AT18342B - Vielfachfernsprechsystem. - Google Patents

Vielfachfernsprechsystem.

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AT18342B
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Williard Morse Miner
Original Assignee
Williard Morse Miner
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   Ni.. 18342.   WILLIARD MORSE MINER IN PLAINFIELD (NEW JERSEY,
V. ST. v. A.). 



   Vielfachfernsprechsystem. 



   Die zu   beschreibende Erfindung bezieht sich auf   ein Vielfachfernsprechsystem, welches es ermöglicht, gleichzeitig eine Anzahl von Gesprächen durch eine einzige Leitung hindurchzuleiten, ohne dass ein Gespräch das andere   stört. Ähnliche   Systeme wurden bereits vorgeschlagen, namentlich für Morsesche und andere   telegraphische   Anlagen- und erreichten 
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 den Enden der   Leitung, weiche   Verteiler die Verbindung zwischen der Streckenleitung und einer Reihe von   Zwoigstromkreisen nacheinander   in rascher Aufeinanderfolge herstellten, wodurch tatsächlich die Bedinung für die fortwährende Verbindung zwischen den ent-   sprechenden Zweigströmen an den Enden der Streckenleitung geschaffen wurde.

   Diese     Zweigstromkroise   enthielten die Sender und Empfänger für die zu übertragenden Mitteilungen. Es wurde bereits der Vorschlag gemacht, mittels derselben Vorrichtungen durch   eine Streckenleitung gleichzeitig eine Anzahl von Ferngesprähen hindurchzusenden und die angestellten Versuche haben gezeigt, dass das gewünschte Resultat nur dann zu erhalten     ist.,   wenn die Zeiträume zwischen den aufeinander folgenden Verbindungen der Zweigstrom- 
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   Experimentatoren hat   dies dadurch   ausgedrückt, dass   er sagte :

  "Das Ohr vermag eine Unterbrechung eines Tones nur dann zu unterscheiden, wenn die Unterbrechung länger dauert   als   Sekunde." Bei einer Vorrichtung, die dieser Theorie gemäss Arbeitet, tritt notwendig bei jedem   Zeitzwischenraum   zwischen den aufeinander folgenden   Stromschlüssen,   entsprechend der ausserordentlich komplizierten Natur der menschlichen Stimme und der   ausserordentlich grossen   Anzahl der für die Hervorbringung eines einzigen Wortes erforderlichen Schwingungen, ein   Verlust von vielen der feinen und komplizierten Schwingungen   
 EMI1.3 
 Frequenz haben, die für manche Lante mehrere tausend beträgt.

   Daher ist es klar, dass ein System eines Vielfachfernsprechers, welches eine Unterbrechung des Fernsprechstromes von   1'100 Sekunde   oder selbst von noch etwas geringerem Zeitraum   zulässt, notwendig un.   

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 vollkommene Resultate ergeben muss, entsprechend dem Verlust an vielen charakteristischen Obertönen, die der   menschlichon Stimme eigen   sind. Versuche beweisen diese Unvollkommenheit der früher vorgeschlagenen Systeme, selbst wenn die Dauer der Unterbrechungen zwischen den aufeinander folgenden   Stromschlüssen   eines der Zweigstromkreise innerhalb gewisser Grenzen noch mehr herabgesetzt wird, als dies bisher getan worden ist ; wenn der früher als zulässig angegebene Zeitraum von   oo   Sekunde angewendet wird, so wird man finden, 
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   Die vorliegende Erfindung beruht nun auf dem Grundsatze, dass die   Stroms'flüsse   in einem   Zweigstromkreise für   eine erfolgreiche Übertragung eines Gespräches durch diesen mit der Streckenleitung verbundenen Zweigstromlireis mit einer Häufigkeit durchgeführt werden müssen, die ungefähr gleich ist der durchschnittlichen   Frequenzzahl   der feineren oder komplizierteren Schwingungen, welche für die Stimme charakteristisch sind. Dies ist, wie Versuche ergeben haben, der richtige und notwendige Grundsatz, nach welchem die Wirkungsweise der Schalter und Verteiler eingerichtet werden soll. Werden für jeden Zweigstromkreis bis zu 4320 Schlüsse pro Sekunde erhalten, dann wird die Stimme mit ihrer ursprünglichen Klangfarbe und Eigentümlichkeit durch die Empfängerapparate wiedergegeben.

