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hmenbackenbremse
Die Erfindung bezieht sich auf Innenbackenbremsen, insbesondere für Strassenfahrzeuge, mit selbstverstärkender Wirkung in beiden Fahrtrichtungen und mit zwei schwimmend angeordneten Bremsbacken, wobei die selbstverstärkende Wirkung in bekannter Weise dadurch erreicht wird, dass die in der Drehrichtung verlaufende Bremsbacke sich auf die nachlaufende Bremsbacke abstützt.
Gemäss der Erfindung erfolgt die Abstützung der Bremsbacken durch zwei hintereinander geschaltete Verbindungsglieder, deren eines Ende mit den Bremsbacken beweglich verbunden ist, während die beiden anderen Enden durch ein Gelenk miteinander beweglich verbunden sind.
Dieses Gelenk ist durch ein weiteres Anlenkglied um einen Drehpunkt schwenkbar, der auf dem stillstehenden Bremsträger angeordnet ist.
Durch diese Anordnung wird ein Ausweichen der zwei Verbindungsglieder der Bremsbacken verhindert, da sich das mittlere Gelenk nur auf emem Kreisbogen bewegen kanr und somit die Übertragung der Bremskraft von einer Bremsbacke auf die andere in beiden Richtungen ermöglicht. Durch entsprechende Abstimmung der Winkel zwischen Bremsbacke und Verbindungsglied und durch geeignete Wahl der Lage der Anlenkpunkte kann die Grösse der Selbstverstärkung und damit die Bremswirkung bei gegebener Betätigungskraft beliebig festgelegt werden.
Voreilhafterweise wird der Winkel, den die Mittellinier der beiden Verbindungsglieder einschliessen, von der Mitte der Bremstrommel aus gesehen, zwischen 90'und 170 ausgeführt, da diese Anordnung eine vorteilhafte Ausbildung der Bremsbackennachstellung zum Ausgleich der Bremsbelagabnützung gestattet und ausserdem bei den praktisch ausführbaren Verhältnissen eine zu hohe Selbstverstärkung und damit die Neigung zum Blockieren der Bremse verhindert. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäss der auf dem stillstehenden Bremsträger befindliche Anlenkpunkt in der Höhe verstellbar gemacht. Durch diese Verstellung kann das Gelenk zwischen den zwei Verbindungsgliedern angehoben, der Winkel zwischen den beiden Verbindungsgliedern vergrössert und damit die Bremsbacken auseinandergespreizt werden.
Eine vorteilhafte Ausbildung dieser Verstellung besteht darin, dass der Anlenk- punkt auf einem von aussen verstellbaren Exzenter liegt. Um zu verhindern, dass die Bremsbacken im Ruhezustand durch ihr Eigengewicht nach unten fallen und dadurch an der Bremstrommel streifen, werden die zwei Bremsbacken durch eine Querfeder verbunden, die ungefähr in der Höhe der Anlenkpunkte der Verbindungsglieder angreift. Durch die Winkellage der Verbindungsglieder entstehen nach oben gerichtete Kraftkomponenten, die durch Hochschwenken der Verbindungsglieder um das Gelenk das Gewicht der Bremsbacken aufheben und die Bremsbacken einwandfrei von der Laufbahn der Bremstrommel abheben und gegen die Führungen am oberen Teil des Bremsträgers drücken.
Um die Bremsbacken in der Ruhestellung zentrisch zur Bremstrommel zu halten, wird vorteilhafterweise das Gelenk zwischen den Verbindungsgliedern durch eine vorgespannte Feder in der senkrechten Mittellinie der Bremstrommel gehalten. Eine geeignete Ausbildung dieser Feder ist in der Zeichnung und deren Erläuterung gezeigt.
Die Bremsanordnung nach der Erfindung gestattet somit einen einfachen, übersichtlichen Aufbau der Innenbackenbremse, ein Minimum an Reibungskräften in den Gelenken, eine hohe Bremswirkung sowie eine einfache und wirksame Nachstellung.
Fig. l und 2 zeigen die schematische Anordnung nach der Erfindung, Fig. 3 und 4 eine Ausführungform im Aufriss und Seitenriss. Bei beiden Darstellungen haben die funktionell gleichen Teile gleiche Bezugszahlen.
Auf dem stillstehenden Bremsträgerblech 1, das mit der Fahrzeugachre fest verbunden ist, ist der hydraulische Bremszylinder 2 in üblicher Weise befestigt. Frei bewegliche Druckstösse 3 übertragen die Bremskraft vom Bremszylinder 2 auf die Bremsbacken 4. Die Bremsbacken sind durch die Verbindungsglieder J, C miteinander gekuppelt. Das eine Ende der Verbindungsglieder 5, 6 ist durch die Bolzen 7 mit den Bremsbacken 4 frei beweglich verbunden, während die anderen Enden der beiden Verbindungsglieder 5, fi durch das Gelenk 8 verbunden sind, das seinerseits durch das Anlenkglied 9 um einen Drehpunkt 10 schwenkbar ist, der mit dem Bremsträgerblech 1 fest verbunden ist.
