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die zweckmässigerweise aus feuerbeständigem Material bestehen, sind an quer verlaufenden Stangen 5 befestigt, welche über das Dach hinausragen und können mittels dar Hebel 6 umgedreht werden, welche in irgendeiner eingestellten Lage durch Stifte 7 erhalten werden,
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können die Schutzplatten eingestellt werden, um ihren Abstand von dem geschmolzenen Glas zu ändern und demgemäss die Hitze an der Stelle, an welcher die Platte ausgezogen wird, zu variieren.
Um bH1 schnelleres Ausziehen der Platte zu gestatten als sonst möglich sein wurde, empfiehlt es sich, Küh ! vorrichtungen anzubringen, welche in der dargestellten Ausfübrungs- form aus U-förmigen Wasserkühlröhren 9 bestehen, welche auf den Schutzplatten aufruhen und mit denselben ausschwingen und mit geeigneten Eintrittsröhren 10 und Austrittsleitungen 11 versehen sind, durch welche ein ständiger Wasserstrom fliessend unterhalten worden kann. Diese Kühlvorrichtungen sind jedoch nicht notwendig, obschon das Ausziehen langsamer geschehen muss, wenn dieselben nicht benutzt werden.
Das Ausziehen des Glases wird zwischen den Schutzplatten mittels eines Anhefters 12 ausgeführt, welcher aus einem Stück einer Glasplatte oder aus einem Metallstrcifen be- stehen kann, wobei, wenn man eine Glasplatte benutzt, dieselbe zwischen die gegabelten Backen des zum Ausziehen dienenden Werkzeugs oder Halters eingeklemmt wird. Diese Backen sind zweckmässigerweise mit vorspringenden Einlagen aus Asbest versehen, welche sich gegen den Anhefter anlegen, wobei die Backen durch geeignete Bolzen 14 gegeneinander angezogen werden.
Die senkrechten Stangen 15 des zum Ausziehen dienenden Werkzeugs sind durch eine Querstange 18 verbunden und mit oberen, sich gegenüberstehenden vorspringenden Haken 16 und mit unteren, sich gegenüberstehenden vorspringenden Ansätzen 17 versehen.
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dass auf diese Weise der Rahmen während des Anhebens in der richtigen Lage erhalten bleibt. Der Ausziehrahmen ist an Ketten oder Drahtseilen 24 aufgehängt und dadurch in lotrechter Richtung beweglich. Dieselben können über geeignete Seilscheiben zu einer Aufwindetrommel geführt werden, welche in irgendwelcher gewünschten Weise betätigt werden kann.
Die Ausziohkammer 23. in welche die Scheibe bei ihrer Herstellung aufsteigt, ist xweckrnässigorwcise mit hohlen, Muffel bildenden Wänden versehen, welche durch geeignete. in ihre unteren Teile hineinragende Gasbrenner 25 erhitzt werden, wobei die Flammen und (taso zwischen den die Wände auseinander hebenden Ziegeln 26 aufsteigen und durcl geeignete Austrittskanäle 27 an den oberen Enden austreten.
Boi der praktischen Ausführung hat man gefunden, dass die Glasscheibe sich wirft oder sich krümmt, wenn die wagerechten Zonen des Ausziehraumes in wagerechter Richtung ssieichmässig erhitzt werden, da die an den Kanten liegenden Teile des Glases schneller at'hühlon als die zwischenliogendon Teile ; und um diese Wirkung zu verhindern, wird die Ausziehkammer zweckmässigerweise so gestaltet, dass die Scheibe an ihren äusseren Teilen mehr Wärme erhält als an ihren zwischenliegenden Teilen, so dass der schnelleren Ah- kühlung der aussen liegenden Teile entgegen gearbeitet und das Werfen und Verzerren der Scheibe verhindert wird. So ist in Fig. 6 jede hohle Wandung oder Buffet mit nach aussen geneigten Wandungen 28 versehen dargestellt.
Die Brenner 29 sind an den Aussen- seiten dieser Wandungen angebracht, so dass die aufsteigenden heissen Ströme die äusseren Teile mehr erhitzen als die mittleren oder zwischenliegenden Teile. Dies ist ein wichtiges kennzeichen der Erfindung, da das Glas die Neigung zeigt, sich zu werfen, wenn die Hitze nicht mehr auf die an den Kanten liegenden Teile als auf den zwischeniiegenden Teil der Scheibe wirkt.
