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Österreichische PATENTSCHRIFT N"17255.
GOTTFRIED LEBRECHT TILLMANNS IN MOSKAU.
PapierzuführungsvorrichtungfürZigarettenhülsenmaschinen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche Zigarettenhülsenmaschinen, bei welchen das zur Herstellung der Zigarettenhülsen erforderliche Papier von einer Papierrolle abgewickelt und zwei Rollwal. wn zugeführt wird, die in Verbindung mit einer besonderen Vorrichtung, der sogenannten Papierzuführungsvorrichtung, eine Naht hervorbringen.
Bei dieser Art von Maschinen, bei denen die erwähnte Papierzuführungsvorrichtung aus zwei drehbaren glatten Walzen besteht, zwischen welchen das Papier hindurchgelassen wird, solange es noch eine flache Form besitzt, besteht der Übelstand, dass die eine Walze vermittelst einer ständig gleichmässig wirkenden Feder auf die andere Walze gepresst wird, was aber infolge der verschiedenen Stärke des Hüisenpapicres häufig einen unrichtigen Transport desselben zur Folge hat und ausserdem erfolgt bei diesen bekannten Einrichtungen die Berührung der beiden Walzen immer nur in einer ganz bestimmten gleichbleihenden Linie, so dass das abgewickelte Papier immer eine und dieselbe Raumlage einnimmt,
was jedoch bei verschiedener Stärke der Hülsen zu einem unrichtigen Biegen des Papieres führt und daher eine entsprechende Einstellung des Stockes, um welchen das Papi'-r gebogen wird, wie auch der Rollwalze erfordert. u. zw. hei jeder Abänderung der Stärke der herzustellenden Hülsen.
Diese Nachteile sollfn durch die vorliegende Krtindung dadurch vermieden werden, dass die eine der beiden Walznn verstellbar, jedoch ständig unter Wirkung einer Feder steht, wobei der Rahmen, dor diese Walzen trägt, so verstellbar ist, dass die beiden Walzen zueinander verschiedene Lagen einnehmen können, um dem zugeführten Papier verschiedene, je nach Wunsch verstellbare Raumlagen zu erteilen.
Die vorliegende Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt, u. zw. ist Fig. 1 eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht dieser Vorrichtung.
In der Zeichnung ist 1 die Hauptwalze der ZufUhrungsvorrichtung, weiche von der
Achse 2 in Umdrehung versetzt wird. 3 ist die zweite Walze der Zuführungsvorrichtung, die auf einer in einer gabelförmig gestalteten Führung 4 liegenden Achse sitzt. Die Führung 4 wird in einem Ausschnitt des Ständers 5 geführt und ist in diesem auf und al) beweglich. Dieser Ständer ist auf der Lagerhülse der Drehachse der Walze 1 aufgesetzt und kann je nach Wunsch senkrecht oder in einem beliebigen Winkel eingestellt werden.
Das Anpressen der Walze 3 an die Walze 1 geschieht durch die Schraubenfeder C, die zwischen einem festen Vorsprunge des Ständers und der Gabel 4 liegt. Diese Feder G umschliesst, wie die Zeichnung klarer erkennen lässt, einen Schraubzapfen, der am oberen
Ende einen Handgriff 7 trägt. Das untere Ende dieses Schraubxapfens ist in der Gabel 4 gelagert, so dass durch Vor-oder Zurückdrelhen des Handgriffes 7 der Schraubzapfen bezw. die Entfernung zwischen dem festen Ansatz des Ständers 5 und der Gabel 4 verkürzt oder verlängert worden kann, um somit die Gabel 4 mit der Walze 3 höher oder tiefer zu lagern Trotz dieser Verstellung bleibt die Walze 3 ständig unter der Einwirkung der Feder 6'.
Das Anpressen der Walze 8 an die Walze ist also entsprechend der Stärke des zuführenden Papieres regulierbar. Die Walze 3 kann entweder durch entsprechendes Höher- schrauben der Gabel 4 vollständig ausgeschaltet werden oder dadurch, dass man die Gable 4
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stehende Zunge 8 den Fthrungsteil der Gabel 4 festhält. Durch Zurückziehen der Feder, 9 kann d : ese Kupplung aufgehoben und die Walze 4 wieder zur Einwirkung gebracht worden.
Wie schon erwähnt, ist der Ständer 5 auf der Lagerhülse der Drehachse der Walze 1 angeordnet und auf dieser in seiner Lage verstellbar.
In Fig. 2 liegt die Walze 3 genau senkrecht über der Walze 1. In diesem Falle wurde das Hülsenpapier horizontal nach der Linie 10'-10 durch die Vorrichtung hindurchgehen. Wird aber der Ständer 5 aus seiner senkrechten Stellung um die Drehachse der Walze 1 nach rechts oder links herumgeschwungon, so dass beispielsweise die Walze 3 die in punktierte Linien gezeichnete Stellung 3'einnimmt, so wird das Papier in der Richtung 10'-11 durch die Vorrichtung hindurchgehen, ihm wird also eine andere Raumlage erteilt, was bei der Herstellung von Hülsen grösseren Durchmessers erforderlich ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Papicrzuführungsvorrichtung für Zigarettenhülsenmaschinen, bei welcher eine der Walzen durch eine Schraube vorstellbar ist, ständig aber unter Wirkung einer Schrauben- feder steht, dadurch gekennzeichnet, dass der diese Walze tragende Rahmen (5) um die Achse der anderen Walze (1) verdrehhar ist, so dass den beiden Walzen verschiedene Lagen zueinander erteilt werden können, die verschiedene Raumlagen des zuzuführenden Papieres zur Folge haben.
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