DE3240531C2 - Innenbacken-Servobremse, insbesondere Duo-Servobremse - Google Patents

Innenbacken-Servobremse, insbesondere Duo-Servobremse

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Abstract

Eine Innenbacken-Servobremse mit zwei einander gegenüberliegend angeordneten Bremsbacken, die an ihrem einen Backenende in Wirkverbindung stehen mit einer Spreizvorrichtung und zugleich mit diesem Backenende in ihrer Ausgangsstellung an einem stationären Widerlager schwenkbeweglich abgestützt sind und die mit ihrem anderen Backenende an einem relativ zu einem Bremsschild beweglichen Nachstellschloß abgestützt sind, ist mit einer Feststellbremse ausgestattet, die einen an der einen Bremsbacke angelenkten und über ein Bremsgestänge betätigbaren Feststellhebel sowie einen der anderen Bremsbacke zugeordneten und um eine bremsschildfeste Achse verschwenkbaren Zwischenhebel aufweist, wobei beide Hebel über eine Übertragungsstütze miteinander verbunden sind. Der Anlenkpunkt des Feststellhebels an der einen Bremsbacke und deren Abstützpunkt am Widerlager fallen zusammen oder liegen nahe beieinander. Dies gilt ebenso für den Berührungspunkt des Zwischenhebels an der ihm zugeordneten Bremsbacke und deren Abstützpunkt am Widerlager. Dadurch ist eine Nachstellung der Feststellbremse bei sich einstellendem Verschleiß der Bremsbackenreibbeläge nicht mehr erforderlich.

Description

Die Erfindung betrifft eine Innenbacken-Servobremse, insbesondere Duo-Servobremse, mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Anspruch 1.
Eine diese Merkmale aufweisende, als Duo-Servobremse arbeitende Innenbacken-Servobremse ist durch die DE-OS 28 19 454 bekannt
Der Feststellhebel ihrer Feststellbremse ist dabei im Bereich des sich an der stationären Spreizvorrichtung abstützenden Endes der einen Bremsbacke angelenkt. Wird ein sich einstellender Verschleiß der Bremsbeläge durch das Nachstellschloß ausgeglichen, werden durch dasselbe auch die Bremsbacken jeweils um ihren Abstützpunkt an der Spreizvorrichtung verschwenkt. Dabei verlagert sich die bremsbackenfeste Schwenkachse des Feststellhebels entlang einer kreisförmigen Bahnkurve in Richtung Bremstrommelinnenumfang, deren Mittelpunkt der Abstützpunkt der die Schwenkachse tragenden Bremsbacke ist. Diese Verlagerung hat zur Folge, daß sich auch der Abstand der beiden Abstützpunkte der Übertragungsstütze am Feststellhebel und an der durch sie betätigbaren Bremsbacke entsprechend vergrößert Dies bedeutet, daß bei Betätigung der Feststellbremse bzw. bei Verschwenken des Feststellhebels zunächst dieser vergrößerte Abstand bzw. Leerweg ausgeglichen werden muß, bevor der Feststellhebel über die Übertragungsstütze die durch sie betätigbare Bremsbacke verschwenken und an die Bremstrommel anlegen kann. Um größere Leerwege zu vermeiden, ist deshalb die Feststellbremse von Zeit zu Zeit manuell nachzustellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Innenbacken-Servobremse der im Oberbegriff des An-Spruches 1 erläuterten Art so zu verbessern, daß eine verschleißbedingte Nachstellung der Feststellbremse nicht mehr erforderlich und dies auf konstruktiv einfachem Wege erreichbar ist
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst
Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion hat somit das zum Kompensieren des sich einstellenden Belagverschleißes durch das Nachstellschloß veranlaßte Verschwenken der dem Feststellhebel zugeordneten Bremsbacke um deren Abstützpunkt am Widerlager der stationären Spreizvorrichtung keinen nachteiligen Einfluß mehr auf die Lage des Lagerpunktes des Feststellhebels relativ zu der durch diesen zu betätigenden anderen Bremsbacke.