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sie die vom Ofen und dem Ansatz desselben ausgehende Wärme aufnehmen ; in allen Aus- führungsformen nimmt die Wärme der Wände allmählich nach oben zu ab, so dass die
Temperatur der Scheibe allmählich geringer wird, um Bruch, während die Scheibe sich setzt oder steif wird, zu verhindern.
Der Vorherd oder der Ansatz 3 ist zweckmässigerweise mit zum Erhitzen der Stirn- seite dienenden Brennern 30 und einem seitlichen Brenner 31 versehen, welche brenner benutzt worden, um das Glas im mittleren Teile der geschmolzenen Masse auf derselben
Konsistenz oder Temperatur zu erhalten wie das in dem inneren, der Hauptwanne zunächst gelegenen Teil. Die aus diesen Brennern herrührenden Gase können durch einen abwärts geführten Abzug 32 fortgeschafft werden.
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kennen.
Während die Scheibe ausgezogen wird, führen die Arbeiter diese Zangen von Zeit zu Zeit, je nachdem dies notwendig ist, ein und indem sie die an den Kanten liegenden Teile des Glases packen, ziehen die dasselbe oder strecken es nach aussen, um auf diese Weise die Scheibe in ihrer ursprünglichen Weite zu erhalten und zu verhindern, dass dieselbe schmaler wird. Diese Teile der Scheibe können gewünschtenfalls nur gegen das Schmä ! erwerden geschützt werden, obschon es zweckmässig ist, das Glas in wagerechter
Richtung wirklich auszuziehen oder zu strecken.
Das obere Ende des Ausziehraumes wird durch scharnierartig befestigte, nach innen vorspringende Platten oder Klappen 35 verschlossen, welche nach oben aufklappen, um das Einführen des Werkzeugs zum Ausziehen und des Rahmens durch die Öffnung zu ermöglichen.
Bei der Ausführung des Verfahrens wird der Halter des Anbefters heruntergelassen, bis der Anhefter in das Bad eintaucht und indem er sich dabei erhitzt, wird Glas sich an demselben anheften. Der Halter wird alsdann langsam und andauernd hochgezogen und während der Anhefter in die Höhe geht, wird das daran festhaftende geschmolzene Glas aus dem Bade nach oben gezogen und nimmt heim Austreten aus demselben die Form einer Scheibe an ; dieser Arbeitsgang wird solange fortgesetzt, bis eine Scheibe der ge- wünschten Länge durch langsame Aufwärtsbewegung ausgezogen worden ist.
Die Dicke der so gebildeten Glasscheibe wird durch Regelung der Temperatur des geschmolzenen G ! a's und durch Änderung der Lage der Schutzplatten sowie der Geschwindigkeit, mit welcher der Anhefter nach oben gezogen wird, geändert.
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abgetrennt werden, dass man die Schutzplatten um eine kurze Entfernung hebt, so dass die Flammenhitze die Scheibe nahe dem Niveau des Bades durch Schmeizwirkung abtrennt, worauf die Schutzplatten wieder in ihre normale Lage nach unten geschwungen werden.
In dem Masse, als die Scheibe innerhalb des Ausziehraumes nach oben gezogen wird, wird ihr Wärmegrad allmählich verringert und die Scheibe setzt sich oder wird, irdem sie ihre Form annimmt, steif. Nachdem sie am unteren Ende abgetrennt worden ist, wird sie gehoben und gelangt in die aus Fig. 4 ersichtliche Lag''und wird von dort durch
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oino Stange 42 verbundenen Hebeln 41 versehen sind, getrennt werden. Diese Klappen werden durch eine Schnur 43 betätigt, die mit einem der Hebelarme verbunden ist und
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unten vorspringende Stege besitzen, welche in genutete Scheiben 50 passen, die auf an ihren äusseren eden an Trägern 52 angelenkten Zapfen 51 aufsitzen.
