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Österreichische PATENTSCHRIFT N'm 17099. JOHN EDWIN DAVIDSON IN TORONTO (KANADA).
Hufeisen mit Holzeinlage.
Angemeldet am 21. Jänner 1903.-Beginn der Patentdauer : 15. März 1904.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Hufeisen derjenigen Art, bei welcher in eine Hohlrinne auf der Unterseite eine Einlage aus verhältnismässig weichem Material, insbesondere aus Holz, eingesetzt ist. Um für Hufeisen dieser Art Trittflächen mit gutem Reibungskontakt bei verhältnismässig befriedigender Haltbarkeit zu schaffen, hat man bereits versucht, Einlagen anzuwenden, welche aus einer Mehrzahl von Schichten verschiedenartigen Materials gebildet werden. Insbesondere hat man versucht, Schichte von Kork mit solchen aus Leder, Kautschuk, Drahtgewebe u. s. w. abwechseln zu lassen.
Die Anwendung verschiedenartiger Materialien für die in der Einlage zu vereinigenden Schichten bietet indessen den Nachteil, dass die verschiedenen Materialien auch verschiedene Werkzeugs für ihre Bearbeitung voraussetzen, wodurch die Erzeugung erschwert wird. Auch ist die Vereinigung verschiedenartiger Materialien miteinander im allgemeinen schwieriger als die Vereinigung gleichartiger Materialien. Eine ganz besondere Schwierigkeit bei den bekannten Einlagen aus Schichten verschiedenen Materials besteht aber darin, dass die Einlagen nach der Vereinigung der Schichten der Hohlrinne des Eisens entsprechend zugepasst worden müssen. Hiebei kommen in verschiedenen Teilen der Einlage verschiedene Materialschichten nach aussen zu liegen.
Diese verschiedenen Materialschichten müssen demnach praktisch durch ein und dasselbe Werkzeug bearbeitet werden, was mit Schwierig- keiten verknüpft ist.
Demgegenüber bietet die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Einlage den Vorzug, dass die verschiedenen Schichten, aus welchen sie hergestellt ist, zwar in physikalischer Hinsicht beim Gebrauch des Eisens sich verschieden verhalten, so dass, wie bei den bekannten aus Schichten gebildeten Einlagen, eine ungleichförmige, rauhe Tritt- Hlche erzielt wird, dass dieselben aber gleichwohl in sämtlichen Schichten aus einem einzigen . Material, nämlich Holz, hergestellt sind.
Um bei dieser Herstellung der verschiedenen Schichten aus Holz den Zweck einer verschiedenartigen physikalischen Beschaffenheit der Schichten zu erzielen, werden gemäss vorliegender Erfindung die verschiedenen Schichten aus Holzplättchen, eventuell Furnierplättchen in der Art zusammengesetzt, dass die Holzfasern benachbarter Schichten sich kreuzen bow. senkrecht und parallel zur Lauffläche liegen.
Iliedurch wird in der Tat erreicht, dass die Abnutzung der Einlage an verschiedenen Stellen ihrer Fläche ungleichmässig ist, und dass auf diese Weise im Gebrauch eine rauhe Oberfläche gebildet wird, weiche die Keibung zwischen dem Pflaster und der Lauffläche des Hufeisens erhöht und infolgedessen ein Gleiten des Pferdes unter allen normaler Weise vorkommendenklimatischenverhältnissenverhindert.
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in einem Querschnitt dargestellt.
Die Metallschale des Hufeisens ist mit a bezeichnet. Dieselbe passt sich. in ihrer Form der Hufform an und besitzt an ihrem hinteren Ende b eine hinreichende Breite, um an dem hinteren Ende der Hufgabel zusammengezogen werden zu können, was bei der hohlen Form der Metallschale in kaltem Zustande geschehen kann.
Das Hufeisen besitzt auf seiner Unterseite einen Kanal c, welcher konzentrisch mit der äusseren Kante der Schale verläuft und in welchem die Einlage d befestigt ist.
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Die Einlage d besteht einerseits aus einer Reihe von Furnierplllttchon , deren Fasern senkrecht zur LauMlche stehen, und andererseits aus einer Reihe von Furnier-
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miteinander abwechseln. Diese Anordnung hat eine ungleiche Abnutzung benachbarter Fllrnierplättchen und damit die Bildung einer rauhen Lauf- bezw. Trittftäche zur Folge.
Hiedurch wird nicht nur an sich eine erhöhte Reibung zwischen der Trittfläche und dem Pflaster erzielt, sondern überdies das Festsetzen von Staubpartike ! chen, kleinen Steinchen und anderem festen Material auf der Trittfläche der Einlage erleichtert, wodurch eine weitere Erhöhung des Reibungskontaktes zwischen der Trittfläche der Einlage und dem Pflaster herbeigeführt wird. Dadurch, dass die Holzeinlage wenigstens teilweise eine zur Trittfläche senkrechte Faserrichtung besitzt, wird die Abnutzung derselben beträchtlich herabgesetzt, was von grosser Wichtigkeit ist, wenn die Eisen sich in dauerndem Gebrauch befinden. Angestellte Versuche haben ergeben, dass ein auf die vorbeschriebene Art hergestelltes Hufeisen so lange verwendet werden kann, wie ein gewöhnliches Eisen-oder Stahlhufeisen.
Die Befestigung der Holzeinlage in dem Kanal des Hufeisens erfolgt zweckmässig durch Nägel, welche parallel der Trittfläche durch in der Metallschale vorgesehene Öffnungen eingetrieben werden.
Behufs Ermöglichung der Befestigung des Eisens am Huf ist die Rinne in bekannter Weise mit Nägelöffnungen versehen.