AT164479B - Verfahren zur Herstellung von Perchloräthylen gegebenenfalls im Gemisch mit Tetrachlormethan - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Perchloräthylen gegebenenfalls im Gemisch mit Tetrachlormethan

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AT164479B
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perchlorethylene
carbon tetrachloride
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Otto Dr Fruhwirth
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Donau Chemie Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
Zweckmässig wird man Geschwindigkeiten von wenigstens   l   m/Sek. vorsehen. 



   Die beschriebene Reaktion zwischen Chlor- wasserstoff und Chlor lässt sich an aktiven Ober- flächen, z. B. Aktivkohle, nur mit grössten
Schwierigkeiten durchführen, weil eine Lokali- sierung der Reaktion auf die Kontaktstellen eintritt, auf welche das Gasgemisch zuerst auftrifft, wodurch infolge der hohen positiven Wärme- tönung eine starke Temperaturerhöhung eintritt, welche für sich allein, sowie durch die Bildung von Nebenprodukten, z. B. Hexachlorbenzol, eine baldige Inaktivierung des Kontaktes mit sich bringt. Wohl lässt sich an Oberflächen- kontakten die Chlorierung von Chlorkohlen- wasserstoffen, z. B. Tetrachloräthan, durch- führen, da die bei der Umsetzung freiwerdende
Wärme wesentlich geringer ist.

   Bei der Reaktion im strömenden Gasgemisch hingegen findet weder eine lokale Überhitzung noch die Bildung wesentlicher Mengen Nebenprodukte statt, so dass auch ungesättigte Kohlenwasserstoffe mit stark negativen Bildungswärmen in der beschriebenen Art chloriert werden können. Es wurde die Regel beobachtet, dass bei der Chlorierung von Kohlenwasserstoffen oder deren Halogensubstitutionsprodukten mit gerader Zahl der Kohlenstoffatome Perchloräthylen, mit ungerader Zahl der C-Atome Perchloräthylen und Tetrachlormethan entsteht. Hierauf ist bei der Bemessung der zur Umsetzung   erforderlichenmenge   Chlor Rücksicht zu nehmen. Diese muss auch ausreichend sein, um sämtliche in dem Kohlenwasserstoff vorhandenen Wasserstoffatome als Chlorwasserstoff zu binden.

   Bei Anwendung eines Chlorüberschusses wird Perchloräthylen teilweise weiterchloriert und Hexachloräthan gebildet. 



   Als für die Chlorierung nach der Erfindung geeignete Kohlenwasserstoffe oder Halogensubstitutionsprodukte derselben seien beispielsweise Propan, Isobutan, n-Pentan, n-Hexan, n-Heptan, Propylen, Isobutylen, Penten, Octen, Monochlorpropan, Isobutylchlorid oder Isoamylchlorid bzw. Gemische dieser Stoffe genannt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Das zur Umsetzung kommende Kohlenwasser-   stoff-Chlorgemisch   (es kann auch verdünntes
Chlor benutzt werden) wird zweckmässig zunächst innig gemischt. Die Chlorierung der gesättigten Kohlenwasserstoffe oder ihrer Abkömmlinge verläuft so stark exotherm, dass der Reaktionsraum, in den das Kohlenwasserstoff-Chlor-Gemisch eingeblasen wird, im allgemeinen gekühlt werden muss, damit optimale Reaktionstemperaturen von etwa 500 bis 600'eingehalten werden. Die Chlorierung der ungesättigten Kohlenwasserstoffe verläuft unter wesentlich grösserer Wärmetönung, so dass es hier auch gelingt, die Umsetzung unter Flammenerscheinung durchzuführen. Doch muss in diesem Falle auf grosse Strömungsgeschwindigkeit im Verbrennungsraum geachtet werden, um die Bildung von Nebenprodukten zu vermeiden.

   Die Chlorierung kann auch unter Belichtung mit ultraviolettem Licht durchgeführt werden. 



   Durch Kondensation der Reaktionsgase kann man das gebildete Perchloräthylen gegebenenfalls im Gemisch mit Tetrachlormethan gewinnen. Zweckmässig erfolgt die Kondensation durch Inberührungbringen mit Wasser, beispielsweise in einem Rieselturm. Hiebei wird der entstandene Chlorwasserstoff gebunden und das Perchloräthylen bzw. Tetrachlormethan kondensiert. 



   Die Ausbeuten an Perchloräthylen und Tetrachlormethan liegen bei dem Verfahren nach der Erfindung im allgemeinen bei   90%   der theoretisch errechneten Menge. 



   Die Chlorierung von n-C-Kohlenwasserstoffen unter den genannten Bedingungen wird ausgenommen, da sich hiebei im wesentlichen Hexachlorbutadien bildet (siehe deutsche Patentschrift Nr. 736884). 
 EMI2.1 
 vorgewärmtes Rohr von 10 cm Durchmesser geleitet. Aus den Reaktionsgasen wird durch Kühlung auf   10  ein   äquimolekulares Gemisch von Perchloräthylen und Tetrachlormethan ab- geschieden, das   90%   der berechneten Menge entspricht. 



   Beispiel 2 : Treibgas mit einem Gehalt von 
 EMI2.2 
 dem sich die Reaktion mit schwacher Flammenerscheinung vollzieht. Das aus den Verbrennungsgasen durch Kühlung erhaltene Chlorierungsprodukt enthält   66 'o   Perchlor- äthylen, 22% Tetrachlormethan und   12% Hexa-   chlorbutadien. Abgesehen von der zu Hexachlorbutadien führenden Chlorierung des   n-Butans   liefert die Umsetzung eine Ausbeute von   92%   Perchloräthylen und Tetrachlormethan. 



   Beispiel 3 : Eine Hexanfraktion aus Petroleum, 
 EMI2.3 
 Verdampfung mit dem 13fachen Volumen Chlor gemischt und durch ein auf   400 C vorgewärmtes   Quarzrohr geleitet, das von aussen mit einer   Quecksilberdampflampe   belichtet wird. Die Reaktionsgase werden sofort auf   20 C   abgekühlt. 



  Hiedurch wird Perchloräthylen abgeschieden, das   90 0 der   berechneten Menge entspricht, während der bei der Verbrennung gebildete Chlorwasserstoff einer anderen Verwendung zugeführt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Perchloräthylen, gegebenenfalls im Gemisch mit Tetrachlormethan, durch Chlorierung eines strömenden Gasgemisches vergasbarer aliphatischer Kohlenwasserstoffe mit mehr als 2-C-Atomen oder deren Halogensubstitutionsprodukten, mit Ausnahme von n-C-l-Kohlenwasserstoffen, mit ungefähr der theoretischen Menge Chlor bei EMI2.4 wesenheit von Katalyten bzw. Stoffen mit grosser aktiver Oberfläche, vorzugsweise bei 500 bis 600 C C, zur Reaktion gebracht werden.
AT164479D 1946-08-21 1946-08-21 Verfahren zur Herstellung von Perchloräthylen gegebenenfalls im Gemisch mit Tetrachlormethan AT164479B (de)

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