DE654408C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Abtrennen und Abheben eines Kunstseidefadens von einer Trommel, um welche der Faden schraubenfoermig gefuehrt wird - Google Patents

Vorrichtung zum selbsttaetigen Abtrennen und Abheben eines Kunstseidefadens von einer Trommel, um welche der Faden schraubenfoermig gefuehrt wird

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DE654408C
DE654408C DEI48668D DEI0048668D DE654408C DE 654408 C DE654408 C DE 654408C DE I48668 D DEI48668 D DE I48668D DE I0048668 D DEI0048668 D DE I0048668D DE 654408 C DE654408 C DE 654408C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D10/00Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
    • D01D10/04Supporting filaments or the like during their treatment
    • D01D10/0436Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement
    • D01D10/0454Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement using reels

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum selbsttätigen Abtrennen und Abheben eines Kunstseidefadens von einer Trommel, um welche der Faden schraubenförmig geführt wird Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Abtrennen und Abheben eines Kunstseidefadens von einer Trommel, um welche der Faden schraubenförmig geführt wird. Es ist bekannt, die Stäbe bei einer Käfigtrommel, um die der Faden schraubenförmig geführt ist, an der Ablaufstelle des Fadens mit einer Aussparung zu versehen, so daß der Faden, wenn er diese Aussparung erreicht, außer Beriihrung mit dem Trommelumfang gerät bzw. seine Anhaftungsfähigkeit an denselben verliert, wobei die infolge der Drehung der Trommel auf das Fadenende zur Einwirkung kommende Fliehkraft das übrige tut, das Fadenende nach auswärts zu schleudern.
  • Nun kann es aber vorkommen, daß das Fadenende an der benachbarten Fadenwindung anhaftet und so eine geschlossene Fadenschleife entsteht, welche zwecks Abführung des Fadens von der Trommel geöffnet werden muß. Eine Aussparung am Trommelumfang vollzieht diese Öffnung der Fadenschleife nur mangelhaft und mit Verspätung oder überhaupt nicht. Um nun ein einwandfreies Abnehmen des Fadenendes zu ermöglichen, wird erfindungsgemäß eine besondere Fadenabtrenn- und -abhebevorrichtung an dem Fadenablaufende der Trommel angeordnet. Die Vorrichtung nach der Erfindung besteht aus einem unabhängig von der Trommel; aber in derselben Drehrichtung wie diese angetriebenen Rad, das an seinem Umfang mit nach auswärts ragenden Abtrenngliedern versehen ist. Diese Abtrennglieder sind an der Nabe des Rades radial gehalten und sind durch einen Ringschlitz hindurchgeführt, der durch die Ränder zweier einander zugekehrter Schalenteile gebildet ist, von denen der eine Teil an der Radnabe und der andere Teil am Radlager befestigt ist. Der durch die beiden Schalenteile und die Nabe gebildete Hohlraum steht in Verbindung mit einem Luftansaugkanal, der konzentrisch das Lager der das Rad tragenden Welle utngibt, wodurch nach Zerschneiden des Fadens das freie Fadenende durch den bei der Drehung des Rades entstehenden und aus dem Ringschlitz austretenden Luftstrom von der Trommel abgeblasen wird.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.dargestellt. Fig. i zeigt einen Teil einer Spinnmaschine mit Käfigtrommeln in Vorderansicht, an denen Fadenabtrenn- und -abhebevorrichtun-. gen nach Art der Erfindung vorgesehen sind.
  • Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. i.
  • Fig. 3 zeigt in vergrößertem Maßstab einen senkrechten Schnitt durch zwei Fadenabtrenn-und -abhebevorrichtungen, und Fig.,. ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 3.
  • Gemäß den. Fig. i und 2 sind die Trommeln i, a und 3 in einem Gestell .a. gelagert. Jede waagerechte Reihe von Trommeln ist von einem Gehäuse 5 umgeben, in welches Rohre münden, aus denen in bekannter Weise von oben auf die Trommeln Nachbehandlungsflüssigkeit für den Kunstseidefaden aufg` rieselt wird. Der Faden i i wird von dem nicht dargestellten Spinnbad durch das oben offene Ende des obersten Gehäuses 5 eingebracht und an dem Auflaufende der Trommel befestigt. Hierauf wandert der Faden wäli.-',. rend der Drehung der Trommel schraubenlinienförmig zu dem anderen Ende der Trommel, wobei diese Bewegung des Fadens durch die besondere Ausbildung der Trommel bedingt ist. Die Aufwickeltrommel besteht aus zwei ineinandergreifenden Käfigen, und zwar verfügt der eine Käfig über Leisten 12 und der andere über Leisten 13, die miteinander abwechseln. Die Käfige sitzen auf Achsen 14 und 15, welche gegeneinander versetzt und verkantet sind, so daß die Leisten 12 mit Bezug auf die Leisten 13 sich radial nach auswärts und nach einwärts bewegen und der Faden in der Achsrichtung der Trominel weitergeschaltet wird, indem er abwechselnd von der einen Leistengruppe auf die andere Leistengruppe übertragen wird.
