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Vorrichtung zur Herstellung von Faserzementrohren
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auf einer gegen die Wickelvorrichtungen A und B schwach geneigten Führungsbahn44welche an den Stel - len unterhalb der beiden Wickelvorrichtungen A, B unterbrochen und durch senkrecht verschiebbare Ab- schnitte 5a und 5b ersetzt ist, welche für die Formung eines Rohres auf den Kernwalzen 3 unter die Ebene der Führungsbahn 4 versenkbar und für die Fortbewegung der Kernwalzen 3 wieder in die normale Lage zurückstellbar sind. Mit 6a ist eine Halte- bzw. Ausrichtvorrichtung für die Wickelvorrichtung A und mit
6b eine derartige Vorrichtung für die Wickelvorrichtung B bezeichnet. 7a und 7b sind an den Wickelvorrichtungen A bzw.
B befestigte Stangen, mittels welchen die Abschnitte 5a und 5b der Führungsbahn 4 nach unten gesenkt werden können, wodurch die Führungsbahn 4 unterbrochen wird. Mit 8a und 8b sind Kolbenstangen bezeichnet, mittels welchen die Abschnitte 5a und 5b wieder angehoben werden. Mit 9 ist eine Zuführungsvorrichtung bezeichnet, welche aus einem hydraulischen Kolben 9a, aus einer Freilaufvorrichtung 9b, aus einer Anhaltevorrichtung 9c und einer Nase 9d besteht. Die Nase 9d stellt die erste von insgesamt fünf entlang der Führungsbahn 4 angeordneten Nasen dar. Die weiteren Nasen sind mit 10-13 bezeichnet und deren Betätigungsstangen, mittels welchen diese Nasen in die Führungsbahn 4 eingeschwenkt und aus dieser Führungsbahn ausgeschwenkt werden können, mit 10b-13b. 10a-13a stellen mit den Betätigungsstangen 10b-13b verbundene Steuerkolben dar.
Mit 14 ist ein nockengesteuerter Ventilsatz bezeichnet, welcher aus den einzelnen Ventilen 14a-14e besteht. 14f ist ein Gesperre zur Drehung der Nockenwelle, an welcher ein Stellungsanzeiger 14g angeordnet ist, 15 ist ein Verteilerventil, welches zur Steuerung der einzelnen Ventile 14a-14e dient. Schliesslich ist mit 16 das Förderband bezeichnete mittels welchem der Faserzementbrei, welcher zur Herstellung der Faserzementrohre verwendet wird, in die Vorrichtung eingebracht wird. 17 bezeichnet das um die Walzen der Wickelvorrichtungen A bzw. B laufende Drucktuch.
Die aufeinanderfolgenden Stellungen der verschiedenen Teile der Vorrichtung während der verschiedenen Arbeitsphasen gehen aus den Fig. 1-6 der Zeichnung hervor.
Fig. 1 zeigt diejenige Phase, in welcher sich die Wickelvorrichtung B nach der Bildung eines Rohres gerade von diesem abhebt, während ein Kern mit einem bereits auf ihm durch die Wickelvorrichtung A gebildeten Rohr an der vierten Nase 12 anliegt. Je ein leerer Kern liegt an der dritten Nase 11 bzw. an der zweiten Nase 10 an, wobei der an der Nase 10 anliegende Kern zum Bewickeln in der Wickelvorrichtung A bestimmt ist.
Knapp bevor das in der Wickelvorrichtung B in Bildung befindliche Rohr die gewünschte Wandstär- ke erreicht hat, wird die Wickelvorrichtung A gesenkt, wodurch die Bildung eines neuen Rohres durch die-
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der Wickelvorrichtung B hebt sich die Wickelvorrichtung B, so dass der Abschnitt 5b, welcher durch die Stange 7b gesenkt worden war, mittels der Kolbenstange 8b wieder in seine normale Lage zurückgeführt werden kann und so die Unterbrechung der Führungsbahn 4 aufgehoben wird.
Durch Betätigung des Steuerventils 15, das seinerseits den nockengesteuerten Ventilsatz 14 steuert, wird auf die folgende Betriebsphase übergegangen.
