AT164038B - Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metallen - Google Patents
Verfahren zur Oberflächenbehandlung von MetallenInfo
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- Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metallen Beim Beizen von Metallen mit Säurelösungen oder mit Lösungen saurer Salze, welche mit dem zu beizenden Metall unlösliche Verbindungen bilden, wie z. B. beim Beizen von Eisen mit Phosphorsäure oder mit sauren Phosphaten, entstehen Überzüge, welche nicht nur das Metall vor dem Angriff der Atmosphäreilien schützen, sondern die auch eine gute Grundlage für weitere Schichten z. B. für Lacküberzüge oder Anstriche bilden. Es wurde nun gefunden, dass Schichten mit noch besseren Eigenschaften erhalten werden können, wenn den Beizlösungen eine, mehrere oder alle wasserlöslichen Komponenten von Kunstharzbildungsgemischen zugesetzt werden. Nach Verlassen des Beizbades lässt man abtropfen, bringt die noch fehlenden Komponenten auf die vorteilhaft noch feuchte Metalloberfläche zur Einwirkung und trocknet bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur. Wenn das Beizbad bereits alle Bestandteile des Kunstharzbildungsgemisches oder wasserlösliche, niedrigpolymere Kunstharze enthalten hat, wird das Metall ebenfalls bis zur Fertigbildung der Kunstharzschichte erwärmt oder bei gewöhnlicher Temperatur getrocknet. Auf diese Weise wird eine festhaftende Kunstharzschichte gebildet, die als solche das Metall schützt oder die als Zwischenschicht zur Verbesserung der Metallkautschukhaftung dienen kann. Vor der Einwirkung des Beizbades, welches Kunstharzkomponenten oder Kunstharze enthält, kann das Metall in üblicher Weise durch Behandlung mit Sandstrahl, durch Abschmirgeln oder durch Beizen mit geeigneten Säurelösungen vorbehandelt werden. Beispielsweise wird eine Eisenplatte nach Vorbehandlung mit Salzsäure und nach Abspülen in eine drei-bis fünfprozentige Phosphorsäurelösung, oder in eine Lösung saurer Phosphate eingetaucht, welche Lösungen Harnstoff, Harnstoffderivate, z. B. Thioharnstoff, oder Hexamethylentetramin enthalten. Nach Beendigung des Beizvorganges wird die Platte herausgenommen und abtropfen gelassen. Dann werden entsprechend der Art der Zusätze, die die Beize enthalten hat, entweder Aldehyde in Form von Dämpfen oder Lösungen oder aber Harnstoff oder Thioharnstoff auf die noch feuchte Metalloberfläche zur Einwirkung gebracht und bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur die Harzbildung beendet. Das Beizbad kann auch bei erhöhter Temperatur, z. B. bei 700 C, zur Anwendung gelangen. Sowohl der Beizvorgang als auch die nachfolgende Trocknung bzw. Er- wärmung kann durch Anwendung von vermin- dertem oder erhöhtem Druck unterstützt werden. Gegebenenfalls kann Unterdruck und Überdruck abwechselnd zur Anwendung gelangen. Wird der Beizlösung ein Kunstharzbildungs- gemisch zugesetzt, z. B. Methylolharnstoff, der durch Vermischen von Harnstoff mit Formal- dehydlösungen entstanden ist, so genügt ein Liegenlassen bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, um auf dem Eisen eine festhaftende Schicht eines Harnstofformaldehydharzes zu bilden. Die geringen Mengen von Phosphor- säure oder sauren Phosphaten, welche in der Schicht enthalten sind, die nach dem Abtropfen der Beizflüssigkeit am Metall haftet, wirken als Katalysatoren und beschleunigen die Bildung der fertigen Kunstharzschicht. Wird auf das so behandelte Metall eine Kautschukmischung aufvulkanisiert, so erfolgt eine gute Haftung, die besonders dann in Erscheinung tritt, wenn die Zwischenschicht aus einem Hamstoffhexamethylentetraminharz besteht, welches Hexamethylentetramin im Überschuss enthält. Natürlich kann man auch andere Kunstharzkomponenten oder Bildungsgemische den Beizlösungen zusetzen, so z. B. Phenole, allein oder in Mischung mit Harnstoff, wasserlösliche Vinylverbindungen von niedrigem Polymerisationsgrad, insbesondere solche, die mit Aldehyden reagieren, wie z. B. Polyvinylalkohol, der mit Aldehyden Acetale ergibt. An Stelle von Eisen kann man auch andere Metalle verwenden, deren Phosphate unlöslich sind, also z. B. Zink. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metallen, bei welchem als Beizen Lösungen solcher Säuren oder saurer Salze zur Anwendung gelangen, die mit den Metallen unlösliche Verbindungen bilden, dadurch gekennzeichnet, dass Metalle mit Beizlösungen zusammengebracht werden, die eine oder mehrere Komponenten von Kunstharzbildungsgemischen enthalten, und dass nach Verlassen des Beizbades auf den Metallen nach Einwirkung der weiteren Komponenten <Desc/Clms Page number 2> und Liegenlassen oder Erhitzen die Kunstharze fertiggebildet werden.2. Ausgestaltung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Beizbad sämtliche Harzbildungskomponenten oder niedrigpolymere Harze gelöst enthält und dass nach Verlassen des Bades auf der Metallfläche die Harzbildung durch Liegenlassen oder Erhitzen beendet wird.3. Ausgestaltung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beizung und Harzbildung durch Anwendung von Unterdruck oder Überdruck oder abwechselnd von Unterdruck und Überdruck in für die Harzbildung bekannter Weise begünstigt wird.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass Eisen mit einer verdünnten Phosphorsäurelösung oder mit Lösungen saurer Phosphate gebeizt wird, welche Lösungen Harnstoff bzw. Harnstoffderivate und/oder Aldehyde bzw. aldehydabgebende Stoffe, wie Hexamethylentetramin, enthalten.5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dieselben zur Bildung von Schichten verwendet werden, um eine gute Kautschukhaftung am Metall zu bewirken.6. Ausgestaltung des Verfahrens nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Harnstofformaldehydkunstharzschicht einen hohen Gehalt an Hexamethylentetramin besitzt.7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Komponenten der Kunstharzbildungsgemische Phenole, Harnstoff, Harnstoffderivate oder niedrigpolymere Vinylverbindungen, wie z. B. Polyvinylalkohol, zur Anwendung gelangen.
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