  • Wenn der Faden das Ablaufende der Trommel i erreicht hat, wird er durch ein drehbares Rad 17 abgetrennt und kann auf die nächstuntere Trommel gelangen. Das Rad 17 ist an einem Halter 18 angeordnet, welcher in eine Öffnung des Maschinengestelles 5 unter Zwischenschaltung eines Ringes i9 aus Gummi o. dgl. eingesetzt ist. Eine Klammer 2o an dem Gehäuse dient dazu, den Halter 18 in seiner Stellung zu halten. Das Rad i7 ist auf einer Welle 21 befestigt, welche von einer Schnur 22 in Drehung versetzt wird, die über eine Schnürscheibe 23 hinwegläuft. Für jede Fadenabtrennvorrichtung ist eine Schnürscheibe 23 vorgesehen, und alle Schnürscheiben, die zu einer waagerechten Reihe von Abtrennvorrichtungen gehören, sitzen auf einer gemeinsamen Vorgelegew eile 2.4. Die Vorgelegeweile 2:a. trägt Schraubenräder 25, welche mit Schraubenrädern 26 kämmen, die im rechten Winkel zu den Rädern 25 angeordnet sind und auf einer Welle 27 sitzen, die von einem nicht dargestellten Motor angetrieben wird. Diese Antriebsverbindung für die Fadenabtrennvorrichtungen ist vollständig unabhängig von dem Antrieb der Trommeln, welche ihre eigenen Antriebsscheiben 28 und 29 haben, die durch Treibriemen 31 von einer anderen Kraftquelle aus angetrieben werden.
  • Der Halter 18 zusammen mit der Baransitzenden Abtrennvorrichtung ist als Einheit entfernbar an dem Maschinengestell angeordnet. Das Rad 17 liegt nachgiebig am Umfang der Trommel i an.
  • Die Räder 17 werden mit großer Geschwindigkeit in derselben Richtung gedreht wie die Trommeln, so daß die Oberflächen dieser Teile, die miteinander in Berührung stehen, sich nach entgegengesetzten Richtungen bewegen. Der Faden wird abgehoben bzw. die Fadenschlaufe wird zerschnitten, sobald der Faden die Berührungszone zwischen der Trommel und dem Rad 17 erreicht hat. Das abgetrennte Ende des Fadens wird dann sofort von der nassen Oberfläche der Trommel -fortbewegt, und zwar durch den Luftstrom, der durch die schnelle Drehung des Rades 17 erzeugt wird, wie bei 37 in der Fig. 2 gezeigt ist. Der Faden nimmt beim weiteren Abwickeln die bei 38 dargestellte Lage ein, bis er mit der nächsten unteren Trommel 2 in Berührung kommt, von dieser mitgenommen und auf dieselbe aufgewickelt wird. Die Gehäusc 5 sind mit Öffnungen q:o bzw. 41 versehen, damit der Faden durch diese ohne weiteres von einer Trommel zur anderen gelangen kann.
  • Der Faden wandert nun schraubenförmig an dem Umfang der zweiten Trommel 2 entlang, aber in der umgekehrten Richtung als auf der ersten Trormliel, bis er abermals die Zone erreicht, in der ein zweites Abtrennrad vorgesehen ist, welches den Faden von der zweiten Trommel löst und ihn auf die dritte Trommel überträgt. Diese Arbeit wird wiederholt, bis der,Faden über alle -Trommeln, die in der Anlage vorhanden .sind, hinweg -geführt ist.
  • In den Fig. 3 und 4 ist eine besondere Ausbildung der Abtrenn- und Abhebevorrichtung dargestellt, welche sich als besonders vorteilhaft erwiesen hat. Auf dem einen Ende einer Welle 4.2 ist eine Schnürscheibe 43 starr befestigt. Eine Schnur 22, die über diese Schnürscheibe ' hinwegläuft, ist am anderen Ende über die Schnürscheibe 23 geführt. Am anderen Ende der Welle 42 ist ein Schalenteil 45 mittels einer Mutter q.6- starr befestigt. An dem Lager der Welle 4.2 ist ein Schalenteil 47 unverdrehbar befestigt, welcher dem sich drehenden Schalenteil 45 gegenüberliegt. Das Lager der Welle 42 weist einen nach rückwärts ragenden zylindrischen Teil 48 auf, der bei 4.9 in den Halter 18 eingeschraubt ist. Im Innern des Lagerteiles 4.8 ist eine Lagerhülse So angeordnet, die eine Lagermetallpackung 5i enthält, in deren Mitte sich eine mit 01 getränkte Filzmasse 52 o. dgl. befindet.
