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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gusskernen.
Nach dem bekannten Verfahren zur Herstellung von Gusskernen für Röhren, Zylinder und dgl. wird um eine Kornstange Stroh oder Heu gewickelt und auf diese Grundlage die äussere Lehmumbüllung aufgebracht. Die Herstellung und Benutzung solcher Kerne erfordert jedoch eine grosse Geschicklichkeit sowie Kosten und es ist auch schwierig, die erste Umhüllung so fest auf die Kernstange zu bringen, dass sie als eine sichere Grundlage für den äusseren Lehmmantel dienen kann.
Vorliegende Erfindung vermeidet diese Übelstände dadurch, dass eine Schicht loses verbronnbares Material, z. B. Sägospäne oder dgl., auf eine in Umdrehung versetzte Kernstange mittelst eines spiralig auf diese zu wickelnden Bandes gebracht wird, das ebenfalls aus einem durch Hitzo zerstörbaren Material bestehen kann, und nach vollendeter Umwicklung mit einer Schicht Lohm versehen wird.
Das lose verbrennbare Material wird durch einen Trichter dem von einer Haspel kommenden und über eine Rolle laufenden Hände zugeführt, das in spiraligen, einander übergreifenden Windungen auf die in Umdrehung versetzte Kernstange aufläuft und das Material zwi. 'hen sich und der Kernstange festhält.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausfülhrungsbeispiele zur
Veranschaulichung gebracht, d. zw. ist
Fig. I eine Seitenansicht der zur Herstellung des Giesskcrnea dienenden Vorrichtung, Fig. 2 zeigt eine ansicht derselben in Richtung des Pfeiles 2 in Fig. 1, Fig. 3 ist eine
Ansicht des Giosskorncs mit einert mmantclung im Schnitt, Fig, 4 zeigt einen in grösserem
Massstabe dargestllten teilweisen Längsschnitt durch den Giesskern, Fig. 5 veranschaulicht denselben in einem teilweisen, ebenfalls grösser gezeichneten Querschnitt und Fig. 6 lässt eine andere Art des bei der Herstellung des Kernes benutzten verbrennbaren Materials erkennen.
In die beiden Lagerböcke 1 und 2 wird die Kernstange 3 vorübergehend eingelegt.
Der Lagerbock 1 hat einen abnehmbaren Deckel 4, um das Einbringen des Kernstangen- zapfens. 5 in die Nabe 6 der Antriebsscheibe 7 zu ermöglichen und die Nabe wird mit
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Plattform besitzt zwei Böcke 14, in denen die Welle einer Haspel oder Weife gelagert ist, auf weicher sich das aus verbrcnnbarem Material bestehende Band 15 befindet. Dieses Band hat eine geeignete Breite und wird bei der Umdrehung der Kernstange um diese herumgewickelt. Das mit seinem einen Ende auf der Kernstange befestigte Band wird über eine Leerlaufrolle 16 geführt, die in Ilängearmen 17 gelagert ist, welche mit Längsschlitzen 18 und Klemmbolzen versehen sind.
Auf die Welle der Haspel wirkt eine an ihrem freien Ende gokrUmmto Feder 19 in solcher Weise ein, dass das Band mit der erforderlichen Festigkeit um die Kernstange gewunden wird. Der Zufübmngstrichter 20 für das vorbrennbare Material ist beweglich um einen Zapfen 201 angeordnet, mit welchem
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und durch eine Klemmschraube 204 in beliebiger Lage festgestellt werden kann. Hiedurch ist es möglich, die Lage der Ansnussmündung des Trichters 20 in bezug auf das Band 151 sowie die Kernstange zu regeln, d. 11, diss Dicke, in welcher das zugeführte verbrennhare
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die vorhergehende, so dass Zwischenräume in dem auf der Kernstange hergestellten Mantel sicher vermieden werden.
Nach Fig. 6 ist das Zufl1hrungsbsnd in Form eines Sackes 21 hergestellt, welcher das verbrennbare Material enthält. Natürlich wird dieser Sack nach Einfüllung des Materials und vor seiner Aufwicklung auf die Kernstange geschlossen. Die Aufwicklung dieses sackförmigen Bandes, das ebenfalls aus verbrennbarem Material hergestellt sein kann, ist in der mit Bezug auf das Band 151 beschriebenen Weise zu bewirken.
Die benutzte Kernstange zeigt die bekannte Form und ist mit einer Anzahl kleiner Luftlöcher 22 versehen. Nachdem die anfängliche lose Lage von verbrennbarem Material auf die Kernstange gebracht worden ist, wird dieselbe mit einer Lehmschicht 23 umgeben und hierauf in einem Ofen das Trocknen bewirkt. Der so fertig gestellte Kern wird in bekannter Weise mit einer Graphitschicht versehen und in eine Form 24 gebracht, die von einem Kasten 25 umgeben ist. Nachdem das geschmolzene Metall in den Zwischenraum zwischen dem Kern und der Form eingegossen worden ist, wirkt die äussere Lehmummantelung des Kernes genügend als Nichtleiter und verhindert, dass die Hitze des gegossenen Metalles das verbrennbare Material zerstört.
Zuletzt aber, wenn sich das Metall gesetzt hat und fest geworden ist, dringt die Hitze desselben in genügendem Masse durch die Lehmschicl1t des Kernes hindurch und bewirkt eine Zerstörung des verbrennbaren Materials. Hierauf kann die Kernstange herausgezogen und wieder benutzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Gusskernen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schicht losen verbrennbaren Materiales auf eine rotierende Kernstange mittels eines spiralig auf diese zu wickelnden Bandes gebracht und letzteres dann mit einem feuerfesten Material, z. B. Lehm oder dgl., ummantelt wird.