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Isoliergefäss
Die Erfindung bezieht sich auf ein Isoliergefäss, dessen beide Wandungen und deren anschliessende Böden sowie dessen beide Teile des doppelwandigen Abschlussdeckel wärmeisolierende Luftschichten einschliessen und das insbesondere zur Aufnahme von Speisen oder Flüssigkeiten z. B. von Milch dient. Gemäss der Erfindung wird die äussere Wand des Gefässes in ihrem Oberteil und der äussere Boden mit einigen kleinen Öffnungen versehen, durch welche beim Eintauchen des Gefässes in heisses oder kaltes Wasser, dieses in die vorher luftgefüllten Zwischenräume der Doppelwandungen eintritt. Das in den Doppelwandungen aufsteigende heisse oder kalte Wasser kommt in direkten Kontakt mit der Gefässinnenwand, wodurch die Wiedererwärmung oder Kühlung des Gefässinhaltes ohne Entleerung des Gefässes ermöglicht wird.
Die Öffnungen in der äusseren Gefässwand können zwischen zwei parallelen Ringwulsten angeordnet und durch einen an sich bekannten lösbaren, einseitig aufgeschnittenen, auf der Aussenwand aufgelegten Ring abgedeckt sein, der ausser den Handgriffen zum Tragen des Gefässes auch in an sich bekannter Weise zum Aufpressen des äusseren Deckels auf den oberen Gefässrand dienende strammerartige Verschlusshebel trägt und mittels eines seine beiden Enden verbindenden Strammers aufgepresst werden kann. Am Aussendeckel sind über dessen Rand vorstehende, mit den Verschlusshebeln zusammenwirkende Verschlusshaken vorgesehen, die soweit aufwärts gebogen sind, dass sie das Abgleiten eines daraufgestellten gleichen Gefässes verhindern.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. l zeigt das Gefäss in Ansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 2 den Innendeckel teilweise in Ansicht und im Schnitt, Fig. 3 den Aussendeckel teilweise in Ansicht und im Schnitt und Fig. 4 eine Draufsicht auf das Gefäss mit aufgesetztem Deckel in abgebrochener Darstellung.
Das Gefäss, z. B. eine Milchkanne, setzt sich aus einem Innengefäss 1 und einem dieses im Abstand umgebenden Aussengefäss 2 zusammen.
Am unteren Rande des Aussengefässes 2 ist ein Fussring 3 aufgesetzt und oberhalb dieses Ringes ein Wulst eingepresst, in dem der äussere Bodenteil 4 sitzt. Dieser ist nach aussen bombiert und weist an seiner tiefsten Stelle einige Öffnungen 5 auf. Am Aussengefäss sind zwei Wulste 6, 7 vorgesehen, zwischen denen ein Tragring 8 liegt, der Öffnungen 9 in der Gefässwand abdeckt. Der obere Rand des Aussengefässes 2 ist durch einen Wulst 10 verstärkt, der von einem Wulst 11 am oberen Rand des Innengefässes 1 umfasst wird. Das Innengefäss 1 kann fest oder auswechselbar eingesetzt sein. Das Gefäss 1 ist an seinem oberen Rande mit einer konischen Erweiterung 12 versehen, die als Sitzfläche für den Innendeckel 13 dient, dessen Rand ebenfalls eine konische Aussenfläche 14 aufweist. Die beiden konischen Flächen 12 und 14 bilden den konischen Sitz für den Deckelverschluss.
Der Innendeckel ist mit einer kegelstumpfförmigen Erhöhung 15 in seiner Mitte versehen, in der eine Öffnung 16 vorgesehen ist. Auf dem Innendeckel sitzt ein Aussendeckel17, in dessen Mitte eine kegelstumpfförmige Vertiefung 18 eingepresst ist, die bei aufgesetztem Aussendeckel auf der konischen Erhöhung 15 des Innendeckels aufsitzt. Über den Aussenrand des Aussendeckels ragen drei an diesem befestigte Verschlusshaken 19 vor, in welche zum Verschliessen des Deckels Strammer 20 eingreifen.
Die Haken 19 dienen auch als Anschläge für den Fussring 3, wenn die Gefässe übereinander gestellt werden, um deren Abrutschen zu verhindern.
Die Strammer 20 sind am Tragring 8 angelenkt.
Der Tragring ist geteilt, so dass er abgenommen werden kann und wird durch den Strammer 21 zusammengehalten. Am Tragring sind Handgriffe 22 befestigt. Das dichte Anpressen des Deckels an seiner konischen Sitzfläche wird durch die Strammer 20 bewirkt, die den Aussendeckel mit der Vertiefung 18 gegen die Erhöhung 15 des Innendeckels pressen, wobei gleichzeitig der Aussenrand des Aussendeckels den Innendeckel übergreift, so dass zwischen den beiden Deckelteilen ein ruhender Luftpolster gebildet wird.
Wenn der Inhalt des Gefässes wieder erwärmt oder wieder abgekühlt werden soll, wird das geschlossene oder offene Gefäss in heisses bzw. kaltes Wasser eingesetzt, wobei dieses durch die Boden- öffnungen 5 in den Isolierraum zwischen dem Innen-und Aussengefäss eintritt und in direkten Kontakt mit dem Innengefäss 2 kommt. Die Öffnungen 9 im äusseren Gefässmantel ermöglichen dabei die Verdrängung der eingeschlossenen Luft.
Andererseits sind beim Ausheben des Gefässes aus der Heiz- oder Kühlflüssigkeit die Öffnungen 9
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für den umgekehrten Vorgang der Entleerung nötig. Das Abnehmen des Tragringes ist dabei nicht erforderlich, da die Öffnungen 9 durch den Tragring nicht dicht abgeschlossen sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Isoliergefäss, dessen beide Wandungen und daran anschliessende Böden sowie dessen beide Teile des doppelwandigen Abschlussdeckels wärmeisolierende Luftschichten einschliessen, da-
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durch welche beim Eintauchen des Gefässes in heisses oder kaltes Wasser dieses in die vorher luftgefüllten Zwischenräume eintritt.