Dies ergibt sich daraus, daß beim Verschwenken der Bremsbacken zum Ausgleichen eines eingetretenen Belagverschleißes die Schwenkachse des Feststellhebels gegebenenfalls nur um Kleinstbeträge entlang einer kreisförmigen Bahnkurve verlagert wird, deren Mittelpunkt durch den bremsschildfesten bzw. am Widerlager liegenden Bremsbackenabstützpunkt gebildet ist.
Diese geringfügige Verlagerung der Schwenkachse wirkt sich in bezug auf die Wirkverbindung zwischen Feststellhebel, Zwischenhebel und Übertragungsstütze nicht mehr nachteilig aus.
Bei jeder möglichen Verschwenkung der Bremsbakken durch das Nachstellschloß bleibt somit der ursprünglich festgelegte wirksame Arbeitsbereich des Feststellhebels im wesentlichen voll erhalten, der bei Betätigen der Feststellbremse zunächst um seinen Anlenkpunkt an der diesen haltenden Bremsbacke verschwenkt wird, dabei über die Übertragungsstütze den Zwischenhebel verschwenkt und über diesen die als Primärbacke zu aktivierende Bremsbacke an den Innenumfang der Bremstrommel anliegt.
Danach wirken Zwischenhebel und Übertragungsstütze bei der weiteren Verschwenkung des Feststellhebels gemeinsam wiederum als Abstützteil desselben,
wodurch über den Feststellhebel die ihn haltende, dann als Sekundärbacke arbeitende Bremsbacke an den Innenumfang der Bremstrommel angelegt wird
Durch die in der Folge unter ständiger Einwirkung des Zwischenhebels auf die ihm zugeordnete Bremsbakke wirksam werdende Reibung wird diese als Primärbacke arbeitende Bremsbacke in Umfangsrichtung der Bremstrommel mitgenommen, wodurch eine Selbstverstärkung diener auflaufenden Bremsbacke zur zusätzlichen Anpreßung der anderen, die Sekundärbacke bildenden Bremsbacke an deren Abstützpunkt am bremsschildfesten Widerlager und damit zwangsläufig zur Selbstverstärkung dieser gleichfalls auflaufenden Bremsbacke genutzt beziehungsweise erreicht wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Neben der Innenbackenservobremse gemäß DE-OS 28 19 454, von der die Erfindung ausgeht, ist aus der DE-OS 29 17 358 bereits eine Innenbacken-Bremse mit einem Nachstellschloß bekannt, die mit einer mechanisch betätigbaren Feststellbremse ausgestattet ist, deren Feststellhebel über eine Übertragungsstütze mit einem verschwenkbaren Zwischenhebel zusammenwirkt, durch den die eine Bremsbacke betätigbar ist. Bei dieser Bremse ist jedoch das Bremsbackennachstellschloß nicht als Durchschiebeschloß ausgebildet. Demgemäß handelt es sich lediglich um eine nachstellbare Simplexbremse. Dabei ist hinsichtlich der Anordnung des Zwischenhebels und für die Betätigung der einen Bremsbakke durch diesen Zwischenhebel eine aufwendige Kinematik erforderlich, weil sichergestellt sein muß, daß die Schwenkachse des Zwischenhebels die durch das Nachstellschloß veranlaßte Nachstellbewegung mit ausführt, um die relative Lage von Zwischenhebel und diesem zugeordneter Bremsbacke aufrechtzuerhalten.
Die US 32 20 514 hat gleichfalls eine Trommelbremse mit mechanisch betätigbarer Feststellbremse zum Gegenstand. Hier handelt es sich um eine Außenbackenbremse der Duo-Servobauart, die mit einem Nachstellschloß ausgestattet ist, das nicht automatisch arbeitet. Am oberen Ende der beiden die Bremstrommel umschließenden Bremsbacken ist jeweils eine Spange angeformt, die sich an jeweils einer Kante eines stationären Halteflansches abstützen. Zur hydraulischen und mechanischen Betätigung der Bremsbacken ist ein Betätigungshebel vorgesehen, der an der Spange der einen Bremsbacke naher der die Spange abstützenden, ein Widerlager bildenden stationären Kante angelenkt ist und sich senkrecht zur Spreizebene der Bremsbacken erstreckt. Auf diesen Betätigungshebel wirkt sowohl ein hydraulischer Betätigungszylinder als auch ein Seilzug der Feststellbremse. An der Spange der anderen Bremsbacke ist ein weiterer Hebel angelenkt, der mit seinem einen Hebelende um eine stationäre Schwenkachse verschwenkbar und mit seinem anderen Hebelende über ein durch eine Lasche gebildetes Übertragungselement mit dem Betätigungshebel beweglich verbunden ist.
