. 



   Beispiel 10 : 100   Gew. -Teile des Azomethins aus 2 Molbenzaldehyd -2-sulfonsaurem   Natrium und 
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Teile Thiodiglykol, 10 Gew.-Teile einer 20 %igen Ammoniaklösung, 500   Gew.-Teile Weizenstärke-  
Traganth-Verdickung eingegeben, weiterhin 20   Gew.-Teile Ammonoxalat,   30   Gew.-Teile Natrium-   chlorat und 20 Gew.-Teile einer 1 %igen Ammoniumvanadat-Lösung eingerührt und die Druckpaste auf
1000 Gew.-Teile gestellt. 



   Auf Baumwolle, Zellwolle oder Acetatseide aufgedruckt und durch Dämpfen entwickelt, werden echte schwarze Färbungen erhalten. Die Druckpasten sind ausgezeichnet lagerfähig. 



     Beispiel 11 :   80 Gew.-Teile des Azomethins aus   4-Aminodiphenylamin   und   benzaldehyd-2-sul-   fonsaurem Natrium werden in 600 Vol. -Teilen Wasser bei   50 - 600   C gelöst, mit 10 Gew.-Teilen Am- moniak (20   % zig),   30 Gew.-Teilen Thiodiglykol, 100 Gew.-Teilen Ammonchlorat-Lösung (13  Bé),
20 Vol. -Teilen einer   l % igen   Ammoniumvanadat-Lösung versetzt und auf 11 aufgefüllt. 



     DieKlotzlösung   wird auf Baumwolle, Zellwolle oder Acetatseide in üblicher Weise aufgebracht, das geklotzte Material getrocknet und anschliessend 10 Minuten gedämpft, gespült und getrocknet. Man erhält tiefschwarze Färbungen mit vorzüglichen Echtheiten. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Erzeugung von Oxydationsfärbungen bzw. -drucken, dadurch gekennzeichnet, dass manAzomethine aromatischer   Amine - für   sich allein oder im Gemisch mit aromatischen Oxyverbindungen-in Gegenwart sauer reagierender bzw.   säureabspaltender   Mittel auf Materialien pflanzlichen, tierischen oder synthetischen Ursprungs oxydiert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass man als farbstoffbildende Komponenten aromatische Azomethine verwendet, die im Rest der Aldehydkomponente wasserlöslichmachende Gruppen enthalten.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als farbstoffbildende Komponenten Azomethine aus p-Amino-diphenylamin oder Phenylendiaminen und einer Benzaldehyd-monosulfonsäure verwendet.
    4. Pasten zur Erzeugung von Oxydationsfärbungen bzw. -drucken, dadurch gekennzeichnet, dass sie als farbstoffbildende Komponenten Azomethine aromatischer Amine - für sich allein oder im Gemisch mit aromatischen Oxyverbindungen - enthalten.
    5. P asten nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie als farbstoffbildende Komponenten aro- maische Azomethine enthalten, welche im Rest der Aldehydkomponente wasserlöslichmachende Gruppen aufweisen. EMI3.2
AT201025D 1957-01-16 1958-01-03 Verfahren und Pasten zur Erzeugung von Oxydationsfärbungen bzw. -drucken AT201025B (de)

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