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Impräpier- und Oberft chenbehandlungsmaschine für Schachteln u. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf Maschinen zur Tränkung und Oberflächenbehandlung von Schachteln, z. B. Pappschachteln od. dgl., bei welchen ein lose in die Schachteln eingreifender Mitnehmerstern zum Hindurchführen derselben durch ein Flüssigkeitsbad vorgesehen ist.
Beim Erfindungsgegenstand werden fehlerfreie Überzüge auf der gesamten Werkstückoberfläche dadurch erzielt, dass die auf einer steilen Zuführungsbahn selbsttätig nachgleitenden Schachteln mit ihrer Öffnung nach oben in eine an die Zuführungsbahn sich anschliessende, bloss teilweise in die Imprägnierungsflüssigkeit eintauchende Ringbahn eintreten, durch welche sie mittels des lose in sie eingreifenden Mitnehmerstemes hindurchgeführt und dabei in dem letzten, ausserhalb der Flüssigkeit liegenden Teil der Ringbahn selbsttätig vollständig gewendet werden, worauf sie selbsttätig über eine in die Ringbahn eingreifende Abstreifvorrichtung in eine Abführrinne kippen.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen in beispielsweiser Ausführungsform schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt den Aufriss der Maschine im Schnitt, während Fig. 2 den bei A--B (Flg. 1) aufgeschnittenen Behälter mit dem dadurch ermöglichten Einblick in sein
Inneres, die Fig. 3-5 die Ringbahn und die Abführeinrichtung in den drei Rissen und
Flg. 6 den Abstreifer, letzteren in grösserem Massstabe, darstellen.
Die zu imprägnierenden Schachtelhälften u. dgl.
S werden von Hand aus in einen Vorratsbehälter 1 (Fig. l) mit der Öffnung nach einer bestimmten
Seite, hier z. B. nach links gewendet, eingelegt und von Hand aus oder mechanisch zur Mündung einer Forderrinne 2 vorgeschoben, in der sie dann selbsttätig abgleiten. Die Zuführung zur
Rinne kann auch durch ein endloses Band od. dgl. erfolgen. Eine Schüttelvorrichtung kann das
Nachgleiten der Schachteln in die Rinne er- leichtem und beschleunigen. Die Rinne 2 ist allseitig geschlossen und dicht durch die Wand 24 des Imprägnierbehälters J hindurchgeführt.
Inner- halb desselben schliesst sich an die Zuführrinne 2 eine Ringbahn 4 an, die zur weiteren Führung der zu imprägnierenden Stücke dient Sie lit-ut mit ihrem unteren, an die Zufühmnne 2 sich anschliessenden Teil im Flussigkeitsbade 8, erhebt sich dann über dieses und bewirkt beim Hindurch- führen der mit der Öffnung nach oben in sie eintretenden Schachteln eine Wendung derselben, so dass sie dann mit dieser Öffnung nach unten liegen. Diesem Hindurchführen der Schachteln durch die Ringbahn erfolgt durch einen an sich bekannten Mitnehmerstern mit Speichen 5, die beim Eintritt der Schachteln in das Flüssigkeitsbad 8 bzw.
in die Ringbahn 4 von oben in die Öffnung der Schachteln eintreten und diese durch Anlegen der Speichen an die innere Vorderwand der Schachteln durch die Ringbahn befördern, wie aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich
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Die Ringbahn (Fig. 3-5) besteht aus zwei koaxialen Zylinderflächen, deren innere (Fig. 5) aus zwei in einer Flucht liegenden, durch einen Spalt 14 für den Durchtritt und die Bewegung der Speichen 5 des Mitnehmersterns voneinander getrennten Reifen 9, 10 besteht, während die äussere Zylinderfläche 11 1m unteren Teil Lochungen 12 (Fig. 4) aufweist und sich nur über ungefähr einen Dreiviertelkreis (bis zum Punkte 13, Fig. 3 und 4) erstreckt. Diese beiden Zylinderwände 9, 10 einerseits und 11 anderseits, sind durch zwei ring-oder scheibenformige Seitenwände 15, 16, welche die Ringbahn vervollständigen und über deren ganze Länge reichen (Fig. 5), verbunden.
Damit die Schachteln in der richtigen Lage, d. h. mit der Öffnung nach oben, durch die Bahn laufen und ein fehlerhaftes Einlegen schon am Beginn der Bahn entdeckt und behoben werden kann, ist dort in der oberen Wand 17 der Zuführungsrinne (Fig. 1) ein schmaler Schlitz von begrenzter Länge vorgesehen (Fig. 2), durch den die schmalen Arme eines lose drehbaren
Sternrades 18 in die Rinne und in die richtig eingelegten Schachteln eintreten können. Dieses
Sternrad dreht sich nur unter dem Einfluss der gleitenden Schachteln S, deren hintere Seiten- wand mit ihrer Innenn & che uf einen Arm des
Sternrades drückt. Liegt eine Schachtel verkehrt, mit dem Pc ! ? en nach links bzw. nach oben, wodurch der Schlitz der Rinnenwand verdeckt wird, dann bleibt das Sternrad 18 stehen und zeigt dadurch den Fehler an.