Diese Scheiben oder Rollen worden in lotrechter Richtung durch Winkelhebel 53 bewegt, an welchen mittels gelenkig angeordneter Stangen die Zapfen 51 aufgehängt sind. Die Winkelhebol werder. durch Zugstangen 54 betätigt, deren Enden durch Ketten 55 mit auf einer gemeinsamen Welle57 befestigten Kettenrädern 56 verbunden sind. Die eine der Scheiben oder Räder ist mit einem Hebelarm 58 versehen, welcher eine nach unten gehende Schnur 59 besitzt, mittels welchor dio Wolle geschwungen und die Tragrollen 50 demnach gleichzeitig-gehoben oder gesenkt wordon können. Die beiden beweglichen Stangen worden an ihren äusseren Enden durch eine Platte 60 verbunden und werden in der Längsrichtung durch eine über eine Rolle 62 gehende Schnur 61 über die Tragrollen hinwegbewegt.
Nachdem die ausgewogene Scheibe abgetrennt und in die in Fig. 1 dargestellte Lage gehoben worden ist, worden die beweglichen Stangen 49 auf jeder Seite des Anhefter-
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halters nach vorne geschoben, bis sich die Stangen unterhalb der Ansätze 17 befinden. Der Natter oder Träger des Anhefters wird dann heruntergelassen, so dass sich die Ansätze auf diese Stangen auflegen und das Gewicht der-Scheibe und des Halters tragen können, während die federnden Backen des Ausziehrahmennach aussen federn und sich von den Haken 16 auslösen. Dann werden die Klappen 40 geöffnet und die beweglichen Stangen gehoben und nach hinten gezogen, so dass die Scheibe in die erste Kammer des Kühlofens gebracht wird.
Die Rollen 50 werden dann heruntergelassen, so dass die Haken 16 des Halters für den Anhefter auf den feststehenden Stangen aufruhen können. Die Klappen werden dann geschlossen. Ein anderes Ausziehwerkzeug mit dem darin festgeklemmten Anhefter wird alsdann auf den Rahmen 20 aufgehängt und, indem der Anhefter in das Bad herabgelassen wird, wird eine andere Scheibe wie vorher ausgezogen. Die beweglichen Stangen werden wieder nach vorne geschoben und mit den Ansätzen 17 des nächsten Anhefterhalters in Eingriff gebracht. Die Rollen und beweglichen Stangen werden dann wieder gehoben und die Klappen geöffnet, die Stangen werden nach hinten gezogen und die erste Scheibe demnach in die nächste Kammer des Kühlofens gebracht, während die zweite Scheibe in die erste Kammer gelangt. Die Klappen 40 werden dann geschlossen.
Diese Arbeiten werden dann fortgesetzt und die Scheiben können, wie sie aus dem Kühl- ofen herauskommen, auf einen Wagen 63 gestellt werden, wie dies Fig. 5 zeigt. Dieser
Wagen ist mit Tragstangen 64 für die Glasscheiben und mit Trennungsstäben 65 versehen, die mit Asbest umwenden sind und sich zwischen den Scheiben erstrecken. Die Halter der Anhefter werden in diesem Stadium von der Scheibe gelöst, während der Wagen etwas weiter bewegt wird, sobald jede Scheibe eingesetzt wird, bis das Innere gefüllt ist. worauf der Wagen entfernt und ein anderer Wagen an diese Stelle gebracht werden kann.
Die Vorrichtung kann da/u benutzt werden, um Zylinder oder andere Formen da- durch auszuziehen, dass man die gestalt des Anhefters ändert : die Schutzplatten können so angeordnet sein, dass sie lotrecht verschiebbar sind, statt auszuschwingen und die An- ordnung für die Wasserkühlung kann abgeändert oder gewünschtenfalls vollständig fort- gelassen worden ; der Ausziehraum kann auf mannigfache andere Weise ausser in der hier gezeigten erhitzt werden ; der Kühlofen kann als oberer Fortsatz der Ausziehkammer aus- gebildet sein:
die Bauart des Kühiofens kann abgeändert werden und es lassen sich mannigfache andere Änderungen in der Form und der Anordnung der Teile vornehmen, ohne von dieser Erfindung abzuweichen. PATENT-ANSPRrCHE :
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