In der
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gezeigten Ausführung befindet sich der Drehpunkt 10 auf einem Exzenter 11, der von aussen nach Lösen der Mutter 12 durch den Schlüssels-13 verstellt werden kann. Durch das Verdrehen dieses Exzenters 11 kann der Gelenkpunkt 8 angehoben werden, wodurch die Verbindungsglieder 5, 6 auseinandergespreizt und damit die Bremsbacken 4 nachgestellt werden können, wenn der Bremsbelag 14 abgenützt ist. Die Federn 15, 16 dienen zur Rückführung der Bremsbacken 4 in die Ruhestellung, wobei die Feder 16 an den Anlenkpunkten 7 angreift und durch ihre Federkraft die Bremsbacken 4 hochhebt und gegen die am Bremsträgerblech 1 befindlichen Führungen 17 anpresst.
An diesen Führungen 17 befinden sich Anschlagflächen 18, gegen die sich die Bremsbacken 4 einerseits in der Ruhestellung anlehnen und gegen die sich anderseits bei Betätigung der Bremse in der einen oder anderen Fahrtrichtung die nachlaufende Bremsbacke abstützt. Bei dem in Fig. 3 eingezeichneten Drehsinn der Bremstrommel 19 ist die linke Backe die vorlaufende Backe, die durch den Druckstössel 3 gegen die Bremstrommel 19 gepresst wird. Die von dieser vorlaufenden Bremsbacke aufgenommene Bremskraft wird durch die Verbindungsglieder 5, 6 und das Gelenk 8, das durch die Anlenklasche 9 am Ausweichen gehindert wird, auf die rechte nachlaufende Bremsbacke übertragen, wobei sich diese gegen den festen Anschlag 18 auf dem Bremsträgerblech 1 abstützt.
Durch entsprechende Abstimmung der Winkel zwischen den Ver- bindungslaschen J, ss der Höhe der Anlenkpunkte 7 und des Gelenkes 8 kann die Wirkung der Bremse mehr oder weniger verstärkt werden.
Um in der Ruhestellung der Bremse die Mittellage der Bremsbacken 4 sicherzustellen und damit ein Streifen des Bremsbelages 14 an der
Bremstrommel 19 zu vermeiden, wird erfindungs- gemäss eine haarnadelartige Feder 20 vorgesehen, die in mehreren Windungen um den Exzenter- bolzen 11 gelegt ist und deren beide Enden 21, 22 sich einerseits gegen den Anschlag 23 abstützen und die anderseits das verlängerte Ende des Bolzens 8 einschliessen und in der Mittelstellung halten. Bei dem in Fig. 3 eingezeichneten Drehsinn der Bremstrommel 19 bewegt sich bei Betätigung der Bremsbacken 4 der Bolzen 8 gegen den Uhrzeigersinn nach rechts, wobei das Ende 22 der vorgespannten Feder 20 durch das Ende des Bolzens 8 mitgenommen wird, während sich das andere Federende 21 weiterhin gegen den Anschlag 23 abstützt.
Bei Rückgang der Bremsbacken 4 in die Ruhestellung wird der Bolzen 8 durch die Kraft der Feder 20 wieder in die Mittelstellung zurückgeführt, bis das Federende 22 wieder am Anschlag 23 zum Anliegen kommt.
Die gleiche Anordnung lässt sich sinngemäss such für mechanisch betätigte Bremsen verwenden, bei denen die Betätigung in an sich bekannter Weise durch Auseinanderspreizen der Bremsbacken durch schwimmende Bremsschlüssel erfolgt.
Aus der Zeichung geht hervor, dass die Bremse in beiden Drehrichtungen die gleiche Wirkung aufweist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Innenbackenbremse, insbesondere für Strassenfahrzeuge, mit selbstverstärkender Wirkung in beiden Fahrtrichtungen und mit zwei schwimmend angeordneten Bremsbacken, von denen die jeweils im Drehsinn vorlaufende Bremsbacke sich auf die nachlaufende Bremsbacke abstützt, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung der Bremsbacken (4) durch zwei hintereinander geschaltete Verbindungsglieder (5, 6) erfolgt, deren eines Ende mit den Bremsbacken (4) beweglich (7) verbunden ist, während die anderen zwei Enden durch ein gemeinsames Gelenk (8) verbunden sind, das seinerseits durch ein Anlenkglied (9) um einen Drehpunkt (10) schwenkbar ist, der auf dem stillstehenden Bremsträger (1) angeordnet ist.