Bei der Konstruktion gemäß US 32 20 514 bilden die die Spangen der Bremsbacken abstützenden, stationären Kanten kein Widerlager für die Bremsbacken im Sinne der Erfindung. Bei Anlegen der Bremsbacken an die Bremstrommel heben nämlich zunächst beide Spangen von diesen Kanten ab, wobei die wirksam werdende Reibung bei Vorwärtsfahrt eine Mitnahme der Bremsbacken im Gegenuhrzeigersinn bewirkt, durch welche die die Anlenkachse des Betätigungshebels tragende Spange sich dann von der als Widerlager dienenden Kante noch weiter wegbewegt. Demgemäß läuft die den Feststellhebel tragende Bremsbacke beim Bremsen überhaupt nicht gegen ein Widerlager an, so daß der Anlenkpunkt des Betätigungshebels und der Abstützpunkt dieser Bremsbacke am Widerlager beim Bremsen am weitesten voneinander entfernt liegen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen, vorzugsweise als Duo-Servobremse ausgebildeten Innenbackenservobremse dargestellt In der Zeichnung zeigt
ίο F i g. 1 eine Vorderansicht auf die Duo-Servobremse, wobei die Bremstrommel nicht dargestellt ist,
F i g. 2 eine Ansicht der Duo-Servobremse, in Richtung des Pfeiles A der F i g. 1 gesehen,
F i g. 3 eine Vorderansicht der die Feststellbremse bildende Komponenten, und
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV der Fig. 3.
Die in F i g. 1 gezeigte Trommelbremse besitzt einen Bremsschild 10, der in üblicher Weise mit einem feststehenden Bremsträger, der beispielsweise ein entsprechendes Teil einer Radaufhängung sein kann, durch Bolzen 12 verbunden ist. An diesem Bremsschild 10 sind, einander gegenüberliegend, zwei Bremsbacker 14,16 in Umfangsrichtung einer nicht dargestellten Bremstrommel verschiebbar geführt, was unter anderem mittels jeweils einer Anpreßfeder 18 bewerkstelligt ist, welche die betreffende Bremsbacke 14 oder 16 unter Druck an den Bremsschild 10 .anlegt
Zwischen den gemäß F i g. 1 oberen Enden der beiden Bremsbacken 14,16 ist am Bremsschild 10 ein als Ganzes mit 20 bezeichnetes Widerlager befestigt, das je Bremsbacke 14 bzw. 16 eine Abstützfläche 22 bzw. 24 aufweist. Das obere Stirnende eines auf einem Backensteg 26 sitzenden Backenbandes 28 wird mit der zugeordneten Abstützfläche 22 bzw. 24 in Berührung gehalten, sobald die Bremse außer Betrieb ist und dies wird durch jeweils eine Zugfeder 30 bewirkt, die einerseits an der Bremsbacke 14 bzw. 16 und andererseits am Widerlager 20 eingehängt ist.
Unterhalb des Widerlagers 20 befindet sich zwischen den einander gegenüberliegenden Enden der Bremsbakken 14, 16 eine hydraulische Spreizvorrichtung 32, die über jeweils eine Kolbenstange 34,36 zum Spreizen der Bremsbacken 14,16 auf deren Backensteg 26 in bekannter Weise einwirkt.
