AT200033B - Selbstladepistole - Google Patents

Selbstladepistole

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AT200033B
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AT
Austria
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cock
firing pin
partial groove
hammer
self
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English (en)
Inventor
Friedrich Ing Lehner
Original Assignee
Steyr Daimler Puch Ag
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Description


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  Selbstladepistole 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Selbstladepistole mit von Hand   zurückziehbarem Verschlussstück,  
Spannabzug und   Hahnschloss.   Bei den meisten bekannten Pistolen wird der Hahn oder das   Schlagstück   bei der   Rückwärtsbewegung   des Verschlussstückes gespannt und durch eine Rasteinrichtung bis zur nächsten   Abzugbetätigung   in der gespannten Lage gehalten, wenn das Verschlussstück in seine vordere Schliessstel- lung zurückkehrt. Dabei ist es gleichgültig, ob das Verschlussstück infolge eines Schusses oder von Hand aus, z. B. um die erste Patrone aus dem Magazin in den Lauf zu bringen, zurückbewegt wird.

   Der ge- spannte Hahn erfordert selbstverständlich eine Sicherung gegen ungewollte Schussabgabe, wobei eine sol- che Sicherung den baulichen Aufwand erhöht und überdies den Nachteil mit sich bringt, dass die Pistole, obwohl sie sich bereits im geladenen und gespannten Zustand befindet, nicht sofort feuerbereit ist, son- dern zuerst entsichert werden muss, was zu einer unheilvollen Verzögerung der Schussabgabe führen kann. 



   Es ist auch schon eine Pistole bekannt geworden, deren Hahn beim schussautomatischen Rückgang des
Verschlussstückes einrastet und gespannt bleibt, beim Zurückziehen des Verschlussstückes von Hand aus aber nicht festgehalten wird und mit dem Verschlussstück in die entspannte Ruhestellung zurückkehrt.
Eine solche Pistole braucht nach dem händischen Zurückziehen des Verschlussstückes zum Einführen der ersten Patrone in den Lauf wegen des ohnehin entspannten Hahnes nicht gesichert zu werden, und es ist für den   ersten Schuss   sofortige Feuerbereitschaft erreicht, soferne ein Spannabzug vorgesehen ist.

   Nach dem ersten Schuss bleibt aber der Hahn gespannt und die Pistole muss, soll das Magazin durch Weiter- schiessen nicht geleert werden, erst wieder gesichert werden bzw. es sind besondere Vorkehrungen erforderlich, um den nach jedem Schuss in seiner gespannten Lage verbleibenden Hahn ohne Einwirkung auf den Schlagbolzen zu entspannen. Bei all diesen bekannten Pistolen ist das Verschlussstück hinten offen, um dem Hahn die Möglichkeit des Vorschnellens zu geben. Da also das Verschlussstück den Hahn nicht abdeckt, können Fremdkörper in den Raum zwischen der Hammerbrust und derhinteren Stirnfläche des
Schlagbolzenlagers eindringen, so dass die Gefahr besteht, dass der vorschnellende Hahn zufolge dieser Fremdkörper nicht auf das nach hinten vorragende Schlagbolzenende   auftrifft, ! :'c, so die S-.'iu' abgabe ver-   hindert wird. 



   Zweck der Erfindung ist die Beseitigung dieser Mängel und die Schaffung einer Selbstladepistole, die nach Einführen der ersten Patrone in den Lauf ohne jede weitere Manipulation stets feuerbereit ist und sich durch geringstmögliche Störanfälligkeit auszeichnet. 



   Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass der Hahn hinsichtlich seiner Spannlage rastenlos ausgebildet ist, vom   Verschlussstück   voll abgedeckt wird, und letzteres Führungen zur Rückführung des Hahnes in seine entspannte Ruhestellung bei jeder   Vorwärtsbewegung   des Verschlussstückes aufweist, wobei zweckmässig das Schlagbolzenlager eine absatzlos durchlaufende Bohrung aufweist, die vorne durch eine durchbohrte, das Vorderende des Schlagbolzens aufnehmende und den Stossboden bildende Schraube abgeschlossen ist.

   Bei der   Rückwärtsbewegung   des Verschlussstückes, nach dem Schuss oder von Hand aus, wird der Hahn zwar auch gegen die Kraft der Hahnfeder nach hinten verschwenkt, also in die Spannlage gebracht, sobald das Verschlussstück aber in seine vordere   Schliessstellung   zurückkehrt, erfolgt gleichzeitig eine   Rückführung   des Hahnes in seine entspannte Ruhestellung. Der Hahn ist daher immer, auch wenn sich eine Patrone im Lauf befindet, entspannt, und es erübrigt sich jede Sicherung, da ein entspannter Hahn keinen Schuss lösen kann und demnach auch keiner. Sicherung bedarf. Der Hahn wird le- 

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 diglich vom Abzug her über eine Abzugstange solange gespannt, bis er automatisch ausklinkt, vorschnellt und durch Auftreffen auf den Schlagbolzen die Patrone zur Entzündung bringt.

