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Österreichische
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ROBERT HODGES BISHOP,
WILLIAM DOWN, LYONEL EDWIN CLARK UND SYDNEY FRANCIS STAPLES IN LONDON.
Sparbüchse.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf diejenige Art von Sparbüchsen, welche mittels Scbalträdern so eingestellt werden können, dass sie eine gegebene Anzahl von Geldstücken verschiedener Grösse aufnehmen können und dann solange gegen Herausnehmen der eingelegten Geldstücke verschlossen bleiben, bis durch Einlegung der laut Zählvorrichtung noch erforderlichen Geldstücke eine vorher bestimmte Summe zusammengekonlmen ist, worauf das Schattwerk die Verschlussfalle auslöst.
Die Anordnung nach vorliegender Erfindung stellt eine Vervollkommung der bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art dar und besteht darin, dass ein die Münzeneinwurföffnung verschliessender Deckel, ein das Geldstück weiterbefördernder Stösser und ein von dem durch den Stösser bewegten Geldstuck betätigter, das Fortschalten der Zählräder besorgender und vom Stösser bei dessen Rückbewegung immer wieder in seine Anfangslage zurückgeführter Schalthebel gegeneinander derart angeordnet sind, dass der Stösser nur in seiner, den Raum für die Aufnahme des einzuwerfenden Geldstückes freigebenden Ruhelage,
das Aufklappen des Deckels gestattet und andererseits der aufgeklappte Deckel den Stösser und durch den verriegelten
Stösser den Schalthebel an der Bewegung hindert. Es ist ferner gemäss vorliegender Erfinding nur oin Schalthebel für die beiden zu sparenden Münzensorten notwendig.
Min Spar-oder Aufbewahrungsbohälter für Goldstücke nach der Erfindung ist be- stimmt, zwei Sorten von geldstücken, beispielsweise englische Penny- und Halbpennystücke aufzunehmen.
In den Zeichnungen ist Fig. 1 eine Stirnansicht des Behälters, Fig. 2 eine Aufsicht des Mechanismus nach dem Abheben des oberen Teiles des Behälterdeckels, Fig. 3 eine ähnliche Aufsicht mit den Teilen in veränderter Stellung, Fig. 4 eine Aufsicht des Deckels, von unten gesehen, Fig. r) eine ähnliche Aufsicht mit den Teilen in veränderter Stellung und Fig. 6 ein Schnitt nach Linie A-B in Fig. 4.
Der Sparbehälter kann für irgendwelche Summe in Penny- und Halbpennystücken bis zu zehn Schilligon eingestellt werden.
In dem Kasten a ist der Deckel b drehbar gelagert, der an dem vorderen Ende des ersteren durch eine verschiebbare Zunge c und eine Falle d verriegelt wird ;'diese Falle kann nur in der nachstehend angegebenen Weise ausgelöst werden. Eine Metallplatte e trägt an ihren beiden Seiten die Zähl. und Kontrollvorrichtung und ist im Deckel b des
Behälters in geringem Abstand vom Deckel befestigt,
Durch einen Spalt f zwischen der Platte e und der Deckeldecke wird das Geldstück eingeführt und gelangt dann durch ein Loch 9 in der Platte e hindurch in das Innere des Behälters.
An dem Spalt f befindet sich ein drehbarer Deckel h, welcher ersteren vollständig Überdeckt und abschliesst und nur aufgeklappt werden kann, wenn die Vor- richtung zur Aufnahme und zur Zählung eines Geldstückes bereit steht. Überdies ver- riegelt dieser Deckel in seiner aufgeklappten Stellung die Zählvorrichtung und sämtliche mit ihr zusammen zur Wirkung kommenden Teile und setzt die Zählvorrichtung und die zugehörigen Teile ausser Betrieb.
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Die Zahlvorrichtung besteht aus zwei Zahnrädern i, j, die seitlich an der Platte e drehbare Lagerung finden und nach'dem Inneren des Behälters zu liegen, so dass sie zu ihrer Einstellung bequem erreicht werden können. Genannte Räder oder Scheiben sind auf beiden Seiten mit Zahlen besetzt ; das grössere i zeigt die Penny-und Halbpenny-
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Schaulöchern im Deckel, welche durch Glassclaeibchen abgedeckt sind.
Die Zähne an den Rädern entsprechen hinsichtlich ihrer Zahl den Ziffern und sind von solcher Grösse, dass das Rad i eine volle Umdrehung macht, wenn sich das Rad j um einen Zahn weiter bewegt.'
