AT164010B - Verfahren zur Herstellung von thioplasthaltigen Massen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von thioplasthaltigen Massen

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AT164010B
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gas cleaning
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thioplasts
sulfur
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Friedrich Dipl Ing Schnittler
Emmy Schnittler
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Emmy Schnittler
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von thioplasthaltigen Massen 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 der überschüssigen polysulfidhältigen Lauge abgetrennt, diese mit dem oben gewonnenen Kondensat vermischt und wieder verwendet, die Masse gewaschen und der weiteren Verarbeitung zugeführt. 



   Beispiel 2 : Es wird die Reaktion mit gleichen Mengen Gasreinigungsmasse und Äthylenchlorid unter gleichen Bedingungen durchgeführt, jedoch statt Ammonmonosulfid und-hydroxyd werden   580   g kristallisiertes Natriumsulfid in verdünnter Lösung verwendet. 



   Es ist bekannt, gebrauchte Gasreinigungsmassen mit Schwefelalkalien oder auch Hydroxylionen abspaltenden Verbindungen zu behandeln, um den Schwefel in die Polysulfidform überzuführen. Diese Verfahren verfolgen den Zweck, den Schwefel zu extrahieren, d. h. vom anorganischen Bodenkörper zu trennen. Letzterer wird anderer Verwendung zugeführt ; in keinem Falle jedoch mit dem Polysulfidschwefel bzw. dessen Lösung weiter verarbeitet. 



   Es ist weiters bekannt, gechlorte Kohlenwasserstoffe auf Gasreinigungsmasse einwirken zu lassen, zum Zwecke, den Schwefel teerfrei zu erhalten, jedoch nicht um Umsetzungen mit demselben durchzuführen. 



   Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich grundlegend von allen diesen Verfahren dadurch, dass die Umsetzung des in gebrauchter Gasreinigungsmasse enthaltenen Schwefels zu Polysulfid zu dem Zwecke geschieht, um unter Belassung des Bodenkörpers eine Umsetzung (Kondensation) des Polysulfidschwefels mit dem halogenierten Kohlenwasserstoff unter Thioplastbildung durchzuführen. Es war überraschend und keineswegs vorauszusehen, dass die Umsetzung des organischen Reaktionspartners mit dem Polysulfid, erzeugt aus der Gasreinigungsmasse, unter Verwendung des anorganischen Bodenkörpers zu Thioplastmassen führt, die in einem Arbeitsvorgang bereits die für die Verwendung gewünschten Füllstoffe enthalten.

   Weiters, dass dieser Vorgang je nach Durchführung der Kondensationsreaktion, des Anteiles an aus gebrauchter Gasreinigungsmasse stammenden Bodenkörper sowie der darin enthaltenen Teersubstanzen von günstigem Einfluss auf die spätere Verarbeitung und die Qualität der thioplasthaltigen Masse ist. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von thioplasthaltigen Massen durch Einleiten von verdampften organischen Reaktionsteilnehmern in wässrige anorganische   Polysulfidlösungen,   dadurch gekennzeichnet, dass als Polysulfidlösungen wässrige Lösungen von Alkalien, Ammoniak, Erdalkalien,   Alkali- oder An1mon- bzw. Erdalkalisulfid,   die auch bereits Polysulfid enthalten können, Verwendung finden, die auf bekannte Art mit schwefelhaltiger Gasreinigungsmasse umgesetzt wurden, wobei die unlöslichen aus der Gasreinigungsmasse stammenden Bodenkörper bei der Entstehung des Thioplastes als Füllstoffe eingebracht werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Füllstoffe in beliebigen Zeitpunkten der Verfahrensausführung, zweckmässigerweise jedoch vor dem Umsatz mit dem organischen Partner, zugesetzt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an Füllstoffen der zu erzeugenden thioplasthaltigen Masse durch wahlweises Abtrennen der an der Reaktion unbeteiligten anorganischen Bodenkörper vor der Umsetzung verändert werden kann.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion nur soweit getrieben wird, dass ein Überschuss an aus Gasreinigungsmasse gebildeter Polysulfide erhalten bleibt, der nach Abtrennung am Ende der Umsetzung mit dem organischen Partner, zur Ansetzung neuer Gasreinigungsmassen mitverwendet wird.
AT164010D 1947-02-11 1947-02-11 Verfahren zur Herstellung von thioplasthaltigen Massen AT164010B (de)

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