   Die   erfindungsgemässe   Pi- stole ist daher jederzeit ohne vorherige Betätigung einer Sicherung feuerbereit, und es kann zu keiner
Schussverzögerung infolge Irrtums hinsichtlich der Stellung der Sicherung kommen. Der mit dem Ver- schlussstück in seine entspannte Ruhestellung zurückkehrende Hahn erfordert auch keine Durchbrechung des   Verschlussstückhinterteiles,   das   Verschlussstück   deckt den Hahn vielmehr vollkommen ab, so dass das
Eindringen   vonFremdkörpern   in den Raum vor der Hahnbrust ausgeschlossen und eine diesbezügliche Funk-   tionsstörung   sicher verhindert ist.

   Durch den Fortfall einer Sicherung und einer Rasteinrichtung für die
Spannlage des Hahnes ergibt sichselbstverständlich eine wesentliche   Konstruktionsvereinfachung.   Der ent- spannte und ungesicherte Hahnkann auch bei starken   Erschütterungen   oder Stössen keine ungewollte Schuss - abgabe verursachen, da seine Masse im Verhältnis zur Stärke der Hahnfeder viel zu gering ist, um zu- folge der bei solchen Erschütterungen auftretenden Massenkräfte gegen die Kraft der Feder in die Spann- lage zurückzuschwenken. Ausserdem wird zweckmässigerweise ein Schlagbolzen vorgesehen, der so kurz ist, dass er beim langsamen Vordrücken den Patronenboden gar nicht trifft und nur zur Wirkung kommt, wenn er mit voller Wucht des   vorschnellenden Hahnes   vorgeschleudert wird.

   Das hinten zur Hahnabdeckung geschlossene   Verschlussstack   gestattet es nicht, die Bohrung zur Aufnahme des Schlagbolzens und der
Schlagbolzenfeder, die am Vorderende einen Absatz zur Abstützung der Schlagbolzenfeder aufweisen müsste, von hinten herzustellen. Erfindungsgemäss weist das Schlagbolzenlager daher die absatzlos durch- laufende, ohne weiteres von vorne herstellbare Bohrung auf, die dann vorne durch die den Stossboden bil- dende Schraube abgeschlossen wird. 



   In weiterer Ausbildung der Erfindung besitzt der Hahn einen Seitenzapfen   od. dgL, mit   dem er in eine in der Verschlussstuckseitenwand vorgesehene Nut eingreift, die sich aus einer vertikalen Teilnut im
Bereich der hinteren Stirnfläche des Schlagbolzenlagers und einer der Schwenkbewegung des Hahnes bei   geschlossenem Verschluss   entsprechenden, bogenförmigen Teilnut zusammensetzt, wobei die untere Hin- terkante der vertikalen Teilnut tiefer als die Unterfläche des Schlagbolzenlagers, an der der Hammer bei der Verschlussstückbewegung gleitet, liegt. Bei geschlossenem Verschluss ist demnach die Spannschwenk- bewegung des Hahnes unbehindert möglich, da der Seitenzapfen des Hahnes in der bogenförmigen Teilnut gleiten kann.

   Bei der Rückbewegung des Verschlussstückes wird der Hahn durch die Unterkante der Stirn- fläche des Schlagbolzenlagers zunächst abwärts gedrückt, wobei der Seitenzapfen in der vertikalen Teil- nut Bewegungsspiel hat. Dann gleitet der nach hinten verschwenkte Hahn an der Unterfläche des Schlag- bolzenlagers. Beim Vorlauf des Verschlussstückes gleitet der Hahn wieder entlang des Schlagbolzenlagers nach oben in seine entspannte Stellung, ohne einen Schuss zu lösen. Um diesen Entspannungsvorgang auf jeden Fall zu sichern, wird bei einer im allgemeinen nicht möglichen Verzögerung des Hahnes dieser durch seinen Seitenzapfen, der an der tiefer gelegenen Hinterkante der vertikalen Teilnut anstösst, beim
Vorlauf des Verschlussstückes zwangsläufig mitgenommen und dadurch entspannt.

   Zur weiteren Sicherheit ist die bogenförmige Teilnut an ihrem unteren Ende zweckmässig durch einen Zapfen abgeschlossen. Da- durch wird ein bei normalen Verhältnissen nicht mögliches Unterschlüpfen des Hahnes und sein Vorschnellen, bei dem der Hahnseitenzapfen die bogenförmige Teilnut benutzen müsste, verhindert. 



   In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 die Pistole im Längsschnitt bei entspanntem Hahn, Fig. 2 den-Abzug samt Abzugstange und Hahn in Spannstellung im Augenblick des Auslösens des Hahnes im grösseren Massstab, Fig. 3 den Hinterteil der Pistole mit zurückgeschobenem Verschlussstück bei Beginn des Vorlaufes, ebenfalls im Schnitt, Fig. 4 einen Querschnitt durch die Pistole im Hahnbereich und Fig. 5 einen waagrechten Schnitt in Höhe des Schlagbolzens. 