Der Spreizvorrichtung 32 gegenüberliegend, d.h. zwischen den unteren Enden der beiden Bremsbacken 14, 16, ist am Bremsschild 10 ein als Ganzes mit 38 bezeichnetes Nachstellschloß in den angegebenen Pfeilrichtungen beweglich angeordnet, mit dessen Hilfe der sich mit der Zeit an den Bremsbacken 14,16 einstellenden Verschleiß ihrer Bremsbeläge 40 bei Betätigen der die Spreizvorrichtung 32 aktivierenden Betriebsbremse selbsttätig kompensiert wird, so daß über die gesamte Standzeit der Bremsbeläge 40 im wesentlichen die gleiche Bremswirkung gewährleistet ist. Hierzu sind die Backenstege 26 der beiden Bremsbacken 14, 16 mit ihrem unteren Ende an einem aus dem Nachstellschloß 38 herausragenden Bolzen 42 bzw. 44 abgestützt, die durch einen an sich bekannten Nachstellmechanismus entsprechend dem Belagverschleiß in axialer Richtung nach außen verstellt werden.
Die Bremsbacken 14, 16 bilden zugleich Komponenten einer als Ganzes mit 46 bezeichneten Feststellbremse, die entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen unabhängig von den schon vorhandenen Organen der Betriebsbremse betätigbar ist. Sie besitzt in bekannter Weise einen Feststellhebel 48 und einen Zwischenhebel
50, die jeweils einer der Bremsbacken 14 bzw. 16 zugeordnet sind. Beide Hebel 48,50 sind über eine unterhalb der Spreizvorrichtung 32 sich zwischen diesen erstrekkenden Übertragungsstütze 52 miteinander schwenkbeweglich verbunden. Alternativ hierzu könnte sich die Übertragungsstüze 52 an den Hebeln 48,50 auch federbeaufschlagt abstützen.
Die Feststellbremse 46 ist so ausgelegt, daß es nicht erforderlich ist, das sie betätigende Bremsgestänge durch den sich einstellenden Verschleiß der Bremsbeläge 40 nachzustellen. Die Feststellbremse 46 ist somit während der gesamten Standzeit der Bremsbeläge 40 in dieser Hinsicht wartungsfrei betriebsbereit. Dies ist durch die folqenden konstruktiven Maßnahmen sichergestellt:
Der Feststellhebel 48 ist an einem Punkt 54 angelenkt, der nahe bei einem Punkt 56 liegt, an welchem sich das Stirnende des Backenbandes 28 an der Abstützfläche 22 des Widerlagers 20 abstützt Dadurch ist sichergestellt, daß sich bei dem durch das Nachstellschloß 38 veranlaßten Verschwenken der Bremsbacke 14 um den Punkt 56 der Anlenkpunkt 54 des Feststellhebels 48 nur in unbedeutendem Umfange in radialer Richtung verlagert, was bedeutet, daß der Feststellhebel 48 seine gezeigte Bereitschaftsstellung im wesentlichen beibehält
Zur Anlenkung des Feststellhebels 48 ist dieser an seinem oberen Ende mit einem Einhängehaken 58 ausgestattet welche die obere, mit der Abstützfläche 22 des Widerlagers 20 zusammenwirkende Stirnkante 60 der Bremsbacke 14 übergreift und hierbei zu dessen seitlicher Fixierung in einen diese Stirnkante 60 eingebrachten Ausschnitt 62 eingreift (siehe F i g. 2). Um hierbei dem Einhängehaken 58 im Bereich des Widerlagers 20 den erforderlichen rotatorischen Freiheitsgrad zu geben, ist das Widerlager 20, gemäß Fig.2, mit einem Schlitz 64 ausgestattet, in welchen der Einhängehaken 58 mit Spiel eingreift
Zum Verschwenken des Feststellhebels 48 um den Anlenkpunkt 54 ist dieser an seinem freien Ende, wie insbesondere aus F i g. 4 ersichtlich ist, in Art eines Verankerungshakens 66 umgebildet, in welchen ein nicht dargestelltes Zugseil einhängbar ist