Das Zählen der Geldstücke wird derart bewirkt bezw. die Ziffern auf den Zählrädern werden so eingestellt, dass sie durch die Öffnungen oder Schaulöcher k hindurch diejenige Summe angeben, die noch eingelegt werden muss, damit der Behälter geöffnet werden
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Scheibe i dreht sich bei einem Halbpennystück um einen Zahn und bei einem Pennystück um zwei Zähne weiter. Diese wird unter Vermittlung eines Geldstückes erreicht, welches auf einen dreiarmigen Hebel I wirkt, der seine drehbare Lagerung in der Nähe der Achse für die Scheibe i findet. An dem einen Arm des Hebels l sitzt ein Sperrzahn m, welcher in die Zähne der Scheibe eingreift, während der dem Arm gegen- überstehende Arm durch einen Spalt in der Platte e hindurchgeführt ist und einen Anschlag n trägt, der für gewöhnlich in der Bahn des Geldstückes bei seinem Übertritt in die Öffnung 9 liegt. Der dritte Arm ist an seinem Ende rechtwinklig umgebogen und bildet eine Nase o, welche durch einen Spalt in der Platte e hindurchragt.
Hebel I wird durch das im Spalt f eingesteckte und durch den verschiebbaren Stösser p gegen den Anschlag n geschobene Geldstück bewegt. Dieser in Fig. 2 und 3 in seiner zurückgeschobenen und vorgeschobenen Stellung ersichtliche Stösser ist mit einem Ansatz q besetzt, welcher sich gegen das Geldstück 1 anlegt und mit dem Ansatz o am
Hebel 1 auf der gegenüberliegenden Seite in Berührung tritt (Fig. 2) ; am gegenüberliegenden Rande des Stössers befindet sich noch ein gekrümmter Ausschnitt s.
Der Stösser p ist dergestalt zum drehbaren Deckel h angeordnet, dass letzterer nur herausgeklappt werden kann, wenn der Stösser ganz zurückgeschoben ist, wobei dann der Ausschnitt s Platz für das Ende des Deckels h lässt und der Stösser bequem vorbeigehen kann. Nach dem Heraus- klappen des Deckels h verhindert dessen in den Ausschnitt s greifendes Ende die Bewegung des Stössers und auch der Hebel I kann nicht mehr bewegt werden, weil dessen Nase o vom Ansatz q gefangen ist. Infolge der Unbeweglichkeit des Hebels 1 und des Stössers p kann ein Geldstück nicht durch das Loch 9 hindurchgeführt und auch die Scheibe i nicht gedreht werden.
Ein an einem der Zähne der tiefer wie die Scheibe j liegenden Scheibe i befindlicher Ansatz t dient zur Drehung der Scheibe j ; genannter Ansatz greift bei jeder vollen Drehung der Scheibe i einmal in einen Zahn an der Scheibe j ein und dreht die- selbe um eine Teilung.
Durch die Scheibe j, welche die Zunge c mittels des aus der Scheibe j vorstehenden
Stiftes M aus der Falle d zurückzieht, wird der Behälter im richtigen Zeitpunkte entriegelt.
Dieser Stift u legt sich beim Einführen des letzten, den im Behälter befindlichen Betrag auf die vorbestimmte Höhe ergänzenden Geldstückes in den Einschnitt v in der Zunge c ein und schiebt letztere entgegen der Wirkung der Feder w zurück ; letztere hält für gewÖhnlich die Zunge in ihrer vorderen Stellung. Der Einschnitt v ist vorzugsweise von solcher Form, dass die zurückgezogene Zunge nicht über den Punkt hinausgehen kann, der zum Auslösen der Falle nötig ist, bis nicht die Scheibe j um einen oder zwei Zähne gedreht worden ist. Hiedurch kann ein Pennystuck eingelegt werden, wenn als letztes Geld- stück nur ein Halbpennystück nötig ist. Der Behälter bleibt überdies noch entriegelt und kann zum Einlegen eines Geldstückes nicht dienen, solange der Stift u die Zunge in der zurückgeschobenen Lage hält.
