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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 16562. FIRMA BERCHER & GERHÄUSER IN ALTENGRONAU (HESSEN).
Stembearbeitungsmaschine.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche Steinbearbeitungsmaschinen, bei welchen das Werkzeug vertikal und horizontal und unter jedem beliebigen Winkel gegen das Arbeitsstück verstellbar ist und deren Arbeitstisch eine Anzahl drehbarer Spannfutter
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profilierter Arbeiten ausgeführt werden sollen.
Die bisher bekannt gewordenen Maschinen dieser Art, bei denen der drehbare Werkzeugträger an einem an zwei Ständern vertikal verschiebbaren Träger horizontal verschiebbar gelagert ist, zeigen den grossen Übelstand, dass die Herstellung von sauber ge- arbeiteten Profilen, besonders geschweiften und unterschnittenen Profilen, ohne Umspannung des Arboitsstückes nicht mögli h ist, weil infolge der ungünstigen Anordnung des Werkzuges nur eine ungenügende Drohbarkeit desselben möglich ist, so dass die erwähnten Arbeiten teils gar nicht, teils nicht mit der genügenden Genauigkeit ausgeführt werden können.
Ein fernerer Übelstand war darin zu suchen, dass die Maschine infolge der eigen- tümlichen Lagerung des Werkzeuges und der Verstellvorrichtungen sich der Breite und der Höhe des Arbeitsstückes anpassen mussten. Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Übelstände dadurch, dass die parallel zur Bewegungsrichtung des Arheitstisches liegende Antriebswelle für das Werkzeug derartig einseitig an dem verstellbaren Support gelagert ist,
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Bezüglich der bekannten Maschinen, bei welchen gleichfalls eine Anzahl gleichartiger und rund prohliortor Arbeiten ausgeführt werden konnten, sei bemerkt, dass diese den Übelstand hatten, dass einerseits für den Tisch, andererseits für die die Werkstücke tragenden Spannfutter je ein besonderer Antrieb erforderlich war.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diesen Ubelstand dadurch, dass die Spannfutter an einem Ende mit Rollen oder Zahnrädern versehen sind, die sämtlich untereinander durch ein an beiden Seiten festgelegtes Seil, Kette etc. verbunden sind, das sich teilweise den Umfang dieser Rollen oder Räder legt. Wird bei einer solchen Anordnung nur der Tisch hin und her bewegt, wie dies zur Bearbeitung aller Werkstücke notwendig ist, so wird gleichzeitig auch den Spannfuttern und den dazwischen eingespannten Werkstücken eine drehende Bewegung erteilt.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Vorder-
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ein Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 2, Fig. 4 eine Seitenansicht des Schlittens mit der durch Elektromotor angetriebenen Schleifscheibe. Fig. 5 veranschaulicht eine Seitenansicht des Arbeitstisches mit einer Anzahl von Spannfuttern und Arbeitsstücken und Fig. 6 eine Draufsicht desselben.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, besteht die Maschine aus einem einzigen Ständer 1, an welchem zwischen Führungen. 3 ein Schlitten 3 in vertikaler Richtung beliebig verstellbar ist. Zu diesem Zweck ist an dem oberen Teil des Ständers ein Zahnrad 4 drehbar befestigt, durch welches die Schraube 5 geht, so dass beim Drehen des Handrades C der Schlitten 3
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je nach Wunsch auf und ab bewegt werden kann. An dem Schlitten 8 Ist ein zweiter Schlitten 9 in horizontaler Richtung beweglich, der gleichfalls vermittels eines Handrades 18 durch eine Zahnstange 10 oder dgl. beliebig verstellbar ist. Am vorderen Ende dieses Schlittens 9 ist ein Ansatz oder ein Lager 14 vorgesehen, an welchem das Zahnradgehäuse 15 um eine horizontale Achse drehbar angeordnet ist.
In diesem Gehäuse 15 ist die Antriebswelle 16 drehbar gelagert, die an ihrem freien Ende mit einer Riemenscheibe 17 versehen ist. Innerhalb des Gehäuses l ist auf der Antriebswelle 16 zweckmässig ein Zahnrad 18 befestigt, das durch eine mehrgängige Schnecke 19 mit der Welle 20, welche die Schleifscheibe oder ein anderes Werkzeug trägt, verbunden ist. Auf dem Umfange des Gehäuses 15 ist ein Zahnkranz eingeschnitten, der mit der Schnecke 22 des Handrades 23 in Eingriff steht, so dass durch Drehung dieses Handrades das Gehäuse 15 in dem Lager 14 vor und zurück gedreht werden kann, ohne dass dabei die Antriebswelle 16 in ihrer Stellung verändert wird.
