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Vorrichtung an automatischen Plattenwechslern für Grammophone
Bei gewissen Arten selbsttätiger Plattenwechsel- vorrichtungen für Plattenspieler ruht der Platten- stapel auf einem Absatz eines zentralen Führungs- stiftes, auf den die Platten aufgesteckt sind und den entlang sie einzeln auf den Plattenteller hinab- gleiten, sobald sie zum Abspielen an die Reihe kommen. Beim Plattenwechseln wird die unterste
Platte des Plattenstapels derart auf dem genannten
Absatz verschoben, dass ihr Mittelloch über einen unterhalb des Absatzes liegenden Teil des
Führungsstiftes zu liegen kommt, worauf die
Platte entlang dieses unteren Teiles des Führungs- stiftes auf den Plattenteller hinabgleitet.
Bei selbsttätigen Plattenwechslern dieser Art kann es vorkommen, dass der Plattenstapel auf dem oberhalb des Absatzes liegenden Teil des
Führungsstiftes eine so schiefe Stellung ein- nimmt, dass der Vorschub nicht einwandfrei erfolgt, weil die Platten sich auf dem Führungs- stift festklemmen. Der Vorschub kann zwar in der Regel unter Aufbietung grösserer Kräfte trotz- dem erreicht werden, aber diese Kräfte können zur Folge haben, dass die Platten am Umfang ihres Mittelloches beschädigt werden.
Eine Platte, deren Mittelloch auf diese Weise vergrössert worden ist, gleitet dann, sobald sie wieder in den abzuspielenden Plattenstapel kommt, zusammen mit der unter ihr befindlichen, heilen Platte vom Absatz des Führungsstiftes, so dass das Abspielen der darunter befindlichen Platte unterbleibt. Überdies kann eine solche Platte mit vergrössertem Mittelloch auf dem Plattenteller eine exzentrische Lage einnehmen, was zur Folge hat, dass der Tonarm während des Abspielens dieser Platte eine periodische Pendelbewegung ausführt und infolgedessen eine periodische Frequenzschwankung bei der Tonwiedergabe entsteht.
Um diese Nachteile zu vermeiden, hat man die unterste Platte des Plattenstapels an einem oder mehreren Punkten ihres Randes abgestützt und hat weiterhin Stützvorrichtungen vorgesehen, die auf die auf diese Weise abgestützten Punkte des Plattenstapels einen Druck von oben ausüben.
Diese Stützen sichern zwar die richtige Lage des Plattenstapels auf dem Führungsstift, jedoch ist die obere Stütze beim Einsetzen eines neuen Plattenstapels im Wege und muss daher vor dem
Einsetzen desselben entfernt und nach dem Ein- setzen wieder zurückgestellt werden. Dies ist einesteils unbequem und stellt anderenteils die erwünschte Wirkung in Frage, denn die Er- fahrung zeigt, dass oft vergessen wird, die obere
Stütze nach dem Einsetzen des neuen Platten- stapels zurückzustellen.
Gemäss der Erfindung wird daher die Hand- habung der oberen Stütze in der Weise selbst- tätig gemacht, dass mechanische Verbindungs- glieder vorgesehen werden, welche die obere
Stütze beim Anhalten des Antriebsmotors des
Plattenspielers selbsttätig vom Plattenstapel ab- heben und sie beim Anlassen des Antriebsmotors wieder selbsttätig in seine wirksame Lage zurück- stellen.
Die Erfindung wird an Hand des in der Zeich- nung veranschaulichten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Der Plattenstapel wird von unten durch die an der Grundplatte 10 des Plattenspielers ange- brachte Stütze 11 gestützt und von oben durch einen Haltebügel 12 gehalten. Dieser Haltebügel kann entweder durch ein Gewicht oder durch eine Feder auf den Plattenstapel gedrückt werden.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel wirkt eine mit dem Arm 15 des im Punkt 14 gelenkig gelagerten Haltebügels 12 verbundene Feder 13 auf den Haltebügel. Die Feder wird von dem auf der Grundplatte 10 befestigten Arm 16 gehalten.
Der Arm 15 ist mittels des Gelenkes 17 mit dem einen Teil einer dreiteiligen Zugstange 18 verbunden, deren anderer Teil in der Weise mit den nicht dargestellten Einrichtungen zum Anhalten und Anlassen des Antriebsmotors des Plattenspielers derart verbunden ist, dass die Zugstange 18 beim Anhalten des Motors in der Zeichnung nach rechts verschoben wird und den Haltebügel 12 vom Plattenstapel abhebt, beim Anlassen des Motors dagegen nach links verschoben wird, wobei die Feder 13 den Haltebügel auf den Plattenstapel drückt.
Der Haltebügel muss der allmählichen Verminderung der Platten des Plattenstapels folgen können, d. h., er muss nach jedem Plattenwechsel weiter herabsinken. Um dies zu ermöglichen, ist die Zugstange 18 in zwei Teile geteilt und der
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eine Teil ist mit einem Schlitz 19 versehen, während der andere Teil einen in diesen Schlitz eingreifenden Stift 20 trägt. Der Stift kann sich in dem Schlitz verschieben und infolgedessen passt sich die Länge des Armes 18 selbsttätig der jeweiligen Anzahl der Platten im Plattenstapel an.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung an automatischen Plattenwechslern für Grammophone, die mit Zentrumstift versehen sind, einen Ansatz zum Tragen der noch nicht in Spiellage vorgeschobenen Platten enthalten, sowie wenigstens eine am Rande des Plattenstapels befindliche Stützvorrichtung aufweisen, die aus einer unter dem Plattenstapel angeordneten und einer über dem Plattenstapel angeordneten Stütze besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die über dem Plattenstapel angeordnete Stütze, beispielsweise in Form eines nach innen und unten kippbaren Bügels, unter dem Einfluss der Anlass-bzw.
Abstellorgane für den Treibmotor des Grammophons in der Weise beweglich ist, dass sie beim Abstellen in eine das Einführen eines neuen Plattenstapels nicht hindernde Lage gebracht und beim Anlassen in eine den Plattenstapel von oben herunterpressende Lage zurückgeführt wird.