   Bei dieser Häufigkeit der   Stromschlüsse   wird für jede der verschiedenen Schwingungen oder Schallwellen, die durch das Sprechen hervorgerufen werden, ein   Stromschluss bewirkt.   und die Versuche haben auch ergeben, dass zirka 3500   Stromschlüsse   pro Sekunde dem höchsten Ton entsprechen, welcher für einen gesprochenen   Vokallaut   charakteristisch ist.

   Wenn die   Häufigkeit   der Stromschlüsse bis 4320 in der Sekunde wächst, so   nimmt   auch die Genauigkeit und Klarheit des   Ferngespräches   zu ; geht man über diese Zahl hinaus, so sind keine vorteilhafteren Resultate mehr zu erwarten, sondern eher ein minderer Effekt, woraus sich schliessen lässt, dass die grösste zulässige Häufigkeit der Schwingungen zirka der der Obertöne, die der Stimme eigen sind, gleich sein muss. Aber nicht auf die genaue Einhaltung dieser besonderen, hier angegebenen Zahlen soll sich die vorliegende Erfindung beschränken ; sie erstreckt sich vielmehr auf das Prinzip der neuen Methode, die Stromschlüsse mit einer Häufigkeit erfolgen zu lassen, weiche der der Schwingungen des gesprochenen Wortes entspricht.

   Es ist klar, dass bei Verminderung dieser Häufigkeit notwendig ein Verlust einer Anzahl der charakteristischen Schwingungen eintritt, obgleich eine Anzahl von 3600   Stromschlüssen   pro Sekunde für alle charakteristischen Obertöno der Vokale ausreicht und daher mehrere gleichzeitig durch die Leitung gesandte Gespräch mit einem gewissen Grad von Deutlichkeit unterscheiden lässt.

   Bei genauer Einhaltung des hier ausgeführten Grundsatzes, nämlich die Häufigkeit der   Stroiliscbilüsse   der der Schwingungen der Obertöne der menschichen Stimme gleich zu machen, kann man eine grosse Anzahl von   Gesprächen   gleichzeitig durch eine Streckenleitung   hiudurchsenden.   Wenn diese Regel eingehalten wird, so ist, soweit man dies beobachten kann, die Dauer des   Zeitraumes   zwischen den aufeinander folgenden   Stromschlüssec,   verglichen mit der Dauer jedes Stromschlusses, als unwesentlich zu bezeichnen.

   Wenn die Häufigkeit der   Stromschlüsse tatsächlich   so gross ist, wie vorhin gefordert, also gleich der Anzahl der Schwingungen der charakteristischen Obertöne der Stimme, so dass also bei jeder Schwingung ein Stromschluss eintritt, so ist es verhältnismässig belanglos, wie lange die Dauer jedes Stromschlusses währt. Es ist demnach klar, dass es möglich wird, eine grössere Anzahl von Gesprächen gleichzeitig durch die   Strec1\ : enleitung   zu senden als bisher. Die Versuche haben ergeben, dass vier   Gespräch   gleichzeitig geführt werden keinen, ohne dass Störungen eintreten.

   Die vorliegende Methode bedeutet demnach eine praktische Verbesserung den früheren Vorschlägen gegenüber insofern, als nicht die Dauer der zulässigen Zeiträume zwischen den aufeinander folgenden Strom-   schlüssen   irgendeines Zweigstromkroises in Betracht gezogen wird, sondern die Einrichtung und Wirkungsweise des Apparates so vorgesehen ist, dass eine bestimmte Frequenz der   Stromschtüsse   hervorgebracht wird ohne Rücksicht auf die Dauer jedes Stromschlusses oder jedes Zeitraumes, während welchem der Strom des Zweigstromkreises unterbrochen ist. 



