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Verfahren und Vorrichtung zum Bestreuen von bandförmigen Bahnen oder Folien
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bestreuen von band- förmigen Bahnen oder Folien, z. B. Papier, Pappe, Gewebe, Gespinste, Metall, Kunststoff, mit Streugut von körniger oder pulverförmiger Beschaffenheit, insbesondere zur Herstellung von Dachpappen, Isolierpappen, Dichtungsbahnen, Dämmmatten u. dgl.
Zum Bestreuen von Werkstoffbahnen, insbesondere von Dachpappen mit einem körnigen oder pulverförmigen Material, lässt man bekanntlich das Streugut aus einem über der Werkstoffbahl1 angebrachten Streugutbehälter unmittelbar auf die Werkstoffbahn abfallen, wobei man die Streugutmenge durch eine am Auslauf-Ende des Streugutbehälters befindliche Klappe regulieren kann. Hiebei ist es bekannt, ein endloses Förderband als Transportvorrichtung für das Streugut von dem Streugutbehälter zu der Stelle zu benutzen, an der die Werkstoffbahn mit dem Streugut in Berührung gebracht wird.
Da die Menge des aufgestreuten Gutes immer grösser als diejenige sein muss, die von der mit einem Klebstoff versehenen Werkstoffbahn fest haftend aufgenommen werden kann, und da das nicht gebundene Streugut von der Werkstoffbahn wieder abgenommen werden muss, hat man bereits vorgeschlagen, die Werkstoffbahn über einen rotierenden Zylinder um ca. 180 zu wenden, so dass der Streugutüberschuss abfallen bzw. abgeschlagen werden kann. Dieser überschuss geht entweder verloren oder man sammelt diesen in Behälter od. dgl. Von dort wird er über umständliche und kostspielige Anlagen wieder in den Streugutbehälter zurückgeführt.
Die Erfindung hat eine weitere Ausgestaltung und Verbesserung des Bestreuungsverfahrens und der Vorrichtung zum Gegenstand. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass der von der Bahnfläche nicht festhaftend aufgenommene Streugutüberschuss von der die Zuführung des Streugutes bewirkenden Transportvorrichtung übernommen und mit dem Streugut aus dem höhenveränderlich angeordneten Streugutbehälter vereinigt wird.
Auch das seitlich der Bahn ungenutzt herabfallende Streugut wird nach Auffangen der Transportvorrichtung mittel-oder unmittelbar mechanisch zugeführt.
Das als Transportvorrichtung verwendete endlose Förderband, das aus einem Behälter Streugut aufnimmt, liegt gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung im Bereich des abfallenden Streugutüberschusses von der nach oben umgelenkten Bahn und bewegt den Abfall in Richtung zu dem Streugutbehälter, wobei dieser Behälter gegenüber dem Förderband in der Höhe verstellbar, vorteilhaft mittels Exzenter heb-und senkbar, und in der Querrichtung verschiebbar angeordnet ist.
Bei dieser Verfahrensweise und Anordnung er- übrigt sich jegliches weitere, den Streugutüberschuss zurücktransportierende, kraftverbrauchende und Verschluss verursachende Aggregat, ferner eine besondere Bedienung der Bestreuungsapparatur ; denn bei einer Arbeitsunterbrechung bzw. bei einer Stillegung der gesamten Bestreuungsvorrichtung kommt das Streugut, nachdem es sich auf dem ausreichend breit bemessenen Förderband in Auswirkung seines Böschungswinkels ausgebreitet hat, zur völligen Ruhe. Bei Beginn der Produktion ist lediglich der Abstand zwischen der Aus- lauföffnung des Streugutbehälters des zu verwen- denden Streugutes einzustellen. Die Dosierung der aufzustreuenden Menge kann hiebei ferner durch eine Veränderung der Laufgeschwindigkeit des Förderbandes erreicht werden.
Die Höhenverstellbarkeit des Behälters dient nicht nur zur Einstellung der Stärke des abzustreuenden Gutes, son- dern. auch zur Berücksichtigung der Menge des von der Bahnfläche abgefallenen Streugutes, um Stauungen beim Zusammentreffen des auf dem Förderband herangetragenen und des aus dem Behälter herausfallenden Streugutstromes zu vermeiden.
Damit die beiden äusseren Ränder der Werkstoffbahn immer und ausreichend mit Streugut bedeckt werden, muss der Streugutstrom breiter als die Werkstoffbahn sein, insbesondere wenn die Werkstoffbahn nicht genau auf Spur läuft. Es fällt daher immer etwas Streugut ungenutzt seitlich der Werkstoffbahn herab. Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass auch dieser Streugutüberschuss auf kürzestem und einfachem Wege wieder in den Arbeitsgang zurückgelangt. Hiezu dienen seitlich der Bestreu-
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fallene Streugut. Eine Fördervorrichtung sammelt zugleich das von der Fangvorrichtung ankom- mende Streugut und gibt dieses dem Streugutbe- hälter wieder zu.
Zweckmässig werden zu beiden Seiten des Förderbandes Räder mit trogförmigem
Querschnitt am Umfang aufgestellt, die in einzelne Segmente unterteilt sind.