Aus Vorstehendem erhellt, dass das Werkzeug 21, das entweder bereits das auf den Stein zu übertragende Profil als Negativprofil auf seiner Oberfläche trägt oder als einfache Schleif-oder sonstige Scheibe ausgebildet sein kann, durch die Riemenscheibe 17 unter Vermittlung des Schneckenrades 18 und der Schnecke 19 eine Umdrehung erhält und einmal durch die Handräder 6 bezw. 13 in vertikaler und horizontaler Richtung verstellt, ausserdem aber durch das Handrad 23 um 1800 um die Antriebswelle 16 gedreht und so unter jedem beliebigen Winkel gegen das Arbeitsstück gerichtet bezw. zur Einwirkung gebracht werden kann. Es ist hiebei vollkommen gleichgiltig, wie breit oder wie hoch das Arbeitsstück ist oder ob ein geradliniges oder geschweiftes oder ein unterschnittenes Profil hergestellt werden soll.
In allen Fällen kann das Werkzeug 21 mit grösster Genauigkeit in der wünschenswerten Weise zur Einwirkung gebracht werden. Da infolge der horizontalen und vertikalen Verstellung des Werkzeuges bezw. der Antriebswelle 16 die Riemenscheibe 17 sehr verschiedene Lagen einnehmen wird, ist es natürlich notwendig, zwecks gleichmässigen Antriebes eine Riemenspannvorrichtung anzuwenden. An
Stelle einer Kraftübertragung durch Riemen-und Schneckenrad kann jedoch, ohne das Wesen der vorliegenden Erfindung zu verändern, ein direkter Antrieb durch Elektromotor 28 erfolgen, wie dies in Fig. 4 veranschaulicht ist.
Ausser Profilierarbeiten kann selbstverständlich auch durch die vorliegende Maschine die Ausführung von Sägearbeiten erfolgen, indem die das Werkzeug tragende Wolle durch entsprechende Drehungen des Handrades 23 horizontal gestellt wird, und nunmehr das
Werkzeug auf den auf dem Tisch 26 liegenden Steinblock 27 zur Einwirkung gebracht wird.
In den Fig. 5 und 6 wird der Tisch 26 in üblicher Weise, z. B. in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise unter dem Werkzeug'langsam weiter bewegt und besitzt auf seiner
Oberfläche in dem Gestell 29 eine Anzahl Spannfutter 80 der z. B. bei Drehbänken be- kannten Art, zwischen welche die zu bearbeitenden Stücke eingespannt werden. Das eine
Ende dieser Futter ist mit Zahnrädern oder Rollen 31 versehen, die durch eine gemein- same Kette, bezw. Seil etc. 32 verbunden sind. Diese Kette ist mit ihrem Ende an zwei festen Punkten 33 und 34 befestigt. Wird nun der Tisch in eine hin und ter gehende
Bewegung versetzt, so werden die Futter infolge ihrer Verbindung mit der Kette 32 in eine entsprechende Umdrehung versetzt, wobei das Werkzeug 21 mit der Oberfläche der zwischen den Spannfuttern angeordneten Arbeitsstücke in Berührung kommt.
Die Spann- futter 30 ? können selbstverständlich in dem Gestell 29 je nach Grösse der zu bearbeitenden Gegenstände verstellt werden und so eine mehr oder minder grosse Anzahl solcher Gegenstände gleichzeitig bearbeitet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Steinbearbeitungsmaschine, bei der das Werkzeug in einer Vertikalebene verstellt und verdreht werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die um die parallel zur Bewegungsrichtung des Arbeitstisches (26) liegende Antriebswelle (16) drehbare, das Werkzeug tragende Welle (20) an dem verstellbaren Werkzeugträger (15) derartig gelagert ist, dass sie um 18 () O in ihrer Vertikalebene verdreht werden kann, zum Zwecke, auch unterschnitten Profile herstellen zu können.