   Mit 1 ist das Griffstück und mit 2 das Verschlussstück bezeichnet, das den Hahn 3 völlig abdeckt Das Schlagbolzenlager 4 weist eine absatzlos durchlaufende Bohrung 5 auf, die vorne durch eine durchbohrte, das Vorderende des Schlagbolzens 6 aufnehmende und den Stossboden bildende Schraube 7 abgeschlossen ist. Der Hahn 3 besitzt einen Seitenzapfen 8, mit dem er in eine in der Verschlussstückseitenwand vorgesehene Nut eingreift, die sich aus einer   bogenförmigen Teilnut   9 und einer vertikalen Teilnut 10 zusammensetzt, wobei die untere Hinterkante 11 der vertikalen Teilnut 10 tiefer liegt als die Unterfläche 12 des Schlagbolzenlagers 4. Bei der normalen   Spann- bzw. Vorschnellbewegung des Hahnes   3 findet der Seitenzapfen 8 Platz in der bogenförmigen Teilnut 9.

   Findet eine   Rückwärtsbewegung   des Verschlussstückes 2 statt, gleitet der Hahn zunächst an der hinteren Stirnfläche des Schlagbolzenlagers 4 abwärts und dann entlang der Unterfläche 12 dieses Lagers. Bei der Vorwärtsbewegung des Verschlussstückes vollführt der Hahn 3 selbstverständlich die rückläufige Bewegung und gelangt wieder in seine in Fig. 1 dargestellte Ruhelage, wobei die vertikale Teilnut 10 eine Bahn für den Zapfen 8 beim Abwärtsdrücken 
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 in der in Fig. 3 dargestellten Spannstellung verbleiben, stösst die Kante 11 am Seitenzapfen 8 an und sorgt dafür, dass der Hahn in seine Ruhestellung mitgenommen wird.

   Sollte auch diese Vorkehrung nicht ausreichen und der Hahn in der Spannstellung zurückgehalten werden, kann er dennoch nicht mehr bei geschlossenem Verschluss vorschnellen, weil ein Zapfen 13 das untere Ende der bogenförmigen Teilnut 9 verschliesst und so den Eintritt des Seitenzapfens 8 in die Teilnut 9 von unten her verhindert. Es ist also dafür Sorge getragen, dass der Hahn nach jeder Rück- und Vorbewegung des Verschlussstückes wieder in seine entspannte Ruhestellung zurückgekehrt ist, dennoch aber die normale Spannbewegung ausführen kann. 



   Am Abzug 14 ist seitlich die Abzugstange 15 angelenkt. Die Abzugstange 15 weist an ihrem Hinterende einen stufenförmigen Absatz 16 auf, mit dem sie sich von unten und vorne an einen Seitenansatz 17 des Hahnes 3 anlegt. Beim Durchziehen des Abzuges 14 und Zurückschieben der Abzugstange 15 wird zunächst der Hahn 3 gegen die Kraft der Hahnfeder 18 nach hinten geschwenkt, da die Absatzstufe gegen den Seitenansatz des Hahnes drückt. Dabei wälzt sich aber der Seitenansatz 17 unter gleichzeitigem Abwärtsdrücken der Abzugstange 15 an der Absatzfläche 16 ab,   (Fig. 2)   bis die Vorderkante des Hahnansatzes die Absatzstufe der Abzugstange   übergeleitet   und der Hahn auf den Schlagbolzen 6 vorschnellen kann. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Selbstladepistole mit von Hand   zurückziehbarem     Verschlussstück,   Spannabzug und Hahnschloss, dadurch gekennzeichnet, dass der Hahn (3) hinsichtlich seiner Spannlage rastenlos ausgebildet ist, vom   Verschlussstück   (2) voll abgedeckt wird und letzteres Führungen (9-12)   zur Rückführung   des Hahnes in seine entspannte Ruhestellung bei jeder Vorwärtsbewegung des Verschlussstückes aufweist, wobei zweckmässig das Schlagbolzenlager (4) eine absatzlos durchlaufende Bohrung (5) aufweist, die vorne durch eine durchbohrte, das Vorderende des Schlagbolzens (6) aufnehmende und den Stossboden bildende Schraube (7) abgeschlossen ist.

Claims (1)

  1. 2. Selbstladepistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hahn (3) einen Seitenzapfen (8) od. dgl. besitzt, mit dem er in eine in der Verschliissstückseitenwand vorgesehenen mit (9, 10) eingreift, die sich aus einer vertikalen Teilnut (10) im Bereich der hinteren Stirnfläche des Schlagbolzenlagers (4) und einer der Schwenkbewegung des Hahnes bei geschlossenem Verschluss entsprechenden, bogenförmigen Teilnut (9) zusammensetzt, wobei die untere Hinterkante (11) der vertikalen Teilnut tiefer als die Unterfläche (12) des Schlagbolzenlagers, an der der Hahn bei der Verschlussstückbewegung gleitet, liegt.
    3. Selbstladepistole nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die bogenförmige Teilnut (9) an ihrem unteren Ende zweckmässig durch einen Zapfen (13) abgeschlossen ist.
AT200033D 1957-05-28 1957-05-28 Selbstladepistole AT200033B (de)

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AT200033B true AT200033B (de) 1958-10-10

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ID=3668779

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AT200033D AT200033B (de) 1957-05-28 1957-05-28 Selbstladepistole

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