  • Die beiden Schalenteile 45 und 47 bilden zusammen mit der Nabe 5.4 einen Hohlrauen, in welchem radial sich erstreckendeAbtrennflügel 63 angeordnet sind. Zwischen den äußeren Rändern der beiden Schalenteile befindet sich ein schmaler Ringschlitz, aus welchem die Flügel 63 herausragen. Ein Ring 53 aus nachgiebigem Material, z. B. weichem Gummi, ist zwischen der geflanschten Radnabe 54 und einem geflanschten Außenring 55 eingespannt. Die Flansche dieser Ringe ragen ein kurzes Stück radial nach auswärts entlang den Flügeln 63, um dieselben auf einem Teil ihrer Länge zu unterstützen. Die Flügel sind an ihren inneren Enden 56 rechtwinklig abgebogen und ruhen auf dem Außenumfang des nachgiebigen Ringes 53 auf. Die Flügel sind in derartiger Zahl angeordnet und ihre Füße sind von derartiger Breite, daß sievollständig den inneren Umfang des äußeren geflanschten Ringes 55 ausfüllen, und lassen nur einen Spielraum von ungefähr o,o5 bis o,o8 min zwischen jedem Flügel frei. Die Radnabe 54. geht durch die Bohrung des Ringes 53 hindurch und stützt diesen Ring gegen die Füße der Flügel 63. In dieser Weise sind die Flügel 63 nachgiebig gelagert und können eine kleine radiale Bewegung nach einwärts ausführen. Auch können sie sich ein klein wenig winklig verstellen, wenn sie mit dein Umfang der Trommel in Berührung kommen, so daß insgesamt das Abtrennrad recht nachgiebig ist und dadurch eine Abnutzung wesentlich verringert wird. Die äußeren Enden der Flügel63 sind rechtwinklig umgebogen und bilden Köpfe 57, welche Schneidkanten zum Abtrennen des Fadens -haben. Diese Köpfe erstrecken sich über beide Ränder der Schalenteile .45 und 47 hinweg. Es kann daher nicht vorkommen, daß etwa der abgetrennte Faden in die Mitte der Abtrennvorrichtung hineingeraten und sich darin festsetzen kann.
  • Beim Drehen der Flügel 63 entsteht ein recht erheblicher Luftzug. Dieser bläst das freie Ende des abgeschnittenen Fadens nach auswärts oder von der Trommel fort. Der Luftzug kann vergrößert werden, wenn man durch das Lager der Welle 42 axiale Luftkanäle 58 anordnet, durch welche Luft eingesaugt wird, die dann in den Hohlraum zwischen den beiden Schalenteilen gelangt, von «-o aus sie durch den Ringschlitz nach ausw *irts getrieben wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Vorrichtung zum selbsttätigen Abtrennen und Abheben eines Kunstseidefadens von einer Trommel, um welche der Faden schraubenförmig geführt wird, gekennzeichnet durch ein unabhängig von der Trommel, aber in derselben Drehrichtung wie diese angetriebenes Rad (i7), das an seinem Umfang mit nach auswärts ragenden Abtrenngliedern (57, 63) versehen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennglieder (57, 63) an der Nabe (5..) des Rades (i7) radial gehalten und durch einen Ringschlitz hindurchgeführt sind, der durch die Ränder zweier einander zugekehrter Schalenteile (45, 47) gebildet ist, von denen der eine Teil (q.5) an der Radnabe (54), der andere Teil (47) am Radlager befestigt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennglieder (57, 63) an ihrem unteren Ende einen seitlich abgebogenen Fuß (56) haben, mit dem sie unter Zwischenschaltung eines nachgiebigen Ringes (53) zwischen dem Flansch der Radnabe (54) und dem Flansch eines Ringes (55) gehalten sind. Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die beiden Schalenteile (45, 4.7) und die Nabe (54) gebildete Hohlraum mit einem Luftansaugkanal (58) in Verbindung steht, der konzentrisch das Lager (5o) der das Rad (i7) tragenden Welle (.42) umgibt, wodurch nach Zerschneiden des Fadens das freie Fadenende durch den bei der Drehung des Rades (i7) entstehenden und aus dein Ringschlitz austretenden Luftstrom von der Trommel abgeblasen wird.
DEI48668D 1933-07-10 1933-12-28 Vorrichtung zum selbsttaetigen Abtrennen und Abheben eines Kunstseidefadens von einer Trommel, um welche der Faden schraubenfoermig gefuehrt wird Expired DE654408C (de)

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