Der Zwischenhebel 50 ist um eine am Bremsschild 10 festgelegte Schwenkachse 63 verschwenkbar und wirkt ebenso wie der Feststellhebe! 48 mit seinem gemäß F i g. 4 oberen Ende mit der Bremsbacke 16 zusammen. Zu diesem Zweck ist der Zwischenhebel 50 in diesem Endbereich mit einem sich nach oben erstreckenden nockenförmigen Ansatz 70 ausgestattet der an seiner dem zugeordneten Bremsbackenstirnende zugekehrten Seite eine konvex ausgebildete Berührungsfläche 72 besiurt Dieser nockenförmige Ansatz 70 greift analog zum Einhängehaken 58 des Feststellhebels 48, einmal in einen von der Abstützfläche 24 des Widerlagers 20 zugänglichen Schlitz 74 desselben und zum anderen in einen in die Stirnkante 76 der Bremsbacke 16 eingearbeiteten Ausschnitt 78 ein und berührt mit seiner Berührungsfläche 72 gemäß Fig. 1 in Punkt 80 das Backenband 28 der Bremsbacke 16. Dieser Berührungspunkt 80 liegt vom Abstützpunkt 82 des Backenbandes 28 an der Abstützfläche 24 nur wenig entfernt so daß sich dieser beim Verschwenken der Bremsbacke 16 um diesen Abstützpunkt 82 auch nur in einem solch geringfügigen Umfange verlagert, daß dies ohne Einfluß auf die Funktionsfähigkeit der Feststellbremse 46 in jeder möglichen Relativstellung der angelegten Bremsbacken 14,16 zur Bremstrommel bleibt
Wie aus den F i g. 3 und 4 zu ersehen ist sind der Feststellhebel 48 und der Zwischenhebel 50 über die Übertragungsstütze 52 miteinander gelenkig verbunden, wozu diese bei 84 und 86 beispielsweise mittels jeweils eines Gelenknietes an diesen Hebeln 48, 50 schwenkfähig angenietet ist. Die Übertragungsstütze 52 ist vorzugsweise durch ein im Querschnitt U-förmiges Blechformteil gebildet, dessen U-Schenkel 88, 90 im Endbereich Lagerlaschen 88', 90' bilden, welche die Hebel 48,50 zum Zwecke ihrer Anlenkung umgreifen.
Feststellhebel 48, Zwischenhebel 50 und Übertragungsstütze 52 bilden damit eine Baueinheit, die bei der Montage der Innenbackenbremse als solche montiert werden kann, wozu der Feststellhebel 48 mit dem Einhängehaken 58 lediglich an das obere Endstück der Bremsbacke 14 anzuhängen und der Zwischenhebel 50 auf die bremsschildfeste Schwenkachse 68 aufzustecken ist.
Bei der Betätigung der Feststellbremse 46 über ein Zugseil wird zunächst der Feststellhebel 48 um den Anlenkpunkt 84 der Übertragungsstütze 52 verschwenkt Er bildet damit zunächst einen doppelarmigen Hebel, der sich oben nach außen verschwenkt und dabei das obere Ende der Bremsbacke 14 zum Anlegen derselben an die Bremstrommel mitnimmt. Dabei entfernt sich zwangsläufig das obere Stirnende dieser Bremsbacke 14 von der Abstützfläche 22 des Widerlagers 20. Sobald die Bremsbacke 14 die Bremstrommel berührt, wird der Feststellhebel 48 zum einarmigen Hebel, der sich um den Anlenkpunkt 54 relativ zur Bremsbacke 14 verschwenkt und dabei über die Übertragungsstütze 52 den Zwischenhebel 50 um die Schwenkachse 68 verschwenkt Dabei wird die Bremsbacke 16 in Richtung Bremstrommel mitgenommen, wobei sich eine Relativbewegung zwischen der konvexen Berührungsfläche 72 des nockenförmigen Ansatzes 70 und der mit dieser zusammenwirkenden Gegenfläche 73 des Backenbandes 28 ergibt, wobei der in F i g. 1 eingezeichnete Berührungspunkt 80 etwas nach außen wandert
Die Verschwenkung des Zwischenhebels 50 bewirkt dabei gleichfalls ein Abheben des Backenbandes 28 der Bremsbacke 16 von der Abstütztfläche 24 des Widerlagers 20.
Bei Betätigen der Feststellbremse 46 wird die zuerst auflaufende Bremsbacke 16 sich geringfügig in Umfangsrichtung verstellen und dabei über das schwimmend angeordnete Nachstellschloß 38 die jeweils andere Bremsbacke 14 an die Abstützfläche 22 bzw. 24 des Widerlagers 20 anlegen. Diese Bewegungen vermögen Feststellhebel 48 und Zwischenhebel 50 mit auszuführen.