Die falsch eingelegte
Schachtelhälfte kann dann noch rechtzeitig, z. B. durch Aufklappen der Rinne od. dgl.
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in die richtige Lage gebracht werden, was der Einfachheit halber in der Zeichnung nicht dargestellt ist. In der Ringbahn 4 gleiten die Gegenstände nur mit schmalen Berührung- stellen an den Führungsflächen, wobei die durch die Öffnungen 12 (Fig. 4) der äusseren Wand 11 der Ringbahn tretende Behandlungsfüssigkeit während der Bewegung der Schachteln auch diese Gleitstellen hinreichend erreicht. Die Speichen des Mitnehmersterns 5 liegen ebenfalls nur an punktförmigen, wandernden Stellen an der Innenwand der Schachtelhälften an. Es kann so nicht vorkommen, dass eine Stelle der zu überziehenden oder zu tränkenden Gegenstände völlig unbehandelt bleibt.
Das Bad tritt schon während der Zufuhr der Schachteln zur Ringbahn zu allen Wänden der Schachteln hinzu und hat genügend Zeit, die erforderliche Wirkung auszuüben. Die Schachteln u. dgl. werden dann durch die Speichen des Mitnehmersterns aus dem Bad herausgehoben und während der Kreisbewegung in der Ringbahn abtropfen gelassen. entleert und über den höchsten Punkt der Ringbahn nach deren Gegenseite (Fig. 1 und Fig. 3 rechts) geführt, wo sie dann auf der inneren
Mantelfläche der Ringbahn über den sie be- wegenden und tragenden Speichen nach abwärts gleiten, bis sie nur mehr mit der inneren Hinter- wand an der betreffenden Speiche hängen.
An dieser Stelle der Ringbahn endet bei 13 deren äussere Wand. Von dort an bis zum
Schnitt der Zuführrinne 2 mit der Ringbahn bei 19 ist diese nach aussen offen, um die Wendung der Schachtelhälfte aus der Schrägen in die
Vertikale und dann ihr Herauskippen in die
Abführrinne 20 zu ermöglichen.
Dieses Herauskippen wird durch einen Ab- streifer 21 bewirkt, der als schräger Seitenwandteil der Abführrinne 20 in den Ringbahnraum hineinragt, u. zw. so, dass die vordere Aussenwand der jeweils an einer Mitnehmerstern-Speiche 5 hängenden Schachtelhälfte S mit einer Stelle nahe dem Oberrande dieser Aussenwand an die Vorderkante des Abstreifers stösst. Dadurch wird die Schachtelhälfte von ihrer Speiche. ? abgehoben, verliert ihren Halt, kippt nach aussen, gleitet dabei mit ihrer jetzt unteren Wand an dem schrägen Abstreifer 21 bis zur Abführrinne 20 und in dieser, vermöge deren Schrägstellung (Fig. 2 und 4) in den Sammelbehälter 22.
Der Abstreifer 21 (Fig. 6) besitzt Einschnitte 29, 30 für den Durchtritt der Seitenwände 15, 16 der Ringbahn (Fig. 5) und 31 für den Durchtritt der äusseren Enden der Mitnehmerspeichen 5.
Die Abführrinne 20 ragt mit ihrem oberen Teil in den Imprägnierbehälter 3, hat Also dessen Temperatur und ist durch die Wand des Behälters dicht hindurchgeführt. DE. sie über den Spiegel des Flüssigkeitsbades reicht, kann keine Flüssigkeit durch die Durchbruchsteile oder die Rinne 20 nach aussen gelangen.
Ein Klebenbleiben der behandelten Schachteln an dieser Gleitbahn findet infolge ihrer Steilheit nicht statt.
Der Imprägnierbehälter wird durch einen gegebenenfalls mittels Thermostaten auf der richtigen Temperatur für das jeweilige Flüssigkeitsbad erhaltenen Elektroofen 23 erhitzt, dessen Wärmeintensität regulierbar ist. Die Wände 24 des Behälters 3 und die Rinnen 2 und 20 sind durch Glaswolle, Glaswatte u. dgl. isoliert.
Thermometer 26, Flüssigkeitsstandanzeiger 25, Füll-und Entleerungsstutzen 27, 28 und Verschlüsse vervollständigen die Ausrüstung des Apparates.
PATENTANSPRÜCHE :
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maschine für Schachteln u. dgl., bei welcher ein nur lose in diese eingreifender Mitnehmerstem zum Hindurchführen derselben durch ein Flüssigkeitsbad vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich an eine steile Zuführungsrinne (2) eine in das Flüssigkeitsbad bloss teilweise
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Abstreifvorrichtung (21) eingreift.