AT17521B - Verfahren zur Herstellung malzhaltigen Kakaopulvers. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung malzhaltigen Kakaopulvers.

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AT17521B
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cocoa
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cocoa powder
malted
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   Nit 17521.   



   JULIUS MEINL iN WIEN. 



  Verfahren zur Herstellung malzhaltigen Kakaopulvers. 
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 hohen Preises nicht in Betracht   kam.     Ferner konnte das entölte Kakaopulvor mit   ge-   mahlenem   Malze nicht derart innig   gemischt   werden, dass die beiden Stoffe sich gleichmässig in Wasser, Milch etc. suspendierten. Es ist aber ein Haupterfordernis bei gutem Kakao, dass derselbe leicht suspendierbar sei. 



   Nach dem D. R. P. Nr. 96318 ist zwar ein Verfahren bekannt geworden, nach welchem eine innige und gleichmässige Vermischung von Malz und Kakao dadurch erreicht werden soll,   dass Malz und Kakao, jedes für sich,   also separat, auf den gewünschten Fein- 
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   entölt bezw. abgepresst wird.   



     Von dieser Arbeitsweise unterscheidet sich   das Verfahren nach vorliegender Erfindung dadurch, dass das Malz und der Kakao von   vorneherein gemeinsam vermahlen werden,   wo-   durch. abgesehen   von der Arbeitsökonomie, eine innigere Übertragung des Aromas und   eine weitaus feinere Verteilung des Ma ! ? es bewirkt wird. Jedoch ist   die gemeinsame Ver- 
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 die Operation lässt sich vielmehr mit Erfolg nur ausführen, wenn das Malz wie folgt behandelt wird, in welchem Falle 20 50% Malz und mehr dem Produkte einverleibt werden können.

   Das Darrmalz wird zunächst dextriniert oder teilweise verzuckert, indem es in Wasser, das eine Temperatur von zirka 50  G hat, zirka 10-16 Stunden lang eingeweicht wird, u.   bzw. zweckmässig   in dem Verhältnisse von zirka 100 kg Malz auf zirka 100 1 Wasser. Dadurch tritt die in dem Malze enthaltene Diastase in Wirkung, welche die Verzuckerung des   Stärkemehles der Malzkörner hervorruft.   Nachdem dieselbe einen hinreichenden Grad erreicht hat, den der   Arbeiter bei einiger Übung   sehr leicht am Geschmacke des Malzes erkennt, wird das Einweichen und damit die Verzuckerung unterbrochen und das Malz, nachdem es aus dem Weichwasser herausgenommen wurde, sofort bei einer 75  C überschreitenden Temperatur ohne jede Zutat in einer   Malzrösttrommel   ge- 
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 werden. 



   Das auf diese Weise teilweise verzuckerte, geröstete und von den Hülsen nicht befreite Malz wird mit gerösteten, durch Alkalien aufgeschlossenen und gereinigten Kakaobohnen in dem jeweils gewünschten Verhältnis (zirka 20-70 Gewichtsteile Malz auf   100 Gewichtsteile Kakao)   vermischt und hierauf das Gemisch fein vermahlen. Das Ver-   mahlen   der Kakaomalzmischung wird auf einer bekannten   Kakaomühle,   z. B. jener   Kon-   struktion,   wie sie die Firma J. M.

   Lehmann   in Dresden schon seit Jahren baut, vor- 
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 Wirkung dieses Kakaos von grosser Wichtigkeit, weil sie durch ihren mechanischen Reiz auf   die Gedä@me, ähnlich wie das Grahambrot, wirken und Indigestionen verhüten, wie   solche soust beim Genusse von Kakao leicht auftreten. 

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   nähten   findet also in flüssiger Kakaobutter statt, welche jedoch vom Malze nichts zu lösen   vermag und daher demselben von der durch die Verzuckerung und das Hosten erlangten Sprödigkeit nichts nimmt.

   Infolge dieser Sprödigkeit und Zerreibbarkeit des Malzes wird   bei seinem Vormahlen gemeinsam mit dem Kakaoschrott die Umwandlung in ein feines Mehl durch die flüssige Kakaobutter nicht nur nicht behindert, sondern die   Kakaobutter   bewirkt sogar eine sehr feine Verteilung des Malzes in dem Produkte. Bei der Vermahlung zwischen den schweren, wuchtig   wirkenden Mühlsteinen   der   KakaomUhle,   wobei die Malzund Kakaoteilchen unzähligemale miteinander und ineinander verrieben worden und nicht - wie es beim blossen gemeinsamen Abpressen nach dem   D.   R. P.

   Nr. 96318 der Fall ist-das Kakaofott oder die   Kakaobutter abläuft, sondern   im flüssigen Zustande beständig durch das Malz gepresst wird, findet jene innige Vermischung der Malz- und Kakaoteilchen und jene vollkommene   Durchtränkung   des Malzes mit Kakaoaroma statt, welche Bedingung für die Feinheit, leichte Suspendierbarkeit und den Wohlgeschmack eines Malzkakaos sind. 



      Nach, dem Vormahlen   wird die Kakaobutter noch während ihres   flitssigen   Zustandes in bekannter Weise abgepresst und der   Presskuchen   wird wie reiner Kakao weiter verarbeitet. 



  Das auf diese Weise gewonnene Produkt wird in Wasser, Milch etc. ebenso leicht suspendiert, wie Kakaopulver bester Sorte, ohne dass eine Scheidung von Malz und Kakao stattfindet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines malzhaltigen Kakaopuvers aus einem Gemisch von outschä) ten, gerösteten, aufgeschlossenen, gereinigten und noch nicht entölten Kakaobohnen mit dextriniertem und bei einer 750 C übersteigenden Temperatur geröstetem Malze (insbesonders Gersten, Weizen, Roggen- oder Maismalz), dessen Menge über 20% der Gesamt- EMI2.2
AT17521D 1901-12-07 1901-12-07 Verfahren zur Herstellung malzhaltigen Kakaopulvers. AT17521B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN115843907A (zh) * 2023-01-03 2023-03-28 洽洽食品股份有限公司 一种麦芽可可粉、制备方法及其在坚果仁中的应用

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN115843907A (zh) * 2023-01-03 2023-03-28 洽洽食品股份有限公司 一种麦芽可可粉、制备方法及其在坚果仁中的应用
CN115843907B (zh) * 2023-01-03 2024-04-12 洽洽食品股份有限公司 一种麦芽可可粉、制备方法及其在坚果仁中的应用

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