Bei Lösen der Feststellbremse 46 stellen sich die
Bremsbacken 14,16 unter der Wirkung der Zugfedern 30 sowie der Spannfeder 92 selbsttätig wieder zurück und legen sich an die Abstützfläche 22 bzw. 24 des Widerlagers 20 an.
Wie weiter oben ausgeführt worden ist liegt der Anlenkpunkt 54 des Feststellhebels 48 in geringem Abstand zum Abstützpunkt 56 der Bremsbacke an der Abstützfläche 22 des Widerlagers 20. Diese beiden Punkte 54,56 können ebensogut zusammenfallen, was hinsichtlich der sich bei der Betätigung des Feststellhebels 48 vollziehenden Hebelverlagerung optimal wäre. Die gleichen optimalen Voraussetzungen zur Beibehaltung der Lage des Anlenkpunktes 54 des Feststellhebels 48 wären auch dann gegeben, wenn die beiden Punkte 54,56 übereinander in einer gemeinsamen Ebene liegen würden. Dies gilt gleichermaßen für die Punkte 80 und 82 des Zwischenhebels 50 und der Bremsbacke 16.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Innenbackenservobremse, insbesondere Duo-Servobremse, mit zwei an einem Bremsschild geführten und einander gegenüberliegend angeordneten Bremsbacken, die mit ihrem einen Backenende an einer zugleich ein bremsschildfestes Widerlager umfassenden Spreizvorrichtung und mit ihrem anderen Backenende an einem gemeinsamen, relativ zum Bremsschild beweglichen Nachstellschloß schwenkbeweglich abgestützt sind und mit einer mechanisch betätigbaren Feststellbremse mit einem Feststellhebel, der auf Seiten der einen Bremsbacke und parallel zu deren Spreizebene verschwenkbar angeordnet und mit seinem einen Hebelende an dieser Bremsbacke im Angriffsbereich der Spreizvorrichtung angelenkt ist und mit einer im Bereich der Spreizvorrichtung angeordneten, am Feststellhebel abgestützten Übertragungsstütze, durch die bei Betätigung des Feststellhebels die diesem gegenüberliegende Bremsbacke an die Bremstrommel anlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf Seiten der dem Feststellhebel (48) gegenüberliegend angeordneten Bremsbacke (16) ein um eine zur Schwenkachse (Punkt 54) des Feststellhebels (48) parallele und ungefähr diametrale, bremsschildfeste Achse (68) verschwenkbarer, sich an dieser Bremsbacke (16) abstützender und mit der Übertragungsstütze (52) beweglich verbundener Zwischenhebel (50) vorgesehen ist, und daß der Abstand des Zwischenhebelabstützpunktes (80) vom widerlagerseitigen Abstützpunkt (82) dieser Bremsbacke (16) sowie der Abstand des Feststellhebelanlenkpunktes (54) vom widerlagerseitigen Abstützpunkt (56) der dem Feststellhebel (48) zugeordneten Bremsbacke (14) Null oder unwesentlich größer ist.
2. Innenbackenservobremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsstütze (52) am Feststellhebel (48) und am Zwischenhebel (50) angelenkt ist.
3. Innenbacken-Servobremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsstütze (52) durch ein im Querschnitt U-förmiges Blechformteil gebildet ist und daß die Schenkel (88, 90) des U-Profils an den Enden der Übertragungsstütze (52) zu Lagerzwecken den Feststellhebel (48) bzw. Zwischenhebel (50) umgreifen.
4. Innenbacken-Servobremse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Lagerung dienende Ende des Feststellhebels (48) in Art eines Hakens (58) ausgebildet ist, der in eine Nut (64) des Widerlagers (20) eingreift und die mit dem Widerlager (20) zusammenwirkende Stirnkante (60) der Bremsbacke (14) übergreift und daß der Zwischenhebel (50) am freien Ende mit einem in eine Nut (74) des Widerlagers (20) eingreifenden nockenförmigen Ansatz (70) ausgestattet ist, der mit der mit dem Widerlager (20) zusammenwirkenden Stirnkante (76) der anderen Bremsbacke (16) oder mit einem zur Stirnkante (76) geringfügig zurückgesetzten Kantenteil (73) in Berührung steht.
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