Im Verlauf der Drehbewegung des Rades sammelt sich das Streugut in den Segmenten, das hochgefördert wird und über ein Leitblech auf das Förderband oder in den Streugutbehälter zurückfällt. Auf diese Weise geht kein Streugut verloren und wird unmittelbar bei demselben Arbeitsprozess wieder eingesetzt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Bestreuungsvorrichtung gemäss der Erfindung im Längsschnitt, und zwar nach der Linie II der Fig. 2, während Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 veranschaulicht.
In einem Rahmengestell sind zwei die Werkstoffbahn 2 umlenkende Zylinder 3 und 4 übereinander angeordnet und hiebei seitlich etwas versetzt, so dass die in Richtung der Pfeile 5 bewegte Bahn 2 unter einer Neigung zur Horizontalen oberhalb des ersten Zylinders 3 ein Stück zurückgeführt ist. Die Bestreuungsvorrichtung besteht aus einem Streugutbehälter 6 und einem darunter angeordneten Förderband 7, das um die Walzen
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gutbehälter 6 hat einen in Horizontalebene liegenden Auslaufschlitz 11, dessen Abstand von der oberen Fläche des Förderbandes 7 verstellt wer- den kann.
Die Veränderung des Abstandes zwischen dem Förderband 7 und dem Auslaufschlitz 11 des Streugutbehälters 6 kann durch unmittelbares Heben oder Senken des Behälters selbst, vorteilhaft mittels drehbarer Exzenterrollen 12 bewirkt werden, auf denen der Behälterrahmen aufliegt. Durch Drehung der exzentrisch gelager- ten Rollen kann der Behälter 6 mehr oder wenger gehoben bzw. gesenkt werden. Eine weitere Möglichkeit der Dosierung des aufzustreuenden Gutes kann durch eine Veränderung der Laufgeschwindigkeit des Förderbandes 7 erzielt werden.
Ein Abstreicher 13 leitet das auf dem Zylinder 3 befindliche und von der umgelenkten Bahn 2 abgefallene Streugut auf das Förderband 7.
Der Streugutbehälter 6 wird mit der Auslauf- öffnung 11 vorteilhaft so lang gehalten, dass auch die äusseren Ränder der zu bestreuenden Bahn 2 ausreichend mit Gut bestreut werden. Zur Nutzbarmachung des seitlich neben der Bahn 2 abfallenden Streugutes dient eine Fördervorrichtung, die in dem Ausführungsbeispiel als Schaufelrad 14 ausgebildet ist. Das Rad 14 ist am Umfang trogförmig ausgebildet, wobei der Trograum 15 durch Leisten 16 od. dgl. in mehrere Segmente bzw. Fächer 17 unterteilt ist. Das Leitblech 18 dient zum Auffangen des seitlich neben der Bahn abfallen-
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dient zum Weiterleiten des aus den Fächern 17 des Rades-14 ausgeworfenen Streugutes in den Behälter 6. Das Rad 14 kann auf derselben Achse 20 wie die vordere Umlenkwalze 9 für das Förderband 7 angeordnet werden.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemässen Vorrichtung ist wie folgt :
Von einer Belagapparatur kommend, wo die Werkstoffbahn 2 mit einem Haftmittel überzogen wird, läuft die Bahn 2 unter dem Förderband 7 über die Umlenkzylinder 3 und 4. Aus dem Streugutbehälter 6 wird Streugut von dem rotierenden Förderband 7 übernommen und fällt von diesem auf die Oberseite der Bahn 2. Diese nimmt mit ihrem Haftmittel einen sie völlig abdeckenden Teil des Streugutes mit, während der überschuss an Streugut bei der Umlenkung durch die Zylinder 3 und 4 abfällt. Der nicht haftende Teil des
Streugutes gelangt auf dem Zylindermantel des
Zylinders 3 zum Abstreicher 13 und wird von diesem abgehoben und auf das Förderband 7 ge- leitet.
Das Förderband 7 führt diesen Streugutteil unter dem Streugutbehälter 6 hindurch, wobei die
Streugutmenge aus diesem ergänzt wird, und wirft das Steugut auf die Oberseite der Werk- stoffbahn 2 erneut ab.
Das Streugut 21, welches rechts und links neben der Bahn 2 ungenutzt herabfällt, gelangt bei der
Abstreuung der Oberseite der Bahn 2 auf die zu beiden Seiten befindlichen Leitbleche 18 und über diese in die Fächer 17 der Räder 14, die das in den Fächern liegende Streugut heben und in der oberen Lage auf die Leitbleche 19 abwerfen. Von diesen rutscht das Streugut in den Behälter 6 zurück. Man kann auch die Anordnung so treffen, dass man das von beiden Seiten der Bahn abfallende Streugut zu ein- und demselben Rad 14 durch entsprechende Führung der Leitbleche leitet.
Es kann vorkommen, dass die Bahn 2 aus der Bewegungsrichtung seitlich abweicht. Um dieser Bewegung mit der Auslauföffnung des Behälters 6 nachkommen zu können, kann der Streugutbehälter 6 seitlich verschiebbar gelagert werden.
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