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Gesteinsschlagboh, rer mit Wasserspülung Bei Bohrhämmern mit Wasserspülung treten Störungen dadurch auf, dass sich die Bohrerhülse mit dem
Einsteckende durch die Umsetzbewegung im Vordergehäuse des Zylinders festfrisst oder ausreibt. Die Ur- sache hiefür ist darin gelegen, dass das aus dem Spülmittelkanal austretende Spülwasser den Ölfilm von den Gleitflächen drängt. Das Spülwasser wird durch den Kolben und über ein Spülröhrchen dem Einsteck- ende und damit der Bohrstange zugeführt, um auf der Bohrsohle das Bohrklein auszuwaschen.
Durch die
Auf- und Abbewegung des Kolbens während der Hammerschläge und die entsprechenden Bewegungen des'
Einsteckendes tritt Spülwasser zwischen dem Spülkanal und dem Spülröhrchen in den Raum zwischen Kol- benende und Einsteckende ein und wird durch den Luftdruck des niedergehenden Kolbens während des
Schlaghubes in alle Fugen der angrenzenden Hammerteile gedrückt. Durch diesen Vorgang gelangt das
Spülmittel auch entlang des Vordergehäuses zur Gleitfläche der Bohrerhülse im Zylinderende und wäscht das dort vorhandene Schmiermittel aus, so dass diese beiden Gleitflächen ohne Schmiermittel aneinander reiben und mit der Zeit die genannten Korrosionserscheinungen verursachen.
Um dem abzuhelfen, wurde bereits vorgeschlagen, an dem kolbenseitigen Ende der Bohrerhülse und in der Zylinderwand eine Bohrung anzuordnen, damit das austretende Spülwasser von dieser Stelle ins Freie gelangen kann. Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese Massnahme allein die Korrosion an den Gleitflächen des Vordergehäuses und der Bohrerfläche nicht verhindern kann.
Um das Auftreten dieser störendenAbnützung beiGesteinsbohrhämmem mit Sicherheit zu vermeiden, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, einen gesonderten Kanal für die Zufuhr von Pressluft vorzusehen, um zwischen die beiden aufeinander gleitenden Flächen Druckluft zu leiten, damit sie dem Eindringen des Spülwassers entgegenwirkt.
In der zum Hammer führenden Pressluftleitung ist üblicherweise ein Leitungsöler eingefügt, der ständig geringe Mengen Öl an die vorbeistreichende Pressluft abgibt. Dieser Ölnebel gelangt mit der Pressluft an alle von Pressluft bestrichenen Flächen und somit auch zu dieser Gleitfläche. Es wird daher durch die Anordnung einer Pressluftleitung zu der Gleitfläche nicht nur das Spülwasser verdrängt, sondern auch die Gleitfläche ständig mit einem Ölfilm versehen.
Der Gegenstand der Erfindung wird an einem Beispiel erläutert. Die Zeichnung zeigt einen Teil eines Bohrhammers mit Wasserspülung im Schnitt.
Im Zylindergehäuse 1 ist die Umsetzhülse 2 eingesetzt, in welcher der Kolbenhals 3 mit den Drallnuten 4 gleitet. Im unteren Ende des Vordergehäuses 1 ist die Bohrerhülse 5 eingesetzt, in die das als Sechskant ausgebildete Bohrereinsteckende 6 eingeschoben ist. Das Spülwasser wird von der Bohrung im Kolben über ein Spülröhrchen 7 in die Bohrung der Bohrstange geleitet. Durch den auf-und abgleitenden Kolben und die Bewegung des Spülröhrchens in der Bohrung tritt Wasser in den Zylinderraum 8 und Wird durch den Luftdruck des niedergleitenden Kolbens in alle Fugen gepresst. Ein Teil der Flüssigkeit trat bei den bisher bekannten Ausführungen durch die Bohrung 9 ins Freie, ein Teil aber gelangte zu der zylindrischen Gleitfläche 10 zwischen Bohrerhülse 5 und Vordergehäuse 1 und verdrängte den dort bestehenden Ölfilm.
Dadurch wurde ein Trockenreiben und in der Folge eine Abnützung der beiden Flächen verursacht, was zu Störungen und Umsetzhemmungen führte.
Um die Spülflüssigkeit von diesen Gleitflächen zurückzudrängen, ist gemäss der Erfindung, vom Einströmkanal ausgehend, ein Kanal 11 vorgesehen, durch welchen mit Öl angereicherte Pressluft zu den Gleitflächen gelangt. Eine weitere Verbesserung kann noch dadurch erzielt werden, dass in der Bohrerhül- se oder in dem entsprechenden Teil des Zylindervordergehäuses schraubenförmige Nuten vorgesehen werden, um die Pressluftverteilung zu begünstigen. Die mit einem Ölnebel vermengte Pressluft strömt dauernd
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entlang der Gleitflächen und drängt das Spülwasser in den Zylinderraum 8 zurück, von wo es ins Freie geblasen wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gesteinsschlagbohrer mit Wasserspülung, dadurch gekennzeichnet, dass ein gesonderter Kanal (11) für die Zufuhr von Pressluft zu den Gleitflächen (10) zwischen Bohrerhülse (5) und Zylindervordergehäuse (1) vorgesehen ist.