AT19429B - Verfahren der Herstellung von Körpern aus Kohle für elektrotechnische Zwecke. - Google Patents
Verfahren der Herstellung von Körpern aus Kohle für elektrotechnische Zwecke.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung der aus Kohle bestehenden, in der Elektrotechnik besonders als Anoden und zu anderen Zwecken in den verschiedensten Formen benutzten Körper. Solche Koh ! onkörpor müssen, besonders wenn dieselben als Elektroden in geschmolzenen EMI1.2 fähigkeit sowie grosse Festigkeit und Zähigkeit besitzen, ebenso auch nur schwer verbrennbar sein. Nach vorliegendem Verfahren worden die zu brennenden Kohleukörpcr um einen leitenden Kern von geeignetem Widerstände herum angeordnet und in diesen ein elektrischer EMI1.3 forderlich worden, während bei Benutzung des Brenngutes selbst als Stromleiter sich ein unregelmässiger Widerstand ergibt, der im Verlauf des Brandes infolge der Temperatur- EMI1.4 ergebenden grösseren Leitungsfähigkeit so niedrig wird, dass eine Regulierung des Brennofens nicht möglich ist. Bei der Verwendung eines Kernes und der Isolierung des Brenngutes gegen denselben wird dagegen das letztere ganz allmählich ertfitxt und daher besser gebrannt. Das Isolieren kann durch Einschaltung unschmelzbarer, nicht leitender Materialien zwischen den einzelnen Kohlenkörpern oder zwischen einzelnen Gruppen derselben ge- schehen, wofür sich Bauxit, Tonerde, Magnesia, Kalk allein, oder mit fein pulverisierter Kohle gemischt, empfiehlt ; die zu brennenden Kohlonkörper werden in einem Stapel oder in mehreren Stapeln um den leitenden Kern herum oder diesem anliegend im Brennofen aufgeschichtet, wobei die Achse des letzteren wagerecht oder senkrecht verlaufen kann. Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen von solchen elektrischen EMI1.5 Fig. 7 zeigt einen zylindrischen Ofen, teilweise in Ansicht und in senkrechtem Schnitt. Fig. 8 ist ein wagercchtor Schnitt nach Y-Y (Fig. 7) ; Fig. 9 zeigt in senkrechtem Schnitt EMI1.6 aus isolierendem Material der oben genannten Art getrennt. Der Kern 2 ist zur Zuführung des Stromes mit Ansatzstutzen 5 aus Kohle versehen und wird der äussere Ofenmantel 6 aus Mauerwerk gebildet, wobei zwischen diesem und dem Brenngut noch eine Schicht eines die Wärmeableitung nach aussen verhindernden Materiales vorgesehen ist. Wird der Strom in den Kern geleitet, so teilt sich die auftretende Wärme dem Brenngut mit, welches bis zu jener Temperatur erhitzt wird, wie sie für den besonderen Zweck der Verwendung der Kohlenkörper erforderlich ist. So werden beispielsweise Elektroden, welche zur elektrolytischen Darstellung von Aluminium dienen sollen, auf eine Temperatur erhitzt, die etwas unter dem Schmelzpunkt der Tonerde liegt, also ungefähr 1700-2200 C beträgt. In einem Falle wurde vom Erfinder ein Kern aus granuliertem Koks verwendet, welcher oben vier Graphitkohlen von 25 cm2 Querschnitt als Polende besass. Der Kern hatte eine Länge von 1#42 m zwischen den Polenden und einen Querschnitt von 20-112 cm. Der Brennofen war auf einer Sohle von Kohle aufgebaut, welche das andere Polende bildete. Die zu brennenden Kohlenkörper hatten eine Länge von 35 6 cm und einen Quer- <Desc/Clms Page number 2> schnitt von 7'7 cm, welche Kohlenkörper in der aus Fig. 10 ersichtlichen Weise um den Kern 2 angeordnet waren, jedoch mit der Abweichung, dass nur eine einzige Reihe von Kohlen 3 auf jeder Seite des Kernes vorhanden war. Zur Erhitzung wurde Wechselstrom benutzt, der 25 Polwechsol in der Sekunde, sowie zu Beginn der Einleitung 40 Volt Spannung hatte, einer Kraftleistung von 150 PS entsprach und gegen das Ende des
Claims (1)
- EMI2.1 ganze Brandzeit dauerte 24 Stunden, worauf der Strom abgestellt und der Brennofen der Abkühlung überlassen wurde ; der derartig geleitete Bronnprozess lieferte ein ganz vor- zügliches Produkt. EMI2.2 angeordnet ist. Diese äusseren Stapel nehmen diejenige Wärme auf, die sonst durch Strahlung verloren gehen würde, besonders während jener Zeit, wo der Ofen der Abkühlung überlassen wird ; auf diese Weise werden die Kohlen vorgebrannt und ein beträchtlicher EMI2.3 Charge unmittelbar um den Kern aufgeschichtet, eine vicl geringere Zeit zum Fertigbrennen erfordern.Da die die äusseren Stapel bildenden Kobtenkörper den Strom nur schlecht leiten, so bedarf os bei denselben keiner so sorgfältigen Isolation untereinander wie bei den dem Kern zunächst liegenden Kohlen.Anstatt die Isolierung durch pulverförmiges Material zu bewirken, können auch EMI2.4 welche in geeigneten Zwischenräumen zwischen den zu isolierenden Gegenständen eingesetzt werden, oder das Isoliermaterial kann auch als plastische Masse verwendet werden, mit welcher man die Kohlenkörper beim Einbringen in den Ofen umgibt. Dieses Verfahren ist durch Fig. t ! veranschaulicht und ist dasselbe namentlich für runde Körper empfehlenswert.Nach der Ausführung der Fig. 7 und 8 ist der Ofen zylindrisch und ein ebenso gestalteter Korn 2'in der Mitte eingesetzt. Der Strom tritt durch die AnschluBstllcke 51 EMI2.5 in wagorechton Lagen radial um den Kern aufgeschichtet, ausserdem ist noch eine äussere, beim Brennen vorzuwärmende Schicht 7' vorhanden.Die Fig.') und 10 zeigen eine ähnliche Einrichtung eines Ofens wie Fig. 7. nur ist EMI2.6 derselbe auch aus einem festen Block oder festem Zylinder oder sogar aus einem durch (tie Erhitzung schmeizenden, als Elektrolyt wirkenden Material bestehen.PATENT. ANSPRÜCHE : '. Vorfahren der Herstellung von Körpern aus Kohle für elektrotechnische Zwecke durch Brennen der Körper mittelst elektrischen Stromes, wobei in der Mitte des Ofens ein in don Stromkreis eingeschalteter Kern vorzüglich aus Kohle angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die radial um den Kern gelagerten Kohlen gegeneinander vollständig isoliert und demgemäss nicht stromführend sind.2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Kerne anliegenden Kohlenkörper aussen von einer zweiten Schicht von Kohlenkörpern umgehen sind, welche für die erste einen Wärmeschutzmantel bildet, dabei aber selbst vorgobrannt wird, so dass, wenn diese Schiebt bei einer folgenden Beschickung direkt um den Kern herum angeordnet wird, zum Fortigbrennen derselben eine weitaus kürzere Zeit erforderlich ist.3. Ausfubrungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierung der zu brennenden Körper gegeneinander durch Umhüllung mit schlecht loitonder Masse in plastischer Form geschieht.
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