In dieser in Fig. 2 gezeigten zweiten Phase wird die Bildung des Rohres in der Wickelvorrichtung A fortgesetzt und die vierte Nase 12 sowie die fünfte Nase 13 werden gesenkt, damit die beiden Kerne mit den fertigen Rohren infolge ihres Eigengewichtes auf der geneigten Führungsbahn abrollen und aus der Vorrichtung abgeführt werden können. In dieser Phase wird die ZuführungsvorrichtuI1g 9 von neuem beladen, indem sich der Kolben 9a senkt und mit der an ihm befestigten Zahnstange ein Zahnritzel im Uhrzeigersinn dreht, ohne dass jedoch die Nase 9d mitgedreht würde, da die Freilaufvorrichtung 9b und die Anhalteeinrichtung 9 c dazwischengeschaltet sind.
Wird sodann das Steuerventil 15 betätigt, so wird die Vorrichtung durch den nockengesteuerten Ventilsatz 14 in die dritte Betriebsphase übergeführt.
In dieser in Fig. 3 gezeigten Phase geht die Bildung des Rohres in der Wickelvorrichtung A weiter und die fünfte Nase 13 wird angehoben, während die dritte Nase 11 gesenkt wird, durch der leere Kern, der sich in der Vorrichtung befindet, auf die Unterwalze B rollen kann und somit für die Bildung des Rohres in der Wickelvorrichtung B, die gesenkt werden kann, bereit ist.
Wenn das in der Wickelvorrichtung A in Bildung befindliche Rohr fertig ist, hebt sich diese Wickelv orrichtung und auch der Abschnitt 5a der Führungsbahn 4 kann durch die Kolbenstange 8a in seine normale Lage zurückgeführt werden, womit die Unterbrechung der Führungsbahn 4 aufgehoben ist.
Die darauffolgende Betätigung des Steuerventils 15 führt die Vorrichtung in die vierte, in Fig. 4 dargestellte Phase über.
In dieser Phase beginnt die Bildung des Rohres in der Wickelvorrichtung B und die zweite Nase 10 senkt sich, sodass der Kern mit dem auf ihm durch die Wickelvorrichtung A gebildeten Rohr bis zur vierten Nase 12 rollen kann, welche angehoben wurde.
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Eine neuerliche Betätigung des Steuerventils 15 bewirkt den Übergang in die fünfte Phase.
In dieser fünften Phase (Fig. 5) wird in der Wickelvorrichtung B das Rohr weiter gebildet und der Kolben 9a erteilt durch seinen Aufwärtshub der ersten Nase 9d eine Drehung um 1800, wodurch ein leerer
Kern in die Vorrichtung eingeführt wird. Dieser Kern rollt bis zur dritten Nase und wird, da dieselbe in dieser Phase angehoben ist, von dieser angehalten.
Von der fünften Phase wird durch neuerliche Betätigung des Steuerventils 15 in die sechste Betriebsphase übergegangen. In dieser sechsten Phase (Fig. 6) ist die Nase 10 angehoben, die Zuführungsvorrichtung 9 wird neuerlich beladen und die Wickelvorrichtung B setzt die Bildung des Rohres fort. Anschliessend beginnt ein neuer Erzeugungszyklus, indem durch Betätigung des Steuerventils 15 von der sechsten auf die erste Phase übergegangen wird. Während dieser Betätigung führt die erste Nase 9d, von der Zuführungvorrichtung 9 angetrieben, eine Drehung um 1800 entgegen dem Uhrzeiger aus, wodurch ein zweiter leerer Kern in die Maschine eintreten kann und durch die Nase 10 auf der Walze Al festgehalten wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung von Faserzementrohren mittels zweier hintereinander angeordneter, von einem gemeinsamen Förderband abwechselnd beschickter Wickelvorrichtungen, wobei eine schräge Führungsbahn zum Transport der Kernwalzen, vor der ersten Wickelvorrichtung eine Beschickungsvorrichtung für leere Kernwalzen und nach der zweiten Wickelvorrichtung eine Fördervorrichtung zum Abbefördern bewickelter Kernwalzen vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschickungsvorrichtung zur Beschickung der ersten und zweiten Wickelvorrichtung (A und B) und die Fördervorrichtung zum Abbefördern der auf der ersten und auf der zweiten Wickelvorrichtung bewickelten Kerne (3) vorgesehen ist, wobei ein Kern jeweils nur in einer Wickelvorrichtung (A bzw.
B) bewickelt wird und wobei ferner die die beiden Wickeleinrichtungen (A, B) verbindende Führungsbahn (4) mit Halteorganen versehen ist, die jeweils einen in der ersten Wickelvorrichtung (A) bewickelten und einen in der zweiten Wickelvorrichtung (B) zu bewickelnden Kern aufnehmen.