AT163419B - Verfahren zur Herstellung von krepp- oder reliefartigen Effekten auf Mischgeweben aus vegetabilischen Fasern und Wolle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von krepp- oder reliefartigen Effekten auf Mischgeweben aus vegetabilischen Fasern und Wolle

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AT163419B
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wool
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Es ist bekannt, Kreppeffekte auf Mischgeweben aus pflanzlichen und tierischen Fasern zu erzielen, indem man solche Mischgewebe einer Behandlung mit   Schrumpfungsmitteln,   z. B. Natronlauge, unter- wirft, wobei die pflanzlichen Fasern stark schrump- fen, während die tierischen Fasern sich nicht zusammenziehen und deshalb aufgeworfen werden, es entsteht eine Krepp-Musterung. Wird als tierische Faser Wolle verwendet, und ein solches z. B. aus Baumwolle und Wolle bestehendes
Mischgewebe einer Laugenschrumpfung unter- worfen, so schrumpft die Baumwollfaser, während die Wollfasern ihren Wollecharakter verlieren, versteift und bockig oder brettig werden. Diese Eigenschaft der Wollfasern ist nicht erwünscht. 



   Es ist ferner bekannt, dass man Wolle gegen die Einwirkung alkalischer Lösungen beim Färben schützen kann, indem man sie mit Verbindungen, welche Aldehyd-,   Keto-oder   Chinoingruppen enthalten, behandelt. 



   Es wurde nun gefunden, dass man diese Behandlung der Wolle dazu benützen kann, um die eingangs geschilderte Schwierigkeit zu beseitigen, wobei neue, besonders wertvolle technische Effekte erzielt werden. 



   Wenn man nämlich ein wollhaltiges Mischgewebe, bevor man es der Schrumpfung durch Alkali unterwirft, mit einem Imprägnierungsmittel, z. B. Formaldehyd, Acetaldehyd oder Akrolein, behandelt, wird die Wolle nachher bei der Einwirkung des Schrumpfungsmittels trotz der viel höheren Konzentration dieses Mittels als es beim Färbeprozess vorliegt, weder versteift noch verfilzt. Das Mischgewebe staucht sich unter der Zusammenziehung der pflanzlichen Fasern. Durch diese Wirkung kann man eigenartige Effekte erzielen. 



   Handelt es sich um ein Mischgewebe mit Streifendessin, so wird durch die Imprägnierung und Schrumpfungsbehandlung ein Kreppeffekt erzielt, findet sich die Wolle als durch teilweises
Ausätzen erhaltenes Muster, so ergibt die Impräg- nierung und Schrumpfungsbehandlung statt
Kreppeffekte plastische oder reliefartige Effekte, bei welchen die Wollteile über den Grund vor- stehen und ihren ursprünglichen Wollecharakter beibehalten. 



   Beispiel : Ein Mischgewebe z. B. aus
Baumwolle und Wolle wird vorgebleicht und dann durch Ätzung stellenweise Wollfasern entfernt, so dass ein Mustereffekt entsteht. Dieses geätzte
Gewebe wird dann während sechzehn Stunden mit 0-8% igen Formalin behandelt, so dass das ganze Gewebe mit Formalin imprägniert ist. 



   Darauf wird gespült und getrocknet und das
Gewebe einer Schrumpfungsbehandlung mit
Natronlauge von   30   Bé   bei 20   C während drei
Minuten unterworfen. Das durch die Wollfasern gebildete Muster tritt reliefartig hervor, hat aber seinen ursprünglichen Wollecharakter und weichen
Griff beibehalten. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von krepp-oder reliefartigen Effekten auf Mischgeweben aus vegetabilischen Fasern und Wolle, dadurch gekennzeichnet, dass man derartige Mischgewebe mit einem Imprägnierungsmittel wie z. B. 



  Formaldehyd, Acetaldehyd, Akrolein   usw.,   imprägniert und nachher einem Schrumpfungprozess mittels alkalischen Schrumpfungsmitteln unterwirft, wodurch weiche, wollartige Kreppoder Reliefeffekte erzielt werden. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man vor der Imprägnierung mit Formaldehyd die Wolle im Mischgewebe stellenweise ausätzt, dann mit Formaldehyd imprägniert und hierauf der Schrumpfung mittels Schrumpfungsmitteln unterwirft, wodurch weiche plastische, wollartige Effekte entstehen. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT163419D 1947-01-14 1947-01-14 Verfahren zur Herstellung von krepp- oder reliefartigen Effekten auf Mischgeweben aus vegetabilischen Fasern und Wolle AT163419B (de)

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