AT200908B - Verfahren zur Modifizierung von Talkummehl - Google Patents

Verfahren zur Modifizierung von Talkummehl

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AT200908B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Modifizierung von Talkummehl 
Einer allgemeinen Verwendung von Talkum z. B. als Papierfüllstoff steht die Notwendigkeit seiner Verpackung in Säcken, eine geringe Fülldichte und hohe Staubentwicklung bei der Verpackung entgegen, obgleich es in papiertechnischer Hinsicht vielen andern Füllstoffen weit überlegen ist. Während die Leimung durch andere Füllstoffe wesentlich verschlechtert wird, weist talkumgefülltes Papier eine bessere Leimung auf als ungefülltes. Der Einfluss des Talkums auf die Festigkeitseigenschaften erlaubt es, bei gleichbleibenden Papiereigenschaften auf einen höheren Aschengehalt zu arbeiten als bei Verwendung eines andern Füllstoffes. 
 EMI1.1 
 erwähnten verfahrenstechnischen Schwierigkeiten beseitigen und das Talkum in der   Einsatzweise   dem Kaolin angleichen. 



   Ein früheres Patent befasst sich mit dieser Frage und löst sie durch Brikettierung des Talkums (österr. Patentschrift Nr. 178346). Dieses Verfahren konnte sich jedoch nicht einführen, da die Brikettierung die Aufschlämmung des Talkums in Wasser erschwert, oder wo dies nicht zutrifft, das brikettierte Gut nicht die erwarteten Eigenschaften aufweist. Vor allem aber bringt die Brikettierung eine Verteuerung des Produktes mit sich, die nur in besonderen Fällen tragbar ist. 



   Nach der amerikanischen Patentschrift Nr. 1, 424, 306 werden Füllstoffe für Papier mit einer Schicht von Seife überzogen. Diese Behandlung bezieht sich jedoch auf das Verhalten der Füllstoffe hinsichtlich der Leimung des Papieres und der Retention auf dem Papiermaschinensieb. 



  Ausgedehnte praktische Anwendung konnte das Verfahren nicht finden. 



   Mit dem erfindungsgemässen Verfahren wird eine Modifizierung des wasserabweisenden Talkummehles in der Richtung vorgeschlagen, dass dem Talkummehl hygroskopische Substanzen zugeführt werden und dem so behandelten Mehl Wasser in feinverteiltem Zustand oder in Form von Luftfeuchtigkeit zugesetzt wird. Das Schüttgewicht des Talkummehles wird hiebei so erhöht, dass die Waggonverladung des unverpackten Produktes wirtschaftlich und das lästige Stauben völlig ausgeschlossen ist. über die Ersparung der Säcke hinaus wird die Hantierung beim Transport wesentlich vereinfacht. 
Die Auswahl der beizumischenden hygroskopischen Substanz kann je nach Verwendungzweck des Talkums vorgenommen werden, so dass eine Beeinträchtigung der späteren Verarbeitung des Talkums vermieden wird.

   Die spätere Verar- 
 EMI1.2 
 So hat sich für die Papierindustrie der Zusatz von Chlormagnesium   (MgCI2)   oder Chlorkalzium   (CaCL)   in einer Menge von 1 bis   3%   besonders bewährt. Die Aufschlämmung in Wasser ist rascher durchführbar, womit mit den übrigen Vorteilen bei der Hantierung noch eine Kraftersparnis verbunden ist. Zu feineren Sorten, etwa für die kosmetische Industrie, können z. B. Produkte auf Sorbitolbasis verwendet werden. Auch Produkte mit hochentwickelter Oberfläche, die selbst nicht wasserlöslich sind, wie z. B. Silicagel, können zur Beimischung herangezogen werden. 



   Die Aufnahme von Wasser durch das Talkum, mit Hilfe einfacher Besprühung, geht ohne Zusatz hygroskopischer Substanzen nur mangelhaft und unbefriedigend vor sich. Sie kann jedoch in geeigneten Mischvorrichtungen erzwungen werden, so dass die oben angeführten Vorteile des vereinfachten Transportes auch auf diesem Wege erzielt werden können. Bei längerem Transport oder bei der Lagerung wird dieses Wasser jedoch wieder ganz oder teilweise abgegeben, wodurch der Zweck der blossen Wasserbehandlung in Frage gestellt wird. 



   Beispiel 1 :
Das der Mühle zuzuführende Grobgut wird mit 1 bis   3%   Chlorkalzium oder Chlormagnesium in Stücken oder als Pulver versetzt. Die Mahlung bewirkt gleichzeitig eine innige Vermischung beider Produkte. Das so erhaltene Talkummehl ist nicht mehr wasserabstossend, sondern zieht Wasser aus der Luftfeuchtigkeit an. Aufgesprühtes Wasser wird gleichmässig aufgenommen. Die Besprühung kann in Bunkern oder bei der Waggonverladung erfolgen. 



   Beispiel 2 :
Bereits feingemahlenes Talkum wird in einem geeigneten Mischer mit 3 /o eines Produktes auf Sorbitolbasis innig vermischt. Nach beendeter Durchmischung wird das Produkt einer feuchten Atmosphäre ausgesetzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Modifizierung von als Papierfüllmittel geeignetem Talkum im Hinblick auf eine bessere Transportierbarkeit, dadurch gekennzeichnet, dass dem Talkummehl hygroskopische Substanzen zugefügt werden und dem so behandelten Mehl Wasser in feinverteiltem Zustand oder in Form von Luftfeuchtigkeit zugesetzt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als hygroskopische Substanz EMI2.1 (MgCI2) verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als hygroskopische Substanzen Produkte auf Sorbitolbasis zugesetzt werden. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Netzmittel aller Art, z. B.
    Nekal, beigemischt werden.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nichtwasserlösliche aber hygroskopische. Substanzen, z. B. Diatomeenerde, zugesetzt werden.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz von Wasser durch Bedüsen oder durch Behandlung mit Aro- solen, welche mechanisch oder aus Dampf gewonnen wurden, erfolgt.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz von Wasser bereits in den Mischvorrichtungen erfolgt.
AT200908D 1957-01-09 1957-01-09 Verfahren zur Modifizierung von Talkummehl AT200908B (de)

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