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Verfahren zur Herstellung zusammenlegbarer Hüte aus Papier, versteiftem Gewebe u. dgl. durch Falten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von zusammenlegbaren Hüten aus Papier, versteiftem Gewebe u. dgl. Bisher wurde bei der Herstellung solcher zusammenlegbarer Hüte so vorgegangen, dass rechteckige Zuschnitte quer zu den Längskanten in zickzackförmige Falten gelegt und hierauf die so gebildeten Wellplatten durch Zusammendrücken nach einer der ursprünglichen Längskanten des Zuschnittes zu fächerartigen zickzackgewellten Sektoren verformt und'schliesslich ein oder mehrere dieser Sektoren unter Mitwirkung geeigneter Verbindungsmittel zu fertigen Hüten kegelförmiger Grundform vereinigt wurden.
Durch entsprechende Brechung der Faltkanten lassen sich mittels dieses Verfahrens auch Mützen und Hutschirme mit zickzackförmig gewelltem zylindrischen Randansatz und auch ganze Hüte erzeugen.
Die bekannte Herstellungsweise ist umständlich und erfordert ziemlich viel Zeit und hat vor allem den schwerwiegenden Nachteil, dass durch das Zusammenschieben der ursprünglich rechteckigen Wellplatte nach einer Längskante zu den fächerartigen Sektoren im Zentrum des aus einem oder mehreren solchen Sektoren gebildeten Hutes eine Materialanhäufung entsteht, die das Aussehen des Hutes ungemein beeinträchtigt.
Das Verfahren gemäss der Erfindung vermeidet diese Nachteile und besteht im wesentlichen darin, dass der Werkstoff in einem Arbeitsgang rund ausgestanzt, vorteilhaft zentral gelocht sowie mit von der Mitte ausgehenden radialen und gegebenenfalls sternförmig verlaufenden Rillen versehen und sodann entlang dieser Rillen als Faltkanten zickzackförmig gefaltet wird. Wenn aus dem Stanzstück ein sektorartiger Teil herausgetrennt und an den Rändern des derart geschlitzten Zuschnittes zusammenwirkende Verschlussteile angebracht werden, kann der Hut ausser Gebrauch vollkommen flach zusammengelegt werden, was einen besonderen Vorteil bei der Mitnahme und bei der Verpackung von Lieferungen mit sich bringt.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung besteht aus einem Messerkopf, der mit in sich geschlossenen, das runde Stanzstück liefernden Schneiden sowie unter gleichen Winkeln radial und gegebenenfalls sternförmig angeordneten stumpfen Messern aus- gestattet ist, wobei für die Herstellung flach zusammenlegbarer Hüte die die seitlichen Be- grenzungslinien eines Sektors bildenden stumpfen
Messer durch Schneiden ersetzt sind.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des bei dem erfindungsgemässen Verfahren zur Anwendung kommenden Werkzeuges sowie mehrere nach diesem Verfahren hergestellte Hüte in gebrauchsfertigem und für den Transport zusammengelegtem Zustand veranschaulicht. Fig. 1 zeigt im Grundriss Teilansichten der Messeranordnung von drei verschiedenen Messerköpfen für das erfindungsgemässe Verfahren bzw. Grundrisse der von den Messern erzeugten Ausschnitte.
Fig. 2 ist die Seitenansicht eines auf das Ausmass von zwei Keilsegmenten zusammengelegten kegelförmigen Hutes und Fig. 3 die Seitenansicht eines auf das Ausmass eines Keilsegmentes zusammengelegten Kegelhutes. Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines im Gebrauch befindlichen Hutes mit Krempe, Fig. 5 zeigt den gleichen Hut in zusammengefaltetem Zustand, Fig. 6 einen Hut der gleichen Form auf kleinsten Raum zusammengelegt, Fig. 7 einen gebrauchsfertigen Hut mit Krempe und kappenförmigem Kopfteil, Fig. 8 den gleichen Hut in zusammengelegtem Zustand. Die Fig. 9 und 10 zeigen einen Hut nach Fig. 7 auf kleinsten Raum zusammengelegt in Vorder-und Seitenansicht in grösserem Massstab.
Der bei der Durchführung des erfindunggemässen Verfahrens zur Anwendung kommende Messerkopf bzw. Stanze weist bei allen in den drei Segmenten I-III der Fig. 1 veranschaulichten Ausführungsbeispielen eine den Umfang des Messerkopfes bildende kreisförmige Trennschneide 2 und radial hiezu verlaufende, stumpfe Prägemesser 3 auf. Die Prägemesser 3 erstrecken sich radial von der Trennschneide 2 bis zu der Lochungsschneide 4, die zur Trennschneide 2 zentrisch liegt.
Wird ein solcher Messerkopf gegen eine auf nachgiebiger, ebener Unterlage befindliche Papierbahn od. dgl. gepresst, so entsteht ein zentrisch
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gelochter, kreisförmiger Ausschnitt mit von den stumpfen Prägemessern 3 eingedrückten radialen Rillen, die die Fläche des Ausschnittes in kongruente Sektorfelder 5 unterteilen. Werden diese
Sektorfelder 5 entlang der den Prägemessern 3 entsprechenden Rillen rundum gegeneinander gefaltet, so entsteht das in Fig. 2 veranschaulichte Raumgebilde, bei dem die Sektorfelder 5 in Form von zwei fächerartigen Faltebündeln oder Faltekeilen symmetrisch nebeneinanderliegen.
Wird ein solches Doppelbündel oder ein solcher Doppelkeil nun auseinandergebreitet, so entsteht aus der Gesamtheit der Sektorfelder 5 ein zickzackgewellter Kegelmantel, der die einfachste, nach dem erfindungsgemässen Verfahren erzeugte Hutform, nämlich einen Kegelhut, darstellt.
