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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 17549.
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Die Erfahrung hat gezeigt, dass Glühlampen von niederer Voltzahl (z. B. 20 Volt) einen grösseren Leuchteffekt geben, als Lampen von hoher Voltzahl, z. B. von 110 Volt, wie solche zumeist in den Leitungsnetzen von Städten zur Verwendung kommen. Das von den Lampen niedriger Voltzahl erzeugte Licht ist mehr weiss und die einen grösseren Querschnitt besitzenden Leuchtfäden können Erschütterungen und Stössen besser widerstehen. Man kann jedoch mit der Spannung des die Lampen speisenden Stromes nicht unter 110 Volt herabgehen, ohne die Kosten der Kabeilegung und der Installation beträchtlich zu erhöhen.
Hieraus folgt, dass die oben angegebene niedrige Spannung (von 20 Volt) den Wünschen der Elektrizitätsgesellschaften nicht entspricht, während andererseits die hohe Spannung von 110 Volt den Leuchteffekt der zu speisenden Lampen erheblich beeinträchtigt.
Durch vorliegende Erfindung soll ermöglicht werden, Lampen von niedriger Voltzahl (z. B. 20 Volt) in Leitungen einschalten zu können, welche von Strömen hoher Voltzahl,
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dem Elektrizitätsähler des Abonnenten, u. zw. zwischen jeder Lampe und dem Strom- unterbrecher, ein kleiner Transformator mit geschlossenem magnetischen Kreis eingeschaltet, welcher Transformator so bemessen und eingerichtet ist, dass er beim Brennen der Lampe zur vollen Wirksamkeit gelangt, jedoch vollständig aus dem Stromkreis ausgeschaltet ist, wenn die Lampen ausgelöscht sind. Dieser kleine Transformator erniedrigt die hohe Spannung (von z.
B. 110 Volt) im Haupt- oder Zweigleiter in dem Masse, als es die Verwendung von Lampen niedriger Voltzahl (beispielsweise von 20voltigen Lampen) notwendig
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vom Unterbrecher zu den Lampen führenden Zweigleitung und von den Einzelheiten dieses
Transformators selbst unabhängig.
In beiliegender Zeichnung ist ein der Erfindung gemäss eingerichtetes Leitungsnetz schematisch dargestellt. Wie ersichtlich, ist in dem Leitungskabel n, a ein Elektrizititts- zähler c bekannter Einrichtung eingeschaltet, welcher mit troml1nterbrechern b, b versehen ist. Von dem Kabel a, a gehen die Zweigleitungen d, d aus. welche die Lampen speisen.
Jede dieser Lampen ist mit einem Stromunterbrecher f und einem kleinen Transformator g versehen, welcher zwischen dem genannten Stromunterbrecher und die Lampen eingeschaltet ist. In diesem Falle kommt jeder der Transformatoren nur dann zur Wirksamkeit, wenn die zugehörige Lampe brennt, während er beim Auslöschen derselben ans dem Stromkreis ausgeschaltet ist. Ausserdem ist jeder der Transformatoren dem Verbrauch der Lampe an elektrischer Energie entsprechend bemessen. Der Transformator kommt stets zur vollen Wirksamkeit, d. h. er gibt stets den maximalen Nutzeffekt.
Wenn beispielsweise jede Lampe 20 Watt verbraucht, so wird der Transformator bei der Anordnung e ebenfalls mit 20 Watt bemessen. In allen Fällen ist es jedoch von
Vorteil, die Transformatoren 9 den zugehörigen Lampen so nahe als möglich anzuordnen, ) um die Länge der aus dickem Draht bestehenden Sekundärbewicklung h, welche einen
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Strom von 20 Volt Spannung erhält, möglichst kurz zu machen. In der Primarbewicklung d des Transformators und im Kabel a fliesst ein Strom von HO Volt Spannung.
Die Anordnung von einzelnen Meinen Transformatoren für jede Lampe hat gegen- über der bisher gebräuchlichen Anwendung eines einzigen Transformators viele Vorteile.
Bei Anwendung von Einzeltransformatoren wirken dieselben stets mit ihrem maximalen Effekte und bloss die (kurzen) Leiter A bestehen aus dickem Drahte. Bei Anwendung eines einzigen Transformators muss derselbe für die Gesamtanlage berechnet werden ; er arbeitet nur in den seltensten Fällen mit maximalem Effekt, nämlich nur in dem Falle als sämtliche Lampen der Anlage gleichzeitig brennen. Dieser Transformator wirkt also während des grössten Teiles der Zeit mit sehr schlechtem Nutzeffekte. Ferner muss der ganze Abonnentenstromkreis aus dickem Drahte bestehen, da er den Sekundärleiter des Transformators bildet.
Die beschriebene Einrichtung dagegen bietet den doppelten Vorteil, die Spannung des Stromes im Hauptleiter nach Bedarf zu erhöhen und gleichzeitig von diesem Leiter Lampen oder Apparate zu speisen, welche mit sehr geringer Stromspannung (Voltzahl) betrieben werden.