   Nach dem bisher Angeführten ist es   klar, dass   der zur Durchführung der genannten Methode nötige Apparat im allgemeinen den bisher für Vielfachfernsprecher oder Vielfachtelegraphen bekanntgewordenen Apparaten gleichen wird, nur dass der Apparat eben mit einer viel grösseren Geschwindigkeit laufen muss, um die Stromschlüsse der einzelnen Zweigströmo auf eine Frequenz zu bringen, die ungefähr gleich ist der der Schwingungen der für die
Stimme charakteristischen Obertöne.

   Eine Häufigkeit der   Stromschlüsso   von 1000 oder
2000 pro Sekunde wird dem angestrebten Zweck noch nicht entsprechen ; wenn aber die
Zahl bis su 3000 anwächst und noch darüber, so erhält man bessere Resultate und steigert man die Häufigkeit auf 3500 bis 3600 pro Sekunde, so zeigen sich schon bisher un- erreichte Ergebnisse, die bei 4300 Stromschlüssen pro Sekunde zu den besten werden, die überhaupt zu erreichen sind. 

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 bereits angewendet worden sind. Die rotierenden Arme an den Enden der Streckonleitung sind mit 3, 3'bezeichnet. Sie worden durch irgendwelche bekannte Mittel in synchronem Laufe erhalten und jeder rotiert, wie dargestellt, über fünf Kontakte, mit denen die fünf 
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 ein metallischer Stromkreis vorhanden ist.

   Da die vorliegende Erfindung jedoch von keiner besonderen prinzipiell neuen Konstruktion des Apparates abhängt, sondern nur eine neue und verbesserte Anwendung bekannter Apparate betrifft, ist es nicht nötig, den Apparat eingehend zu beschreiben, da es jedem Fachmanne leicht verständlich ist, wie die früher genannte Umlaufgeschwindigkeit der Arme der Verteiler zu erreichen ist. So können z. B. die die Arme tragenden Wellen durch synchron laufende Motoren mittels Zahn-oder Riementriebes mit der gewünschten Geschwindigkeit angetrieben werden, wobei die Synchronisierung etwa in der im   amerikanischen Patente Nr. 702452 angegebenen Weisse   oder auf irgendeine andere bei Telegraphen- und Fernsprechanlagen erprobte Art durchgeführt werden kann.

   Anstatt die gewünschte Frequenz durch   direkt011 Antrieb   der Arme zu bewerkstelligen, kann   man   sich auch noch eines bekannten Hilfsmittels bedienen, um diese Häufigkeit zu erhalten, welches darin besteht, die Kontakte, welche mit den Zweigstromkreisen verbunden sind, auf der Umfliche des Stromschliessers einigemale zu vervielfachen, so dass bei jeder Umdrehung der Welle die Arme eine Anzahl von Stromschlüssen vollführen.   Die Anordnung und Grosse der Kontakte   ist unwesentlich ; wichtig ist bloss, dass die Kontakte sicher anliegen. Die Dauer jedes Kontaktes ist, wie früher erklärt, für das Wesen der vorliegenden Erfindung belanglos.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vielfachfernsprechsystem, bei welchem die Streckenleitung mittels in jeder Station befindlicher, synchrom rotierender Verteiler aufeinander folgend mit den die Fernsprech- apparate enthaltenden Zweigstromkroisen verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromscbtüsso eines entsprechenden Paares der Zweigstromkreise beider Stationen mit Hilfe beliebiger geeigneter Mittel, z.
    B. durch entsprechend gross gewählte Tourenzahl der Ver- teiler oder durch mehrfache Anordnung von einem und demselben Zweigstromkreis ent- sprechenden Kontakten auf der Umfläche der Stromschliesser oder auch endlich durch gleichzeitige Vorsehung der beiden eben angegebenen Mittel, mit einer Häufigkeit pro Sekunde bewirkt werden, die grösser als 2000, vorteilhaft aber gleich ist der grössten Schwingungs- zahl der der menschlichen Stimme eigentümlichen Obertöne, also ungefähr 4320 pro Sekunde, zum Zwecke,
    trotz der Stromunterhrechungen alle die Klangfarbe der Stimme ausmachenden Schwingungen und dadurch alle durch die Streckenleitung hindurchgesandten Gespräche mit vollkommener Deutlichkeit den Empfangsapparaten zuzuführen.
AT18342D 1903-11-30 1903-11-30 Vielfachfernsprechsystem. AT18342B (de)

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