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Sportschuh
Es sind bereits Sportschuhe bekannt, bei denen an den Rändern des Schaftschlitzes Decklappen angeordnet sind, die durch das Verschnüren des
Schuhes so zum Überdecken gebracht werden, dass ein Eindringen von Nässe, Schnee od. dgl., verhindert ist. Um die Verschnürung'etwas zu entlasten, sieht man dabei überdies einen über den Rist zusammenschnallbaren Riemen (Rist- riemen) vor, dessen beide Teile an den beiden
Schuhseiten befestigt sind. Bei dieser Ausge- staltung ist es unvermeidlich, dass sich beim
Anziehen des Ristriemens gerade an den sehr heiklen Teilen des Fusses, d. h. im Bereiche des
Ristes, Druckstellen bilden, die sich beim Ge- brauch des Schuhes, insbesondere für Sport- zwecke, sehr ungünstig auswirken.
Man hat nun schon vorgeschlagen, diesem Übelstand entsprechend der Deutschen Patent- schrift Nr. 652530 dadurch zu begegnen, dass man den Schuh mit einer besonderen, an ihrem unteren Rande mit dem Schuhoberteil fest verbundenen Lasche ausgestattet hat, die durch zwei getrennte Schnallenriemen gegen den Rist nieder- spannbar ist, die beide am selben Rande des
Schaftschlitzes angeschlossen sind und von denen einer beim unteren Ende des Schaftschlitzes angeordnet und über eine Öse über den Rist umgelenkt ist, während der zweite den Knöchel umschlingt.
Abgesehen davon, dass bei dieser Schuhtype durch eventuelles Falten der Decklasche zusätzliche Druckstellen am Rist entstehen können, ergibt sich noch der Nachteil, dass durch die mehr einseitige Wirkung des Ristriemens sehr leicht ein Verziehen des Schaftschlitzes eintreten kann, was wieder die Bildung von Druckstellen fördert.
Die Erfindung schafft nun dadurch Abhilfe, dass der Ristriemen durch zwei in der Mittelzone der Schlitzränder bzw. der Decklappen an diese angeschlossene Riementeile gebildet ist, die unter Umlenkung durch an beiden Schuhseiten angebrachte Ösen od. dgl. wieder über den Rist zur Verschnallung zusammengeführt sind, so dass beim Anziehen (Verschnallen) der Riementeile ein gleichmässiges gegenseitiges Zusammenziehen der Schlitzränder und gleichzeitig ein festes Niederspannen der Decklappen gegen den Rist erzielt wird. Die Praxis hat bestätigt, dass zufolge dieser Ausgestaltung bei festem Sitz des Schuhes am Fuss die Bildung von Druckstellen weitgehend vermieden und daher auch über lange Zeitspannen ein schmerzfreies, angenehmes Tragen des Schuhes gewährleistet ist.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform in schaubild- licher Ansicht, Fig. 2 einen Querschnitt hiezu bei zusammengeschnalltem Ristriemen und Fig. 3 eine abgeänderte Ausführungsform in der Dar- stellung gemäss Fig. 2.
Gemäss den Fig. 1 und 2 sind die Ristriemen- teile 1 a und 1 b an den Rändern 2 a bzw. 2 b des im Ristteil des Schaftes 2 angeordneten
Schlitzes (Schaftschlitzes) befestigt. Die Ristriementeile laufen durch an beiden Seiten des
Schaftes 2 angeordnete, vorzugsweise unter Vermittlung von Schlaufen 3 befestigte Ösen 4 und können, wie Fig. 2 veranschaulicht, im wesentlichen über dem Rist, z. B. mittels einer Dornschnalle 5 zusammengeschnallt werden. Sind die Schlitzränder 2 a, 2 b, wie beispielsweise dargestellt, mit Decklappen 6 a bzw. 6 b ausgestattet, so werden diese beim Zusammenschnallen, wie Fig. 2 deutlich erkennen lässt, übereinander gezogen. Der Ristriemen wirkt dabei zusätzlich zu der normalen, über die Ösenhaken 8 geführten Verschnürung.
Ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, könnten bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 die Ristriementeile 1 a, 1 b auch unmittelbar an den Decklappen 6 a, 6 b befestigt sein, wodurch die feste Umschlingung des Ristes erheblich begünstigt erscheint (Fig. 3).
Von wesentlicher Bedeutung ist dabei noch der Umstand, dass, wie die Zeichnung erkennen lässt, die Ristriementeile annähernd in der Mittelzone der Längenerstreckung der Schlitzrändem 2 a, 2 b bzw. der Decklappen 6 a, 6 b bei 10 bzw. 11 angeschlossen sind, da hiedurch, wie schon erwähnt, eine gleichmässige Druckverteilung auf dem Rist gewährleistet ist, indem die an den Anschlussstellen ausgeübten Zugkräfte'unter Vermittlung der Randteile des Schaftes bzw. der Decklappen selbst ziemlich gleichmässig verteilt werden.
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