Mittels eines in bekannter Weise in Lochungen der Sektorfelder 5 dieses Kegelhutes befestigten oder hindurchgezogenen Bandes lässt sich die Kegelform fixieren und der Hut der Kopfweite des Trägers anpassen.
Um einen Kegelhut zu erhalten, der sich zu dem in Fig. 3 veranschaulichten einteiligen fächerartigen Faltebündel oder Faltekeil zusammenlegen lässt, müssen zwei nebeneinanderliegende Prägemesser 3 des Messerkopfes 1 als Abtrennmesser 7 ausgebildet werden, wie dies in Fig. 1 (Segment I) durch strichpunktierte Linien angedeutet ist. Bei einem mit einem solchen Messerkopf 1 erzeugten Ausschnitt fehlt das zwischen den Messern 7 liegende Sektorfeld 5'und können die restlichen, verbleibenden Sektorfelder 5 zu dem in Fig. 3 veranschaulichten einfachen Kegelkörper übereinandergefaltet bzw. gebündelt werden.
Zur Erzielung und Sicherung der kegeligen Hutform werden an den radial verlaufenden Begrenzungen oder Rändern der sektorartigen Abtrennung 5'des Ausschnittes zusammengehörende Teile von druckknopfartig oder ähnlich wirkenden Verschlussteilen angebracht und diese, nach Ausbreiten des Faltekeiles gemäss Fig. 3 zum Kegelhut, miteinander in Eingriff gebracht.
Nach Lösen der Verschlussteile kann der Hut wieder zum einfachen Faltekeil zusammengelegt werden.
Für die Erzeugung von mit einer Krempe versehenen Kegelhüten gemäss Fig. 4 sind am Messerkopf (Fig. 1) zwischen den radialen Prägemessern 3 weitere Prägemesser 8 (Fig. 1, Segment II) angeordnet, die in ihrer Gesamtheit einen Messerstern ergeben. Entlang der vom Messerstern erzeugten Prägerillen lassen sich die den Prägemessern 3 entsprechenden Faltekanten brechen, wodurch der in Fig. 4 veranschaulichte Kegelhut mit Faltekrempe entsteht.
Dieser aus einem vollen Ausschnitt gebildete Hut lässt sich zu dem in Fig. 5 dargestellten doppelkegeligen Raumgebilde bündeln. Um einen Hut gemäss Fig. 4 zu einem noch kleineren Raumgebilde gemäss Fig. 6 zusammenlegen zu können, ist nur erforderlich, aus dem ihn bildenden Kreisausschnitt durch Anordnung von gemäss Fig. 1, Segment II geformten und strichpunktiert angedeuteten Abtrennmessern 9 am Messerkopf sektorähnliche Ausnehmungen J"auszusparen und für Zwecke der Festlegung der Hutform an den Rändern dieser Ausnehmung 5"zusammenwirkende Verschlussteile anzuordnen.
Hutformen gemäss Fig. 7 werden mittels Messerköpfen gemäss Fig. 1, Segment III hergestellt, bei denen neben den Prägemessern 8 noch eine zweite Schar von Prägemessern 10 vorgesehen ist. Entlang der von den Messern 8 und 10 gebildeten Rillen lassen sich die den Prägemessern 7 entsprechenden Faltekanten zweimal brechen und entsteht dieser Art der in Fig. 7 veranschaulichte Hut, an dessen flachkegelförmige Krempe ein von einem Kegelteil abgedeckter kegelstumpfförmiger bzw. kappenförmiger Kopfteil anschliesst. Ein aus einem vollen Ausschnitt erzeugter Hut nach Fig. 7 lässt sich zu dem in Fig. 8 veranschaulichten Raumgebilde zusammenlegen.
Um einen solchen Hut zu dem kleineren Raumgebilde nach Fig. 9 zusammenlegen zu können, muss er ähnlich, wie der mit Bezug auf Fig. 4 beschriebene Hut, aus einem eine Sektorausnehmung 5'aufweisenden Kreisausschnitt hergestellt werden, wozu nur erforderlich ist, in dem Messerkopf gemäss Fig. 1, Segment I Abtrennmesser 7 entsprechend den radialen strichpunktierten Linien in Fig. 1, Segment III anzuordnen.
Alle Ränder des Zuschnittes können durch schmückende Einfassungen gegen Einrisse gesichert bzw. versteift sein.
Selbstverständlich lassen sich durch das er- findungsgemässe Verfahren auch noch andere als die dargestellten Hutformen durch entsprechende Abänderung der Anzahl und Form der den Messerkopf bildenden Präge-und Abtrennmesser erzielen.
Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erzeugten Hüte sind nicht nur formschön, sondern auch leicht und billig und insbesondere bei Anordnung der erwähnten Versteifungen auch ungemein widerstandsfähig und dauerhaft und können wegen der Möglichkeit des Zusammenlegens zu kleinen Raumgebilden (Fig. 2,3, 6) auch bequem in Handtaschen u. dgl. oder in für den Transport angefertigten kleinen Behältern mitgeführt werden und erfordert daher auch die Versendung einer grösseren Anzahl von Hüten nur einen geringen Verpackungsraum.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Herstellen von gefalteten, zusammenlegbaren Hüten aus Papier, versteiftem Gewebe od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff in einem Arbeitsgang rund ausgestanzt, vorteilhaft zentral gelocht sowie mit von der Mitte ausgehenden radialen und gegebenenfalls sternförmig verlaufenden Rillen versehen und sodann entlang dieser Rillen als Faltkanten zickzackförmig gefaltet wird.