Dies wird dadurch gesichert, dass der Stösser p in seiner vorderen Stellung verriegelt und das Anheben des Deckels in der obenbeschriebenen Weise verhindert wird. Zum Verriegeln des Stössers p bei zurückgezogener Zunge c dient eine
Feder x (Fig. 2 und 3), deren vorderes Ende beim Zurückziehen der Zunge c nieder- gedrückt und in der Bahn des Stössers p gehalten wird, so dass dessen Rückwärtsbewegung verhindert ist (Fig. 5). Erst nach der neuerlichen Einstellung der Scheibe j und der Frei- gabe der Zunge kann der Stösser wieder bewegt werden.
Die Scheiben i und j werden gegen Drehung in der falschen Richtung durch die beiden Federn y und z gesichert.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Nach Fig. 2 ist der Behälter beispielsweise zur Aufnahme von 6 Schilling 61/2 Pence eingestellt worden, was durch Drehung der Scheiben i und j bis zum Erscheinen der Zahlen 6 und 61/2 vor den Löchern k erreicht wurde und wird nun geschlossen. Der Deckel h wird hierauf aufgeklappt, so dass ein PennystQck durch den Spaltf eingeführt werden kann, worauf er wieder niedergeklappt wird ; der Stösser p, welcher sich in seiner hintersten Stellung befinden musste, ehe der Deckel h herausgeklappt werden konnte, wird mittelst eines aus dem Deckel vorstehenden Knöpfchens 2 gegen das Geldstück 1 verschoben, infolgedessen letzteres durch das Loch 9 in den Behälter li einfällt, wobei das Rad i durch den Hebel I um zwei Zähne weiterbewegt wird.
Ein kleineres Geldstück, beispielsweise ein Halbpennystück, wird den Hebel nicht so weit verschieben und demzufolge wird dasselbe die Scheibe i nur um einen Zahn weiterdrehen. Der Mechanismus befindet sich dann in der aus Fig. 3 ersichtlichen Stellung. Es verbleiben noch 6 Schillng 51/2 Pence zu sparen, wie sich ans den durch die Löcher k sichtbaren Ziffern ergibt. Ist der Stösser p in seine erste Stellung zurückgezogen, wobei sein Ansatz q an der Nase o angreifend den Hebel I in die Ausgangslage bewegt hat, so kann in den Behälter ein weiteres Geldstück eingelegt werden.
Der beschriebene Vorgang wird dann so lange wiederholt, bis der vorher bestimmte Geldbetrag zusammengekommen ist.
In Fig. 4 ist der Mechanismus ersichtlich, wie er gerade das letzte Geldstück empfängt, ehe der Kasten geöffnet wird und in Fig. 5 ist das Öffnen gerade vollendet.
In dieser Figur haben die Zählräder beide die Nullstellung erreicht. In Fig. 4 ist der
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entfernt, dass dieser Zahn von genanntem Ansatz getroffen wird ; genannter Zahn ist derjenige, welcher das Öffnen des Behälters bewirkt, so wie das Zahnrad i seine Nullstellung erreicht. Gleichzeitig gelangt der Stift u in den Einschnitt v in der Zunge c. Das Einschieben eines Geldstückes in der oben angedeuteten Weise führt die Teile in die Stellung (Fig. 5) über und es lässt sich der Behälter öffnen. Die Zahnräder müssen dann von der Innenseite her frisch eingestellt werden, ehe der Mechanismus wieder in Gang gesetzt werden kann.
Die Federn 4 ragen mit abgeschrägten Enden durch die Platte e hindurch in die Bahn des Geldstückes und lassen das letztere weiter sich bewegen, verhindern aber seine Zurückbewegung, wenn das Geldstück einmal in diejenige Stellung übergegangen ist, in welcher es den Zählmechanismus betätigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sparbüchse zum Einlegen einer Anzahl von Geldstücken verschiedener Grösse, die einem vorher durch Einstellung von Schalträdern bestimmten Betrage entsprechen und dem
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ein das eingelegte Geldstück weiter befördernder Stösser (p) und ein von dem durch den Stösser bewegten Geldstück betätigter, das Fortschalten der Zählräder (i, j) besorgender und vom Stösser bei dessen Rückbewegung immer wieder in seine Ausgangslage zurückgeführter Schalthebel (I) gegeneinander derart angeordnet sind, dass der Stösser (p) nur in seiner den Raum für die Aufnahme des einzuwerfenden Geldstückes freigebenden Ruhelage das Aufklappen des Deckels (h) gestattet und andererseits der aufgeklappte Deckel (It) den Stösser (p) und durch den verriegelten Stösser (p)
den Schalthebel (1) an der Bewegung hindert.